Posts mit dem Label blablabla werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label blablabla werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 25. Juli 2015

Nähbloggertreffen im Juli

Ich habe mich riesig gefreut, gestern zum Nähbloggertreffen gehen zu können. Mein Göttergatte war so lieb und passte auf die Mädels auf, so dass ich einen ganze Abend frei hatte, um die lieben Damen Gesellschaft zu leisten, mich auszutauschen und selbst das ein oder andere Nähwerk anzugehen. Da ich keine Lust hatte die Nähmaschine reisefertig zu machen, packte ich kurzerhand einen Riesenstapel Stoffe ein und dazu noch einige Schnittmuster, zwei Scheren und ein bissel Kleinkram. Leider vergaß ich in der Eile dann doch ein paar Dinge wie zum Beispiel Stecknadel und Papierschere und Tape, was aber gar nicht schlimm war, da ich ganz gut ohne auskam bzw. auch die lieben großzügigen Bloggerinnen mit der ein oder anderen Sache aushalfen, wenn es notwendig wurde.
In der Sportsbar Sombrero in Löbtau waren wir ja bereits einmal und so war das Umfeld vertraut dort.

Der Platz war reichlich und ich konnte mich herrlich ausbreiten. Insgesamt habe ich sehr viel zuschneiden können:

eine Babyhose aus Swafing(?)-Frottee und AfS-Bündchen in grau-mint bzw. mint,

zwei lange Hosen aus pinkem, festem Karstadt-Sweat-Rest (ohne Bündchen, denn das dafür vorgesehene pinke Bündchen war leider zu klein dafür),

zwei kurze Hosen für die Kleine (einmal auch aus Fottee, einmal aus Fuch-und-Gans-Jersey von Hamburger Liebe mit passenden Bündchen (AfS und Stoffmarkt) in mint und petrol,

ein Shirt für die Kleine für den Herbst aus der Ottobre aus Stoff von Kathi Kunterbunt und Stoffmarktbündchen petrol,

ein Kleid ebenfalls für die Kleine aus Fuchs-und-Gans und verschiedenen Unis (Buttinette/mint; Lillestoff rot) und Bündchen in rot/mint/petrol (Karstadt/AfS/Stoffmarkt)

sowie zwei Mützchen für Babys aus Lillestoff mit Piratenmotiv und rotem Bündchen (Karstadt).


Die verwendeten Schnitte in der passenden Reihenfolge sind diese

Kinderhose von Näähglück  in der 62/68, der 74/80 und der 98/104

kurze Pumphose Marina von Mathila in der 80

Shirt aus der Ottobre 01/2015 in der 80

Kleid Flicka von Lolletroll in der 74/80

Knotenmützchen von Klimperklein

Beanie von MamaHoch2


Da ich leider nix fotogrfiert habe, müsst ihr leider warten, bis ich die Zuschnitte vernäht habe. Ich werde sie euch dann gern detailliert vorstellen und wünsche euch bis dahin, alles Gute und bis bald!

P.S. Ich durfte zwar gestern ein Baby halten, aber wer hinter meiner Babynäherei eine Schwangerschaft vermutet, irrt sich. Ich werde im November Patentante und im Freundeskreis gibt es viele Schwangere, die zu meinem Leidwesen alle Jungs bekommen und deshalb kann ich nix vererben von meine Mädchenklamottenbergen, sondern muss neu nähen.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Nähbloggerteffen im Februar

Wie versprochen wird jetzt zeitnah das letzte Nähbloggertreffen verbloggt:

Dank Dani Ela, die mich ganz kurzfristig mit ihrem schnuckeligen Flitzer, abholte, ging es samt Nähmaschine und bereits zuegschnittenem Projekt ins Immergrün. Diese nette Gartensparten-Kneipe war überraschend heimelig und das Essen war ziemlich üppig und lecker. Die Wirte waren total nett und wir hatten viel Platz zur Verfügung zum Nähen. Ich bekam sogar meine eigene Verlängerung, weil ich die so auf die Schnelle vergessen hatte.
Leider konnte ich diesmal gar nicht mit allen reden, bei einigen blieb es so bei einem kurzen Hallo oder dem Bestaunen des werdenden Nähwerks. Hauptsächlich habe ich mit Danie Ela gequatscht und mich beim Essen mit Sophie ausgetauscht. Ist schon Wahnsinn, wie Sophies Bäuchlein wächst. Ich bin total gespannt, wie das kleine Mäuschen dann aussehen wird, wenn es im Juli zur Welt kommt. Da komm' ich gleich ins schwärmen. Babys sind ja so winzig und sooooo toll...
Da ich die Kamera diesmal gar nicht dabei hatte, habe ich lediglich meine Püppis fotografiert, als ich zu Hause ankam. Lustigerweise fand' meine Große die kleine Püppi viel besser als die größere. Da die Kleine ein ausgesprochener Ja-Sager ist, durfte sie dann auch mit ihr "tauschen". Die Mini versteht das sowieso noch nicht und freut sich generell, wenn sie die Puppen, die wir besitzen betütteln kann.

Die Püppis gab es als Stoffbogen bei Revoluzzza, den Igel gab es als Gratisdreingabe. Den kleinen Stachelfreund wird der SOhn einer lieben Freundin bald bekommen.

Montag, 23. Februar 2015

Die Sache mit der Treppe...

Eigentlich wollte ich euch erstmal berichten, wie ich das Februar-Nähblogger-Treffen fand (nämlich ganz wunderbar!), allerdings schiebe ich aktuellem Anlass mal ein, wie es mir so geht.
Gestern Abend bis ich nämlich die Treppe runtergestürzt. Es waren zwar nur zwei Stufen, die ich quasi ins Leere fiel, allerdings blieben die nicht ohne Folgen.
Nach einer halben Stunde Kühlen und Hochlegen konnte ich nur unter Schmerzen laufen. Dann ging ich 0:30 Uhr endlich ins Bett, nur um 3:30 Uhr wieder aufzuwachen mit höllischen Fußschmerzen. Ich konnte den Fuß nichtmal ablegen geschweige denn laufen damit. Trotzdem schleppte ich mich über den Flur ins Bad, das waren vielleicht 5 Meter, und guckte mir den Treter genauer an. Leicht blau und geschwollen war er, sah aber eigentlich nicht besonders schlimm aus.
Entgegen meiner sonstigen Tablettenabstinenz nahm ich eine Ibu und versuchte dann noch etwas zu schlafen, nachdem ich mich die selben 5 Meter zurück ins Schlafzimmer gezerrt hatte.
Natürlich habe ich debi das Kleinchen geweckt, sie schläft ja noch bei uns mit ihren 15 Monaten. Da sie Schnupfen und daraus resultierenden Husten hat, was dann noch durch nächtliches Heulen schön angekurbelt wurde, war das für alle erstmal das Ende des angenehmen Tiefschlafs. Zum Glück hat die Große im Zimmer unten nichts mitbekommen. Puh!
Mein Mann war dann echt mein Held: Er hat mich getröstet, weil ich vor Schmerzen geheult habe, die Kleine mit Tee, Naseschnauben und Kuscheln wieder eingelullt und zum Schlafen gebracht, dass auch wir Großen etwas runterfahren konnten. Gleichzeitg entwickelte er einen Schlachtplan für die Heilung des Mamifußes.



Heute früh wurde der dann umgesetzt: Kiddies in die Einrichtugen fahren, mich zum Unfallchirurgen. Er hätte sogar für mich in der Schlange gewartet, die sich mindestens 10 Meter lang vor dem Anmeldetresen in den Flur zog. Er ist so lieb! <3 nbsp="" p="">Aber im Stehen konnte ich die 70 Minuten bis zur Anmeldung zum Glück ganz gut verkraften, indem ich mich an eine Wand lehnte. Mein Göttergatte war da bereits auf ARbeit und verdiente fleißig unsere Brötchen.
Nach einer weiteren Stunde Warten guckte sich dann der Arzt den Fuß an, schrieb eine Überweisung und Krücken bekam ich auch. Damit Humpelte ich dann zum Bus, der zum Glück direkt zum Schillerplatz fährt. Da ist nämlich das Ärztehaus mit Röntgenpraxis (da wäre auch ein Chirurg gewesen im Übrigen...). Dummerweise hatte ich gerade die Mittagspause abgepasst und musste warten. Zum Glück war die eine Mitarbeieterin so nett, mich dann etwas eher dran zu nehmen. Die Bilder bekam ich auf CD mit.
Dann fuhr ich wieder nach Seidnitz, humpelte ins Gesundheitszentrum und dort war das Wartezimmer komplett voll mit Leuten - trotz Mittagspause. Wieder wollten sich gefühlte hundert Mann anmelden für die Nachmittagssprechstunde. Dass ich schonmal da gewesen war, zählte auch nix.
Naja, wenigstens hatte ich einen Sitzplatz und musste nicht stehen wie ein paar Nachzügler, die dann und wann in die Praxis kleckerten, manchmal einzeln, manchmal im Rudel.
Schließlich war ich dran. Knochen sind komplett okay, aber Sprunggelenk und Mittelfuß sind gestaucht und verdreht. Deshalb bin ich jetzt ein paar Tage auf Krücken, zwei Wochen darf ich nicht in die Schule und sechs Wochen muss ich eine Orthese tragen. Falls ich danach schmerzfrei bin, ist dann alles gut. Ich hoffe es ist so.
Mich ärgert es trotzdem, dass ich jetzt erstmal außer Gefecht bin. Mein Mann muss zumindest ein paar Tage alle Hol- und Bringedienste allein bestreiten, was bei zwei Kitas echt schlaucht und Minusstunden generiert, Ist halt Mist, wenn man vor Ort so gar keine Familie hat, aber ändern kann man das leider nicht.
Vielleicht komme ich jetzt mal wieder zum Bloggen *lach* denn Putzen und Wohnung umräumen kann ich mir erstmal schenken. Es wäre zwar echt nötig, weil wir noch immer ein paar Ecken in der Wohnung haben, die absolute Interimslösungen darstellen bzw. die auch mal wieder mehr Ordnung und Sauberkeit vertragen könnten, aber naja...
Hoffentlich bleibt euch so ein Missgeschick erspart. In diesem Sinne, euch alles Liebe!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Fasching die Dritte (minus Fasching): Eisköniging Elsa lässt bitten...

Als Mädchenmama kommt man ja kaum um die Disney-Prinzessinnenriege herum. Zwar besitzen wir de facto nur drei Filme, die eine von diesen reizenden jungen Damen mit absolut illusorischen Liebes- und Lebensvorstellungen zeigen (Dornröschen, Rapunzel und Frozen), trotzdem mag meine Große die Mädels sehr und kennt die meisten auch namentlich (Belle ist bei ihr Bella und Cinderella Zinzerella... süß, oder?) und natürlich malt sie leidenschaftlich gern diverse Bilder mit entsprechendem Motiv in der Kita aus.

Besonders Elsa die Eiskönigin ist ihr ganz besonderer Liebling und wird entsprechend oft imitiert. Da wird "Let it go" gesungen (gern auch mal in Fantasie-Englisch, weil das Lied ja auch im Abspann in Englisch ist, auch wenn ich die Demi-Lovato-Version persönlich nicht ganz so schön finde...) und der Papa  oder die Schwester im Spiel schonmal "eingefroren". Gesten und Bewegungen werden nachgeahmt, dramatische Szenen des Films zum Besten gegegeben oder auch nur mal nacherzählt bzw. insidermäßig kommentiert... Und wehe, jemand anders will mal die Elsa sein ;-) nein, Spaß bei Seite. Die Maus ist da eigentlich recht entspannt. Was sie nicht leiden kann, ist, wenn mein Mann oder ich oder wir beide mal mitträllern wollen bei den Liedern. Da kann Fräulein schonmal giftig werden, weil sie da laut eigener Angabe nichts mehr hören kann vom Film >.< ...
Bis ich also die Texte alle kann, werd' ich also noch eine Weile brauchen, weil ich ja nicht "trainieren" darf, seht es mir also bitte nicht nach! *zwinkerzwinker*

Doch zurück zum Thema: Elsa! Natürlich wollte mein Kind unbedingt so ein Kleid. UN-BE-DINGT! Der Satz ging schon gut los, mit dem sie ihren Wunsch letztes Jahr ankündigte, Achtung: "Mami, du kannst doch nähen..."
Dann wurde natürlich erstmal die Charmeoffensive gefahren und bissel mit den Äuglein geklimpert und dann wurde der Wunsch häppchenweise rübergerückt. Es war ein Fest der Niedlichkeit, sag ich euch!

Dementsprechend um den  Finger gewickelt ging ich das kommende Wochenende zu Karstadt und kaufte Crashtaft und Chiffon in Eisblau - soviel kann ich schon sagen: Diese Stofftypen und ich werden bestimmt keinen Freunde in absehbarer Zeit. [Satin gehört für mich übrigens auch ganz klar in dieselbe Gruppe der "Zickenstoffe", aber dazu einandermal mehr.]
Dann holte ich noch große Pailetten und Glittertextilfarbe beim Bastelladen. EIn Schnittmuster zu finden war etwas schwieriger, wobei ich schließlich bei Burda online eines herunterlud, nämlich "Modell 142 Burda Style 12/2013". Ich hätte sicher auch selbst eins basteln können, allerdings finde ich das extrem schwierig bei nichtdehnbaren Stoffen - besonders, wenn dann noch 'ne Menge Firlefanz dabei ist wie der Umhang und ein geteiltes Vorder- und Rückteil aus transparentem Stoff. Außerdem wollte ich auch, dass das Werk dann nicht zu winzig oder viel zu riesig wird, sondern schlicht ein Weilchen passt. Deshalb entschied ich mich für die Kaufoption.

Die Schuhe sind aus dem Disneystore und das Tochterkind liebt sie abgöttisch!


Dann entstand nach und nach das Kleid. Zwar hat es *wie immer* einige Fehler, aber nennoch bin ich sehr zufrieden:

Der Rockschlitz ist auf der falschen Seite, weil ich beim Annähen einen dummen Denkfehler gemacht habe, und noch immer komplett offen, weil ich einfach mal vergessen habe, ihn ein Stückel zuzunähen.
Außerdem ist beim Raffen eine Seitennaht des Rockes nach vorne gewandert, weil ich die Sache mit dem Schlitz zwar richtig konzipiert, aber an der falschen Stellen angesetzt habe -.-Sieht man aber echt nur, wenn man es weiß, weil die Fadenfarbe perfekt ist und die Naht der sauber und flach ist.
Auch das mit dem nahtverdeckten Reißverschluss ist so ein Ding, was ich noch üben muss, denn ich habe das mit der Unsichtbarkeit gelant umschifft und nun sieht man ihn halt. Außerdem habe ich den Reißverschluss zu kurz gekauft, weshalb man das Kleid ewas weniger komfortabel anziehen kann, naja... geht aber trotzdem.
Einen Ausschnitt habe ich bewusst nicht genäht, sondern einen ganz normalen Kragen mit kleinem Belegestreife, der allerdings etwas wurschtelig geraten ist und durch den sich auflösenden Ober- UND Unterstoff schon einmal geflickt werden musste. Warum ich kein Vlies auf den Belegstreifen gebügelt habe, ist mir selber schleierhaft, aber naja, es hält.
Falls ihr euch übrigens fragt, warum ich diese Fehler hier aufschreibe: Damit ich sie nicht nochmal mache, ganz einfach. Ich bin, seitdem ich Kinder habe, einfach megavergesslich. Außerdem finde ich die Analyse meiner Werke im Nachgang irre therapeutisch für mich selber. Am besten fände ich, dass auch andere davon profitieren, egal in welcher Form, aber das liegt ja nicht bei mir, sondern wäre dann ja entsprechend nicht mehr als ein positiver Nebeneffekt, wenn überhaupt. Außerdem lerne ich so, etwas von meinem detailverliebten Ex-Cosplayer-Perfektionismus Abstand zu gewinnen.


Natürlich ist das Haar meiner Tochter nicht silbern, das ist Farbspray und eine echte Empfehlung für Fasching!

Mittlerweile bekomme ich sogar die Haare einigermaßen hin! Yay!

Umhang ohne Muster und ohne Saum (den ausfransenden Rand habe ich mit dem Feuerzeug angeschmolzen, hält toll!).

Bemalte und bestickter Ärmel

Wie gesagt, ich bin dennoch sehr glücklich mit dem Kleid. Mein Kind liebt es. Da stört mich auch nicht, dass ich die Ärmel mehrfach angefangen habe, sie etwas zu weit sind und unförmig sind oder dass die Stickereien nicht so ganz der Vorlage entsprechen.
Auch ist es mir egal, dass man einlagigen Chiffon einfach nicht mit Textilfarben anmalen kann und ich es dennoch mehrere Abende probiert habe. Der Umhang hat jetzt trotzdem kein Muster? Und wenn schon!
Für mein Kind schnippel ich auch gerne mal 150 Pailetten zurecht und nähe sie per Hand an. Für mein Kind lerne ich auch echt gern und mit Hingabe französische Zöpfe flechten, obwohl ich haarmäßig eher ne Niete bin.

Ihr seht, alles super!

Warum oben übrigens "minus Fasching" im Titel steht, interessiert euch zu guter Letzt sicher auch noch, oder? Ganz einfach: Es ist kein Faschingskostüm, sondern ich habe das Kleid letzten Herbst genäht. Die Große musste sich das Kleid auch verdienen, bekam es also nicht einfach geschenkt. Dazu hat sie einen kleinen Plan gehabt, auf dem sie für jeden "lieben Tag" einen Schneestern bekam. Als 30 voll waren gab es dann das Kleid. Dreimal dürft ihr jetzt raten, ob sie es in einem Monat geschafft hat oder nicht...



Freitag, 30. Januar 2015

Klimperklein-Strampelhose mit Stoffmarkt-Eichhörnchen...

... oder wie der Post richt heißen müsste: Von den 3-km-zu-langen-Hosenbeinen und den Hürden des Bündchen-Annähens.

Die neue Hose vor dem Kürzen der Hosenbeine.



Blöder Stoffehler, den wahrscheinlich nur ich sehe...



Zunächst einmal sei gesagt, dass ich den Hosenschnitt von Klimperklein sehr mag, auch wenn er bei den etwas größeren Kinderchen einwenig O-Beine vorgaukelt, aber das stört mich ja persönlich kein Stück.

Allerdings finde ich auch, obwohl das übliche Blabla (sorry für den Ausdruck) darüber in der Anleitung steht, dass der Schnitt "größengerecht" ausfällt oder dass er für dünne Kinderlein genauso passt wie für DIN-genormte durchschnittliche, muss ich immer etwas schmunzeln. Meine Kiddies sind ja wirklich Hungerhaken und nicht gerade die längsten, aber wenn ich so drüber nachdenke, dass meine Kleine ihre Fuchshose Größe 56 ohne Nahtzugabe (!) bestimmt bis Größe 68 locker tragen konnte, fällt mir das bissel schwer zu glauben. Nicht, dass ich mich nicht freue, dass das Nähwerk so fein mitwächst, aber die Größenauswahl macht das nicht gerade leichter. Außerdem war ich bei Kindergrößen immer ganz stark der Annahme, dass sich die Zahlen auf die Körperhöhe beziehen, also ein Kind mit ungefähr 74cm auch eine 74 trägt, wenn es dafür nicht gerade zu kräftig gebaut ist. Vielleicht ist diese Annahme aber auch ein Irrtum meinerseits. Vielleicht haben meiner Töchter aber auch nur unglaublich kurze Beine, wer weiß das schon?

Woraus ich jedenfalls hinaus will, ist, dass ich mittlerweile nicht nur mit der Breite der Schnittchen  eine Problembeziehung führe, sondern nun auch mit der Länge. Fast jedes Muster muss ich anpassen, was ja im grunde nicht schlimm ist, aber meine kostbare, sehr knapp bemessene Nähzeit einfach nur unnötig belastet.

Es wäre wirklich super, wenn es auch mal Sachen und Schnittmuster gäbe, die sich an zarten, kleinen Kinderchen orientieren, zumindest wenn es nach mir ginge. Vielleicht gibt es ja so etwas auch schon, aber ich bin noch nicht darüber gestolpert?

Vielleicht hätte ich auch einfach nicht die aktuelle Kaufgröße nähen sollen, sondern einfach eine größe kleiner? Ich bin dabei recht vorsichtig geworden, weil ich auch damit so meine Problemchen hatte. Denn eine Größe kleiner heißt zum Teil andere Proportionen oder einfach mal "passt super für genau eine Woche bis es dann zu klein ist" und darauf habe ich auch nun wieder keine Lust. Viele Schnittmuster sind auch ohne jegliche Maßangaben ausgestattet, so dass man sich auch bissel darauf verlessen muss, dass man die richtige Größe zusammenpuzzelt. Am ehestens hilft noch, ein aktuell passendes Kleidungsstück, sofern man denn eins hat, auf die zusammengeklebten Bögen zu legen und zu vergleichen, was man dann im Endeffekt ausschneiden kann. Das finde ich auch nicht zeiteffizient und man muss eben immer das ganze Muster drucken statt einfach ein paar Seiten weglassen zu können, auf denen die gewünschte Größe eben nicht drauf ist.

Doch ich schweife ab... es ging ja um die Hose...

Das ist sie also...

Die Hose ist jedenfalls ganz niedlich geworden, trotz zu langer Beine und etwas üppiger Weite. Sie wäre noch viel besser, hätte ich nicht beim Nähen geschludert. Erst war die Ovi am spinnen und ich musste neu einfädeln. Dadurch habe ich dann ein paar Nähet nochmal genäht, aber vergessen, die Belegbreite entsprechend anzupassen, so dass der jetzt etwas reichlich ausfällt und gern mal oben etwas rausquillt. Hrmpf.

Außerdem habe ich mal eben eins der Bündchen verkehrt angenäht, so dass die Naht außen lag. Mhhhh.

Das wäre ja auch nicht so schlimm gewesen, hätte ich nicht erst nach dem erneuten Annähen desselben sowie des zweiten Bündchens bemerkt, dass ich das Schnittmuster unten nicht eingeklappt hatte, wie es die Bündchenversion vorsieht. Stattdessen hatte ich die Nahtzugabe unten plus die Extrastofflänge für das Bein mit Gummizug zugeschnitten, wodurch das Höschen jetzt fast der Großen gepasst hätte. Seufz.

Also habe ich dann kurzerhand die Hosenbeine abgeschnitten. Sieben (!) cm habe ich nach dem Vermessen des Kleinchens abgesäbelt und somit jetzt eine sehr sportlich legere Hose mit ca. 68er Länge bei 74er Breite, die dem Mädel wahrscheinlich auch den Rest des Jahres noch passt.

Wer ein aufwändiges Hobby sucht, trennt in seiner Freizeit Ovi-Nähte auf...

Die Bündchen habe ich fachfrauisch abgetrennt, was bei einer 4-Faden-Ovi-Naht schon etwas dauern kann, und wieder angenäht. Ich wollte keine neuen zuschneiden und hielt es für Verschwendung, die Ovinaht mit der Schere zu entfernen. Ich hatte von dem schönen grünen Bündchen vom November-Stoffmarkt ohnehin schon genug versaubeutelt, das ich die Schablone für die Beinabschlüsse mal eben NICHT im Fadenlauf aufgelegt hatte vorm Zuschnitt. Grummel.

Die Seitennaht des einen Bündchens trifft leider nicht auf die Beininnennaht...

Außerdem habe ich noch die Snaps zu tiefangebracht, was sich aber durch zwei weitere Snaps weiter oben zum Glück ohne optische Abstriche sehr gut beheben ließ.

Zu üppiger Beleg und doppelte Not-Vernappung...

Ihr seht, die Hose war ein voller Erfolg, denn ich habe extrem viel gelernt beim Nähen (vor allem den Frust in die Schranken zu weisen, hihi).

Kuckuck!

Der Tochter gefällt ihre Spielhose jedenfalls, wie man sieht.

Sonntag, 18. Januar 2015

Nähblogger-Treffen im Januar





Am Freitag hatte ich seit einer ganzen Weile endlich einmal wieder Gelegneheit, an einem Dresdner Nähblogger-Treffen teilzunehmen. Als eine der wenigen, die ohne Nähmaschine gekommen waren, war es zunächst erstmal schwierig, so richtig "rein" zu kommen.
Allerdings geht es mir zu Beginn eines jeden Treffens so: Ein bissel seltsam komm' ich mir dann vor, wenn ich da so stehe und alle so geschäftig sind, dass sie einen nur mit einem flüchtigen Blick zwischen zwei Nähmaschinenjustierungen betrachten, einem eventuell zunicken oder zwei halbe Worte verlieren, um dann wieder ins mitgebrachte Stoffgebirge abzutauchen. Dann krame ich in meinem Namensgedächtnis, die Zahnräder rattern, knirschen bisweilen sogar, bis mir ein zwei Namen wieder einfallen, wenn ich Glück habe sogar das passende Blögchen noch in den Sinn kommt. Puh... Wo setze ich mich hin? Da, ah nein, das ist nur für "mit Nähmaschine", äääääh.... ja. Dort, okay?! Okay. Puh. Dann wieder gucken, wem man sich gegenüber wiederfindet, sich vorstellen, nachdem man den ersten Reh-im-Scheinwerfer-Moment überwunden hat. Doppel-Puh! Und dann geht es plötzlich und es läuft und plätschter. Man tauscht sich aus, geht herum, bersucht mal mit jedem das ein oder andere Thema zu besprechen. Es geht, wie fast immer, um die lieben Kinderchen - die eigenen, die ganz frischen und natürlich auch die, die noch in "Bearbeitung" sind derzeit. Mich freuen alle drei Kinderthemen, schließlich sind Kinder wundervoll und ich werde nicht umsonst Erzieherin! Außerdem gibt es kaum etwas tolleres, als Babys beim Kampf mit dem Schlaf zuzugucken, wenn die Äuglein immer kleiner werden, wieder aufspringen, kleiner werden, aufspringen, flattern und dann mit einem großen Seufzer letztendlich doch zufallen. Seufz, das ist so niedlich!
Was sonst noch kommt? Neue Leute kennenlernen, wie Caro und Jana zum Beispiel (eure Namen konnte ich mir merken, andere sind schon wieder weg!) und Bücher angucken, die neu im Näherinnenrund sind. Auch die neue Ottobre ging einmal rum und erinnerte mich an die vier Nähprojekte, für die ich mich spontan entschied, nachdem meine eigene Ausgabe ein paar Tage zuvor bei mir eintraf. Bei mir herrscht derzeit schweres Näh-Fieber, da ich ja aus vielerlei Gründen wirklich lange gar nicht zum Nähen kam. Und zum Bloggen bin ich ja auch nicht gekommen in der ganzen Zeit. Ich sag jetzt mal nur: Krankes Kleinkind und ihr wisst, was Phase ist...
Ich verzichte jetzt auch darauf, Besserung zu geloben, auch wenn ich noch gefühlte Millionen fertiger Nähsachen zeigen könnte oder eben auch nicht, wenn ich da an das Top denke, dass ich in no time und unter Widerstand der Ovi für's Schwesterherz zusammengeklöppelt habe. Das Top habe ich nämlich in aller Hast nicht fotografiert und das Schwesterchen hat noch kein Bild geschickt, auch wenn es wohl angeblich sehr gut passt. Insgeheim fürchte ich ja, es gefällt ihr nicht, da die Farben des Birch-Interlocks zugegebenermaßen etwas dumpf und damit vielleicht nicht jedermanns Sache sind. Aber ich schweife ab...
Ja, Nähprojekte und Blogger-Treffen... ich würde ja auch gerne mal beim Treff das Maschinchen mitbringen, habe aber ein Auto und keinen entsprechenden Kioffer, dem ich vertraue. Bei meinem Glück haue ich den dann nämlich runter und zack habe ich keine Nähmaschine merh, nee nee, das geht ja nicht!
Insgesamt fand' ich das Treffen sehr sehr schön und den Austausch wirklich nett. Ein bissel Enttäuschung darüber, dass der Schnitt Lady LULLA, den ich mir vom Weihnachtsgeld mit zugelegt hatte, wohl nicht so prickelnd sein soll, ist zwar schade, aber naja, ich werd' das noch selber auschecken, liebe Sophie! Vielleicht hat die gute Frau von Schnittgeflüster das nach dem Probenähen noch verbessert, wer weiß? Vielleicht sieht der Schnitt an meiner verkorksten Figur auch ganz okay aus? Wir werden sehen und natürlich werde ich im Blog darüber berichten.
Für mich war es übrigens der vierte Treff, wenn ich die Stoffmarkt-Treffen mal mitzähle. Ich hoffe, es war nicht der letzte!

Dienstag, 18. November 2014

"Ein Jahr Kleinchen" oder "Wie man mich zum Staunen bringt..."

In liebevoller Kleinarbeit von mir eigens hergestellt: Die Super-Torte!

Außen Rollfondant...

... innen 6 bunte Schichten plus Schoko-Frischkäse-Creme.


Vor ein paar Tagen ist also das kleine Mauszwerglein ein Jahr alt geworden und ich bin immer noch fasziniert! Fasziniert, wie schnell so ein ganzes Jahr mit zwei Kindern verfliegt (schneller als mit einem einzelnen tatsächlich!), wie lange die Schwangerschaft(en) schon wieder her sind, wie lange ich (leider) schon wieder nicht mehr stille!
Fasziniert davon, wie man als Minimensch wochenlang herumtüdelt und sich schwert tut, nur um dann zwei Tage vorm 1. Geburtstag noch zwei Zähne "rauszupressen" und das auch noch gleichzeitig!
Wie es kommt, dass man mit einem Jahr Durchschlafen immer noch als völlig überbewertet einstuft, ist mir außerdem immer wieder ein Rätsel.
Genauso wie der Umstand, dass zwei Kinder, die von denselben Eltern abstammen, so verdammt verschieden sein können - außer, es geht darum, dass Ehrnährung und Gewichtszunahme so blöd und schwierig sind! Die Macke haben nämlich beide ausgibeig zelebriert... Satistisch halte ich das Ganze immer noch für einen vollen Ausreißer, denn *what are the odds* ...
Außerdem bin ich total überzeugt davon, dass es die beste Entscheidung *ever* war, die Mini gegen Rota impfen zu lassen - sie war in der Krippe die einzige, an der diese gruselige Magen-Darm-Seuche vorüberzog. Großartig und ein bissel wie schwarze Magie ist das und meine Augen glänzen immer noch freudig erstaunt!
Überraschend ist auch, wie sehr und innig Kinder, nein, Schwestern, sich lieben können. Die  Kleine knuddelt und herzt die Große mit soviel Enthusiasmus, Freude und Liebe, dass man als Mami und Papi kurzzeitig schmilzt und mal ein wenig Glückstränchen weint. Das Großkind ist aber auch "weicher" geworden. Als sie noch kleiner war, fand sie schmusen und alles drumrum eher lästig. Sie merkt aber langsam wirklich, wie toll Kuscheln ist und wie sehr alle in der Familie davon profitieren. Dieser langsame Wandel seit die Kleine da ist, ist wundervoll und erstaunlich.
Eifersucht zwischen den Krümeln? Ja, die gibt es und das ganz anders, als gedacht. Auch das erstaunt mich so, denn oft ist die Mini eher die, die motzt, wenn die Große man auf mamis Schoß sitzt oder mit Papi rumtobt.
Das Großkind ist allerdings besitzergreifender bei jeglichen Dingen und schnappt der kleinen Püppi gerne mal das Spielzeug aus den Händen weg, auch wenn das Zeugs weder für sie interessant noch irgendwie zu ihrer aktuellen Beschäftigung passt. Essen wird zwar oft auch geteilt zwischen den beiden, aber dass die Große dann mal eigenmächtig entscheidet, wie die Anteile ausfallen, kommt dann doch recht oft vor. Aber immerhin, sie behält in der Regel nicht alles für sich...
Auch die Sache mit den ZWEI Kitas ist so ein Ding, dass mir Erstaunen abringt: Kitas können ja so verschieden sein. Die Kita der Großen ist sehr rigoros, was kranke Kinder angeht, dort schicken sie ein Kind auch gerne mal in übervorsichtiger Manier nach Hause, wenn es auch nur ein Wenig krank wirkt.
Der Kita das Kleinchens bringen wir da in dieser Hinsicht gerade etwas mehr Selbstbewusstsein bei. Die sehr lieben und engagierten Erzieherinnen sind einfach bisher zu gutherzig gewesen und wir gewinnen oft den Eindruck, die brauchten mal Menschen wie uns, die sich nicht alles bieten lassen von den anderen Eltern dort. Mit etwas Rückenwind von uns, sieht es auch schon ein bisschen besser aus: Die Erzieherinnen werden energischer, sehen auch mal, dass Eltern Initiative zeigen und ihr Kind einfach mal rausnehmen, weil es ihm schlecht geht, weil es alle anderen in der Einrichtung inklusive Personal in der Kita ansteckt und keinem gedient ist, wenn die Familien aller zehn Krippenkinder in Mitleidenschaft gezogen werden. Klar, arbeiten zu gehen ist wichtig für die Eltern, aber man muss auch Prioritäten setzen und da stehen bei uns eben unsere Mädchen ganz vorne.
Wie das bei anderen Eltern anders sein kann, erstaunt und erschüttert mich wirklich!
Nunja... Überraschung, Erstaunen, Faszination, Verwunderung und Aha-Erlebnis - all das bietet mir mein Leben als Mama und ich bin glücklich.
Der schönste und faszinierendste Gedanke ist und bleibt dieser:
Ich hätte niemals gedacht, jemanden so innig und aus tiefstem Herzen lieben zu können wie meine Familie, wie meine Kinder, die so großartig sind, dass ich es nicht in Worte zu fassen vermag. Nicht jetzt und nicht morgen, nicht in 100 Jahren!
Ich liebe euch! Mein Großkind, mein Kleinchen und mein Göttergatte! Und auch meine liebe Schwester! Ihr seid die wichtigsten Menschen für mich. Und dass sollt ihr wissen.


Sonntag, 2. November 2014

Stoffmarkt auf dem Postplatz und Nähbloggertreffen

Ganz aktuell zu verbloggen gibt es heute meine Auswertung des diesjährigen Stoffmarktes. Anders als bisher wurde der Markt diesmal auf dem Postplatz aufgebaut, weil der Altmarkt sich schon in der Striezelmarktvorbereitung befindet und dort demnächst größere Aufbauten ablaufen werden.

Insgesamt fand ich den Stoffmarkt wie immer viel zu voll und unüberschaubar, was durch die neue Location nicht gerade angenehm war, denn die Stände standen sehr eng beieinander und so chaotisch versetzt, dass man in all dem Gewühle gar keine Chance auf einen entspannten Einkauf hatte - beim Stoffmarkt ist das aber ja eh fast immer frommer Wunsch und seltener Realität (diesmal war es scheinabr selbst über den Mittag sehr belebt, obwohl zu dieser Zeit sonst immer eine kleine Flaute eintrat, aber vielleicht täusche ich mich da auch...), so war ich deswegen nicht im Geringsten enttäuscht.

Im Grunde war mein Plan simpel: Ein schöner Sweat, ein paar Stücke Bündchen und Overlockgarn standen auf der Liste. Gerne hätte ich auch noch einen Federstoff gekauft (da gibt es ja jetzt verschiedene hübsche Prints z.B. von Hamburger Liebe etc.), aber gefunden habe ich davon keinen einzigen. Also blieb es bei den geplanten Dingen plus 1,5m schöner Jersey, den ich ganz spontan einsacken musste.

Hier gibt es das passende Bild:

Hinten das Overlockgar in schwarz und grau, mittig 1m pinker Jersey, 0,5m Lillestoff mit Eichhörnchen in Orange und rechts 1m Swafingsweat mit Cherry Pickings Eichhörnchen. Vorne seht ihr die Bündchen in petrol, grün und dunkelblau.


Eichhörnchenoverload... <3 td="">

 Da die Preise sehr stark variierten, war ich sehr glücklich, zumindest beim Sweat einiges weniger als an den anderen Ständen oder im Laden bezahlt zu haben. Ich habe für diesen Stoff nämlich Preise von 22,90€ und 20,90@ gesehen, aber an dem Stand, wo ich war kostete der SToff dann zum Glück nur 16€! Auch die Overlockkonen, die qualitativ sicher nicht die besten sind, aber für meine Zwecke hoffentlich reichen, sind viel billiger als online, wo man für dieselbe Qualitätsstufe so einiges mehr bezahlt. Die 8 Konen habe ich für 15€ erstanden. Derzeit nähe ich alle Ovi-Nähte weiß, aber gerade für dunkle Stoffe finde ich das irgendwie blöd, auch wenn man die Nähte nun doch eher selten sieht. Mal gucken, ob ich das Garn vernünftig eingefädelt bekomme - drückt mir die Daumen!

Nach meinem Blitzbesuch auf den Markt, den ich wirklich aufgrund der Menschenmassen in größter Eile absolvierte (ich kriege schnell Zustände, wenn es so voll ist!), ging es in die obere Etage des Bäckers Möbius an der Ecke, von der man sehr schön den "Ameisenhaufen" unten überblicken konnte. Auch hier brummte die Bude und ich war echt glücklich gleich die Nähblogger-Runde zu erspähen, um mich dazu zu setzen. So viele nette, vertraute und auch ein paar neue Gesichter zu sehen, war wirklich schön. Aus persönlichen Gründen war ich ja zu Ostern das letzte Mal beim Treff gewesen, wobei ich durch die ungünstige Sitzordnung im Weltcafé dort etwas unglücklich war und gar nicht wirklich Gelegenheit hatte, mich großartig auszutauschen (abgesehen vom wirklich schönen Gespräch mit Daniela). Diesmal gab es einiges an "Sitzroation" und man konnte tatsächlich mal hier und da Hallo sagen und wirklich nette Gespräche über diverse Schnitte und Stoffe führen, sogar ein wenig über dies und das diskutieren! Herrlich!

Besonders gefreut habe ich mich, dass die liebe Bianca von SaxonyGirl mit ihrem Mann und dem ganz Frisch geschlüpften Minisohn da war. Der Lütte ist wirklich süß und dann Pucktuch echt entspannt. Außerdem ist der Kleine Mann wirklich winzig, was man sich bei seinen eigenen Kindern gar nicht mehr vorstellen kann mittlerweile! Meine Große war ja auch ein zartes Minibaby, aber das ist jetzt schon fast 4 Jahre her und damit irgendwie sehr surreal... Die Kleine, die ja nur zur Geburt ein Bröckchen war, kam mir da in der Erinnerung direkt wie ein Sumokindlein vor mit ihren 3820g Stargewicht.Aber auch das ist schon fast nicht mehr wahr, jetzt wo sie nächste Woche schon 1 wird! Irre, wie die Zeit vergeht! Ich weiß noch, wie Bianca im Weltcafé erzählte, dass sie in der 11 Woche sei und nun ist der Kleine da...

So recht zusammen bekomme ich jetzt ad hoc gar nicht, wer noch alles da war, ohne jemanden zu vergessen, aber ich grüße euch alle gaaaaanz herzlich und freue mich auf den nächsten Treff!








Mittwoch, 15. Oktober 2014

Lange her...

Ich fange mal wieder mit der obligatorischen Entschuldigung an: Me culpa, ich habe wieder ewig nicht gebloggt. Auch den Post zum Thema #Hebammenproteste werde ich euch wohl schuldig bleiben müssen. Nicht, weil das Thema "vom Tisch" ist, sondern weil mir für das Formulieren momentan Zeit und Energie fehlen und andere Themen in meinem Leben Vorrang haben.

Im Sommer sind bei mir vielerlei Dinge passiert - schöne und weniger schöne. Vielleicht werde ich es auch schaffen, diese Ereignisse irgendwann zu verbloggen - besonders bei den angenehmen Erlebnissen wäre das für mich sehr wünschenswert. Auch war ich nicht untätig und habe vor allem dank meiner Ovi doch so manches geschafft. Aber auch gehäkelt, gebastelt und gestrickt wurde im Hause Silberzunge, was die freien Minuten hergaben.

Die größten Meilensteine waren wohl, dass ich meine Mini mit gerade 9 Monaten in der Krippe eingewöhnen musste - wer jetzt gerne was zum Thema "Rabenmutter" loswerden möchte, soll es bitte tun, aber nicht in meinem Blog, da sind solche Sinnlosigkeiten Tabu. Und wie gesagt, ich musste. Von wollen war da nicht die Rede. Da das Schuljahr nunmal im September losgeht und die Kleine im November geboren ist, hatte ich keine andere Wahl, denn noch ein Jahr Aussetzen in der Ausbildung kann ich mir einfach nicht gönnen leisten - because: REASONS...
Auch hier bitte der Verweis an alle, die jetzt mit den Augen rollen und meinen, meine Entscheidung, in der Ausbildung ein Baby zu bekommen (bewusst und gewollt!), ganz schlimm, grenzwertig, furchtbar, rabenmütterlich, grausig etc. pp. finden zu müssen: Macht ruhig, aber woanders. Über den Punkt, jeden Pups rechtfertigen zu wollen, bin ich (meistens) ganz gut hinweg mittlerweile, obwohl mir das schwer fällt.

Ich kann euch beruhigen: Trotz Fremdbetreuung meiner Mädels, meiner Ausbildung, chronischem Stress, extremem Schlafmangel und und und bin ich eine tolle Mutti, Ehefrau und so weiter. Ich werde gebraucht und geschätzt.

Seit September bin ich auch im Praktikum. Letztes Jahr ging ich im April in den Hort und fand es dort grausig. Ich war im März (5. Schwangerschaftswoche) in der Frauenarztpraxis zusammengebrochen, mit dem Ambulanzwagen ins Krankenhaus gefahren und dort wegen Schweinegrippe isoliert worden. Danach war ich eigentlich nur krank (- fast 8 Monate lang). Mir ging es im Praktikum damals eigentlich permanent schlecht. Zusätzlich mobbten mich die Kollegen, darunter auch meine Betreuerin, so dass mein Arzt mich schon im Juni dort heraus nahm - Arbeitsverbot! Ich war zu diesem Zeitpunkt schon als Risikoschwangere eingestuft worden. Die Praktikumserfahrung war also für mich eher unschön und ich hatte Bammel vor der neuen Situation, mit der das Schuljahr startete - zumal ich jetzt in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sein würde.

Zum Glück bin ich mit meiner neuen Praktikumsstelle sehr glücklich, auch wenn ich dazu in einen anderen Stadtteil fahren muss und mehrere Tage in der Woche bis abends dort bin. Die Kollegen sind nett und hilfsbereit, die Atmosphäre freundlich und ich habe das Gefühl dort gut hinzupassen. Meine Arbeit gibt mir das Gefühl, nützlich und wertgeschätzt zu sein, dass meine Ideen und Gedanken auch wahr- und ernstgenommen werden.

Ich bin also jetzt wieder "da" - Frau, Mutter, Mensch, Mädchen, Arbeiterin, Kindertaxi, Schneiderin, Freundin, Sheriff... und Bloggerin aus Leidenschaft.

Dazu sei gesagt: Ich laufe viel in der Stadt herum - zu ZWEI Kitas, in verschiedensten Stadtteilen (derzeit hauptsächlich in Johannstadt und Pieschen), zum Einkaufen etc. Während ich laufe, spuken sie in meinem Kopf herum, die vielen Artikel, die ich gerne schreiben und hier bloggen würde. Aber leider bleibt so vieles ungeschrieben dieser Tage, weil mein Kopf und das Internet nicht vernetzt sind (zum Glück!) und die Ideen oft auch ganz fix wieder schwinden, sobald die Kleene weint oder die Große mich zuschnattert oder...

Trotzdem gelobe ich * wie immer* Besserung und hoffe bald wieder zu bloggen. Vielleicht sogar regelmäßig... Ihr dürft gespannt sein, ob ich es schaffe XD

Sonntag, 6. April 2014

Teil 1: #selbstgeboren #Stillen in der Öffentlichkeit #Hebammen erhalten

Als junge Mutter kommt man dieser Tage nicht umhin, über die heißdiskutierten Aufreger und die aufwühlenden, zuweilen nachdenklich stimmenden Themen zu stolpern, die gerade durch Presse und Netz gehen.

Über drei davon möchte ich jetzt auch mal meinen Senf dazugeben meine fundierte Meinung äußern:

# SELBSTGEBOREN

Unter selbstgeboren.de sammelt eine Hebamme und Mutter von drei Kindern Geburtsberichte von Frauen, die aus eigener Kraft, das heißt ohne Hilfsmittel wie Kaiserschnitt, PDA, Dammschnitt, Kristellern etc. ein/mehrere Kind(er) zu Welt gebracht haben.
An sich ist die Idee ja gar nicht so verkehrt, denn eine selbstbestimtme Geburt aus eigener Kraft ist wirklich etwas Erhebendes. Allerdings ist 'selbstbestimmt' und 'aus eigener Kraft' ja wirklich eine Definitonsfrage. Die Schöpferin der Website nennt einige geburtshilfliche Maßnahmen, deren Abwesenheit ihrer Meinung eine Niederkunft für das Prädikat "selbstgeboren" qualifizieren, Manipulationen von außen.
Irgendwie wertet ein solcher Begriff per se nicht nur Geburtsvorgänge, die eben nicht ohne Medikamente oder andere Hilfen auskamen, sondern trifft auch so manche Frau an einem ganz wunden Punkt. Denn mal ehrlich: Wer Leben schenkt, der hat selbstgeboren, egal ob mit PDA oder nicht! Das macht doch eine Frau nicht weniger kompetent als Mutter oder als Mensch, wenn sie sagt, dass sie lieber den Buscopantropf will, als dann am Ende auf Grund der Schmerzen keine Kraft mehr zu haben. Eine Geburt soll für alle Beteiligten schön sein und wenn das eben nur geht, wenn Hilfsmittel hinzugezogen werden, dann ist das völlig ok.
Eine Freundin sagte mir neulich, sie habe den Eindruck, nach ihrem Notkaiserschnitt, geburtstechnisch nichts geleistet zu haben. Für sie mag es zutreffen, dass ihr Sohn nicht gerade selbstbestimmt ins Leben polterte und sie sich das anderes gewünscht hätte, aber ihre Geburt ist damit ja trotzdem nicht weniger Wert als meine beiden, die jegliche Defition von selbstgeboren.de erfüllen würden. Im Gegenteil: Ich bewundere sie sehr, denn nach dem, was sie erlebt hat, kann sie extrem stolz sein - Kaiserschnitt hin oder her. Ich hoffe ihr Gefühl verfliegt, denn geleistet hat sie mehr als so manch anderer Mensch: Sie hat einem wunderbaren kleinen Jungen das Leben geschenkt und ist ihm einen tolle Mutter, mehr muss ja auch gar nicht sein.

Leider regt sich in mir der Verdacht, die gute Frau, die diesen Aufreger produzierte, aht nicht ganz zu Ende gedacht. Vielleicht wollte sie als Hebamme ja auch nur auf den aktuellen Protest aufspringen, der um den Erhalt der Hebammenbetreuung in Deutschland kämpft, wer weiß.
Wenn ich ganz fies wäre, würde ich behaupten, so ein Buch - dafür sammelt sie die Berichte der Frauen, die selbstgeboren haben - profitiert ungemein, wenn es über ein aktuelles Thema (Hebammenerhalt) einen Fuß in die mediale Tür kriegt und durch seine polarisierende Message für ordentlich Publicity sorgt. Und sowas verkauft sich dann natürlich auch wun-der-bar. (zweites Standbein als Autorin scheint dann gesichert, falls das mit dem Hebammenberuft doch nix mehr ist...)

Samstag, 5. April 2014

Unfreiwillige Blogpause



Ein paar tubulente Wochen liegen hinter mir. Wochen voller schöner, aber leider auch voller sehr unschöner Momente, welche vor ca. 2 Woche dazu führten, dass ich mit den Nerven fertig in der Stube saß, mein Trinkverweigegerkind anschaute, in den Hörer des Telefons weinte und mir nur noch wünschte, jemand würde kommen und alles "wieder gut" machen könnte. Als ob sowas ginge... tse. Ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren würde.

Nochmal!

Wovon ich rede?

Wer mich kennt und um die dramtische Geschichte um den gelinde gesagt verkorksten Start mit meiner ersten Tochter weiß, der hat vielleicht eine Ahnung, wovon ich rede. Für alle anderen reiße ich das (un)gerne hier nochmal an:

2010 kam meine Große auf die Welt. Es war Winter - eiskalt, finster und unwirtlich. Sie entwickelte eine so starke Gelbsucht, dass sie nicht mehr trank - ein Teufelskreislauf, denn um die Gelbsucht besiegen zu können, hätte sie trinken müssen, wozu sie durch die Gelbsucht aber nicht in der Lage war. Sie nahm stark ab und ich wurde falsch beraten im achso "stillfreundlichen" St. Joseph-Stift. Dadurch bekam ich arge psychische Probleme, bildete eine Wochenbettdepression aus. Mir war alles zu viel und die Angst um mein Kind lähmte mich. Zwar kam die Große ohne Folgeschäden wie durch ein Wunder davon (zum Glück gingen wir als Eltern selbst in die Klinik mit dem kranken Baby, denn wenn es nach dem Rat der Hebamme gegangen wäre, hätte wir es weiter mit Glaubuli probieren sollen, mit Bili-Tee und Bachblüten...........), aber Trinken (egal ob Brust oder Flasche) war ein einziges Fiasko.
Also wählte ich das geringere Übel und entschied mich gegen das Stillen (Hebamme und Stillberaterin hatten mir ohnehin zigfach gesagt, ich habe die Veranlagung zu zu wenig Milch - so ein Schwachsinn, aber als Frau in einer emotional hochsensiblen Phase glaubt man ja fast alles, wie es scheint). Ich hatte danach immer massive Schuldgefühle und unendlich viele Ängste. Ich suchte eine Psychologin auf und sprach mit ihr darüber. Sprach auch an, wie belastend es sei, dass die Ernährung des Babys so ein Kampf sei und ich das nicht verkraftete, dass sie am liebsten so gar nicht getrunken hätte, wenn es nach ihrer Nase gegangen wär.
Allgemein war es mit ihr immer so: Flasche mussten wir ihr mühsam und mit Nachdruck antrainieren, aber immerhin trank sie da. An der Brust wurde nur geschriehen. Beikost - ein Alptraum in 1 Million Akten. Erst mit Einführung "normalen Essens" ging es halbwegs, aber einfach war auch das nicht. Bis heute ist sie ein seltsamer Esser, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls verließ ich die Psychologin mit einem nicht ganz so zufriedenen Gefühl, wie ich es erhoffte hatte, denn ich fühlte mich dort nur teilweise verstanden. Immerhin glaubte ich fest daran, diese unendlich Verzweiflung, die ich empfand, als mein Baby nicht trank, nicht zunahm und stattdessen in den Perzentilkeller fiel, nie mehr erleben zu müssen.

Teil der dazu betragenden Maßnahmen war in der zweiten Schwangerschaft, die nicht ganz einfach war, mir ein emotionales Polster zu schaffen: Zuversicht und Vertrauen und gute Beratung - kompetente Hilfe: durch eine erfahrenere Hebamme, eine bessere Geburtsklinik.

Und siehe da: Ich bekam meine Traumgeburt  ohne jegliche Komplikationen. Diesmal war ich vorbereitet auf den Berg an Verantwortung, den ein Kind bedeutet, wusste, was so eine Geburt mit einem anstellt (zumindest theoretisch) und ich hatte einen Plan. Ich wollte Stillen! Diesmal kam mir der Gedanke daran nicht mehr so befremdlich vor, weil es sich richtig anfühlte. Deshalb tat ich auch erstmal nichts anderen. Ich stillte im Kreißsaal, im Zimmer auf der Wochenstation, im Gang beim Wartena uf die Hüftsono... Alles wunderbar.

Das erste Mal, dass ich nicht vor Glück weinte nach der Geburt des Kleinchens war im Anschluss an die blöde Stillprobe. Laut der hatte die Kleine NICHTS getrunken. Juhu - nicht. Immerhin war sie wenigstens nicht gelb, aber ich hatte so eine Angst, dass das noch kommen könnte, dass ich ich zum Zufüttern drängen ließ. Und irgendwie blieb es dabei. Ganz unfreiwillig wurde ich Zwiemilchmama eines süßen kleinen Mädchens, das leider so genügsam war, dass sie irgendwann kaum noch trank. Sämtliche Versuche meinerseits, sie dazu zu bewegen, sich di Milch aus meiner Brust abzuholen, schluegen fehl. Ich habe wirklich ALLES probiert. Alles.

Bis ich nicht mehr konnte. Bis ich heulend am Esstisch zusammenbrach und die Welt verfluchte. Ich sah mich an einem Bettchen im Krankenhaus sitzen (ich hasse Krankenhäuser), sah mein baby darin liegen , mein süßes, fröhliches Baby, dem es ja gut ging im Grunde. Mein Baby, welches abnahm. Mein, Baby, das nicht trinken wollte... Ich war fertig mit der Welt. Die Verzweiflung war wieder da. Ganz schlagartig übermannte mich diese Angst. Bei dem Gedanken, man würde ihr womöglich eine Magensonde legen, wurde ich schier wahnsinnig. Und ich fragte mich, warum ich. Schon wieder. Hätte dieser Stress nicht bei einem Kind gereicht?





Ja. Hätte es.



Aber mal ehrlich, dass das Ganze nicht fair ist, wissen wir ja. Aber wann ist das Leben schonmal fair? Versteht mich nicht falsch, ich bin dankbar. Ich freue mich, dass ich zwei gesunde, großartige Kinder habe und ich hasse dieses (meiner Meinung ach gerechtfertigte!) Selbstmitleid auch, aber ändern tut das ja erstmal nichts an der Sache.

Also habe ich nach reiflicher Überlegung und vor allem, nachdem mein geliebter Mann mich mit aller Kraft aus dem tiefen Loch gezogen hat, in dem ich an meiner eigenen Tränenflut schier zu ertrinken drohte, ein zweites Mal Abschied vom Stillen genommen. Zugunsten meines Babys - das so gar kein Flaschenkind sein wollte im Grunde.

Ich kann damit leben. Besser sogar als ich dachte, was mich sehr wundert. Ich habe eineMilchpumpe im Bad stehen, mit der ich plötzlich tatsächlich Milch aus meiner Brust herausbekomme, was bis dato so gar nicht ging. Die Brustmilch gebe ich mit der Pulvermilch im Wechsel und die Kleine findet das ok. Nach Anfangsschwieirgkeiten hat sie sich scheinbar damit arrrangiert, auch wenn sie immer noch nicht so arg viel trinkt. Immerhin reicht es aber jetzt anscheinend, denn sie hat in den rund 2 Wochen endlich wieder zugenommen!!!! Da ist ein Doppelkinn im Vormarsch und ich könnte die ganze Welt umarmen, wenn ich es anseh und es abknutsche (aber kichert die Maus immer herzhaft!).

Zum ersten Mal seit Wochen geht es mir gut. Ich bin erleichtert und froh. Ich woltle mein Baby stillen, ich habe es 5 Monate geschafft. Nie ganz und nie so, wie erträumt, aber immerhin.

Ich bin immernoch fazniniert, dass wir uns gewichtstechnisch endlich auf die 6kg zu bewegen und hoffe, sie knackt sie die Tage! Damals bei der Großen war das auch ein schönes Gefühl, aber darauf musste ich bei ihr nicht so lange warten.

Zu kleinen Illustration:

  • Großkind: U1 3260g
  • Kleinchen: U1 3820g
  • Großkind: U2 2940g
  • Kleinchen: U2 3520g
  • Großkind: U3 4040g
  • Kleinchen: U3 4340g 
  • Großkind: U4 5990g
  • Kleinchen: U4 5240g
  • Großkind: U5 7050g   --> hier sollte sich das Geburtsgewicht etwa verdoppelt haben bei Babys
  • Kleinchen: U5  ???
  • Großkind: U6 8550g   -->  hier sollte sich das Geburtsgewicht etwa verdreifacht haben
  • Kleinchen: U6 ???
















Donnerstag, 23. Januar 2014

Leben zwischen Fläschchen und Stillpullover - mein neues Leben als Zwiemilchmami...

Unsere Klitzekleine wird morgen schon 11 Wochen - ELF! Wahnsinn, wie sie Zeit vergeht! Sie wächst und ist fidel, wenn auch kein Mops, was ich mir insgeheim immer etwas gewünscht hatte. Aber naja...
Trotz knubbeligen 3,8 kg Startgewicht (wodurch uns diesmal zum Glück die Gelbsucht erspart blieb), sind wir diese Woche erst bei etwa 5 kg angekommen und das Kleinchen ist damit ein B.m.H. (Baby mit Hals/Handgelenken), das heißt sie ist eher zart. Aber das kennen wir ja schon vom Großkind, die mit ihren 3 Jahren gerademal 12,5 kg wiegt auf ihre 94 cm. Tatsächlich war die Große im gleichen Alter nahezu identisch schwer, was mich ziemlich verblüfft hat, denn sie kam mir immer unendlich zerbrechlich vor, wohingegen die Kleine ein Doppelkinnchen und Oberschenkelspeckfalten hat.
SIe ist vom Wesen sehr viel ruhiger als das Großkind, allerdings haben die beiden trotzdem enorm viel gemein:

* Beide Kinder haben Papis Nase und Mamis Ohren.
* Beide Mäuse kamen mit schwarzen Haaren auf die Welt, die nach und nach immer heller wurden. (Bei der Großen fielen sie allerdings aus, was beim Kleinchen noch abzuwarten bleibt. Ich hoffe, die hübschen Haare bleiben, immerhin sind sie hellbraun mit Rotstich und schon deutlich über die Ohren gewachsen.)
* Lieblingssport im selben Alter der beiden: Das kleine Schwein, das am Spielbogen hängt verdreschen.
* Beide Kinder sind sehr agil und motorisch gut dabei.
* Beide Kinder sind gerne nachts gegen 5:00 Uhr wach, was echt zum heulen ist... Durchschlafen - was ist das?
* Heulen, wenn es Abenessen gibt - pünktlich schreit die Klitzekleine und die Große meckert, weil Händewasche doof ist und überhaupt sie ja schon eben Händewaschen war und Schnitte nicht zu ihrem Lieblingsessen gehört und überhaupt...
* Beide Kinder sind ernährungstechnisch 'ne harte Nuss.

Wo wir wieder bei der Zwiemilchernährung wären. Ich hab mir wirklich beide Beine ausgerissen, aber voll zu stillen wird wohl ein Traum bleiben für mich.
Nachdem ich bei der Großen damals ab der ersten Lebenswoche zufüttern musste und sie mehr und mehr die Brust anzuschreien und zu verweigern begann, gab ich damals  nach einigen Wochen auf. Die Belastung war zermürbend und ich quälte mich bei jeder Babymahlzeit unendlich. Irgendwann  stiegt deshalb ganz auf Flasche um. Stillen war für mich keine schöne Erfahrung gewesen und der Druck von damals nagt auch heute noch an mir, wenn ich ehrlich bin.

Beim Kleinchen hatte ich mir vorgenommen, diesmal durchzuhalten. Also klemmte ich die kleine Maus nach der Geburt bei jedem Piep an die Brust. Dumm ist nur, wenn der Milcheinschuss so derart auf sich warten lässt, dass die Speckreserven schmelzen wie Eis in der Sonne. Die Milch kam nämlich erst an Tag 5 und war reichlich spärlich. Die Maus war ganz schön ausgedurstet und ich beriet mich wirklich intesnsiv mit Kinderärztin und Hebi, ob ich nicht doch irgendwie um die Nummer mit dem Zufüttern herumkäme... vergebens. Nach einhundertzwölfzig Tricks und Huddeleien holten wir also das Pulver aus dem Schrank, das wir vorsichthalber dort gebunkert hatten, und mischten Fläschchen. Und so ist es geblieben. Zwar habe ich wirklich ALLES probiert, aber vom Fläschchen kommen wir einfach nicht weg. Selbst eine Stillberaterin konnte mir da nicht wirklich helfen. Ich habe so den Verdacht, meine Psyche hat vor 3 Jahren dann doch zu sehr gelitten, was mir jetzt auf die Füße zu fallen scheint.

ABER: Ich stille! Ich stille 8,10, manchmal 12 mal am Tag.
Ich mische zwar weiter Pulvermilch an und füttere die kleine Maus nach jedem Rendevouz mit Mamis Möpsen, aber hej, die Hauptnahrungsquelle bin ich und nur ich!
Man arrangiert sich dann doch scheinbar irgendwann damit, schätze ich, eine Zwiemilch Mama zu sein, eine moderne Frau, die die Vorzüge beider Ernährungsstile nutzt! So. Ich bin froh, dass es Pulvermilch gibt, immerhin wir die Kleine so satt und nimmt zu, wenn es bei mir nicht reicht. Ein gutes Backup-System, wenn Mutter Natur mal wieder den Failwhale auspackt...

Damals beim Großkind wirde ich oft schief angeguckt mit Flasche in der Hand, zum Teil wurde ich sogar offen angefeindet und mir wurde unterstellt: Jede Frau kann stillen, wenn sie will. WENN SIE WILL. Bah! Ich wollte und will das immer noch.
Damals stillten auch um mich herum alle Mutti (bis auf eine) und ich kam mir irgendwie vor, wie ein Totalversager - Sera, die Stillniete! Alles meine Schuld blablabla... Seltsam, dass es erst ein zweites Kind und ein neues Umfeld an Jungmuttis brauchte, um zu sehen: Egal wie man es macht, man macht es immer richtig bzw. immer verkehrt! Will heißen: Packe ich im Starbucks meine Brust aus, um mein Kind zu stillen, werde ich genauso dumm angemacht, wie in der Krabbelgruppe, in der ich mein Fläschchen mische. Klar ist Muttermilch das Beste für mein Kind und sicher gibt es auch faule Mütter, die keine Lust auf Stillen haben - alles in der Normalverteilung junger Mütter vorhanden, sicher, aber mittlerweile kann ich das akzeptieren, kann super damit leben, dass ich halt das Leben und den Alltag so meistere, wie ich es am besten hinbekomme.

Und in dem Sinne: Ich bin stolz auf mich! Ich bin eine tolle Mama und habe eine grandiose Familie! Mein Mann ist der beste der Welt und meine Kinder die besten und perfektesten, die ich mir vorstellen kann, egal, ob trinkschwach, nachtaktiv oder manchmal undurchschaubar! Ich hab tolle Freunde, denen die Flasche zum Teil genauso hilft wie mir oder die sich eben auch mit dem Stillen auseinandersetzen (müssen), weil nicht alles so läuft, wie erhofft. Und ihr Verständnis ist für mich eine ganz große Hilfe. Besser geht es kaum und dafür bin ich so dankbar!








Dienstag, 5. November 2013

40+1

Hallöchen und Servus!

Anstatt in die wohlverdiente Babypause zu gehen, sitze ich hier immer noch kugelrund, da Madamchen sich nicht ansatzweise rührt. Ist ein seltsames Gefühl, denn bei der Großen durfte ich schon vorm errechneten Termin Geburtstag eines neuen Erdenbürgers feiern, sogar ganze 4 Tage! Zugegebenermaßen hatte das Erstkind es aber schon immer furchtbar eilig mit allem. Die Kleine scheint da gemütlicher veranlagt zu sein, auch wenn sie noch so mobil ist, sich unter dem Schallkopf wegducken zu können, Kopf rechts, Kopf links, Kopf überall... Nur halt nicht fest im Becken :-( Gebärmutterhals ist auch noch null verkürzt gewesen am letzten Freitag, Muttermund so zu, wie es geht. Nicht besonders morivierend, wenn man solche Befunde kriegt.
Naja, fairerweise muss man sagen, dass der Arzt mitten in der Schwangerschaft den Termin eine Woche vorverlegt hat und mir diverse Male gesagt wurde, die kleine Möhre kommt womöglich eher. Besonders mein Mann rotiert zur Zeit, da er der Planungsbevollmächtigte ist für die Großkindunterbringung (ich BIN ja die Kleinkindunterbingung) und seine Überstunden verbrutzeln so langsam, weil ich es einfach nicht mehr so recht schaffe, die Große aus der Kita zu holen. Zur Rush Hour in der überfüllten 62 mit Kleinkind fahren geht nämlich echt an die Substanz. Und Spielplatz ist auch nicht mehr drin, denn die Maus in die Schaukel wuchten,  kann ich einfach zur Zeit nicht, die Arme krieg ich einfach nicht hoch und im Grunde ist sie auch viel zu schwer für mich.
Ansonsten bin ich verhältnismäßig fit. Klar, müde bin ich, aber wann ist man das als Mutter nicht? Rücken und so weiter hab ich auch schon die ganze Schwangerschaft, das ist also auch nicht neu und damit hab ich mich arangiert. Im Grunde geht's also.
Allerdings nerven die blöden Kopfschmerzen und seit neustem hab ich ab und zu einen seltsamen Krampf linksseitig, der mir das Liegen unmöglich macht zum Teil. Der Arzt sagt, was das für ein Schmerz sein soll, kann man nicht sagen und wegen der Kopfschmerzen soll ich schauen: Werden sie schlimmer, gehen nicht mehr weg und erweitern sich um Augenflimmern, muss ich in die Klinik *schluck*
Ab nächste Woche muss ich dann jeden Tag ans CTG, diese nur jeden 2. Tag... Bissel sinnlos finde ich das schon, jeden 2. Tag durch die Gegend zu schippern, aber was sein muss, muss sein. Leiber einmal mehr gucken als einmal zu wenig.
Ich hoffe ja, die kleine Nudel entschließt sich von selbst und erspart mir eine Einleitung. Sie wird schon rauskommen, wenn sie fertig ist, aber bitte von selber!



Samstag, 14. September 2013

Nicht mehr lange...

Ich sitze grade am PC und lese Blogs und E-Mails. Kaum zu glauben, dass ich dazu noch Zeit und Muße finde, denn insgesamt geht es mir nicht allzu rosig. Ich bin zur Zeit immer müde und abgeschlagen, mir tut alles weh und meine Launen sind grauenvoll, was mir sehr Leid tut, weil's andere antürlich immermal abkriegen :-( Das will ich eigentlich alles so nicht, aber man muss sich wahrscheinlich mit den körperlichen und seelischen Strapazen des 3. Trimesters abfinden lernen, fürchte ich - auch wenn die Hormonbeutelung langsam alle nervt!

Bin jetzte 33. Woche und fühle mich grundlegend seltsam: Alles scheint so fern und doch so nah. Noch ein ganzes Stück Schwangerschaft hier und bald Baby Nummer 2 dort... Ich kann mich mental irgendwie noch nicht drauf einstellen, auf keinen der beiden Umstände.


Die Wampe hängt mittlerweile schon recht tief, auch wenn man es nicht so gut sehen kann. Und ja, es stimmt: Man sieht auf Fotos immer viel dicker aus als in echt...

Einerseits habe ich noch Quadrillionen Dinge zu tun, weiß gar nicht, wann ich die alle machen soll. Soviel zu räumen, zu waschen, zu nähen, zu machen und erledigen... und dann soll man sich auch noch schonen und ausruhen irgendwann irgendwie - ein Unding! Alles dehr verrückt... und schlauchend.

Ich freu mich so auf unser Baby, kaum zu glauben, dass es in nicht ganz 2 Monaten da sein wird. Aber natürlich habe ich auch Angst. Wie machen wir das mit der Großen? Was, wenn das Baby zu früh kommt? Wer hilft? Wer ist im Notfall da? Was, wenn die Große "eskaliert"? Mache mir arge Sorgen um sie, weil sie doch noch so ein kleines großes Mädchen ist... Sie ist sehr willens- und charakterstark, aber trotzdem sehr sensibel, auch wenn sie es gut versteckt. Und da hat man schonmal Bedenken, wenn man sie dann kurzfristig wird irgendwo unterbringen müssen. Das geht glaube ich allen Müttern in dieser Situation so, oder? *seufz*

Ja, soviele Wenns, Was, Wies und Wos sind einfach noch offen, das verunsichert schon etwas. Vor allem, wenn die Zeit zu rasen scheint  so wie jetzt. Ich erinnere mich, wie ich den Test gemacht habe und dann noch einen, konnte es damals gar nicht glauben: SCHWANGER, wow!

Dann gleich die Schweinegrippe mit Krankenhausaufenthalt.... dann wochentlang krank, krank und wieder krank. Dann das "tolle" Praktikum (warum müssen immer alle anfangen, mich zu mobben, sobald ich schwanger bin?) und schließlich über einen Monat Papierkram für die Berufschule schreiben (langweilig!). Und danach? Endlich mal etwas Leerlauf, bissel runterfahren, gesund werden, naja fast gesund... Seit dem Beginn der Schwangerschaft hänge ich immer in einem Loop zwischen krank und fast gesund (kennt ihr das Gefühl, wenn man merkt, man wird krank? So geht's mir laufend...). Gar nicht schön, kann ich euch sagen.

Außerdem ist immer irgendwas: Ringelröteln in der Krippe, gegen die ich natürlich nicht immun bin. Mögliche Toxoplasmoseinfektion dank Katzenklosandkiste... bah, da geht man am Stock und lässt literweise Blut für's Labor beim Frauenarzt (gern auch mal beim der Urlaubsvertretung, wennn der eigene Gyn nicht da ist).

Ja, irgendwie fühle ich mich gebeutelt.


Aber es gibt auch viele tolle Dinge, die ich in der Schwangerschaft bisher schon erleben durfte:

* Die Entwicklung meiner kleinen zur großen Schwester - sie freut sich so auf das Baby, das ist soooo niedlich.

* Nähen für das Kleinchen - produktive Tätigkeiten heben meine Laune immer massiv.

* Das Treffen mit den Novembermamis aus dem Babycenter-Forum, die sind alle sehr lieb und sitzen ja im selben Boot wie man selbst. *virtueller Drücker*

* Stoffmarkt und erstes Nähbloggertreffen. Auch hier wieder superliebe Mädels mit herzlicher, offener Art kennengelernt. Ihr seid so super!

* Die Arbeit im Kindergarten der Großen als Elternbeirätin. Ein erfüllender, bisweilen nicht ganz unaufwändiger Job, bei dem man aber erstaunlich vieles erreichen kann. Ich lerne dadurch sehr viel hinzu - Eltern-, Erzieherperspektive, Planung diverser Veranstaltungen und Neuerungen, kreative Partizipation am Kita-Alltag als Mami...

Und noch vieles, vieles mehr!


Im Grunde, kann ja nur alles gut werden, oder? Was meint ihr? Wir haben ja damals mit der Goßen auch soviel durch, da ist unser Pensum auch erfüllt, finde ich. Die Turbogeburt, die schlimme Gelbsucht, der ganze Still- und Fütterstress, das hat gelangt. Ist eigentlich genug Stress für 10 Kinder gewesen. Diesmal wünsche ich mir alles ein bis zwei Nummern entspannter, langsamer, glücklicher vor allem.

So richtig Babyglück, das wär's doch. Diesmal bitte keine Depressionen, sondern nur Freudentränen. Diesmal alles in einem Tempo, das es einem ermöglich, da geistig, seelisch und körperlich auch mitzuhalten. Ja, das wünsche ich mir so sehr.


Das ist die Große, gerademal einen Tag alt... sind diese kleinen Runzelfüße nicht so süüüüüß?


Samstag, 27. Juli 2013

Sommer

Kaum ist Sommer, jammern alle, dass es zu heiß ist. Wenn es regnen würde, wäre das aber genauso, nur dass dann die Art der Beschwerde auf "Wann ist endlich Sommer?" wechseln würde.

Ich persönlich mag den Sommer, weil dann der Balkon zum Basilikumbeet wird und man viel draußen unternehmen kann. Die Luft duftet nach Sommergewittern nach Geosmin und die schattigen Plätze unter den Bäumen laden zum Ausruhen ein... Hach, schön!




Allerdings mag ich am Sommer auch nicht alles. Ich hasse *HASSE* den Ferienfahrplan des DVB, der ist so sinnlos und führt zum immensem Stress für mich. Die Bahnen sind voll, die Busse überhitzt, die Leute genervt vom ewigen Warten... Und trotz verlängerter Intervalle zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln kommt trotzdem alles, was geht, verspätet...

Auch die Temperaturumschwünge diesen Sommer machen mir zu schaffen. Erst brechend heiß und die Wohnung das reinste Tropengewächshaus danke Glasfront, die mies isoliert ist, wenn die Woba ihrerzeit nicht an Wärmeschutz gedacht (oder eher aus Kostengründen bewusst darauf verzichtet) hat, als sie das Haus sanierte, dann Regen, Wind, und verhältnismäßig kühles Wetter. Manchmal hat man das sogar innerhalb eines Tages so krass, dass mir der Kopf schwirrt und der Kreislauf meckert. Grundsätzlich finde ich aber solche kühleren Pausen vom Sommer gar nicht verkehrt, das hat so manche Jahre echt gefehlt, denn da gab's nur Hitze und Schwühle, aber nie eine Gelegenheit, sich mal etwas zu erholen... Nur so hochfrequent und unberechenbar wie jetzt muss das dann eben doch nicht sein...

Mal sehen, was diesen Sommer noch so alles kommt, lang ist er ja wahrscheinlich nicht mehr. Vielleicht kommt dann bald ein goldener Herbst, der sich hoffentlich bis in den November reinzieht, damit es nicht so klapperkalt ist, wenn unser Baby kommt. Bei der Großen waren die ersten Lebenswochen (allerdings war das im Dezember) immer zweistellig im Minus. Das ist eher unwahrscheinlich bei Tochterkind Nummer 2, aber auch im November kann es hier in Dresden sehr ungemütlich werden.

Dienstag, 9. Juli 2013

Lebenszeichen

Erstmal: Asche auf meine Haupt. Ich habe ewig nicht gebloggt, ich weiß. Es tut mir Leid, aber ich habe in den letzten Wochen sehr viel zu tun gehabt.
Zwar bin ich seit einer Weile aus dem Praktikum im Hort raus, da ich häufig krank und dort einfach unglücklich war, das heißt aber nicht, dass mein Pensum signifikant geschrumpft wäre.

Und warum habe ich das Praktikum abbrechen müssen?
Für mich war die Einrichtung einfach nicht das Richtige, vor allem weil auf meine Situation als Schwangere zu wenig Rücksicht genommen wurde und meine Betreuerin unsicher und überfordert war. Dann hat mein Frauenarzt auch Bedenken geäußert, weil ich schon die ganze Schwangerschaft sehr schwach und erschöpft bin, und mich ins Berufsverbot geschickt.

Jetzt sitze ich allerdings nicht untätig zu Hause rum, sondern ich schreibe fleißig Angebote, den Situationsbericht und alles drumherum, was ich für die Ausbildung noch einreichen muss bis Mitte Juli. Das ist ziemlich viel Schreibkram, auch wenn es nicht annähernd an die Anforderungen herankommt, die ich von der Uni her gewöhnt bin. Naja, die Uni ist aber auch schon wieder einige Jährchen her, deshalb fällt es mir nicht ganz so leicht, wie damals, als ich "im Stoff" stand.

Bald bin ich aber *hoffentlich* fertig mit dem Schmus und kann mich wieder dem Nähen, Werkeln und Bloggen widmen. Ich hab' schon eine Milliarde Projekte und ganz viel Stoff auf Halde...

Donnerstag, 28. März 2013

Wie DEUTSCH bin ich?

Nachdem meine liebe Schwester diesen Artikel hier verlinkte, war ich zugegebernermaßen neugierig.
Dort beschäftigt sich der Autor mit allerhand Clichés, die (zumindest von Nicht-Deutschen) für typisch deutsch gehalten werden. Und man muss ja auch zugegen, wie Dara bereits treffend feststellte: Deutsche sind was sie sind und leben (oft) das Cliché, an dem ja eben auch immer was wahres ist.
Jedenfalls dachte ich mir, ich gucke mal, wie deutsch meine Familie so ist, nachdem meine Schwester mal den Schweden-Test gemacht hat ;-)

Also hier der Selbsttest Teil 1:

1. Trage immer Hausschuhe daheim:

Äh, nein. Also grundsätzlich stimmt das so bei uns nicht. Klar ziehen wir die Straßenschuhe aus, wenn wir reinkommen und ich HASSE es, wenn Gäste ihre Treter nicht ablegen, aber Fakt ist: Nur mein Mann trägt Hausschuhe. Warum? Meine sind kaputt gegangen und unsere Tochter ist grundsätzliche Hausschuhverweigerin - außer in der Krippe, aber da zieht sie sich auch gerne und oft aus.
Anders als der Artikel postuliert haben hier übrigens die meisten Leute Vorhänge oder zumindest Gardinen, weil wir uns nicht gerne in die Hütte gucken lassen. 

2. Iss lange Frühstück

Und wieder ein klares Nein. Wir sind alle drei keine Frühstücksmenschen und selbst am Wochenende ist das kaum anders. Nur, wenn wir in Gera oder Schweden sind auf Besuch, dann wird's etwas länger, aber keinesfalls wegen des Essens, eher wegen des Redens, man sieht sich ja sonst nie.

3. Planen und Vorbereiten

Ja, stimmt. Mein Mann liebt Listen und plant gerne. Ich bin da chaotischer, mache viel im Kopf, aber nicht selten kurz vor knapp - und trotzdem planvoll.

4. Versicherungen

Ja, auch zutreffend. Wir haben viele, eigentlich nicht genug, wenn man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will - aber hej, das kann sich absolut keiner leisten, also... Oftmals muss man ja auch versichert sein, sonst darf man beispielsweise nicht Autofahren oder krank werden.

5. Zieh dich passend an (Outdoor-Alarm)

Also hier fallen wir wieder raus. Zwar hat mein Kind möglichst wettergerechte Kleidung an, aber Jack Wolfskin oder Deuter haben wir nada im Bestand.
Weder mein Mann noch ich besitzen Funktionskleidung oder -schuhe - abgesehen von einer Winterjacke (vom Gatten) und Winterstiefeln (meine), die Markenware sind und bei dem dämlichen langen Winter dieses Jahr angeschafft werden mussten. Ansonsten nähe ich viel für meine Kleine, was derzeit ziemlich trendy ist hier im Schland, wenn man sich so umsieht.

6. Deutsch sprechen

Ja, tun wir alle. Das ist keine Kunst, wenn man Muttersprachler ist. Außerdem sprächnmar Säggsch, Dieringisch (Gersch) und English. Das Männl kann sogar ein wenig Fanzösisch und Chinesisch und ich drei Worte Japanisch.

7. Bilde dich weiter (Qualifikationen und Zertifikate)

Ja, in Deutschland braucht man leider immer genau den passenden Abschluss und einen Schriebs für alles. Will heißen man kriegt überall Arbeitszeugnisse, Teilnahemurkunden und Nachweise, dass man sich (weiter)gebildet hat. Stimmt also 100% auch bei uns. In meinem zukünftigen Arbeitsfeld sind die Fortbildungen sogar vertraglich Pflicht, also kein Job ohne...

8. Halt am roten Ampelmännchen

Mache ich als Mutter in 80% der Fälle, die meisten hier aber gehen wie sie mögen, besonders, wenn die Straßen leer sind. Also hier wieder ein Nein, das ist Unfug. Und: Hier gibt es sogar Ampelmädchen der Gleichberechtigung halber!

9. Apfelschorle, Wurst, Sauerkraut, Brot, Bier...

Hm, auch hier kann ich nur sagen: Ja, Deutsche essen das häufig und nein, uns betrifft das wieder nur teilweise bis gar nicht. Wir trinken seltenst Apfelschorle (fast nie), ich bin Vegetarier und damit zufireden, Sauerkraut gibt es bei uns nie, maximal beim Großelternbesuch wird das mal aufgetischt oder früher in der Mensa, aber privat: Fehlanzeige. Meine Familie ist keine Brotesser-Gesellschaft (cih esse gerne Brot, aber Mann und Tocher nicht) und Bier trinkt der Göttergatte auch kaum und wenn dann nichtmal Pils. Lustigerweise steigt sein Bierkonsum ausgerechnet in Schweden, wo die Bierdose 5 Euro kostet ;-) Liegt an der netten Gesellschaft, schätze ich.
Allgemein sind viele Essensclichés sehr regional und komischerweise spielt das Bild vom Lederhosen tragenden Bayern mit Brezen und Maßkrug im Ausland eine Riesenrolle... Nunja, außer als Kind hatte ich nie eine Lederhose im Schrank und Bayern ist mir wurscht...


Soviel dazu... Clichés bedienen wir also nur zum Teil - ein wenig überraschendes Resultat.




Samstag, 22. Dezember 2012

Nach langer Funkstille...

Hallöchen und guten Abend allerseits!

Wer sich gefragt hat, warum hier schon wieder alles still steht, dem sei versichert, dass ich nicht untätig war, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheinen mag.
Nein, im Gegenteil! Drüben auf Voracious Silence, von mir auch liebevoll unser "Fressblog" genannt, geht es nämlich gerade ganz hoch her! Wir haben nämlich dort einen ganz großartigen Adventskalender am laufen, welcher jede Menge leckerer Rezepte für den letzten Monat des Jahres bereithält.
Neben dem damit verbundenen Plätzchen-back-und-ess-Koma habe ich natürlich auch noch das ein oder andere Handarbeitsprojket verwirklicht, das ich euch noch vorstellen werde...
Also: Dranbleiben!

Freitag, 26. Oktober 2012

Geschafft

So, die erste Ferienwoche wäre geschafft. "Geschafft" sage ich deshalb, weil sie nicht gerade unanstregend war: Kranker Mann, quängeligeges Kleinkind, dreckige Wohnung, verschollene Praktikumsverträge, Termine hier, Treffen da... Entspannung sieht echt anders aus. :(

Aber was soll man machen? Manche Sachen kommen einfach, wie sie kommen. Punkt. Das hat man sich eben nicht so ausgesucht. Sich darüber zu ärgern, ist eigentlich dumm, aber man tut es irgendwie trotzdem. Vor allem, wenn dann zum eigentlichen Pensum (also das, was man sich tatsächlich selber vorgenommen und auferlegt hat) noch tausend andere Dinge zur selben Zeit dazu kommen. Da könnt' ich ausflippen...

Was nicht geht. Sonst kracht hier alles zusammen. Nein. No way.

Also heißt es immer noch und immer wieder: Augen zu und durch! Oder wie Bob der Baumeister sagen würde: Jo, wir schaffen das! - Oder eben bei mir: Ich schaffe das.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Update: Ja, nee, is kla!

Nach langer Funkstille, die wohl dem aktuellen Schulstress zu verdanken sein muss, melde ich mich mal wieder im Blog.
Und noch eine gute Nachricht vornweg: Bald sind Herbstferien! Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich dann endlich wieder regelmäßig und etwas häufiger zum Bloggen komme. Aber naja, versprechen kann ich natürlich nix...

Also zunächst mal ein kleines Update: Uns geht es soweit gut. Leider sah das vor Kurzem noch anders aus: Erst hatte ich eine fiese Angina, von der meine Lieben zum Glück verschont geblieben sind.
Dann aber hatte die Maus letzte Woche doch Pech und musste mit 40°C Fieber zu Hause bleiben. Der Virusinfekt hat wahrscheinlich wieder bissel gekurbelt, denn in der kurzen Phase, in der die Kleine jetzt krank war, ist noch ein Eckzahn geschlüpft. Natürlich nicht ohne Gezeter und Geschrei... und, wie könnte es anders sein, das Ganze vor allem nachts. Das war echt hart. An dem einen Tag, den ich mit ihr daheim war, habe ich echt an mir gezweifelt. Das war der 24-Stunden-Terror-Tag!
Gott sei Dank war das der Höhepunkt der Krankheit und die Laune besserte sich dann merklich im Verlauf der Woche.

Trotzdem bin ich knülle. Da die Lehrer unbedingt bis kurz vor die Ferien warten mussten mit den Arbeiten, durfte ich diese Woche so gut wie jeden Tag ran. Mit meinem vollen Pensum fällt mir das Lernen zur Zeit unheimlich schwer und ich war happy Montag und Dienstag nicht auch noch die Maus abholen zu müssen, die sich in der regel auf dem Heimweg schleppen lässt :(
Das sie beim Papi war, konnte ich den direkten Weg zurück ansteuern, den ich jeden Tag frühs zurücklege. Montag allerdings habe ich statt 45 Minuten 1,5 Stunden gebraucht... Soviel also zur meiner Entlastung auf dem Heimweg.
Naja Hausaufgaben gibt es zwar offiziell nicht, aber die Lehrer erwarten trotzdem, dass man dies ud jenes außerhalb des Unterrichts macht, also fehlt einem diese Zeit auch noch.
Kurzum, im Oktober hat's zum Ausruhen eben einfach nicht gereicht bisher. Deshalb die Knüllität meiner Person.

Dementsprechend war ich auch weniger produktiv als sonst :( Man, wie ich mich nach meiner Nähmaschine und meinen Stricknadeln gesehnt habe, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich musste halt Prioritäten setzen und da fällt Privatvergnügen eben als erstes hinten runter.

Ein paar wenige Sachen habe ich aber noch im Repertoir, die ich schon vor Längerem gezaubert, aber bisher aus Zeitmangel einfach noch nicht gebloggt habe. Ich werde das aber jetzt nachholen, so gut ich kann, Ehrenwort!



P.S. Sorry für die Rechtschreibfehler, aber die Kleine ist ziemlich unruhig und da ich heut alleine Sleepwatch habe, weil der gute Papi verdientermaßen bei der JUG ist, bin ich dabei Einzelkämpfer und hänge mit einem Ohr durchgehend am Babyphon. Außerdem geht die Tastatur kaputt :(


Das könnte dich auch interessieren...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...