Immer wieder gestern Berichte über Frauen durch die Medien, die, weil sie in der Öffentlichkeit stillten, angefeindet, dumm begafft oder aus gewissen Lokalitäten verwiesen wurden. Und wer als Frau schonmal irgendwo außerhalb der heimischen vier Wände gestillte hat/stillen wollte, mag dies sogar am eigenen Leibe erlebt haben.
Ob nun einem im Flugzeug untersagt wird, sein Kindlein zu ernähren oder im Starbucks ein paar halbstarke Schülerinnen untereinander motzen, man solle doch auf Toilette gehen, wenn man seinem Baby die Brust geben möchte, ist egal. Verletzend ist es trotzdem. Soll man sein Kind verhungern lassen? Soll man es schreien lassen? Die vernichtenden Blicke sind dann erst recht vorprogrammiert, soviel ist klar...
Das Blog geborgen gewachsen ruft deshalb auf, das Thema aufzugreifen und persönliche Erfahrungen in die Welt der Blogosphäre zu tragen, um zu zeigen: Stillen ist NORMAL - ÜBERALL!
Ja, zum Stillen muss frau ihre Brust auspacken, etwas, was hier in der westlichen Welt sofort in eine sexuelle Schublade geschoben wird. Dabei sieht man in den wenigsten Fällen überhaupt viel vom Busen, immerhin ist ja der Kopf vom Baby davor und verdeckt so das meiste.
Bei ersten Kind hatte ich wirklich ANgst, wonanders als daheim zu stillen, denn die Maus schrie oft ewig, brauchte gefühlte tausend Jahre bis sie angedockt war und halbwegs etwas getrunken hatte.Ich musste soviel Aufwand betreiben, dass sie überhaupt wach und dabei bleibt, das wäre nirgendwo gegangen - zumal es ein superkalter Winter war und man immer irgendwelche Räume hätte finden müssen, wo man unterkommt. Im Endeffekt habe ich dann umgeschwenkt auf Flasche - nach ca. 2 Monaten und die Lage entspannte sich zum Glück für alle Beteiligten nach und nach. Es war hart und nicht gerade einfach. Auch öffentlich Flasche füttern war anfangs kaum möglich.
Gib' mal einen Baby, das deutlich weniger als ein halbes Jahr alt ist in Dresden in der Öffentlichkeit die Flasche. Wenn man Glück hat, wird man ignoriert, wenn man Pech hat kommt irgendeine Übermutter daher und belehrt dich. Das schlimmste, was mich echt getroffen hat damals war, als einen Frau mich fragte, ob ich mein Kind denn gar nicht lieben würde, denn wenn ich es lieben würde, würde ich ja stillen. Wenn man nur wollen würde, könnte doch JEDE FRAU stillen. Immerhin fragten die etwas sensibleren Unsesiblen einen mit hartnäckiger Regelmäßigkeit, ob man denn nicht stillen könnte oder nicht stillen wöllte...
Deshalb krieg' ich noch immer einen Hals, wenn ich den Satz
"Wenn ein Baby in einem Einkaufszentrum eine Flasche bekommt, schüttelt niemand den Kopf."
bei geborgen gewachsen lesen muss.Sorry, das jetzt mal so direkt sagen zu müssen, aber es ist echt ignorant, sowas zu schreiben, weil es schlicht nicht stimmt. Flasche geben hat nichts mit Dünnbrettborertum zu tun, denn nicht jeden Frau will das so haben. Ich hätte liebensgern meine Kinder gestillt, meintewegen bis sie 2 sind... wäre für mich toll gewesen, aber da haben meine Kinder einfach nicht mit gemacht.
Nicht jede Flaschenmama ist eine gute Mutter, nicht jede Frau die ihr Kind stillt ist eine gut Mutter. Und umgekehrt. Dass Stillen immer so bejubelt wird, nervt. Gerade weil es etwas Normales ist, sollte es akzeptiert werden. Zuhause, auf dem Bahnsteig, im Gasthaus, im Schimmbad, auf der Wiese im Großen Garten. Punkt.
Damit will ich nicht sagen, dass öffentlich Stillen nicht Mut erfordert oder dass Stillen allgemein gut für Kinder ist. Zweifellos ist es auch etwas Besonderes und Schönes.
Ich habe 2 Kinder. Ich habe beide gestillte. Eines 8 Wochen. Eines fast 5 Monate. Keines der beiden konnte ich ausschließlich mit Muttermilch satt kriegen. Na und. Deshalb wünsche ich mir Toleranz für beides: Flasche und Brust.
Ich habe so viele Modelle der Babyernährung kennengelernt, weshalb ich mich frage, warum das Thema immer so heiß diekutiert werden muss.
Warum freuen sich die Leute nicht einfach, dass es hier soviele Babys gibt?
In diesem Sinne: Mein Baby weint, ich geh dann mal.
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Dienstag, 8. April 2014
Sonntag, 6. April 2014
Teil 1: #selbstgeboren #Stillen in der Öffentlichkeit #Hebammen erhalten
Als junge Mutter kommt man dieser Tage nicht umhin, über die heißdiskutierten Aufreger und die aufwühlenden, zuweilen nachdenklich stimmenden Themen zu stolpern, die gerade durch Presse und Netz gehen.
Über drei davon möchte ich jetzt auch malmeinen Senf dazugeben meine fundierte Meinung äußern:
# SELBSTGEBOREN
Unter selbstgeboren.de sammelt eine Hebamme und Mutter von drei Kindern Geburtsberichte von Frauen, die aus eigener Kraft, das heißt ohne Hilfsmittel wie Kaiserschnitt, PDA, Dammschnitt, Kristellern etc. ein/mehrere Kind(er) zu Welt gebracht haben.
An sich ist die Idee ja gar nicht so verkehrt, denn eine selbstbestimtme Geburt aus eigener Kraft ist wirklich etwas Erhebendes. Allerdings ist 'selbstbestimmt' und 'aus eigener Kraft' ja wirklich eine Definitonsfrage. Die Schöpferin der Website nennt einige geburtshilfliche Maßnahmen, deren Abwesenheit ihrer Meinung eine Niederkunft für das Prädikat "selbstgeboren" qualifizieren, Manipulationen von außen.
Irgendwie wertet ein solcher Begriff per se nicht nur Geburtsvorgänge, die eben nicht ohne Medikamente oder andere Hilfen auskamen, sondern trifft auch so manche Frau an einem ganz wunden Punkt. Denn mal ehrlich: Wer Leben schenkt, der hat selbstgeboren, egal ob mit PDA oder nicht! Das macht doch eine Frau nicht weniger kompetent als Mutter oder als Mensch, wenn sie sagt, dass sie lieber den Buscopantropf will, als dann am Ende auf Grund der Schmerzen keine Kraft mehr zu haben. Eine Geburt soll für alle Beteiligten schön sein und wenn das eben nur geht, wenn Hilfsmittel hinzugezogen werden, dann ist das völlig ok.
Eine Freundin sagte mir neulich, sie habe den Eindruck, nach ihrem Notkaiserschnitt, geburtstechnisch nichts geleistet zu haben. Für sie mag es zutreffen, dass ihr Sohn nicht gerade selbstbestimmt ins Leben polterte und sie sich das anderes gewünscht hätte, aber ihre Geburt ist damit ja trotzdem nicht weniger Wert als meine beiden, die jegliche Defition von selbstgeboren.de erfüllen würden. Im Gegenteil: Ich bewundere sie sehr, denn nach dem, was sie erlebt hat, kann sie extrem stolz sein - Kaiserschnitt hin oder her. Ich hoffe ihr Gefühl verfliegt, denn geleistet hat sie mehr als so manch anderer Mensch: Sie hat einem wunderbaren kleinen Jungen das Leben geschenkt und ist ihm einen tolle Mutter, mehr muss ja auch gar nicht sein.
Leider regt sich in mir der Verdacht, die gute Frau, die diesen Aufreger produzierte, aht nicht ganz zu Ende gedacht. Vielleicht wollte sie als Hebamme ja auch nur auf den aktuellen Protest aufspringen, der um den Erhalt der Hebammenbetreuung in Deutschland kämpft, wer weiß.
Wenn ich ganz fies wäre, würde ich behaupten, so ein Buch - dafür sammelt sie die Berichte der Frauen, die selbstgeboren haben - profitiert ungemein, wenn es über ein aktuelles Thema (Hebammenerhalt) einen Fuß in die mediale Tür kriegt und durch seine polarisierende Message für ordentlich Publicity sorgt. Und sowas verkauft sich dann natürlich auch wun-der-bar. (zweites Standbein als Autorin scheint dann gesichert, falls das mit dem Hebammenberuft doch nix mehr ist...)
Über drei davon möchte ich jetzt auch mal
# SELBSTGEBOREN
Unter selbstgeboren.de sammelt eine Hebamme und Mutter von drei Kindern Geburtsberichte von Frauen, die aus eigener Kraft, das heißt ohne Hilfsmittel wie Kaiserschnitt, PDA, Dammschnitt, Kristellern etc. ein/mehrere Kind(er) zu Welt gebracht haben.
An sich ist die Idee ja gar nicht so verkehrt, denn eine selbstbestimtme Geburt aus eigener Kraft ist wirklich etwas Erhebendes. Allerdings ist 'selbstbestimmt' und 'aus eigener Kraft' ja wirklich eine Definitonsfrage. Die Schöpferin der Website nennt einige geburtshilfliche Maßnahmen, deren Abwesenheit ihrer Meinung eine Niederkunft für das Prädikat "selbstgeboren" qualifizieren, Manipulationen von außen.
Irgendwie wertet ein solcher Begriff per se nicht nur Geburtsvorgänge, die eben nicht ohne Medikamente oder andere Hilfen auskamen, sondern trifft auch so manche Frau an einem ganz wunden Punkt. Denn mal ehrlich: Wer Leben schenkt, der hat selbstgeboren, egal ob mit PDA oder nicht! Das macht doch eine Frau nicht weniger kompetent als Mutter oder als Mensch, wenn sie sagt, dass sie lieber den Buscopantropf will, als dann am Ende auf Grund der Schmerzen keine Kraft mehr zu haben. Eine Geburt soll für alle Beteiligten schön sein und wenn das eben nur geht, wenn Hilfsmittel hinzugezogen werden, dann ist das völlig ok.
Eine Freundin sagte mir neulich, sie habe den Eindruck, nach ihrem Notkaiserschnitt, geburtstechnisch nichts geleistet zu haben. Für sie mag es zutreffen, dass ihr Sohn nicht gerade selbstbestimmt ins Leben polterte und sie sich das anderes gewünscht hätte, aber ihre Geburt ist damit ja trotzdem nicht weniger Wert als meine beiden, die jegliche Defition von selbstgeboren.de erfüllen würden. Im Gegenteil: Ich bewundere sie sehr, denn nach dem, was sie erlebt hat, kann sie extrem stolz sein - Kaiserschnitt hin oder her. Ich hoffe ihr Gefühl verfliegt, denn geleistet hat sie mehr als so manch anderer Mensch: Sie hat einem wunderbaren kleinen Jungen das Leben geschenkt und ist ihm einen tolle Mutter, mehr muss ja auch gar nicht sein.
Leider regt sich in mir der Verdacht, die gute Frau, die diesen Aufreger produzierte, aht nicht ganz zu Ende gedacht. Vielleicht wollte sie als Hebamme ja auch nur auf den aktuellen Protest aufspringen, der um den Erhalt der Hebammenbetreuung in Deutschland kämpft, wer weiß.
Wenn ich ganz fies wäre, würde ich behaupten, so ein Buch - dafür sammelt sie die Berichte der Frauen, die selbstgeboren haben - profitiert ungemein, wenn es über ein aktuelles Thema (Hebammenerhalt) einen Fuß in die mediale Tür kriegt und durch seine polarisierende Message für ordentlich Publicity sorgt. Und sowas verkauft sich dann natürlich auch wun-der-bar. (zweites Standbein als Autorin scheint dann gesichert, falls das mit dem Hebammenberuft doch nix mehr ist...)
Samstag, 5. April 2014
Unfreiwillige Blogpause
Ein paar tubulente Wochen liegen hinter mir. Wochen voller schöner, aber leider auch voller sehr unschöner Momente, welche vor ca. 2 Woche dazu führten, dass ich mit den Nerven fertig in der Stube saß, mein Trinkverweigegerkind anschaute, in den Hörer des Telefons weinte und mir nur noch wünschte, jemand würde kommen und alles "wieder gut" machen könnte. Als ob sowas ginge... tse. Ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren würde.
Nochmal!
Wovon ich rede?
Wer mich kennt und um die dramtische Geschichte um den gelinde gesagt verkorksten Start mit meiner ersten Tochter weiß, der hat vielleicht eine Ahnung, wovon ich rede. Für alle anderen reiße ich das (un)gerne hier nochmal an:
2010 kam meine Große auf die Welt. Es war Winter - eiskalt, finster und unwirtlich. Sie entwickelte eine so starke Gelbsucht, dass sie nicht mehr trank - ein Teufelskreislauf, denn um die Gelbsucht besiegen zu können, hätte sie trinken müssen, wozu sie durch die Gelbsucht aber nicht in der Lage war. Sie nahm stark ab und ich wurde falsch beraten im achso "stillfreundlichen" St. Joseph-Stift. Dadurch bekam ich arge psychische Probleme, bildete eine Wochenbettdepression aus. Mir war alles zu viel und die Angst um mein Kind lähmte mich. Zwar kam die Große ohne Folgeschäden wie durch ein Wunder davon (zum Glück gingen wir als Eltern selbst in die Klinik mit dem kranken Baby, denn wenn es nach dem Rat der Hebamme gegangen wäre, hätte wir es weiter mit Glaubuli probieren sollen, mit Bili-Tee und Bachblüten...........), aber Trinken (egal ob Brust oder Flasche) war ein einziges Fiasko.
Also wählte ich das geringere Übel und entschied mich gegen das Stillen (Hebamme und Stillberaterin hatten mir ohnehin zigfach gesagt, ich habe die Veranlagung zu zu wenig Milch - so ein Schwachsinn, aber als Frau in einer emotional hochsensiblen Phase glaubt man ja fast alles, wie es scheint). Ich hatte danach immer massive Schuldgefühle und unendlich viele Ängste. Ich suchte eine Psychologin auf und sprach mit ihr darüber. Sprach auch an, wie belastend es sei, dass die Ernährung des Babys so ein Kampf sei und ich das nicht verkraftete, dass sie am liebsten so gar nicht getrunken hätte, wenn es nach ihrer Nase gegangen wär.
Allgemein war es mit ihr immer so: Flasche mussten wir ihr mühsam und mit Nachdruck antrainieren, aber immerhin trank sie da. An der Brust wurde nur geschriehen. Beikost - ein Alptraum in 1 Million Akten. Erst mit Einführung "normalen Essens" ging es halbwegs, aber einfach war auch das nicht. Bis heute ist sie ein seltsamer Esser, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls verließ ich die Psychologin mit einem nicht ganz so zufriedenen Gefühl, wie ich es erhoffte hatte, denn ich fühlte mich dort nur teilweise verstanden. Immerhin glaubte ich fest daran, diese unendlich Verzweiflung, die ich empfand, als mein Baby nicht trank, nicht zunahm und stattdessen in den Perzentilkeller fiel, nie mehr erleben zu müssen.
Teil der dazu betragenden Maßnahmen war in der zweiten Schwangerschaft, die nicht ganz einfach war, mir ein emotionales Polster zu schaffen: Zuversicht und Vertrauen und gute Beratung - kompetente Hilfe: durch eine erfahrenere Hebamme, eine bessere Geburtsklinik.
Und siehe da: Ich bekam meine Traumgeburt ohne jegliche Komplikationen. Diesmal war ich vorbereitet auf den Berg an Verantwortung, den ein Kind bedeutet, wusste, was so eine Geburt mit einem anstellt (zumindest theoretisch) und ich hatte einen Plan. Ich wollte Stillen! Diesmal kam mir der Gedanke daran nicht mehr so befremdlich vor, weil es sich richtig anfühlte. Deshalb tat ich auch erstmal nichts anderen. Ich stillte im Kreißsaal, im Zimmer auf der Wochenstation, im Gang beim Wartena uf die Hüftsono... Alles wunderbar.
Das erste Mal, dass ich nicht vor Glück weinte nach der Geburt des Kleinchens war im Anschluss an die blöde Stillprobe. Laut der hatte die Kleine NICHTS getrunken. Juhu - nicht. Immerhin war sie wenigstens nicht gelb, aber ich hatte so eine Angst, dass das noch kommen könnte, dass ich ich zum Zufüttern drängen ließ. Und irgendwie blieb es dabei. Ganz unfreiwillig wurde ich Zwiemilchmama eines süßen kleinen Mädchens, das leider so genügsam war, dass sie irgendwann kaum noch trank. Sämtliche Versuche meinerseits, sie dazu zu bewegen, sich di Milch aus meiner Brust abzuholen, schluegen fehl. Ich habe wirklich ALLES probiert. Alles.
Bis ich nicht mehr konnte. Bis ich heulend am Esstisch zusammenbrach und die Welt verfluchte. Ich sah mich an einem Bettchen im Krankenhaus sitzen (ich hasse Krankenhäuser), sah mein baby darin liegen , mein süßes, fröhliches Baby, dem es ja gut ging im Grunde. Mein Baby, welches abnahm. Mein, Baby, das nicht trinken wollte... Ich war fertig mit der Welt. Die Verzweiflung war wieder da. Ganz schlagartig übermannte mich diese Angst. Bei dem Gedanken, man würde ihr womöglich eine Magensonde legen, wurde ich schier wahnsinnig. Und ich fragte mich, warum ich. Schon wieder. Hätte dieser Stress nicht bei einem Kind gereicht?
Ja. Hätte es.
Aber mal ehrlich, dass das Ganze nicht fair ist, wissen wir ja. Aber wann ist das Leben schonmal fair? Versteht mich nicht falsch, ich bin dankbar. Ich freue mich, dass ich zwei gesunde, großartige Kinder habe und ich hasse dieses (meiner Meinung ach gerechtfertigte!) Selbstmitleid auch, aber ändern tut das ja erstmal nichts an der Sache.
Also habe ich nach reiflicher Überlegung und vor allem, nachdem mein geliebter Mann mich mit aller Kraft aus dem tiefen Loch gezogen hat, in dem ich an meiner eigenen Tränenflut schier zu ertrinken drohte, ein zweites Mal Abschied vom Stillen genommen. Zugunsten meines Babys - das so gar kein Flaschenkind sein wollte im Grunde.
Ich kann damit leben. Besser sogar als ich dachte, was mich sehr wundert. Ich habe eineMilchpumpe im Bad stehen, mit der ich plötzlich tatsächlich Milch aus meiner Brust herausbekomme, was bis dato so gar nicht ging. Die Brustmilch gebe ich mit der Pulvermilch im Wechsel und die Kleine findet das ok. Nach Anfangsschwieirgkeiten hat sie sich scheinbar damit arrrangiert, auch wenn sie immer noch nicht so arg viel trinkt. Immerhin reicht es aber jetzt anscheinend, denn sie hat in den rund 2 Wochen endlich wieder zugenommen!!!! Da ist ein Doppelkinn im Vormarsch und ich könnte die ganze Welt umarmen, wenn ich es anseh und es abknutsche (aber kichert die Maus immer herzhaft!).
Zum ersten Mal seit Wochen geht es mir gut. Ich bin erleichtert und froh. Ich woltle mein Baby stillen, ich habe es 5 Monate geschafft. Nie ganz und nie so, wie erträumt, aber immerhin.
Ich bin immernoch fazniniert, dass wir uns gewichtstechnisch endlich auf die 6kg zu bewegen und hoffe, sie knackt sie die Tage! Damals bei der Großen war das auch ein schönes Gefühl, aber darauf musste ich bei ihr nicht so lange warten.
Zu kleinen Illustration:
- Großkind: U1 3260g
- Kleinchen: U1 3820g
- Großkind: U2 2940g
- Kleinchen: U2 3520g
- Großkind: U3 4040g
- Kleinchen: U3 4340g
- Großkind: U4 5990g
- Kleinchen: U4 5240g
- Großkind: U5 7050g --> hier sollte sich das Geburtsgewicht etwa verdoppelt haben bei Babys
- Kleinchen: U5 ???
- Großkind: U6 8550g --> hier sollte sich das Geburtsgewicht etwa verdreifacht haben
- Kleinchen: U6 ???
Samstag, 1. Februar 2014
Geschenke
Von einer lieben Freundin und Namensvetterin unserer Gr0ßen hab es zur Geburt ein Supergeschenk:
Die zwei schönen Jerseys sind zwar bereits gewaschen, aber genäht wurde bisher darsus noch nix. Geplant ist zumindest für den Schildkrötenstoff schon etwas: ein Röckchen für die Große soll's werden, aber ich muss nochmal gucken, wo das passende Schnittmuster rumschwirrt, denn mir ist das ein ganz bestimmtes im Sinn, was ich mal in der Ottobre gesehen habe vor längerer Zeit.
Oder sollich doch lieber Partnermützchen nähen für die zwei Mädels... die Qual der Wahl.
Das Buch ist übrigens der Kracher. Ich kann es wirklich empfehlen, besonders die Kapitel zum Impfen und zur Homöopathie sind sehr treffend geschrieben und vor allem für Eltern (mehrerer Kinder), die auch gern mal herzhaft über sich selbst lachen können, gibt es den ein oder anderen Schmunzelmoment.
Die zwei schönen Jerseys sind zwar bereits gewaschen, aber genäht wurde bisher darsus noch nix. Geplant ist zumindest für den Schildkrötenstoff schon etwas: ein Röckchen für die Große soll's werden, aber ich muss nochmal gucken, wo das passende Schnittmuster rumschwirrt, denn mir ist das ein ganz bestimmtes im Sinn, was ich mal in der Ottobre gesehen habe vor längerer Zeit.
Oder sollich doch lieber Partnermützchen nähen für die zwei Mädels... die Qual der Wahl.
Das Buch ist übrigens der Kracher. Ich kann es wirklich empfehlen, besonders die Kapitel zum Impfen und zur Homöopathie sind sehr treffend geschrieben und vor allem für Eltern (mehrerer Kinder), die auch gern mal herzhaft über sich selbst lachen können, gibt es den ein oder anderen Schmunzelmoment.
Donnerstag, 23. Januar 2014
Leben zwischen Fläschchen und Stillpullover - mein neues Leben als Zwiemilchmami...
Unsere Klitzekleine wird morgen schon 11 Wochen - ELF! Wahnsinn, wie sie Zeit vergeht! Sie wächst und ist fidel, wenn auch kein Mops, was ich mir insgeheim immer etwas gewünscht hatte. Aber naja...
Trotz knubbeligen 3,8 kg Startgewicht (wodurch uns diesmal zum Glück die Gelbsucht erspart blieb), sind wir diese Woche erst bei etwa 5 kg angekommen und das Kleinchen ist damit ein B.m.H. (Baby mit Hals/Handgelenken), das heißt sie ist eher zart. Aber das kennen wir ja schon vom Großkind, die mit ihren 3 Jahren gerademal 12,5 kg wiegt auf ihre 94 cm. Tatsächlich war die Große im gleichen Alter nahezu identisch schwer, was mich ziemlich verblüfft hat, denn sie kam mir immer unendlich zerbrechlich vor, wohingegen die Kleine ein Doppelkinnchen und Oberschenkelspeckfalten hat.
SIe ist vom Wesen sehr viel ruhiger als das Großkind, allerdings haben die beiden trotzdem enorm viel gemein:
* Beide Kinder haben Papis Nase und Mamis Ohren.
* Beide Mäuse kamen mit schwarzen Haaren auf die Welt, die nach und nach immer heller wurden. (Bei der Großen fielen sie allerdings aus, was beim Kleinchen noch abzuwarten bleibt. Ich hoffe, die hübschen Haare bleiben, immerhin sind sie hellbraun mit Rotstich und schon deutlich über die Ohren gewachsen.)
* Lieblingssport im selben Alter der beiden: Das kleine Schwein, das am Spielbogen hängt verdreschen.
* Beide Kinder sind sehr agil und motorisch gut dabei.
* Beide Kinder sind gerne nachts gegen 5:00 Uhr wach, was echt zum heulen ist... Durchschlafen - was ist das?
* Heulen, wenn es Abenessen gibt - pünktlich schreit die Klitzekleine und die Große meckert, weil Händewasche doof ist und überhaupt sie ja schon eben Händewaschen war und Schnitte nicht zu ihrem Lieblingsessen gehört und überhaupt...
* Beide Kinder sind ernährungstechnisch 'ne harte Nuss.
Wo wir wieder bei der Zwiemilchernährung wären. Ich hab mir wirklich beide Beine ausgerissen, aber voll zu stillen wird wohl ein Traum bleiben für mich.
Nachdem ich bei der Großen damals ab der ersten Lebenswoche zufüttern musste und sie mehr und mehr die Brust anzuschreien und zu verweigern begann, gab ich damals nach einigen Wochen auf. Die Belastung war zermürbend und ich quälte mich bei jeder Babymahlzeit unendlich. Irgendwann stiegt deshalb ganz auf Flasche um. Stillen war für mich keine schöne Erfahrung gewesen und der Druck von damals nagt auch heute noch an mir, wenn ich ehrlich bin.
Beim Kleinchen hatte ich mir vorgenommen, diesmal durchzuhalten. Also klemmte ich die kleine Maus nach der Geburt bei jedem Piep an die Brust. Dumm ist nur, wenn der Milcheinschuss so derart auf sich warten lässt, dass die Speckreserven schmelzen wie Eis in der Sonne. Die Milch kam nämlich erst an Tag 5 und war reichlich spärlich. Die Maus war ganz schön ausgedurstet und ich beriet mich wirklich intesnsiv mit Kinderärztin und Hebi, ob ich nicht doch irgendwie um die Nummer mit dem Zufüttern herumkäme... vergebens. Nach einhundertzwölfzig Tricks und Huddeleien holten wir also das Pulver aus dem Schrank, das wir vorsichthalber dort gebunkert hatten, und mischten Fläschchen. Und so ist es geblieben. Zwar habe ich wirklich ALLES probiert, aber vom Fläschchen kommen wir einfach nicht weg. Selbst eine Stillberaterin konnte mir da nicht wirklich helfen. Ich habe so den Verdacht, meine Psyche hat vor 3 Jahren dann doch zu sehr gelitten, was mir jetzt auf die Füße zu fallen scheint.
ABER: Ich stille! Ich stille 8,10, manchmal 12 mal am Tag.
Ich mische zwar weiter Pulvermilch an und füttere die kleine Maus nach jedem Rendevouz mit Mamis Möpsen, aber hej, die Hauptnahrungsquelle bin ich und nur ich!
Man arrangiert sich dann doch scheinbar irgendwann damit, schätze ich, eine Zwiemilch Mama zu sein, eine moderne Frau, die die Vorzüge beider Ernährungsstile nutzt! So. Ich bin froh, dass es Pulvermilch gibt, immerhin wir die Kleine so satt und nimmt zu, wenn es bei mir nicht reicht. Ein gutes Backup-System, wenn Mutter Natur mal wieder den Failwhale auspackt...
Damals beim Großkind wirde ich oft schief angeguckt mit Flasche in der Hand, zum Teil wurde ich sogar offen angefeindet und mir wurde unterstellt: Jede Frau kann stillen, wenn sie will. WENN SIE WILL. Bah! Ich wollte und will das immer noch.
Damals stillten auch um mich herum alle Mutti (bis auf eine) und ich kam mir irgendwie vor, wie ein Totalversager - Sera, die Stillniete! Alles meine Schuld blablabla... Seltsam, dass es erst ein zweites Kind und ein neues Umfeld an Jungmuttis brauchte, um zu sehen: Egal wie man es macht, man macht es immer richtig bzw. immer verkehrt! Will heißen: Packe ich im Starbucks meine Brust aus, um mein Kind zu stillen, werde ich genauso dumm angemacht, wie in der Krabbelgruppe, in der ich mein Fläschchen mische. Klar ist Muttermilch das Beste für mein Kind und sicher gibt es auch faule Mütter, die keine Lust auf Stillen haben - alles in der Normalverteilung junger Mütter vorhanden, sicher, aber mittlerweile kann ich das akzeptieren, kann super damit leben, dass ich halt das Leben und den Alltag so meistere, wie ich es am besten hinbekomme.
Und in dem Sinne: Ich bin stolz auf mich! Ich bin eine tolle Mama und habe eine grandiose Familie! Mein Mann ist der beste der Welt und meine Kinder die besten und perfektesten, die ich mir vorstellen kann, egal, ob trinkschwach, nachtaktiv oder manchmal undurchschaubar! Ich hab tolle Freunde, denen die Flasche zum Teil genauso hilft wie mir oder die sich eben auch mit dem Stillen auseinandersetzen (müssen), weil nicht alles so läuft, wie erhofft. Und ihr Verständnis ist für mich eine ganz große Hilfe. Besser geht es kaum und dafür bin ich so dankbar!
Trotz knubbeligen 3,8 kg Startgewicht (wodurch uns diesmal zum Glück die Gelbsucht erspart blieb), sind wir diese Woche erst bei etwa 5 kg angekommen und das Kleinchen ist damit ein B.m.H. (Baby mit Hals/Handgelenken), das heißt sie ist eher zart. Aber das kennen wir ja schon vom Großkind, die mit ihren 3 Jahren gerademal 12,5 kg wiegt auf ihre 94 cm. Tatsächlich war die Große im gleichen Alter nahezu identisch schwer, was mich ziemlich verblüfft hat, denn sie kam mir immer unendlich zerbrechlich vor, wohingegen die Kleine ein Doppelkinnchen und Oberschenkelspeckfalten hat.
SIe ist vom Wesen sehr viel ruhiger als das Großkind, allerdings haben die beiden trotzdem enorm viel gemein:
* Beide Kinder haben Papis Nase und Mamis Ohren.
* Beide Mäuse kamen mit schwarzen Haaren auf die Welt, die nach und nach immer heller wurden. (Bei der Großen fielen sie allerdings aus, was beim Kleinchen noch abzuwarten bleibt. Ich hoffe, die hübschen Haare bleiben, immerhin sind sie hellbraun mit Rotstich und schon deutlich über die Ohren gewachsen.)
* Lieblingssport im selben Alter der beiden: Das kleine Schwein, das am Spielbogen hängt verdreschen.
* Beide Kinder sind sehr agil und motorisch gut dabei.
* Beide Kinder sind gerne nachts gegen 5:00 Uhr wach, was echt zum heulen ist... Durchschlafen - was ist das?
* Heulen, wenn es Abenessen gibt - pünktlich schreit die Klitzekleine und die Große meckert, weil Händewasche doof ist und überhaupt sie ja schon eben Händewaschen war und Schnitte nicht zu ihrem Lieblingsessen gehört und überhaupt...
* Beide Kinder sind ernährungstechnisch 'ne harte Nuss.
Wo wir wieder bei der Zwiemilchernährung wären. Ich hab mir wirklich beide Beine ausgerissen, aber voll zu stillen wird wohl ein Traum bleiben für mich.
Nachdem ich bei der Großen damals ab der ersten Lebenswoche zufüttern musste und sie mehr und mehr die Brust anzuschreien und zu verweigern begann, gab ich damals nach einigen Wochen auf. Die Belastung war zermürbend und ich quälte mich bei jeder Babymahlzeit unendlich. Irgendwann stiegt deshalb ganz auf Flasche um. Stillen war für mich keine schöne Erfahrung gewesen und der Druck von damals nagt auch heute noch an mir, wenn ich ehrlich bin.
Beim Kleinchen hatte ich mir vorgenommen, diesmal durchzuhalten. Also klemmte ich die kleine Maus nach der Geburt bei jedem Piep an die Brust. Dumm ist nur, wenn der Milcheinschuss so derart auf sich warten lässt, dass die Speckreserven schmelzen wie Eis in der Sonne. Die Milch kam nämlich erst an Tag 5 und war reichlich spärlich. Die Maus war ganz schön ausgedurstet und ich beriet mich wirklich intesnsiv mit Kinderärztin und Hebi, ob ich nicht doch irgendwie um die Nummer mit dem Zufüttern herumkäme... vergebens. Nach einhundertzwölfzig Tricks und Huddeleien holten wir also das Pulver aus dem Schrank, das wir vorsichthalber dort gebunkert hatten, und mischten Fläschchen. Und so ist es geblieben. Zwar habe ich wirklich ALLES probiert, aber vom Fläschchen kommen wir einfach nicht weg. Selbst eine Stillberaterin konnte mir da nicht wirklich helfen. Ich habe so den Verdacht, meine Psyche hat vor 3 Jahren dann doch zu sehr gelitten, was mir jetzt auf die Füße zu fallen scheint.
ABER: Ich stille! Ich stille 8,10, manchmal 12 mal am Tag.
Ich mische zwar weiter Pulvermilch an und füttere die kleine Maus nach jedem Rendevouz mit Mamis Möpsen, aber hej, die Hauptnahrungsquelle bin ich und nur ich!
Man arrangiert sich dann doch scheinbar irgendwann damit, schätze ich, eine Zwiemilch Mama zu sein, eine moderne Frau, die die Vorzüge beider Ernährungsstile nutzt! So. Ich bin froh, dass es Pulvermilch gibt, immerhin wir die Kleine so satt und nimmt zu, wenn es bei mir nicht reicht. Ein gutes Backup-System, wenn Mutter Natur mal wieder den Failwhale auspackt...
Damals beim Großkind wirde ich oft schief angeguckt mit Flasche in der Hand, zum Teil wurde ich sogar offen angefeindet und mir wurde unterstellt: Jede Frau kann stillen, wenn sie will. WENN SIE WILL. Bah! Ich wollte und will das immer noch.
Damals stillten auch um mich herum alle Mutti (bis auf eine) und ich kam mir irgendwie vor, wie ein Totalversager - Sera, die Stillniete! Alles meine Schuld blablabla... Seltsam, dass es erst ein zweites Kind und ein neues Umfeld an Jungmuttis brauchte, um zu sehen: Egal wie man es macht, man macht es immer richtig bzw. immer verkehrt! Will heißen: Packe ich im Starbucks meine Brust aus, um mein Kind zu stillen, werde ich genauso dumm angemacht, wie in der Krabbelgruppe, in der ich mein Fläschchen mische. Klar ist Muttermilch das Beste für mein Kind und sicher gibt es auch faule Mütter, die keine Lust auf Stillen haben - alles in der Normalverteilung junger Mütter vorhanden, sicher, aber mittlerweile kann ich das akzeptieren, kann super damit leben, dass ich halt das Leben und den Alltag so meistere, wie ich es am besten hinbekomme.
Und in dem Sinne: Ich bin stolz auf mich! Ich bin eine tolle Mama und habe eine grandiose Familie! Mein Mann ist der beste der Welt und meine Kinder die besten und perfektesten, die ich mir vorstellen kann, egal, ob trinkschwach, nachtaktiv oder manchmal undurchschaubar! Ich hab tolle Freunde, denen die Flasche zum Teil genauso hilft wie mir oder die sich eben auch mit dem Stillen auseinandersetzen (müssen), weil nicht alles so läuft, wie erhofft. Und ihr Verständnis ist für mich eine ganz große Hilfe. Besser geht es kaum und dafür bin ich so dankbar!
Dienstag, 5. November 2013
40+1
Hallöchen und Servus!
Anstatt in die wohlverdiente Babypause zu gehen, sitze ich hier immer noch kugelrund, da Madamchen sich nicht ansatzweise rührt. Ist ein seltsames Gefühl, denn bei der Großen durfte ich schon vorm errechneten Termin Geburtstag eines neuen Erdenbürgers feiern, sogar ganze 4 Tage! Zugegebenermaßen hatte das Erstkind es aber schon immer furchtbar eilig mit allem. Die Kleine scheint da gemütlicher veranlagt zu sein, auch wenn sie noch so mobil ist, sich unter dem Schallkopf wegducken zu können, Kopf rechts, Kopf links, Kopf überall... Nur halt nicht fest im Becken :-( Gebärmutterhals ist auch noch null verkürzt gewesen am letzten Freitag, Muttermund so zu, wie es geht. Nicht besonders morivierend, wenn man solche Befunde kriegt.
Naja, fairerweise muss man sagen, dass der Arzt mitten in der Schwangerschaft den Termin eine Woche vorverlegt hat und mir diverse Male gesagt wurde, die kleine Möhre kommt womöglich eher. Besonders mein Mann rotiert zur Zeit, da er der Planungsbevollmächtigte ist für die Großkindunterbringung (ich BIN ja die Kleinkindunterbingung) und seine Überstunden verbrutzeln so langsam, weil ich es einfach nicht mehr so recht schaffe, die Große aus der Kita zu holen. Zur Rush Hour in der überfüllten 62 mit Kleinkind fahren geht nämlich echt an die Substanz. Und Spielplatz ist auch nicht mehr drin, denn die Maus in die Schaukel wuchten, kann ich einfach zur Zeit nicht, die Arme krieg ich einfach nicht hoch und im Grunde ist sie auch viel zu schwer für mich.
Ansonsten bin ich verhältnismäßig fit. Klar, müde bin ich, aber wann ist man das als Mutter nicht? Rücken und so weiter hab ich auch schon die ganze Schwangerschaft, das ist also auch nicht neu und damit hab ich mich arangiert. Im Grunde geht's also.
Allerdings nerven die blöden Kopfschmerzen und seit neustem hab ich ab und zu einen seltsamen Krampf linksseitig, der mir das Liegen unmöglich macht zum Teil. Der Arzt sagt, was das für ein Schmerz sein soll, kann man nicht sagen und wegen der Kopfschmerzen soll ich schauen: Werden sie schlimmer, gehen nicht mehr weg und erweitern sich um Augenflimmern, muss ich in die Klinik *schluck*
Ab nächste Woche muss ich dann jeden Tag ans CTG, diese nur jeden 2. Tag... Bissel sinnlos finde ich das schon, jeden 2. Tag durch die Gegend zu schippern, aber was sein muss, muss sein. Leiber einmal mehr gucken als einmal zu wenig.
Ich hoffe ja, die kleine Nudel entschließt sich von selbst und erspart mir eine Einleitung. Sie wird schon rauskommen, wenn sie fertig ist, aber bitte von selber!
Anstatt in die wohlverdiente Babypause zu gehen, sitze ich hier immer noch kugelrund, da Madamchen sich nicht ansatzweise rührt. Ist ein seltsames Gefühl, denn bei der Großen durfte ich schon vorm errechneten Termin Geburtstag eines neuen Erdenbürgers feiern, sogar ganze 4 Tage! Zugegebenermaßen hatte das Erstkind es aber schon immer furchtbar eilig mit allem. Die Kleine scheint da gemütlicher veranlagt zu sein, auch wenn sie noch so mobil ist, sich unter dem Schallkopf wegducken zu können, Kopf rechts, Kopf links, Kopf überall... Nur halt nicht fest im Becken :-( Gebärmutterhals ist auch noch null verkürzt gewesen am letzten Freitag, Muttermund so zu, wie es geht. Nicht besonders morivierend, wenn man solche Befunde kriegt.
Naja, fairerweise muss man sagen, dass der Arzt mitten in der Schwangerschaft den Termin eine Woche vorverlegt hat und mir diverse Male gesagt wurde, die kleine Möhre kommt womöglich eher. Besonders mein Mann rotiert zur Zeit, da er der Planungsbevollmächtigte ist für die Großkindunterbringung (ich BIN ja die Kleinkindunterbingung) und seine Überstunden verbrutzeln so langsam, weil ich es einfach nicht mehr so recht schaffe, die Große aus der Kita zu holen. Zur Rush Hour in der überfüllten 62 mit Kleinkind fahren geht nämlich echt an die Substanz. Und Spielplatz ist auch nicht mehr drin, denn die Maus in die Schaukel wuchten, kann ich einfach zur Zeit nicht, die Arme krieg ich einfach nicht hoch und im Grunde ist sie auch viel zu schwer für mich.
Ansonsten bin ich verhältnismäßig fit. Klar, müde bin ich, aber wann ist man das als Mutter nicht? Rücken und so weiter hab ich auch schon die ganze Schwangerschaft, das ist also auch nicht neu und damit hab ich mich arangiert. Im Grunde geht's also.
Allerdings nerven die blöden Kopfschmerzen und seit neustem hab ich ab und zu einen seltsamen Krampf linksseitig, der mir das Liegen unmöglich macht zum Teil. Der Arzt sagt, was das für ein Schmerz sein soll, kann man nicht sagen und wegen der Kopfschmerzen soll ich schauen: Werden sie schlimmer, gehen nicht mehr weg und erweitern sich um Augenflimmern, muss ich in die Klinik *schluck*
Ab nächste Woche muss ich dann jeden Tag ans CTG, diese nur jeden 2. Tag... Bissel sinnlos finde ich das schon, jeden 2. Tag durch die Gegend zu schippern, aber was sein muss, muss sein. Leiber einmal mehr gucken als einmal zu wenig.
Ich hoffe ja, die kleine Nudel entschließt sich von selbst und erspart mir eine Einleitung. Sie wird schon rauskommen, wenn sie fertig ist, aber bitte von selber!
Samstag, 14. September 2013
Nicht mehr lange...
Ich sitze grade am PC und lese Blogs und E-Mails. Kaum zu glauben, dass ich dazu noch Zeit und Muße finde, denn insgesamt geht es mir nicht allzu rosig. Ich bin zur Zeit immer müde und abgeschlagen, mir tut alles weh und meine Launen sind grauenvoll, was mir sehr Leid tut, weil's andere antürlich immermal abkriegen :-( Das will ich eigentlich alles so nicht, aber man muss sich wahrscheinlich mit den körperlichen und seelischen Strapazen des 3. Trimesters abfinden lernen, fürchte ich - auch wenn die Hormonbeutelung langsam alle nervt!
Bin jetzte 33. Woche und fühle mich grundlegend seltsam: Alles scheint so fern und doch so nah. Noch ein ganzes Stück Schwangerschaft hier und bald Baby Nummer 2 dort... Ich kann mich mental irgendwie noch nicht drauf einstellen, auf keinen der beiden Umstände.
Einerseits habe ich noch Quadrillionen Dinge zu tun, weiß gar nicht, wann ich die alle machen soll. Soviel zu räumen, zu waschen, zu nähen, zu machen und erledigen... und dann soll man sich auch noch schonen und ausruhen irgendwann irgendwie - ein Unding! Alles dehr verrückt... und schlauchend.
Ich freu mich so auf unser Baby, kaum zu glauben, dass es in nicht ganz 2 Monaten da sein wird. Aber natürlich habe ich auch Angst. Wie machen wir das mit der Großen? Was, wenn das Baby zu früh kommt? Wer hilft? Wer ist im Notfall da? Was, wenn die Große "eskaliert"? Mache mir arge Sorgen um sie, weil sie doch noch so ein kleines großes Mädchen ist... Sie ist sehr willens- und charakterstark, aber trotzdem sehr sensibel, auch wenn sie es gut versteckt. Und da hat man schonmal Bedenken, wenn man sie dann kurzfristig wird irgendwo unterbringen müssen. Das geht glaube ich allen Müttern in dieser Situation so, oder? *seufz*
Ja, soviele Wenns, Was, Wies und Wos sind einfach noch offen, das verunsichert schon etwas. Vor allem, wenn die Zeit zu rasen scheint so wie jetzt. Ich erinnere mich, wie ich den Test gemacht habe und dann noch einen, konnte es damals gar nicht glauben: SCHWANGER, wow!
Dann gleich die Schweinegrippe mit Krankenhausaufenthalt.... dann wochentlang krank, krank und wieder krank. Dann das "tolle" Praktikum (warum müssen immer alle anfangen, mich zu mobben, sobald ich schwanger bin?) und schließlich über einen Monat Papierkram für die Berufschule schreiben (langweilig!). Und danach? Endlich mal etwas Leerlauf, bissel runterfahren, gesund werden, naja fast gesund... Seit dem Beginn der Schwangerschaft hänge ich immer in einem Loop zwischen krank und fast gesund (kennt ihr das Gefühl, wenn man merkt, man wird krank? So geht's mir laufend...). Gar nicht schön, kann ich euch sagen.
Außerdem ist immer irgendwas: Ringelröteln in der Krippe, gegen die ich natürlich nicht immun bin. Mögliche Toxoplasmoseinfektion dankKatzenklosandkiste... bah, da geht man am Stock und lässt literweise Blut für's Labor beim Frauenarzt (gern auch mal beim der Urlaubsvertretung, wennn der eigene Gyn nicht da ist).
Ja, irgendwie fühle ich mich gebeutelt.
Aber es gibt auch viele tolle Dinge, die ich in der Schwangerschaft bisher schon erleben durfte:
* Die Entwicklung meiner kleinen zur großen Schwester - sie freut sich so auf das Baby, das ist soooo niedlich.
* Nähen für das Kleinchen - produktive Tätigkeiten heben meine Laune immer massiv.
* Das Treffen mit den Novembermamis aus dem Babycenter-Forum, die sind alle sehr lieb und sitzen ja im selben Boot wie man selbst. *virtueller Drücker*
* Stoffmarkt und erstes Nähbloggertreffen. Auch hier wieder superliebe Mädels mit herzlicher, offener Art kennengelernt. Ihr seid so super!
* Die Arbeit im Kindergarten der Großen als Elternbeirätin. Ein erfüllender, bisweilen nicht ganz unaufwändiger Job, bei dem man aber erstaunlich vieles erreichen kann. Ich lerne dadurch sehr viel hinzu - Eltern-, Erzieherperspektive, Planung diverser Veranstaltungen und Neuerungen, kreative Partizipation am Kita-Alltag als Mami...
Und noch vieles, vieles mehr!
Im Grunde, kann ja nur alles gut werden, oder? Was meint ihr? Wir haben ja damals mit der Goßen auch soviel durch, da ist unser Pensum auch erfüllt, finde ich. Die Turbogeburt, die schlimme Gelbsucht, der ganze Still- und Fütterstress, das hat gelangt. Ist eigentlich genug Stress für 10 Kinder gewesen. Diesmal wünsche ich mir alles ein bis zwei Nummern entspannter, langsamer, glücklicher vor allem.
So richtig Babyglück, das wär's doch. Diesmal bitte keine Depressionen, sondern nur Freudentränen. Diesmal alles in einem Tempo, das es einem ermöglich, da geistig, seelisch und körperlich auch mitzuhalten. Ja, das wünsche ich mir so sehr.
Bin jetzte 33. Woche und fühle mich grundlegend seltsam: Alles scheint so fern und doch so nah. Noch ein ganzes Stück Schwangerschaft hier und bald Baby Nummer 2 dort... Ich kann mich mental irgendwie noch nicht drauf einstellen, auf keinen der beiden Umstände.
| Die Wampe hängt mittlerweile schon recht tief, auch wenn man es nicht so gut sehen kann. Und ja, es stimmt: Man sieht auf Fotos immer viel dicker aus als in echt... |
Einerseits habe ich noch Quadrillionen Dinge zu tun, weiß gar nicht, wann ich die alle machen soll. Soviel zu räumen, zu waschen, zu nähen, zu machen und erledigen... und dann soll man sich auch noch schonen und ausruhen irgendwann irgendwie - ein Unding! Alles dehr verrückt... und schlauchend.
Ich freu mich so auf unser Baby, kaum zu glauben, dass es in nicht ganz 2 Monaten da sein wird. Aber natürlich habe ich auch Angst. Wie machen wir das mit der Großen? Was, wenn das Baby zu früh kommt? Wer hilft? Wer ist im Notfall da? Was, wenn die Große "eskaliert"? Mache mir arge Sorgen um sie, weil sie doch noch so ein kleines großes Mädchen ist... Sie ist sehr willens- und charakterstark, aber trotzdem sehr sensibel, auch wenn sie es gut versteckt. Und da hat man schonmal Bedenken, wenn man sie dann kurzfristig wird irgendwo unterbringen müssen. Das geht glaube ich allen Müttern in dieser Situation so, oder? *seufz*
Ja, soviele Wenns, Was, Wies und Wos sind einfach noch offen, das verunsichert schon etwas. Vor allem, wenn die Zeit zu rasen scheint so wie jetzt. Ich erinnere mich, wie ich den Test gemacht habe und dann noch einen, konnte es damals gar nicht glauben: SCHWANGER, wow!
Dann gleich die Schweinegrippe mit Krankenhausaufenthalt.... dann wochentlang krank, krank und wieder krank. Dann das "tolle" Praktikum (warum müssen immer alle anfangen, mich zu mobben, sobald ich schwanger bin?) und schließlich über einen Monat Papierkram für die Berufschule schreiben (langweilig!). Und danach? Endlich mal etwas Leerlauf, bissel runterfahren, gesund werden, naja fast gesund... Seit dem Beginn der Schwangerschaft hänge ich immer in einem Loop zwischen krank und fast gesund (kennt ihr das Gefühl, wenn man merkt, man wird krank? So geht's mir laufend...). Gar nicht schön, kann ich euch sagen.
Außerdem ist immer irgendwas: Ringelröteln in der Krippe, gegen die ich natürlich nicht immun bin. Mögliche Toxoplasmoseinfektion dank
Ja, irgendwie fühle ich mich gebeutelt.
Aber es gibt auch viele tolle Dinge, die ich in der Schwangerschaft bisher schon erleben durfte:
* Die Entwicklung meiner kleinen zur großen Schwester - sie freut sich so auf das Baby, das ist soooo niedlich.
* Nähen für das Kleinchen - produktive Tätigkeiten heben meine Laune immer massiv.
* Das Treffen mit den Novembermamis aus dem Babycenter-Forum, die sind alle sehr lieb und sitzen ja im selben Boot wie man selbst. *virtueller Drücker*
* Stoffmarkt und erstes Nähbloggertreffen. Auch hier wieder superliebe Mädels mit herzlicher, offener Art kennengelernt. Ihr seid so super!
* Die Arbeit im Kindergarten der Großen als Elternbeirätin. Ein erfüllender, bisweilen nicht ganz unaufwändiger Job, bei dem man aber erstaunlich vieles erreichen kann. Ich lerne dadurch sehr viel hinzu - Eltern-, Erzieherperspektive, Planung diverser Veranstaltungen und Neuerungen, kreative Partizipation am Kita-Alltag als Mami...
Und noch vieles, vieles mehr!
Im Grunde, kann ja nur alles gut werden, oder? Was meint ihr? Wir haben ja damals mit der Goßen auch soviel durch, da ist unser Pensum auch erfüllt, finde ich. Die Turbogeburt, die schlimme Gelbsucht, der ganze Still- und Fütterstress, das hat gelangt. Ist eigentlich genug Stress für 10 Kinder gewesen. Diesmal wünsche ich mir alles ein bis zwei Nummern entspannter, langsamer, glücklicher vor allem.
So richtig Babyglück, das wär's doch. Diesmal bitte keine Depressionen, sondern nur Freudentränen. Diesmal alles in einem Tempo, das es einem ermöglich, da geistig, seelisch und körperlich auch mitzuhalten. Ja, das wünsche ich mir so sehr.
| Das ist die Große, gerademal einen Tag alt... sind diese kleinen Runzelfüße nicht so süüüüüß? |
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Update: Ja, nee, is kla!
Nach langer Funkstille, die wohl dem aktuellen Schulstress zu verdanken sein muss, melde ich mich mal wieder im Blog.
Und noch eine gute Nachricht vornweg: Bald sind Herbstferien! Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich dann endlich wieder regelmäßig und etwas häufiger zum Bloggen komme. Aber naja, versprechen kann ich natürlich nix...
Also zunächst mal ein kleines Update: Uns geht es soweit gut. Leider sah das vor Kurzem noch anders aus: Erst hatte ich eine fiese Angina, von der meine Lieben zum Glück verschont geblieben sind.
Dann aber hatte die Maus letzte Woche doch Pech und musste mit 40°C Fieber zu Hause bleiben. Der Virusinfekt hat wahrscheinlich wieder bissel gekurbelt, denn in der kurzen Phase, in der die Kleine jetzt krank war, ist noch ein Eckzahn geschlüpft. Natürlich nicht ohne Gezeter und Geschrei... und, wie könnte es anders sein, das Ganze vor allem nachts. Das war echt hart. An dem einen Tag, den ich mit ihr daheim war, habe ich echt an mir gezweifelt. Das war der 24-Stunden-Terror-Tag!
Gott sei Dank war das der Höhepunkt der Krankheit und die Laune besserte sich dann merklich im Verlauf der Woche.
Trotzdem bin ich knülle. Da die Lehrer unbedingt bis kurz vor die Ferien warten mussten mit den Arbeiten, durfte ich diese Woche so gut wie jeden Tag ran. Mit meinem vollen Pensum fällt mir das Lernen zur Zeit unheimlich schwer und ich war happy Montag und Dienstag nicht auch noch die Maus abholen zu müssen, die sich in der regel auf dem Heimweg schleppen lässt :(
Das sie beim Papi war, konnte ich den direkten Weg zurück ansteuern, den ich jeden Tag frühs zurücklege. Montag allerdings habe ich statt 45 Minuten 1,5 Stunden gebraucht... Soviel also zur meiner Entlastung auf dem Heimweg.
Naja Hausaufgaben gibt es zwar offiziell nicht, aber die Lehrer erwarten trotzdem, dass man dies ud jenes außerhalb des Unterrichts macht, also fehlt einem diese Zeit auch noch.
Kurzum, im Oktober hat's zum Ausruhen eben einfach nicht gereicht bisher. Deshalb die Knüllität meiner Person.
Dementsprechend war ich auch weniger produktiv als sonst :( Man, wie ich mich nach meiner Nähmaschine und meinen Stricknadeln gesehnt habe, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich musste halt Prioritäten setzen und da fällt Privatvergnügen eben als erstes hinten runter.
Ein paar wenige Sachen habe ich aber noch im Repertoir, die ich schon vor Längerem gezaubert, aber bisher aus Zeitmangel einfach noch nicht gebloggt habe. Ich werde das aber jetzt nachholen, so gut ich kann, Ehrenwort!
P.S. Sorry für die Rechtschreibfehler, aber die Kleine ist ziemlich unruhig und da ich heut alleine Sleepwatch habe, weil der gute Papi verdientermaßen bei der JUG ist, bin ich dabei Einzelkämpfer und hänge mit einem Ohr durchgehend am Babyphon. Außerdem geht die Tastatur kaputt :(
Und noch eine gute Nachricht vornweg: Bald sind Herbstferien! Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich dann endlich wieder regelmäßig und etwas häufiger zum Bloggen komme. Aber naja, versprechen kann ich natürlich nix...
Also zunächst mal ein kleines Update: Uns geht es soweit gut. Leider sah das vor Kurzem noch anders aus: Erst hatte ich eine fiese Angina, von der meine Lieben zum Glück verschont geblieben sind.
Dann aber hatte die Maus letzte Woche doch Pech und musste mit 40°C Fieber zu Hause bleiben. Der Virusinfekt hat wahrscheinlich wieder bissel gekurbelt, denn in der kurzen Phase, in der die Kleine jetzt krank war, ist noch ein Eckzahn geschlüpft. Natürlich nicht ohne Gezeter und Geschrei... und, wie könnte es anders sein, das Ganze vor allem nachts. Das war echt hart. An dem einen Tag, den ich mit ihr daheim war, habe ich echt an mir gezweifelt. Das war der 24-Stunden-Terror-Tag!
Gott sei Dank war das der Höhepunkt der Krankheit und die Laune besserte sich dann merklich im Verlauf der Woche.
Trotzdem bin ich knülle. Da die Lehrer unbedingt bis kurz vor die Ferien warten mussten mit den Arbeiten, durfte ich diese Woche so gut wie jeden Tag ran. Mit meinem vollen Pensum fällt mir das Lernen zur Zeit unheimlich schwer und ich war happy Montag und Dienstag nicht auch noch die Maus abholen zu müssen, die sich in der regel auf dem Heimweg schleppen lässt :(
Das sie beim Papi war, konnte ich den direkten Weg zurück ansteuern, den ich jeden Tag frühs zurücklege. Montag allerdings habe ich statt 45 Minuten 1,5 Stunden gebraucht... Soviel also zur meiner Entlastung auf dem Heimweg.
Naja Hausaufgaben gibt es zwar offiziell nicht, aber die Lehrer erwarten trotzdem, dass man dies ud jenes außerhalb des Unterrichts macht, also fehlt einem diese Zeit auch noch.
Kurzum, im Oktober hat's zum Ausruhen eben einfach nicht gereicht bisher. Deshalb die Knüllität meiner Person.
Dementsprechend war ich auch weniger produktiv als sonst :( Man, wie ich mich nach meiner Nähmaschine und meinen Stricknadeln gesehnt habe, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich musste halt Prioritäten setzen und da fällt Privatvergnügen eben als erstes hinten runter.
Ein paar wenige Sachen habe ich aber noch im Repertoir, die ich schon vor Längerem gezaubert, aber bisher aus Zeitmangel einfach noch nicht gebloggt habe. Ich werde das aber jetzt nachholen, so gut ich kann, Ehrenwort!
P.S. Sorry für die Rechtschreibfehler, aber die Kleine ist ziemlich unruhig und da ich heut alleine Sleepwatch habe, weil der gute Papi verdientermaßen bei der JUG ist, bin ich dabei Einzelkämpfer und hänge mit einem Ohr durchgehend am Babyphon. Außerdem geht die Tastatur kaputt :(
Sonntag, 16. September 2012
That's life
So, jetzt bin ich fix und alle. Das Wochenende war - gelinde gesagt - anstrengend.
Da die Kleine jetzt in der Eingewöhnung schon viel mitmacht, hat sich bei ihr einiges getan:
Ein Wachstums- und Entwicklungsschub ist im Gange (ich sage nur: 2cm gewachsen in 2 Wochen!) und mindestens 6 der 8 fehlenden Zähne schieben und drängeln, was das Zeug hält. Außerdem sind wir drauf und dran aufzugeben, neue Wörter mitzuschreiben, einfach, weil wir bei so vielen neuen Vokabeln schier den Überblick verlieren. Manche tage sagt sie 10 bis 15 Sachen, von denen wir noch nicht, wussten, dass sie dafür den Wortschatz schon besitzt. Außerdem sind Zwei- und Dreiwortsätze jetzt der Hauptanteil von dem, was sie so äußert - in verschiedendlichsten Modulationen (Kleinkinder können echt ein Riesenspektrum an Stimmungen schon so perfekt artikulieren, da ist man als Großer echt baff!).
Wahnsinn. Alles.
Puh, sowas schlaucht natürlich. Nicht nur das kleine Kinderseelchen, sondern auch Mami und Papi sind knülle - auch weil die Muas gerade wegen allem ziemlich weinerlich ist und schnell ausflippt.
Zum Glück klappt aber jetzt auch manches, das vorher nicht ging. Rausgehen nach dem Gutenachtsagen zum Beispiel. Ich klopfe dreimal auf Holz, dass das so bleibt! *toktoktok*
Am verwirrendsten sind für mich die neuen Zeiten: Aufstehen, Frühstück und Mittag rutschen für die Kleine extrem nach vorn. So essen die Mäuse in der Krippe zum Beispiel schon vor 11 Uhr ihr Mittagbrot, schlafen dementsprechend auch schon ab 12 Uhr. Vorher war das zwischen einer halben und einer ganzen Stunde später. Dadurch rutschen auch die Vesper-, Abendbrot- und Bettgehzeit nach vorn. Sich daran zu gewöhnen dauert sicher nicht mehr alnge, aber im Moment ist es sehr ungewohnt und Tina wird auch schonmal knatschig, wenn das Essen "zu spät" dran ist.
Sauer kann sie auch schonmal werden, wenn sie zum Bus gehen will, um zur Kita zu fahren und man eröffnet ihr, dass die am Wochenende zu hat und wir deshalb zu Hause bleiben. Sie liebt nämlich Busfahren (und neuerdings auch Autofahren) und will unbedingt jeden Tag zur Krippe gehen. Sie braucht halt Action und daheim ist es eben manchmal ein Wenig "öde" (was dann nur Mama und Papa irgendwie zu schätzen wissen). DIe Maus blüht so richtig auf, wenn Trubel und Gewirr um sie ist. Am Samstag waren beispielsweise vier Freunde nachmittags und abends da, die mit ihr gespielt und erzählt haben, das fand sie super. Vorher war sie irgendwie mies gelaunt, aber sobald der besuch da war, war sie wie ausgewechselt. Sie hat allerdings vergleichsweise viel alleine gespielt, während unsere Freunde mit uns geschnattert und gekocht haben - nur zwischendurch war dann immer mal der ein oder andere Gast angesagt und wurde mit Plüschies überhäuft oder aus der Puppenpfanne gefüttert. Tina ist eben ein Sensation-Seeker... (das hat sie nicht von mir... oder doch?)
Jedenfalls ist das alles ganz spannend und extrem stark mit einen Wandel unseres Alltags verbunden.
Wahnsinn. Alles.
Da die Kleine jetzt in der Eingewöhnung schon viel mitmacht, hat sich bei ihr einiges getan:
Ein Wachstums- und Entwicklungsschub ist im Gange (ich sage nur: 2cm gewachsen in 2 Wochen!) und mindestens 6 der 8 fehlenden Zähne schieben und drängeln, was das Zeug hält. Außerdem sind wir drauf und dran aufzugeben, neue Wörter mitzuschreiben, einfach, weil wir bei so vielen neuen Vokabeln schier den Überblick verlieren. Manche tage sagt sie 10 bis 15 Sachen, von denen wir noch nicht, wussten, dass sie dafür den Wortschatz schon besitzt. Außerdem sind Zwei- und Dreiwortsätze jetzt der Hauptanteil von dem, was sie so äußert - in verschiedendlichsten Modulationen (Kleinkinder können echt ein Riesenspektrum an Stimmungen schon so perfekt artikulieren, da ist man als Großer echt baff!).
Wahnsinn. Alles.
Puh, sowas schlaucht natürlich. Nicht nur das kleine Kinderseelchen, sondern auch Mami und Papi sind knülle - auch weil die Muas gerade wegen allem ziemlich weinerlich ist und schnell ausflippt.
Zum Glück klappt aber jetzt auch manches, das vorher nicht ging. Rausgehen nach dem Gutenachtsagen zum Beispiel. Ich klopfe dreimal auf Holz, dass das so bleibt! *toktoktok*
Am verwirrendsten sind für mich die neuen Zeiten: Aufstehen, Frühstück und Mittag rutschen für die Kleine extrem nach vorn. So essen die Mäuse in der Krippe zum Beispiel schon vor 11 Uhr ihr Mittagbrot, schlafen dementsprechend auch schon ab 12 Uhr. Vorher war das zwischen einer halben und einer ganzen Stunde später. Dadurch rutschen auch die Vesper-, Abendbrot- und Bettgehzeit nach vorn. Sich daran zu gewöhnen dauert sicher nicht mehr alnge, aber im Moment ist es sehr ungewohnt und Tina wird auch schonmal knatschig, wenn das Essen "zu spät" dran ist.
Sauer kann sie auch schonmal werden, wenn sie zum Bus gehen will, um zur Kita zu fahren und man eröffnet ihr, dass die am Wochenende zu hat und wir deshalb zu Hause bleiben. Sie liebt nämlich Busfahren (und neuerdings auch Autofahren) und will unbedingt jeden Tag zur Krippe gehen. Sie braucht halt Action und daheim ist es eben manchmal ein Wenig "öde" (was dann nur Mama und Papa irgendwie zu schätzen wissen). DIe Maus blüht so richtig auf, wenn Trubel und Gewirr um sie ist. Am Samstag waren beispielsweise vier Freunde nachmittags und abends da, die mit ihr gespielt und erzählt haben, das fand sie super. Vorher war sie irgendwie mies gelaunt, aber sobald der besuch da war, war sie wie ausgewechselt. Sie hat allerdings vergleichsweise viel alleine gespielt, während unsere Freunde mit uns geschnattert und gekocht haben - nur zwischendurch war dann immer mal der ein oder andere Gast angesagt und wurde mit Plüschies überhäuft oder aus der Puppenpfanne gefüttert. Tina ist eben ein Sensation-Seeker... (das hat sie nicht von mir... oder doch?)
Jedenfalls ist das alles ganz spannend und extrem stark mit einen Wandel unseres Alltags verbunden.
Wahnsinn. Alles.
Samstag, 5. Mai 2012
Zwei tolle Tutorials
Bevor ich es vergesse, hier sind für euch noch zwei super Tutorials von echt schönen Webseiten:
Viel Spaß!
- Das Snappy Toddler Top von Prudent Baby kann als Blüschen oder Kleid genäht werden und ist ganz einfach und schnell gemacht. Das Schnittmuster ist professionell in der Erscheinung und kann skalliert für mehrere Größen angepasst werden. (Meins habe ich mit Marienkäferstoff gemacht. Klick hier!)
- Die Super Simple Leggings von make it and love it sind super easy. Nur zwei Mal das gleiche Teil aus einem Baumwoll-Elastan-Jersey zuschneiden, zusammen nähen, fertig! Das Schnittmuster muss man zwar selber machen, aber das dauert keine 5 Minuten und ist ebenfalls leicht. Die Anschaffung einer Doppelnadel hierfür ist empfehelnswert, aber man kann auch mit einer Jerseynadel und einem normalen Elastikstich bzw. Overlock-/Zickzackstick arbeiten, kein Problem. Im Netz kriegt man eine Doppelnadel für ca. 3 Euro, bei Karstadt kostet sie etwas mehr, so 4-5 Euro. Allgemein lohnt sich diese Anschaffung aber ohnehin, wenn man gerne mit Jersey arbeitet oder arbeiten möchte.
Viel Spaß!
Samstag, 22. Oktober 2011
Babys und Katzen
Wenn man ein Baby und vier Miezen hat, wird man früher oder später mit mehr oder minder sinnigen Fragen konfrontiert, was das Zusammenleben von Kind und Katze angeht.
Die häufigste - und irgendwie auch ziemlich absurde - Frage ist bisher gewesen: "Habt ihr denn da keine Angst, dass sich die Katze auf das schlafende Baby legt und es erstickt?"
Wie Leute auf eine solche Frage kommen, kann ich nicht nachvollziehen, aber es scheint so ein typischer Mythos zu sein, der im Netz in irgendwelchen Foren etc. grassiert, wodurch (werdende) Eltern reihenweise Glauben gemacht werden, dass schlafende Kinder mit Leichtigkeit von felinen Pelzträgern im Schlaf erfluffelt werden könnten.
Betreiben wir da doch mal ein wenig Ursachenforschung:
* Woher kommt der Gedanke?
Der Ursprung dieser Idee scheint hauptsächlich aus einer Richtung zu strömen, wenn ihr mich fragt. Sie kommt höchstwahrscheinlich von der großen Fraktion Verwandter und Bekannter (werdender) Eltern, die selbst keine Katzen besitzen bzw. deren Erfahrungen mit Katzen extrem gering oder nicht vorhanden sind.
Sie kennen Katzen einfach nicht, sondern nur ein Bild, das andere von diesen Tieren zeichnen, also von Erfahrungen aus dritter, vierter, fünfter Hand.
Sie haben davon gehört oder es auch schonmal beobachtet, dass Katzen sich gerne überall hinflätzen, wo es warm und behaglich ist, also potentiell auch in ein Babybett, einen Stuben- oder Kinderwagen etc., weil solche Kuschelplätze einfach attraktiv sind - für Baby und Miez. Es kann sogar vorkommen, dass zu diesem Zeitpunkt ein Kind drinliegen mag und da fängt dann die Hexenjagd an:
Ein Fakt - Katzen liegen auch schonmal in Schlafgelegenheiten für und mit dem Nachwuchs - wird weitergesponnen, auch in eine Richtung, in die der Erfahrungsschatz dieser Leute nicht reicht, nämlich wie die Stubentiger überhaupt auf Babys reagieren und mit ihnen umgehen.
Natürlich verstehe ich, wenn man Angst um sein Enkelkind, seine Nicht, seinen Neffen, das Kind der Cousine, der Freundin, des Kollegen... hat und es ist auch nachvollziehbar, dass sich diese Furcht auf alles Mögliche ausweitet. Aber durch die fehlende Erfahrung greifen eben schnell Klischees, egal wie absurd die sein mögen. Es kommen auch Gedanken hinzu bei vielen wie "Tiere sind unhygienisch!" und "All die Haaaaaaa-ree!" und selbstverständlich auch die Bedenken bezüglich eventuell auftretender Allergien und eines unter Umständen erhöhten Risikos für SIDS, was das Bild von Katze und Kind nicht wirklich gerade zu rücken vermag...
* Was ist dran?
Die Kernfrage ist ebendiese: Was ist dran an dem Mythos, dass Katzen Kinder im Schlaf erdrücken oder ersticken können?
Um dieser näher auf den Grund zu gehen, muss man sich mal ansehen, wie Katzen allgemein auf Babys reagieren bzw. wie Kind und Tier interagieren. Ich kann da zwar nur von meinen vieren berichten, aber ich denke, den meisten Katzenbesitzern sollte das Folgende (zumindest in den Ansätzen) bekannt vorkommen:
Katzen sagt man nach, sie seien empathisch veranlagt, was ich auch glaube. Als wir also unsere Kleine mit heim brachten, reagierten sie zunächst verstört, jedoch nicht, weil da jemand neues war, sonder nweil sie das Mäuschen als Teil von mir angesehen haben - sie roch ja nach mir und war winzig und fast immer an mir dran...
Jedenfalls haben sie sich vorsichtig verhalten und beinahe so, als glaubten sie, ich sei krank - schließlich habe ich (eigentlich das Baby) sehr viel geweint. Außerdem litt unsere Tochter damals auch an schwerer Gelbsucht, sie war also wirklich nicht gesund.
Auch wenn sie auf dem Sofa oder dem Stillkissen lag, waren die Katzen nicht einmal versucht sich auf sie zu legen, schließlich bewegt sich ein Baby und macht Geräusche - und auf sowas legt man sich einfach nicht als Katze.
Wer einen Stubentiger hat, weiß, dass es die Vierbeiner zum Pennen lieber ruhig mögen. Selbst wenn sie sich auf einen Menschen drauflegen, dann nur, wenn er sich kaum oder gar nicht bewegt. Sobald dieser aufsteht, verzieht sich Miez meist unverzüglich von selbst.
Und auf einen Säugling bezogen bedeutete das, dass die Leute, die dem Mythos glauben, sicher auch die Reaktionen von Babys unterschätzen. Die kleinen Huschel fangen nämlich prompt an zu heulen, wenn was nicht stimmt und spätestens dann ist der feline Wiegenbesetzer weg. Schließlich ist so eine Babysirene LAUT! Und sie bewegt sich eben auch.
Und vor brüllenden, mehr und mehr mobilen kleinen Extramenschen kann man sogar Angst haben, die könnten ja gefährlich sein. Und auf die Idee, sich auf etwas zu positionieren, das möglicherweise gefährlich ist, wäre keine Katze bei uns je gekommen. Sobald die Kleine weinte, waren Cookie und Co. nämlich unverzüglich verschwunden. Lediglich wenn sie auf Mamas Arm schlief konnte man mal schnüffeln kommen oder sich mit gewissem Abstand irgendwo niederlassen, aber nie AUF dem Kindchen, wie gesagt, sondern maximal DANEBEN.
Klar, unsere Tiger lagen auch schonmal wo, wo sie nix zusuchen hatten: Louis testete den Kinderwagen noch vor unserer Tochter, Muffin und Emma lagen schon im Babywipper und alle fanden es toll, das Laufgitter auszuspähen. Allerdings war die Kleine nie drin, wenn es dazu kam und wenn sie doch mal im Ställchen lag/saß, dann ging es sofort wieder raus... die Katzen hatten einfach Angst vor Klein-Chrilu. I think, I made my point...
Außerdem lernen Haustier und Nachwuchs sehr schnell, wie sie miteinander umgehen müssen, besonders weil ja Babys mit den Monaten mehr und mehr können - psychisch und motorisch sind sie also ausgerüstet, einer Katze zu begegnen. Außerdem sind ja im Normalfall Mama und/oder Papa dabei, die können auf die Stubentiger ja auch erzieherisch einwirken, sollten sie doch mal die Krallen ausfahren...
Mittlerweile muss man außerdem sagen, dass unsere Tochter eher auf den Katzen liegt als umgekehrt, wobei nur Cookie das mit sich machen lässt, die anderen haben immer noch zu viel Respekt vor der Stammhalterin ihrer Menschen. Sie bleiben lieber doch bei einem gewissen Sicherheitsabstand.
* Insgesamt heißt das:
Katzen legen sich zwar ins Kinderbetten etc., aber nicht auf Kinder.
Katze und Kind stellen sich aufeinander ein.
Babys entwickeln sich rasant und besitzen entsprechende psychomotorische Fähigkeiten, um mit einer potentiellen Gefahr durch Katzen umzugehen, angefangen beim angeborenen Reflex, zu schreien, sobald etwas nicht stimmt, um auf sich aufmerksam zu machen.
Aufsichtspersonen achten im Normalfall auf das Baby und auf die Katzen.
Viele Katzen haben Angst vor Babys und kleineren Kinder, u. a. weil sie laut sind.
Tiere allgemein sind im Schlafbereich des Kindes für die Nacht trotzdem tabu.
* Was man beachten sollte:
Insgesamt sollte man trotzdem ein paar Dinge im Umgang mit Baby und Haustier beachten, denn Fakt ist, dass Tiere nicht ins Bettchen, die Wiege, den Stubenwagen oder das Elternbett - ja nichtmal ins Schlafzimmer (des Kindes) gehören.
Aus diesem Grunde sollte man schon während der Schwangerschaft das Schlafzimmer, welches sich Eltern und Baby im ersten Lebensjahr am besten teilen, zur Sperrzone für Katze, Hund, Frettchen und Co. erklären - sofern das nicht schon längst geschehen ist. Das beugt auch einem etwaigen, erhöhten Risiko für Plötzlichen Kindstot ganz im Allgemeinen vor (wie auch Stillen, ein angemessenes Raumklima und der Verzicht auf's Rauchen).
Kinderwagen, Laufgitter und Stubenwagen sollte man wegstellen oder abdecken, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Außerdem sollte man alle Möbel, die sich Kind und Katze zwangsläufig teilen, regelmäßig säubern bzw. waschen oder absaugen, dann fühlen sich alle wohl.
Die häufigste - und irgendwie auch ziemlich absurde - Frage ist bisher gewesen: "Habt ihr denn da keine Angst, dass sich die Katze auf das schlafende Baby legt und es erstickt?"
Wie Leute auf eine solche Frage kommen, kann ich nicht nachvollziehen, aber es scheint so ein typischer Mythos zu sein, der im Netz in irgendwelchen Foren etc. grassiert, wodurch (werdende) Eltern reihenweise Glauben gemacht werden, dass schlafende Kinder mit Leichtigkeit von felinen Pelzträgern im Schlaf erfluffelt werden könnten.
Betreiben wir da doch mal ein wenig Ursachenforschung:
* Woher kommt der Gedanke?
Der Ursprung dieser Idee scheint hauptsächlich aus einer Richtung zu strömen, wenn ihr mich fragt. Sie kommt höchstwahrscheinlich von der großen Fraktion Verwandter und Bekannter (werdender) Eltern, die selbst keine Katzen besitzen bzw. deren Erfahrungen mit Katzen extrem gering oder nicht vorhanden sind.
Sie kennen Katzen einfach nicht, sondern nur ein Bild, das andere von diesen Tieren zeichnen, also von Erfahrungen aus dritter, vierter, fünfter Hand.
Sie haben davon gehört oder es auch schonmal beobachtet, dass Katzen sich gerne überall hinflätzen, wo es warm und behaglich ist, also potentiell auch in ein Babybett, einen Stuben- oder Kinderwagen etc., weil solche Kuschelplätze einfach attraktiv sind - für Baby und Miez. Es kann sogar vorkommen, dass zu diesem Zeitpunkt ein Kind drinliegen mag und da fängt dann die Hexenjagd an:
Ein Fakt - Katzen liegen auch schonmal in Schlafgelegenheiten für und mit dem Nachwuchs - wird weitergesponnen, auch in eine Richtung, in die der Erfahrungsschatz dieser Leute nicht reicht, nämlich wie die Stubentiger überhaupt auf Babys reagieren und mit ihnen umgehen.
Natürlich verstehe ich, wenn man Angst um sein Enkelkind, seine Nicht, seinen Neffen, das Kind der Cousine, der Freundin, des Kollegen... hat und es ist auch nachvollziehbar, dass sich diese Furcht auf alles Mögliche ausweitet. Aber durch die fehlende Erfahrung greifen eben schnell Klischees, egal wie absurd die sein mögen. Es kommen auch Gedanken hinzu bei vielen wie "Tiere sind unhygienisch!" und "All die Haaaaaaa-ree!" und selbstverständlich auch die Bedenken bezüglich eventuell auftretender Allergien und eines unter Umständen erhöhten Risikos für SIDS, was das Bild von Katze und Kind nicht wirklich gerade zu rücken vermag...
* Was ist dran?
Die Kernfrage ist ebendiese: Was ist dran an dem Mythos, dass Katzen Kinder im Schlaf erdrücken oder ersticken können?
Um dieser näher auf den Grund zu gehen, muss man sich mal ansehen, wie Katzen allgemein auf Babys reagieren bzw. wie Kind und Tier interagieren. Ich kann da zwar nur von meinen vieren berichten, aber ich denke, den meisten Katzenbesitzern sollte das Folgende (zumindest in den Ansätzen) bekannt vorkommen:
Katzen sagt man nach, sie seien empathisch veranlagt, was ich auch glaube. Als wir also unsere Kleine mit heim brachten, reagierten sie zunächst verstört, jedoch nicht, weil da jemand neues war, sonder nweil sie das Mäuschen als Teil von mir angesehen haben - sie roch ja nach mir und war winzig und fast immer an mir dran...
Jedenfalls haben sie sich vorsichtig verhalten und beinahe so, als glaubten sie, ich sei krank - schließlich habe ich (eigentlich das Baby) sehr viel geweint. Außerdem litt unsere Tochter damals auch an schwerer Gelbsucht, sie war also wirklich nicht gesund.
Auch wenn sie auf dem Sofa oder dem Stillkissen lag, waren die Katzen nicht einmal versucht sich auf sie zu legen, schließlich bewegt sich ein Baby und macht Geräusche - und auf sowas legt man sich einfach nicht als Katze.
Wer einen Stubentiger hat, weiß, dass es die Vierbeiner zum Pennen lieber ruhig mögen. Selbst wenn sie sich auf einen Menschen drauflegen, dann nur, wenn er sich kaum oder gar nicht bewegt. Sobald dieser aufsteht, verzieht sich Miez meist unverzüglich von selbst.
Und auf einen Säugling bezogen bedeutete das, dass die Leute, die dem Mythos glauben, sicher auch die Reaktionen von Babys unterschätzen. Die kleinen Huschel fangen nämlich prompt an zu heulen, wenn was nicht stimmt und spätestens dann ist der feline Wiegenbesetzer weg. Schließlich ist so eine Babysirene LAUT! Und sie bewegt sich eben auch.
Und vor brüllenden, mehr und mehr mobilen kleinen Extramenschen kann man sogar Angst haben, die könnten ja gefährlich sein. Und auf die Idee, sich auf etwas zu positionieren, das möglicherweise gefährlich ist, wäre keine Katze bei uns je gekommen. Sobald die Kleine weinte, waren Cookie und Co. nämlich unverzüglich verschwunden. Lediglich wenn sie auf Mamas Arm schlief konnte man mal schnüffeln kommen oder sich mit gewissem Abstand irgendwo niederlassen, aber nie AUF dem Kindchen, wie gesagt, sondern maximal DANEBEN.
Klar, unsere Tiger lagen auch schonmal wo, wo sie nix zusuchen hatten: Louis testete den Kinderwagen noch vor unserer Tochter, Muffin und Emma lagen schon im Babywipper und alle fanden es toll, das Laufgitter auszuspähen. Allerdings war die Kleine nie drin, wenn es dazu kam und wenn sie doch mal im Ställchen lag/saß, dann ging es sofort wieder raus... die Katzen hatten einfach Angst vor Klein-Chrilu. I think, I made my point...
Außerdem lernen Haustier und Nachwuchs sehr schnell, wie sie miteinander umgehen müssen, besonders weil ja Babys mit den Monaten mehr und mehr können - psychisch und motorisch sind sie also ausgerüstet, einer Katze zu begegnen. Außerdem sind ja im Normalfall Mama und/oder Papa dabei, die können auf die Stubentiger ja auch erzieherisch einwirken, sollten sie doch mal die Krallen ausfahren...
Mittlerweile muss man außerdem sagen, dass unsere Tochter eher auf den Katzen liegt als umgekehrt, wobei nur Cookie das mit sich machen lässt, die anderen haben immer noch zu viel Respekt vor der Stammhalterin ihrer Menschen. Sie bleiben lieber doch bei einem gewissen Sicherheitsabstand.
* Insgesamt heißt das:
Katzen legen sich zwar ins Kinderbetten etc., aber nicht auf Kinder.
Katze und Kind stellen sich aufeinander ein.
Babys entwickeln sich rasant und besitzen entsprechende psychomotorische Fähigkeiten, um mit einer potentiellen Gefahr durch Katzen umzugehen, angefangen beim angeborenen Reflex, zu schreien, sobald etwas nicht stimmt, um auf sich aufmerksam zu machen.
Aufsichtspersonen achten im Normalfall auf das Baby und auf die Katzen.
Viele Katzen haben Angst vor Babys und kleineren Kinder, u. a. weil sie laut sind.
Tiere allgemein sind im Schlafbereich des Kindes für die Nacht trotzdem tabu.
* Was man beachten sollte:
Insgesamt sollte man trotzdem ein paar Dinge im Umgang mit Baby und Haustier beachten, denn Fakt ist, dass Tiere nicht ins Bettchen, die Wiege, den Stubenwagen oder das Elternbett - ja nichtmal ins Schlafzimmer (des Kindes) gehören.
Aus diesem Grunde sollte man schon während der Schwangerschaft das Schlafzimmer, welches sich Eltern und Baby im ersten Lebensjahr am besten teilen, zur Sperrzone für Katze, Hund, Frettchen und Co. erklären - sofern das nicht schon längst geschehen ist. Das beugt auch einem etwaigen, erhöhten Risiko für Plötzlichen Kindstot ganz im Allgemeinen vor (wie auch Stillen, ein angemessenes Raumklima und der Verzicht auf's Rauchen).
Kinderwagen, Laufgitter und Stubenwagen sollte man wegstellen oder abdecken, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Außerdem sollte man alle Möbel, die sich Kind und Katze zwangsläufig teilen, regelmäßig säubern bzw. waschen oder absaugen, dann fühlen sich alle wohl.
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