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Freitag, 7. August 2015

Nähbloggertreff: Kurze Hosen nach MaThiLa's Marina-Freebook

Der weiche, softe Frottee und das feste AfS-Bündchen konnten von mir leider nur mit etwas Gewalt vereint werden. Leider rutschte dabei die hintere Naht etwas zur Seite.

Diese SToffe ließen sich hingegen wunderbar kombinieren: Fuchs&Gans von Hamburger Liebe und Stoffmarkt-Bündchen.
Hier noch ein paar Nähergebnisse von Nähbloggertreffe-Zuschneide-Marathon. Diesmal gibt es die beiden Höschen nach dem Freebook Marina von MaThiLa. Der Schnitt ist wirklich toll!

Von der zweiten Hose gibt es sogar schon ein paar Tragebilder, die ich euch natürlich hier auch zeigen möchte:



Samstag, 1. August 2015

Ergebnisse des Nähbloggertreffs: Kinderhosen nach Näähglück



Statt Taschen aufzunähen, habe ich die Knipse für kleine Kellerfalten vorn benutzt.






Hier erstmal eine kleine Bilderflut von den Hosen, die nach dem Treff am 24. Juli entstanden sind. Ich habe sie gleich am darauffolgenden Montag vernäht. Fabei bekamen alle Hosen, die noch keine Bündchen hatten, welche verpasst. Da das pinke Bündchen alle war, wurde das Bauchbündchen der kleinen Sweathose in der 80 grau und die Bündchen der 104er Version bekam schwarze Bündchen.
Für die Babyhose in der 68 hatte ich ja bereits mintfarbene Bündchen zugeschnitten beim Treffen.

Ich bin sehr zufreiden mit den Ergebnissen und dem Freebook von Sophie von Näähglück und kann es allen weiterempfehlen. Es ist sehr gut erklärt und ermöglicht auch das Nähen für schmale Kinder. VIele Muster sind ja äußerst reichlich, aber dieses passt perfekt. Man kann sich für das Bauchbündchen auch auf eine kleinen Größe orientieren, wenn man sein Kind vermisst und dann ensprechend die Breite nach der ermittelten Größe einkürzt. Da das Kleinkind so zierlich ist, wird sie sogar in die 68er Hose passen, welche ich kurzerhand doch behalten will, weil hier ein Mangel an kurzen Hosen herrscht für die Maus.

Stattdessen werde ich eine Hose in der 62 nähen für mein Patenkind, denn da hat meine Freundin noch nichts Passendes, wie es scheint. Einen schnuffigen Sweat hab ich auf jeden Fall noch dafür im Regal :-)

Die anderen Stücke gibt es demnächst und neue Stöffchen warten auch schon auf ihren Einsatz!

Ich freue mich, wenn ihr bald wieder reinschaut und bis dahin: Lebt glücklich!


Samstag, 25. Juli 2015

Nähbloggertreffen im Juli

Ich habe mich riesig gefreut, gestern zum Nähbloggertreffen gehen zu können. Mein Göttergatte war so lieb und passte auf die Mädels auf, so dass ich einen ganze Abend frei hatte, um die lieben Damen Gesellschaft zu leisten, mich auszutauschen und selbst das ein oder andere Nähwerk anzugehen. Da ich keine Lust hatte die Nähmaschine reisefertig zu machen, packte ich kurzerhand einen Riesenstapel Stoffe ein und dazu noch einige Schnittmuster, zwei Scheren und ein bissel Kleinkram. Leider vergaß ich in der Eile dann doch ein paar Dinge wie zum Beispiel Stecknadel und Papierschere und Tape, was aber gar nicht schlimm war, da ich ganz gut ohne auskam bzw. auch die lieben großzügigen Bloggerinnen mit der ein oder anderen Sache aushalfen, wenn es notwendig wurde.
In der Sportsbar Sombrero in Löbtau waren wir ja bereits einmal und so war das Umfeld vertraut dort.

Der Platz war reichlich und ich konnte mich herrlich ausbreiten. Insgesamt habe ich sehr viel zuschneiden können:

eine Babyhose aus Swafing(?)-Frottee und AfS-Bündchen in grau-mint bzw. mint,

zwei lange Hosen aus pinkem, festem Karstadt-Sweat-Rest (ohne Bündchen, denn das dafür vorgesehene pinke Bündchen war leider zu klein dafür),

zwei kurze Hosen für die Kleine (einmal auch aus Fottee, einmal aus Fuch-und-Gans-Jersey von Hamburger Liebe mit passenden Bündchen (AfS und Stoffmarkt) in mint und petrol,

ein Shirt für die Kleine für den Herbst aus der Ottobre aus Stoff von Kathi Kunterbunt und Stoffmarktbündchen petrol,

ein Kleid ebenfalls für die Kleine aus Fuchs-und-Gans und verschiedenen Unis (Buttinette/mint; Lillestoff rot) und Bündchen in rot/mint/petrol (Karstadt/AfS/Stoffmarkt)

sowie zwei Mützchen für Babys aus Lillestoff mit Piratenmotiv und rotem Bündchen (Karstadt).


Die verwendeten Schnitte in der passenden Reihenfolge sind diese

Kinderhose von Näähglück  in der 62/68, der 74/80 und der 98/104

kurze Pumphose Marina von Mathila in der 80

Shirt aus der Ottobre 01/2015 in der 80

Kleid Flicka von Lolletroll in der 74/80

Knotenmützchen von Klimperklein

Beanie von MamaHoch2


Da ich leider nix fotogrfiert habe, müsst ihr leider warten, bis ich die Zuschnitte vernäht habe. Ich werde sie euch dann gern detailliert vorstellen und wünsche euch bis dahin, alles Gute und bis bald!

P.S. Ich durfte zwar gestern ein Baby halten, aber wer hinter meiner Babynäherei eine Schwangerschaft vermutet, irrt sich. Ich werde im November Patentante und im Freundeskreis gibt es viele Schwangere, die zu meinem Leidwesen alle Jungs bekommen und deshalb kann ich nix vererben von meine Mädchenklamottenbergen, sondern muss neu nähen.



Montag, 1. Juni 2015

Stoffmarkt Dresden am 30. Mai 2015

Hach, was soll ich sagen: Der Stoffmarkt hätte fast nicht günstiger terminlich gelegen sein können diesmal, denn so hat mein Einkaufsbudget enorm von meinem herannähenden Geburtstag profitiert und wurde dank Spende von der lieben Schwiegeroma ordnetlich geboostet (Danke, liebe Oma Re!). Ist schon ein tolles Gefühl, wenn die lieben Verwandten an mich denken und sagen: Kauf' dir hiervon eine Kleinigkeit, irgendwas, was du möchtest und was dir gefällt!
Das habe ich dann auch glatt gemacht. Soviel habe ich noch nie beim Stoffmarkt heimgeschleppt, wobei ich diesmal auch einiges an Coupons mitgenommen habe und nur zwei Stöffchen von der Rolle mitnahm.
Erstaunlich viel Bündchen hab ich erworben, was mir erst in der Retrospektive so richtig bewusst wurde. Musste wirklich etwas schmunzeln diesbezüglich, denn so viel brauch ich im Grunde für die anstehenden Nähprojekte gar nicht und dementsprechend hab ich dann wieder etwas mehr auf der Halde - für schlechte Zeiten quasi.... hihi.
Diesmal habe ich es auch wahr gemacht, mal nur Stoffe für mich zu kaufen bzw. Stoffe, die nicht im Vorfeld für die Mädels verplant sind. Mit Sicherheit wird hier und da etwas von den Coupons "abfallen" für ein Kindernähprojekt, aber das würde ich mal als positiven Nebeneffekt verbuchen und nicht als im Fokus stehend.
Schon nach wenigen Minuten nach meiner Ankuft auf dem Stoffmarkt traf ich übrigens die zauberhafte Bianca von SaxonyGirl und tingelte mit ihr von Stand zu Stand. Es ist immer wieder schön, sich mit ihr zu unterhalten und gemeinsam haben wir dann noch geguckt, welche Stoffe wir am besten mit der jeweiligen Mami- bzw. Babygarderobe, Haarfarbe, Hautfarbe  etc. verbinden können. Ich stelle immer wieder fest, dass ich echt ein Langweiler bin, wenn es um mich geht: Ich kleide mich praktisch, eher konservativ und trage gern in Unifarben - nähe aber fast nie Kleidung, die dem entsprecht. Außerdem bin ich mit meineer hellen Haut und den komischen Rosthaaren nicht gerade der Typ, dem alle Farben stehen (ich bräuchte echt mal ne Typberatung, schätze ich).
Diesmal bin ich aber ganz zufrieden, wenn ich die Schnittmenge meiner Kleidung mit dem Einkauf abgleiche: Marineblaue findet sich bei Bündchen und einem Coupon, Senfgelb ebenso. Als Kombis gab es weiße Schiffchen auf nachtblauem Grund und einen tollen Kissa-Bio-Katzenstoff. Außerdem noch schwarze Bündchen, einmal Bio, einmal herkömmmlich. Auch zwei dünne Jerseys mit hohem Stretchfaktor in für mich gewagten Mustern sackte ich ein, um mal ein Wenig Mut zu zeigen und etwas bunter zu tragen, als es oft der Fall ist. Ich habe extra geschaut, dass die Stoff kleingemustert sind, damit sie dann auch gut zur Geltung kommen, falls man sie kombiniert... Abrundend gab es auch noch türkises Bündchen, eine neue Zwillingsnadel und dunkelpetrolfarbene Konen für die Ovi.

Sehr eindrucksvoll auch im HIntergrund das Stoffgebirge von Sophie von Näähglück.


Hinterher ging es noch in das Café ALEX nahe dem Neumarkt, das ich bisher gar nicht kannte. Dort tauschte ich mich unter anderem mit den Mädels von Näähglück, Amberlight Label, Frauenoberbekleidung und OrNeeDD aus, die ganz verzückt von meinem Bronte-Top war. Ich find es immer noch süß, wie begeistert sie war, dass mir das Teil wie angegossen passt. Ich werd' beim Gedanken daran gleich wieder rot :)
Auf dem Heimweg plauderte ich dann noch kurz mit Maria (?) von Lylelo, die auch Cosplayerin ist und zudem ein wirklich netter Gesprächspartner. Besonders den Austausch über Spoonflower fand ich sehr interessant. Danke dafür nochmal!

Montag, 6. April 2015

Solange es noch schneit...

Schon lange wohnt dieser schöne Pulli im Schrank der Großen. Nur anziehen mochte sie ihn erst so gar nicht. Zu langweilig, zu grau, zu BÄH!
Dass Mami aber auf Basic-Shirts steht, weil die sich besser kombinieren lassen, war der Prinzessin dabei einerlei. Grau und Braun mag sie gar nicht und Schwarz ist ganz, ganz doof. *seufz*
Dabei hat die Große doch nun wahrlich fast nichts in diesen Farben im Schrank, da ich von der Oma immer bergeweise Rosa, Lila und Pink für sie geschenkt bekomme, was dem Töchterchen meist extrem gut gefällt. Ich bin da wirklich machtlos, fürchte ich. Die Große ist einfach eine chtes Mädchen mit Allüren einer Prinzessin. Da muss es funkeln und glitzern. *seufz*
Aus diesem Grunde habe ich auch mit großen Silberpailetten einen Schneestern auf das graue Basic-Top genäht, nicht dass es überhaupt nie getragen wird. Denn ICH liebe es.
Ich habe mir selbst eine Toni aus dem grauen Strickstoff genäht vor einiger Zeit (muss ich euch noch zeigen bei Gelegenheit), hatte aber irgendwie murks beim Stoffverbrauch kalkulieren gemacht und so viel zu viel Stoff übrig. Da es ein schöner, schwerer Baumwollstrick ist - mit glatter Innenseite und außen gerippt - trägt er sich wirklich angenehm und ist auch wirklich kindergeeignet.
So entstand der leicht ausgestellte Pulli nach Lolletrolls Flicka-Schnittmuster, nach dem ich wirklich sehr gerne nähe.
Und dann kam, was kommen musste: "Mama, der ist ja hässlich! Grau finde ich immer SOOOOOO hässlich!" *seufz*
Mit dem aufgestickten Stern ging es dann immerhin doch ganz okay, auch wenn der Pulli nie das Liebelingsteil der Großen werden wird. Ich sag doch, funkeln muss es, dann geht's... :-)






Osterhasenpost: Beanies für alle!

So, bevor Ostern rum ist schreibe ich noch schnell, was der Osterhase bei uns gebracht hat! Natürlich hat er vorher bei mir angerufen und die guten Teilchen bei mir bestellt, weil doch seine Ovi so kurz vor den Feiertage komplett aus- und überlastet war. Ein Glück, wenn man da gute Helfer hat und die Telefonnummer einer zuverlässigen, nähbefähigkten Quelle kennt ;-P

So sind vor Ostern 5 Beanies von meiner Ovi gehüpft: Zwei für meine Kinder, einer für die Tochter meiner Cousine und einer für den Sohn meines Cousins sowie eine für das Kind einer meiner lieben Klassenkameradinnen.

Der Schnitt ist eine Mischung verschiedener freier Schnitte aus dem Netz, wobei ich immer noch nicht ganz DEN Beanieschnitt habe. Als sehr brauchbar hat sich der Schnitt von MamaHoch2 erwiesen, aber auch der von Hamburger Liebe ist ganz gut. Insgesamt könnte die Mütze oben runder sein und weniger bauchig unten, wobei ich für zweiteres einfach eine Nummer kleiner genäht habe mit entsprechender Verlängerung - bei Hamburger Liebe kann man sogar fast zwei Nummern runtergehen, wenn man unten ein Bündchen annähen will.

Aus einem Rest Leni's Dream genäht.

Hübsch gelockt an allen Nähten - das geht ja bei Beanies super und ich kann die normale Nähmaschine stehen lassen.

Das Label nähe ich bei Mützen gern zwischen Bündchen und Mützen"körper", weil es dort besser zur Geltung kommt.

Unten die sind für meine Mädchen. Da ist auf Schleifchen stehe und eine Verwechslung mit der Mütze für das Großcousinchen ausgeschlossen werden sollte, fand ich die Idee ganz chic. Der einzige Junge der Runde hat die Piratenmütze bekommen.

Der Knopf ist für meinen Mann, damit er auch die fast identischen Tochtermützchen dem richtigen Kind zuordnet.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Nähbloggerteffen im Februar

Wie versprochen wird jetzt zeitnah das letzte Nähbloggertreffen verbloggt:

Dank Dani Ela, die mich ganz kurzfristig mit ihrem schnuckeligen Flitzer, abholte, ging es samt Nähmaschine und bereits zuegschnittenem Projekt ins Immergrün. Diese nette Gartensparten-Kneipe war überraschend heimelig und das Essen war ziemlich üppig und lecker. Die Wirte waren total nett und wir hatten viel Platz zur Verfügung zum Nähen. Ich bekam sogar meine eigene Verlängerung, weil ich die so auf die Schnelle vergessen hatte.
Leider konnte ich diesmal gar nicht mit allen reden, bei einigen blieb es so bei einem kurzen Hallo oder dem Bestaunen des werdenden Nähwerks. Hauptsächlich habe ich mit Danie Ela gequatscht und mich beim Essen mit Sophie ausgetauscht. Ist schon Wahnsinn, wie Sophies Bäuchlein wächst. Ich bin total gespannt, wie das kleine Mäuschen dann aussehen wird, wenn es im Juli zur Welt kommt. Da komm' ich gleich ins schwärmen. Babys sind ja so winzig und sooooo toll...
Da ich die Kamera diesmal gar nicht dabei hatte, habe ich lediglich meine Püppis fotografiert, als ich zu Hause ankam. Lustigerweise fand' meine Große die kleine Püppi viel besser als die größere. Da die Kleine ein ausgesprochener Ja-Sager ist, durfte sie dann auch mit ihr "tauschen". Die Mini versteht das sowieso noch nicht und freut sich generell, wenn sie die Puppen, die wir besitzen betütteln kann.

Die Püppis gab es als Stoffbogen bei Revoluzzza, den Igel gab es als Gratisdreingabe. Den kleinen Stachelfreund wird der SOhn einer lieben Freundin bald bekommen.

Freitag, 20. Februar 2015

Pumpfhose aus Dalapferdjersey

 Nachdem ich das Probeexemplar für meine Maus genäht hatte, ging es sofort ans Werk: Für den Sohn meiner Bettschwester gab es das gleiche Modell, allerdings aus anderem Stoff, nämlich dem hübschen Dalapferdjersey aus der Kleckerbar, den wir dort gemeinsam ausgesucht hatten.

Das ihr Bub und meine Maus nicht nur am selben Tag geboren, sondern auch wirklich wirklich schmal gebaut sind, konnte ich die Problemaße einwandfrei übernehmen, so dass die Hose weder zu groß noch zu klein ausfallen konnte. Juhu!

Allerdings habe ich mich wirklich geärgert über die Bündchen. Schon bei der gelben Hose habe ich Ware aus dem Karstand vernäht und hatte damit keinerlei Probleme. Das weinrote Bündchen war aber bei Weitem nicht so superlabbrig wie das schwarze, dass beim Annähen an die Hose mit den Pferdchen sogar noch mehr ausleierte. Grau-en-voll!

Kurzerhand trennte ich also zum ersten Mal in meinem Leben eine Ovinaht aus, denn abschneiden wollte ich das Bündchen nicht, dafür war mit der Jersey viel zu schade. Also frickelte ich ein Wenig herum, bis der Labberbund wieder ab war, kürzte ihn ordnetlich ein und nähte ihn erneut fest.

Das klappt zum Glück sehr gut, so dass das Höschen nun doch am Kind bleibt und nicht über die Stoffi zu Boden gleiten muss.

Kurzzeitig hatte ich mal geschaut, ob ich einen Gummi in den Bund einziehe, weil ich echt Angst vorm Abtrennen des Bündchens hatte. Probehalber habe ich dann nur ein Stückchen Naht aufgemacht und das Ganze getestet. Allerding sah das erstens echt blöd aus und zweitens ging das Auftrennen dann doch so einfach, dass ich es einigermaßen gut abbekommen und enger gemacht habe.

Als Zugabe hab ich dann noch fix aus einem Jerseyrest in Schokobraun und einem Rest Dalapferdestoff ein halstuch gebastelt, dass das Outfit komplettiert.





Sonntag, 15. Februar 2015

Fasching die Vierte: Blumenfee in pink - Teil 3: Flügel- und Kranzverschönerung

Hier kommen jetzt in Teil 3 wie angekündigt die verschönerten Kaufkomponenten, der Kranz und die Flügel. Beides ist von der Firma "Great Pretenders", von der wir schon ein paar tetxtile Schmetterlingsflügel besitzen.

Sowohl Kranz als auch Flügel kann man online beziehen z. B. bei Amazon. Leider sind die Accessoires nicht gerade billig, was sich aber zum Glück 1:1 auf die Qualität auszuwirken scheint.

Die Flügel sind sehr groß und wertig verarbeitet. Auch der Kranz ist stabil und die Blumen sehen echt schön aus in Natura - auch wenn sie lediglich mit Heißkleber auf dem Reif befestigt sind. Hinten kann man die Weite des Kranzes noch regulieren, indem man die Schleife öffnet und entsprechend an die Kopfgröße wieder schließt. Für kleinere Kinder ist aber erstens zuviel Gebömsel dran und zweitens ist der Kranz für sie auch in der kleinsten Einstellung noch zu weit und zu unflexibel. Naja, macht nix, da die Große ja bereits vier ist und zwar einen relativ kleinen, aber nicht zu kleinen Kopf für das Band hat.


Natürlich musste auch für die Accessoires ein wenig Verschönerung her. Kurzerhand habe ich beide Teile mit blauen Dekoblüten gepimpt, die ich ganz stilecht mit Heißkleber angebracht habe. Zum einen verbindet es so den Kranz farblich mit den Flügelchen, die ja neben Rosatönen auch blaue Anteile haben, zum anderen wirkt der Kranz so auch üppiger und die ziemlich hässliche Organzablume auf der Flügelmitte hinten wird verdeckt. 


Abschließend habe ich noch ein blaues Band durch den Kranzverschluss gefummelt gefädelt und FERTIG!







Samstag, 14. Februar 2015

Fasching die Vierte: Blumenfee in pink - Teil 2: Der Tüllrock

Habe ich schon erwähnt, dass ich abends manchaml echt Matsch in der Birne bin? Nunja, das zeigt sich nicht nur hier im Blog ganz oft (je später der Abend, desto mehr Rechtschreibfehler... hihi), sondern auch daran, dass ich manchmal beim Vermessen von Kind und Stoff echt eine Blockade im Kopf habe. Dazu sage ich nur: Ich wusste schon, warum ich etwas mehr Tüll eingekauft habe!

Die erste Unterrockversion habe ist nämlich durch einen dummen Messfehler vergeigt. Er passt dem Kindchen zwar gut, sieht auch nicht ganz so dumm aus, ist aber dür das Kleid einfach zu schwach auf der Brust. Der Rock vom Manhattan ist sehr weit und braucht dementsprechend viel Stütze. Das hatte ich wohl irgendwie verdrängt, vermutlich weil ich das Raffen so sehr hasse und es wiegesagt schon arg spät war an dem besagten Tag...

Deshalb hier die ganz unkommentierte Version, die es leider nicht ins Finale geschafft hat:



Für die wirklich schöne und sehr brauchbare Variante zwei habe ich dann am Folgetag eine gute Lösung gefunden - ganz ohne Raffen! Sie besteht aus einem Gummibandring und vier Schichten Tüll, die ich zu einem Tellerrock zusammengefügt habe.





In diesem Zusammenhang gibt es also jetzt das versprochene Minitutorial, leider ohne Fotos, da man einzelen Tüllschichte leider ganz ganz schlecht ablichten kann ohne weißen Untergrund.

Deshalb habe ich da mal eine Kleinigkeit vorbereitet. Bitte schön!

Das ist die Kurzfassung zur Beschreibung unten.

Los geht es:

1. Messt die breiteste Stelle der Hüfte, die Taille (wo der Roch dann sitzen soll) und die gewünschte Länge, die der Rock dann haben soll am Kind oder an euch selber, je nachdem.

2. Nun braucht ihr einen großen Bogen Papier. Ich habe dafü mehrere A4-Blätter zusammengeklebt.

3. Ihr errechnet dann die Abstände für die Viertelkreise, die aufgezeichnet werden für das Muster - ohne euch hier mit Mathe quälen zu wollen, empfehle ich euch ein Internettool afür zu nutzen, z. B. dieses hier. Dort gebt ihr einfach den Umfang der Hüfte ein und erhaltet dann die Angabe für den Radius des (Viertel)kreises, der in die obere linke oder rechte Ecke eures Papierbogens gezeichnet wird. Nehmt dazu ein Lineal, legt es an die obere Ecke und markiert euren Radius. Verschiebt das Lineal nach innen, ohne die Ausrichtung an der Ecke zu "verlieren", so entsteht ganz automatisch ein Viertelkreis. Ihr könnt auch einen Zirkel nehmen oder ein Maßband, dass ihr festpinnt.

4. Ausgehend von dieser Linie wird ein zweiter Viertelkreis gezeichnet, der einen Abstand entsprechend der gewünschten Rocklänge hat.

5. Schneidet nun den inneren Viertelkreis und das untere Papierstück unterhalb der zweiten Linie ab. Fertig ist das Schnittmuster.

6. Faltet euren Tüll an einem kurzen Ende nach innen, so dass ihr das Schnittmuster darauf platzieren könnt mit einer der geraden Seiten am Stoffbruch und de runden Seite nach außen. Prüft nun, ob ihre das Schnittmuster entlang der Bruchkante zweimal nebeneinander auf den Tüll bekommt oder nicht, indem ihr entweder den Tüll, der ja durchsichtig ist der Länge lang über das Muster schlagt oder das Muster einfach entlang der Mittelachse auf die andere Stoffseite entlang des Bruchs "spiegelt".

7. Wenn ihr das Schnittmuster so drauf bekommt, hat ihr Platz genug, vollständige Kreise aus dem Tüll zu schneiden. Dazu schneidet ihr einfach den bereits gefalteten Tüll dort ab, wo die kurze Stoffkante jetzt liegt. Danach faltet ihr den doppelt liegenden Stoff erneut und zwar quer zum ersten Stoffbruch. Darauf könnt ihr dann euren Viertelkreis des Schnittmusters legen und den Tüll entlang der Kanten abschneiden. Eine Nahrzugabe müsst ihr nicht hinzufügen.

8. Hab ihr keinen Platz für ganze Kreise, schneit ihr Halbkreise aus. Dazu entfällt die weitere Faltung des Stoffes und ihr legt den Viertelkreis natürlich dann entsprechend so an, dass das Schnittmuster entlang des Bruchs auf den Tüll passt. an den Kanten, die dann zum Kreis zusammen genäht werden, gebt ihr einen Nahtzugabe von 1cm jeweils hinzu. Näht die Halbkreise zu Kreisen, indem ihr einen schmalen Zickzackstich oder die Ovi benutzt.

9. Ihr benötigt je nach Fluffigkeit 4  bis 6 Schichten Tüllkreise. Schichtet diese und ficiert sie so, dann sie möglichst nicht verrutschen können. Markiert dabei gleichzeitig die Kreiviertel. Dabei hilft das Schnittmuster sehr gut.

10. Schneidet einen breiten Gummi zureckt in der Länge, die eurer Taille entspricht plus 2cm Nahtzugabe insgesamt. Näht die kurzen Enden zusammen, so dass ein Ring entsteht und fixiert die auseinandergeklappten Enden dann nochmals mit ein paar Stichen rechts und links der Naht.

11. Markiert euch ebenfalls die Kreiviertel auf dem Gummiringund eckt sie auf die Viertelmarkierungen des Tülls.

12. Näht die Tüllkreise (alle gemeinsam) mit einem Zickzackstich an den Gummi. Dehnt dabei nach und nach die Gummiviertel, nicht aber den Tüll, da dieser sonst reißt. Achtet hierbei, dass Nähte am Tüll später nicht zusehen sind, indem sie entweden beim Wenden des Gummibandes nach innen zeigen oder ihr legt die Bahnen des Tülls von Anfang an so, dass immer zwei Tüllbahnen links auf links liegen, so dass niegends eine Naht exponiert ist.

12. Wendet den Rock bzw. klappt den Ring nach oben, so dass die Naht innen liegt. der Tüll ist jetzt automatisch gerafft und kann noch unten etwas begradigt werden mit der Schere.

Man kann auch als unterste Lage einen farblich passenden Stoff wählen, der dem Rock zusätzliche Blickdichte gibt. Je nachdem aus welchem Material ist, müsst ihr diesen dann gegebenenfalls noch säumen.








Freitag, 13. Februar 2015

Fasching die Vierte: Blumenfee in pink - Teil1: Das Kleid

Dieses Jahr war sich das Großkind schon recht zeitig sicher, dass sie zu Fasching eine Fee sein möchte. Aber eine pinke Fee. Mit Blumen und Flügeln! Die kleine Schwester, sagt sie, soll bitte auch eine Fee werden, aber bitte in orange. Aha.

Was das Kostüm der Großen angeht: Okay, das kriegt Mami hin, kein Problem. Das mit der Minifiee für's Kleinchen aber, das passte in meiner Gedankenwelt so gar nicht - doch dazu mehr in einem anderen Post, den ich jetzt noch nicht schreiben kann, weil ich das Kostümchen noch nicht fertig habe. Hehe.

Flügel und Blumenkranz durfte der Papi schon vor Nähstart bereits  im Internet aussuchen und bestellen. Danach kaufte ich passende Utensilien für den Rest des Kostüms: 3m pinker Faschingssatin und 4 Meter pinker Tüll, etwas Metallicband, ein paar blaue Blüten aus Stoff, pinkrotes Garn und neue Nadeln für die Nähmaschine.

Danach ging es ans Schnippeln: Da ich so dämlich ambitioniert war, das Kleid "Manhatten" aus dem Farbenmisbuch nähen zu wollen, zeichnete ich mir fleißig die Schnitteile A bis K auf, beschriftete sie und übertrug sie auf meinen Satin.

Da ich von Anfang an wusste, dass ich keinen zusätzlichen Stoff für das Futter möchte und der Unterrock zugunsten eines Tüllrocks wegfallen wird, habe ich das Oberteil gleich zweimal zugenschnitten und dann nach diesem Tutorial genäht, da es die Schritte mit Fotos etwas anders aufschlüsselt als das Buch. Im Grunde war das Nähen des Oberteils also recht easy, auch wenn ich ein paar Nähte vergessen habe rechtzeitig abzusteppen, weil ich ja immer abends in Etappen nähe. Fällt aber so gar nicht auf zum Glück bzw. habe ich ein paar Nähte nachträglich abgesteppt, auch wenn man das dann nicht mehr so professionell auf beiden Seiten realisieren kann. Aber wenn es am Futter bissel schief ist, sieht es ja sowieso niemand, also...

Ich habe übrigens die kleinste Größe genäht und bin damit so halb glücklich halb unglücklich. DAs Kleid ist sehr sehr breit, was das Oberteil anbelangt und auch wenn man es auch die ideale Weite einschnürt, fällt das natürlich auf. Es sammelt sich nämlich am Rücken sehr viel Stoff und schlägt Falten. Hätte ich eine Seitenschnürung genäht, hätte es vermutlich recht doof ausgesehen, weil noch weniger Weite rausgenommen werden könnte und die Falten dann seitlich wären. Hinten ist es mir jetzt aber einerlei, da kommen die Flügel hin und gut.
Insgesamt könnte der Rock auch länger sein und das Oberteil ebenfalls. Aber naja, Farbenmix-Schnitte sind eben sehr verschieden und ich bin eben nach Maßtabelle gegangen und wäre mit der 98/104 sicher auch ganz gut gefahren trotz der Weite, denke ich jetzt, wo das Kleid fertig ist. Aber naja... Sollte ich das Modell nochmals nähen, wede ich die kleine Größe einfach verlängern und fertig ist der Lack!


hier noch Version eins mit Matallicbandschlaufen und Band

Die kleinen "Flügelchen" aus dem Schnittmuster fand' ich irgendwie albern und deshalb habe ich sie ganz einfach weggelassen. Sie Träger wirken trotzdem sehr mädchenhaft und sind chic.

das fertige Kleid mit fertigem Unterrock aus Tüll

Schade fand ich, dass sich der Satin schon nach zwei Anproben an einer Stelle aufzulösen begann, so dann ich die Stelle erstmal mit etwas Kleber fixiert habe bis mir eine bessere Lösung einfällt. Dazu eigent sich übrigens Prittstifft sehr gut, da er ungiftig, transparent und auswaschbar ist. Ich hoffe inständig, es hat gereicht, dass ich die Naht dann noch nachträglich abgesteppt habe.

Die zweite Spontanreparatur waren die Schlaufen am Rücken, die sich durch die Beschaffenheit des Metallicbandes einfach in Wohgefallen auflösten beim zweiten Schnüren. Ich habe das irgendwie kommen sehen, als ich sie einnähte, aber im Stress hab ich das irgendwie komplett ausgeblendet, immerhin ist hier schon wieder ein Kind krank und mich hat es auch erwischt. Außerdem ging es an dem Tag auch in der Schule nochmal rund. Mein Gehirn hat sich noch nicht daran gewöhnt, sich dann abends noch anderen Tätigkeiten mit voller Leistung zu widmen, fürchte ich...

mit Metallicband - man sieht sehr gut, dass hier sehr viel Material in der Mitte geraffft ist
mit dm-Satinband - die Maus ist wirklich sehr schlank, was die enge Schnürung beweist

Naja. Zum Glück habe ich ja einen Göttergatten, der mir kurzerhand bei seinem Kurzeinkaufstrip am Wochenende, als ich die Kinderchen bespaßte, eine Rolle Satingeschenkband von dm mitbrachte (Geheimtipp! Kostet vor allem nicht viel.) Davon schnit tich flugs 8 neue Schlaufen, nähte sie am Ende zusammen, nachdem ich die Schnittkanten mit dem Flammenwerfer Feuerzeug verschmolzen hatte, und steppte sie dann unter größter Vorsicht an das Rückenteil. Dabei habe ich an jedem Schlaufenteil ein bissel hin und her genäht, damit die Bändel auch stabil am Stoff fixiert sind und sich ordentlich als Schnürung nutzen lassen.

Insgesamt ist das Kleid glaube ich ganz schön geworden und wird dem Tochterkind zu FAsching einen tollen Auftritt im Kindergarten garantieren. Ich hoffe, dass sich bis dahin mein selbstlöschender Markierstift endlich mal verkrümelt hat, hihi. Ich bin gespannt.

Was den Unterrock betrifft: Schaut morgen wieder rein, dann bekommt ihr dazu einen exklusiven Eintrag mit kleinem "How to", versprochen!

Und auch zu den Accessoires werde ich euch in Teil 3 hier noch einen kleinen Post liefern!

Wie das Kind dann insgesamt aussieht inklusive Schminke und Frisur, erfahrt ihr in Teil 4!

Also bleibt dran...




An dieser Stelle: Satin ist echt ein fieses Material! Deshalb an dieser Stelle ein paar generelle Tipps zum Nähen von Satinstoffen:

1. Nähe unter gar keinen Umständen Satin, wenn du gestresst bist. NIEMALS!

2. Satin immer einlagig schneiden, da der Stoff rutscht wie Hexe!

3. Eine feine Nadel benutzen. Ich habe bewusst einen dünne Jerseynadel benutzt, da sie im Gewebe durch die Zwischenräume gleitet aufgrund der runden Spitze. Mit der normalen Universalnadel hatte ich Fadenzieher.

3. Manche schwören darauf, den Stoff zu stärken, vorm Nähen. Ich habe es nicht getan, würde es aber das nächste Mal durchaus probieren.

4. Satin hasst Nadeln. Nehmt Clips!

5. Satin ist echt empfindlich, egal, wie ihr die Nähmaschine einstellt, die Nähte sehen trotzdem oft echt doof aus. Bei mir sah es so aus, als ob ich die Oberfadenspannung zu stark eingestellt hätte, war aber nicht so, was intensives Testen zeigte. Manche habe mit etwas vermindertem Nähfußdruck Erfolg, aber das ist maschinenabhängig.

6. Manche schwören auf den Satinnähfuß (Ich habe auch einen, was mir aber erst hinterher eingefallen ist!) und eine kleine Stichlänge. Andere sind gut mit Oberstofftransportteur gefahren. (Besitze ich leider nicht.) Auch hier gilt: Ausprobieren!

7. Satin hasst Overlockmaschinen, sonders in Kurven. Trotzdem habe ich gelockt, damit das sehr auftrennfreudige Gewebe hält.

8. Zur Not: Feuerzeug raus und anschmelzen. Das geht natürlich nur bei vollsynthetischem Satin und ich nicht ganz ungefährlich, weshalb ich das wirklich nur im Notfall mache und wenn dann nur an Minikanten, die auf keinen Fall schon eingenäht sind, falls doch mehr schmilzt als geplant.

9. Satin franst sehr stark aus, deshalb lieber 2cm Nahtzugabe geben und Nähte immer versäubern und absteppen.

10. Bonustipp: Wenn auch anderer Stoff geht, verzichtet auf Satin. Euer Nervenksotüm dankt es euch!



Donnerstag, 12. Februar 2015

Fasching die Dritte (minus Fasching): Eisköniging Elsa lässt bitten...

Als Mädchenmama kommt man ja kaum um die Disney-Prinzessinnenriege herum. Zwar besitzen wir de facto nur drei Filme, die eine von diesen reizenden jungen Damen mit absolut illusorischen Liebes- und Lebensvorstellungen zeigen (Dornröschen, Rapunzel und Frozen), trotzdem mag meine Große die Mädels sehr und kennt die meisten auch namentlich (Belle ist bei ihr Bella und Cinderella Zinzerella... süß, oder?) und natürlich malt sie leidenschaftlich gern diverse Bilder mit entsprechendem Motiv in der Kita aus.

Besonders Elsa die Eiskönigin ist ihr ganz besonderer Liebling und wird entsprechend oft imitiert. Da wird "Let it go" gesungen (gern auch mal in Fantasie-Englisch, weil das Lied ja auch im Abspann in Englisch ist, auch wenn ich die Demi-Lovato-Version persönlich nicht ganz so schön finde...) und der Papa  oder die Schwester im Spiel schonmal "eingefroren". Gesten und Bewegungen werden nachgeahmt, dramatische Szenen des Films zum Besten gegegeben oder auch nur mal nacherzählt bzw. insidermäßig kommentiert... Und wehe, jemand anders will mal die Elsa sein ;-) nein, Spaß bei Seite. Die Maus ist da eigentlich recht entspannt. Was sie nicht leiden kann, ist, wenn mein Mann oder ich oder wir beide mal mitträllern wollen bei den Liedern. Da kann Fräulein schonmal giftig werden, weil sie da laut eigener Angabe nichts mehr hören kann vom Film >.< ...
Bis ich also die Texte alle kann, werd' ich also noch eine Weile brauchen, weil ich ja nicht "trainieren" darf, seht es mir also bitte nicht nach! *zwinkerzwinker*

Doch zurück zum Thema: Elsa! Natürlich wollte mein Kind unbedingt so ein Kleid. UN-BE-DINGT! Der Satz ging schon gut los, mit dem sie ihren Wunsch letztes Jahr ankündigte, Achtung: "Mami, du kannst doch nähen..."
Dann wurde natürlich erstmal die Charmeoffensive gefahren und bissel mit den Äuglein geklimpert und dann wurde der Wunsch häppchenweise rübergerückt. Es war ein Fest der Niedlichkeit, sag ich euch!

Dementsprechend um den  Finger gewickelt ging ich das kommende Wochenende zu Karstadt und kaufte Crashtaft und Chiffon in Eisblau - soviel kann ich schon sagen: Diese Stofftypen und ich werden bestimmt keinen Freunde in absehbarer Zeit. [Satin gehört für mich übrigens auch ganz klar in dieselbe Gruppe der "Zickenstoffe", aber dazu einandermal mehr.]
Dann holte ich noch große Pailetten und Glittertextilfarbe beim Bastelladen. EIn Schnittmuster zu finden war etwas schwieriger, wobei ich schließlich bei Burda online eines herunterlud, nämlich "Modell 142 Burda Style 12/2013". Ich hätte sicher auch selbst eins basteln können, allerdings finde ich das extrem schwierig bei nichtdehnbaren Stoffen - besonders, wenn dann noch 'ne Menge Firlefanz dabei ist wie der Umhang und ein geteiltes Vorder- und Rückteil aus transparentem Stoff. Außerdem wollte ich auch, dass das Werk dann nicht zu winzig oder viel zu riesig wird, sondern schlicht ein Weilchen passt. Deshalb entschied ich mich für die Kaufoption.

Die Schuhe sind aus dem Disneystore und das Tochterkind liebt sie abgöttisch!


Dann entstand nach und nach das Kleid. Zwar hat es *wie immer* einige Fehler, aber nennoch bin ich sehr zufrieden:

Der Rockschlitz ist auf der falschen Seite, weil ich beim Annähen einen dummen Denkfehler gemacht habe, und noch immer komplett offen, weil ich einfach mal vergessen habe, ihn ein Stückel zuzunähen.
Außerdem ist beim Raffen eine Seitennaht des Rockes nach vorne gewandert, weil ich die Sache mit dem Schlitz zwar richtig konzipiert, aber an der falschen Stellen angesetzt habe -.-Sieht man aber echt nur, wenn man es weiß, weil die Fadenfarbe perfekt ist und die Naht der sauber und flach ist.
Auch das mit dem nahtverdeckten Reißverschluss ist so ein Ding, was ich noch üben muss, denn ich habe das mit der Unsichtbarkeit gelant umschifft und nun sieht man ihn halt. Außerdem habe ich den Reißverschluss zu kurz gekauft, weshalb man das Kleid ewas weniger komfortabel anziehen kann, naja... geht aber trotzdem.
Einen Ausschnitt habe ich bewusst nicht genäht, sondern einen ganz normalen Kragen mit kleinem Belegestreife, der allerdings etwas wurschtelig geraten ist und durch den sich auflösenden Ober- UND Unterstoff schon einmal geflickt werden musste. Warum ich kein Vlies auf den Belegstreifen gebügelt habe, ist mir selber schleierhaft, aber naja, es hält.
Falls ihr euch übrigens fragt, warum ich diese Fehler hier aufschreibe: Damit ich sie nicht nochmal mache, ganz einfach. Ich bin, seitdem ich Kinder habe, einfach megavergesslich. Außerdem finde ich die Analyse meiner Werke im Nachgang irre therapeutisch für mich selber. Am besten fände ich, dass auch andere davon profitieren, egal in welcher Form, aber das liegt ja nicht bei mir, sondern wäre dann ja entsprechend nicht mehr als ein positiver Nebeneffekt, wenn überhaupt. Außerdem lerne ich so, etwas von meinem detailverliebten Ex-Cosplayer-Perfektionismus Abstand zu gewinnen.


Natürlich ist das Haar meiner Tochter nicht silbern, das ist Farbspray und eine echte Empfehlung für Fasching!

Mittlerweile bekomme ich sogar die Haare einigermaßen hin! Yay!

Umhang ohne Muster und ohne Saum (den ausfransenden Rand habe ich mit dem Feuerzeug angeschmolzen, hält toll!).

Bemalte und bestickter Ärmel

Wie gesagt, ich bin dennoch sehr glücklich mit dem Kleid. Mein Kind liebt es. Da stört mich auch nicht, dass ich die Ärmel mehrfach angefangen habe, sie etwas zu weit sind und unförmig sind oder dass die Stickereien nicht so ganz der Vorlage entsprechen.
Auch ist es mir egal, dass man einlagigen Chiffon einfach nicht mit Textilfarben anmalen kann und ich es dennoch mehrere Abende probiert habe. Der Umhang hat jetzt trotzdem kein Muster? Und wenn schon!
Für mein Kind schnippel ich auch gerne mal 150 Pailetten zurecht und nähe sie per Hand an. Für mein Kind lerne ich auch echt gern und mit Hingabe französische Zöpfe flechten, obwohl ich haarmäßig eher ne Niete bin.

Ihr seht, alles super!

Warum oben übrigens "minus Fasching" im Titel steht, interessiert euch zu guter Letzt sicher auch noch, oder? Ganz einfach: Es ist kein Faschingskostüm, sondern ich habe das Kleid letzten Herbst genäht. Die Große musste sich das Kleid auch verdienen, bekam es also nicht einfach geschenkt. Dazu hat sie einen kleinen Plan gehabt, auf dem sie für jeden "lieben Tag" einen Schneestern bekam. Als 30 voll waren gab es dann das Kleid. Dreimal dürft ihr jetzt raten, ob sie es in einem Monat geschafft hat oder nicht...



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