Posts mit dem Label review werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label review werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. November 2014

Dalapferd-Dschinni (mit Mini-Review)

Vor einer ganzen Weile kaufte ich mir den Schnitt "Dschninni" von FeeFee - ein niedlicher Mädchenhosenschnitt mit der Möglichkeit, ihn in Strick- und Webwahre umsetzen zu können.
Ich habe wirklich viele Schnittmuster für dehnbare Stoffe, da tun mir die schönen Popelines in meinem Bestand manchmal richtig Leid...
Was mir sofort an dem Schnitt zusagte?
Zwar gibt es auch bei ihm wieder Doppergrößen, allerdings sind siese wirklich sehr clever: Statt nur 62/68 z. B. kann man auch die nächste Zwischengröße wählen, nämlich 68/74. Und tatsächlich passt eine Dschinni dann auch über beide gewählten Größen, was die Frage danach, warum es nicht einfach Einzelgrößen gibt, obsolet macht. Man kann auch ein Wenig rumspielen so wie ich und die Bündchenlänagen und -weiten der Größen variieren. Sicher geht das nicht unbegrenzt, aber meine 74/80-Dschinni hat tatsächlich die 62/68er Bauch- und Beinbündchen abbekommen. Beim Bauch war es so geplant, weil die Nudel einfach mit ihren 7,88kg sehr zart ist. Bei den Beinen war es Nachlässigkeit, denn ich habe dann einfach dieselbe Tabellenspalte konsultiert wie beim Tallienbund. Funktioniert trotzdem 1A!
Das schöne Höschen gab es unter anderem als Geschenk zum geburtstag für das Kleinchen. Ich denke mal, sie hat sich gefreut ;-P

Schokobraune Bündchen: Karstadt, Dalapferdejersey: mitgenommen in der Kleckerbar, brauner Jersey  und grüne Bündchen aus dem Bestand

DAs große Pferd auf dem Po ist besonders chic!

Ein anderes Tragebild ließ sich jetzt nicht auftreiben auf die Schnelle das die Kleine schon ganz schön flott krabbelt und die Gegend unsicher macht. Da bleibt keine Zeit für' s Posen ;-)





Insgesamt ist der Schnitt wirklich gelungen, obwohl ich ja so Hosen, wo Vorder- und Rückteil identisch sind, nicht wirklich mag. Klar, der Schnitt ist am Popo weit genug, um über eine Windel zu passen, aber ich finde es einfach schöner, wenn der Stoff sich da entsprechend an die Körperform anschmiegen kann. Für Anfänger wiederum vereinfacht die Gleichheit beider Teile das Nähen einer Dschinni sicherlich.

Samstag, 18. Oktober 2014

Schnittmusterreview: "Willi & Elli" und Leggings von Go to sew

Die Miniprinzessin mit dem Gesamtensemble im September. Mittlerweile passen nur noch Halstuch und Pulli.


Seit langem lag bei mir schon das Schnittmuster "Willi & Elli" von Mamudesign im Schrank. Bisher hatte ich mit den Mustern aus dieser Nähschmiede gute Erfahrungen gemacht und ich bin auch nach wie vor total beeindruckt, wieviel man in einem Muster für sein Geld bekommt, denn man kann von der Püppi über's Baby bis Kind und Mutti die ganze Familie in Willis oder Ellis hüllen, wenn man mag. Das ist schonmal ein Riesenplus. Auch dass man nur wenige Schnittteile (2/4 + Bündchen) benötigt für einen Pulli ist sehr ansprechend, obwohl ich nun keine Anfängerin mehr bin. Immerhin spart man so unheimlich viel Zeit. Setzt man dann doch Ärmel an, ist das sehr einfach, da die Rundung sehr minimal an der Schulterkugel ist und man eigentlich nix falsch machen kann.

In der ersten Version hatte ich das Muster für die 62/68 abgezeichnet. Insgesamt enthält das Muster schon 0,5cm Nahtzugabe, also war das nicht weiter schwer und ich musste im Grunde nix dabei beachten, auch wenn meine Ovi 0,7cm Nähte produziert plus Verschnitt der Zugaben.

Allerdings fingen da die Probleme an, denn ich glaube in dieser Größe hat das Muster niemand Probe genäht, wenn ihr mich fragt, jedenfalls nicht ohne Zugabe hinzuzufügen. Ich habe also insgesamt ein bissel großzügiger geschnitten, dann genäht und hinterher gek***t, denn der Ärmel war katastrophal eng! Absoluter Konzeptionsfail im Muster.
Auf dem Foto seht ihr das Originalmuster und darunter meine nachträgliche Anpassung, die die Pullinutzung überhaupt möglich macht.

Kurzerhand schnitt ich die Ärmel einfach ab und ersetzte sie mit einem neuen Paar aus recycletem Papi-T-Shirt, wobei ich den Originalsaum gleich benutzte und damit einen Schritt einsparen konnte.
Sah dann ganz passabel aus bis ich im Bad das Pullilein ausversehen beim Putzen mit etwas verdünnter Chlorlösung betröppelte *seufz* Fällt ja zum Glück nicht so doll auf, aber ärgern tut es mich schon.

Den unteren Pullisaum habe ich übrigens erst nachträglich mit Bündchen versehen, da ich es erstmal mit einfachem Overlock-versäubertem Abschluss testen wollte. Allerdings rollt sich der zu stark nach oben und das Shirt rutscht hoch. Deshalb gabs noch ein schmales Bündchen für unten.

Meine Ovi-Skills sind übrigens jetzt sehr viel besser als noch zu Beginn (ich hab die W6 seit Weihnachten 2013). Meine Kragen sehen auch schon ganz professionell aus, finde ich, und der Gebrauch der Maschine macht Spaß. Trotzdem liebe ich das nachträgliche Absteppen mit der Haushaltsnähmaschine. Dazu dehne ich den Halsbund beim Absteppen ganz leicht und nehme nur einen einfachen Geradstich, weil der dreifache Geradstich bei meiner Maschine unsauber wirkt. Allgemein ist das Stichbild der 10 Jahre alten Privileg nicht mehr das klarste...

Die Leggings zum Shirt ist nach dem Schnittmuster von Go to Sew, einer Englischen Seite, die viele kostenlose Tutorials sammelt, aber auch kostenpflichtige Muster vertreibt. Das Schnittmuster bekommt man bei Registrierung gratis. Es umfasst 3 Größen (62/68, 68/74 und 74/80 würde ich sagen nach meiner "Übersetzung"), von denen ich die mittelste umgesetzt habe. Leider ist die super sitzende Hose schon nach 2 Wochen zu klein geworden - aber für den Praxistest hat's allemal gereicht. Die Leggings sitzt knackig und ist perfekt in der Länge. Mit der Ovi näht man sie ratzfatz und ohne Hirnknoten. Ich wünschte, mehr Schnittmuster wären so klasse für dünne Kinderlein geeignet wie dieses. Gerade Farbenmix, Ottobre und Co. haben gerne mal etwas lässiger fallende Schnitte, bei denen ich mir nicht immer sicher bin, welche Größe ich nähen soll will.

Der Stoff stammt übrigens von Emily's auf der Bürgerstraße bzw. von deren Stand auf einem der DaWanda-Kreativmärkte im Alten Schlachthof. Damals, als ich ihn kaufte, war ich ganz frisch schwanger mit Nummer 2 und da hieß es noch Diskretion und dass es ein Bub wird. Aber auch für Mädels finde ich die Fische und Streifen schön und der Kleinen stehen blau und grün sowieso toll.
Das Webband, dass ich so sinnfrei positioniert habe am Halstuch ist übrigens aus einem schwedischen Bastelladen.


Ärmel-Gau: Da passen die Ärmchen eines Babys niemals durch! Die Naht ist übrigens nicht schief an der Achsel, sondern lediglich ein wenig nach Innen geklappt, weil der Spaß mich zu sehr frustriert hat, um da etwas zu bügeln.

Hier das Gesamtensemble mit Leggings und Tuch.

Halstusch nach eigenem Schnittmuster (Impro *hüstelhüstel*)...

Profikragen ;-)
Das Bündchen welt sich leicht, weil es absichtlich etwas enger gehalten ist, um den Pulli unten zu halten.

Versauter Ärmel *grummel*

Montag, 26. März 2012

Kurzreview: Beautiful Creatures

Hier mal eine Kurzreview zu den Beautiful Creatures Büchern von Margaret Stohl und Kami Garcia. Ich würde gerne eine ausführlichere Bewertung abgeben, aber da es schon eine Weile her ist, dass ich die drei Bände, die es bisher gibt gelesen habe - vier sollen es werden - bleibe ich bei der verkürzten Variante.

Buch 1: Beautiful Creatures 3,5/5

Ethan Lawson Wate ist 16, spielt Basketball, ist weder beliebt noch unbeliebt an seiner Schule. Das einzige, was ihn aus der Masse an Schülern seines Alters heraushebt, ist der Fakt, dass seine Mutter vor einer Weile tödlich verunglückt ist und sein Vater sich seitdem aus dem Leben so sehr zurückgezogen hat, dass selbst Ethan ihn manchmal beinahe für einen Geist hält. Außerdem hat der Teenager seltsame Alpträume, in denen immer wieder ein Mädchen vorkommt und ein seltsames Lied, das mal auf seinem iPod zu sein scheint, mal nicht...
Als der "Junge mit der toten Mutter" nach den Sommerferien zurück in die Schule kommt, trifft er dort auf ein neues Mädchen, Lena Duchannes [Dü-kän-näin], die Nichte des örtlichen Einsiedlers Macon Ravenwood, den man seit gut 2 Jahrzehnten nicht mehr zu Gesicht bekommen hat in Gatlin, der Südstaatenkleinstadt, in der Ethan zu Hause ist.
Es kommt wie es kommen muss: Beide lernen sich kennen und finden heraus, dass ein seltsames Geheimnis sie verbindet, genauer gesagt ein Fluch, der das Mädchen dazu zwingt, sich an ihrem 16. Geburtstag zu entscheiden, ob sie sich auf die Seite der dunklen oder der hellen Caster, der übernatürlichen Wesen denen sie angehört, stellen will. Ihre Entscheidung könnte die Welt zerstören... *dong dong dong*

Fazit: 
Ethan ist ein toller, ziemlich gut gestalteter Protagonist und es macht Spaß aus seinem Blickwinkel auf das Geschehen zu blicken. Auch die Story ist relativ logisch, manchmal wünscht man sich aber doch die ein oder andere Erklärung gerade zu dem Fluch der Duchannes-Familie. Außerdem ist das Ende der ganzen Geschichte meiner Meinung nach zu vorhersehbar.

Buch 2: Beautiful Darkness 4/5

Nach Lenas 16. Geburtstag ändert sich alles, denn ihre Entscheidung steht noch immer aus.  Zunehmend entfremdet sich das Mädchen von Ethan und gibt sich immer öfter mit dem seltsamen John Breed ab. Sie pendelt zwischen Melancholie, vager Hoffnung und einem destruktiven Selbsthass, der aus ihren Schuldgefühlen gegenüber ihrem Onkel erwächst. Ethan leidet unter ihrer Launenhaftigkeit und findet kaum Zugang zu seiner Freundin, was ihn verständlicherweise ziemlich unglücklich macht. Er möchte Lena helfen, aber sie stößt ihn weg, lässt ihn einfach nicht an sich heran.
Erst als er sich mit der Britin Liv anfreundet, die quasi Praktikantin in der Caster-Bibliothek von Gatlin ist, gewinnt er wieder an Zuversicht und Lebenfreude. Das blonde, leicht verschrobene Mädchen ist das, was er gebraucht hat: eine echte Freundin, ein offenes Ohr. Gemeinsam mit ihr uns seinem besten Freund Link bricht Ethan auf, um Lena vor John Breed, ihrer Mutter und den Machenschaften den dunklen Caster und Incubi zu retten.

Fazit:
Das Buch macht wirklich jede Menge Spaß und ist das beste der Reihe. Liv und Link sind tolle Figuren, man muss sie einfach mögen - im Gegensatz zu Lena, die hier immer stärker zu nerven beginnt. Ihre Emo-Phase ist übertrieben, ihr Verhalten bipolar und stressig. Es wird mit fortschreitender Geschichte immer schwerer, sie wirklich zu mögen. Ich habe mich nicht selten dabei ertappt bei dem Gedanken: Ethan, nimm lieber Liv und steck Lena in die Klapse, damit sie ihren posttraumatischen Stress und ihre bipolare Borderline-Persönlichkeit endlich in den Griff kriegt!

Dream Dark
In dieser kurzen Episode wird das Schicksal von Link während seiner Tranformation ein wenig genauer beleuchtet, allerdings passiert so gut wie gar nichts, was man sich nicht auch so hätte zusammenreimen können. Vom zeitlichen Rahmen her, passiert Links Wandel genau zwischen Beautiful Darkness und Beautiful Chaos. Prinzipiell ist Dream Dark total überflüssig und wirklich nur für Hardcore-Fans zu empfehlen, die jeden Krümel dieser Serie absorbieren wie Atemluft...

Buch 3 Beautiful Chaos 2,5/3

Gatlin wird nach Lenas fataler Entscheidung von apokalyptischen Plagen heimgesucht: Unerträgliche Hitze und Heuschreckenschwärme überziehen die Gegend, die Ordnung und das Gefüge der Welt sind aus den Fugen geraten. Zwar nähern sich Lena und Ethan nun endlich wieder an, doch steht scheinbar noch immer unendlich viel zwischen den beiden. Vor allem die Veränderungen, die sich in dem Jungen vollziehen sind beunruhigend und Ethan scheint sich letztlich mehr und mehr selbst zu entgleiten. Diesmal ist es an ihm, Entscheidungen zu treffen. Doch kann er die Opfer bringen, die damit verbunden sind, die Welt wieder ins Lot zu bringen?

Fazit:
Also dieses Buch ist deutlich das schwächste der Reihe (bisher). Zwar gefällt mir die düstere Seite, die Ethan im Zuge seiner Veränderungen erlebt bishin zur Konfrontation mit seinem Schicksal, aber der Rest des Buches krankt daran, dass eine wirklich stringente Handlung  mit entsprechender Spannungskurve fehlt. Es passieren lose aneinander gereihte Ereignisse, die alle so nach dem Schema ablaufen: Ethan/Lena/Liv/Link gehen zu Ort X, dort passiert das und das, dann ist das wieder vorbei und man ist im Prinzip nicht schlauer als vorher. Außerdem nervt Lena noch immer und Livs Love Interest wirkt irgendwie gezwungen ("Damit die auch wen hat pairen wir die mal mit dem da!"). 
Das Ende des Buches wirkt deshalb nicht wirklich gelungen, weil ja statt 1000 offene Fragen zu klären einfach zig kurze Episoden passiert sind, die eher neue Rätsel aufgeben, als welche zu lösen. Ganz am Ende - ein fieser Cliffhanger nebenbei - wird lediglich eines klar, nämlich welches Opfer Ethan bringen muss, um das Weltgefüge zu kitten. Ersten ahnt man das, was zu tun ist, schon das ganze Buch über, wohl vor allem weil der damit verbundene Strang wenigstens halbwegs konsistent ist - allerdings prangere ich an, dass es ein Unding ist, dass Lenas Entscheidung im 2. Buch die Welt kaputt gemacht hat, nicht die aus dem 1. Band, weshalb es irgendwie unlogisch ist, dass Ethan und nicht sie als einzige Person etwas tun kann, um die Apokalypse zu stoppen und die Ordnung wieder herzustellen. Ich hoffe Buch 4 bügelt das aus und erklärt endlich mal ein bisschen was dazu, sonst wäre ich enttäuscht als Leser der Serie...

Samstag, 24. März 2012

YA

Nachdem jetzt ein kleiner Chat im Blog meiner Schwester zum Thema (e-)Bücher aufgekommen ist, dachte ich, ich schreibe mal etwas über meine derzeitigen Favoriten, zufälligerweise (fast) alles Young Adult (YA) Bestseller.
Schon lange lese ich mit Vorliebe Bücher aus diesem Bereich, auch wenn ich mittlerweile wohl das "young" bei mir streichen müsste, aber naja... Zurück zum Wesentlichen.
Bei YA handelt es sich meiner Meinung nach um eine Art Bücherklasse als ein wirkliches Genre, unter der zahlreiche Werke zusammengefasst werden können. Zielgruppe sind Menschen zwischen 14 und Anfang/Mitte 20, nicht selten weiblichen Geschlechts und daran angepasst sind die Protagonisten in der Regel in der selben Altergruppe.
Die Themen sind vielfältig und bedienen so ziemlich alle Genres, aber besonders beliebt sind bei YA - wenn man nach den aktuellen Bestsellerlisten geht - Fantasy, Mystery, Dystopie und ab und zu auch Science Fiction - beinahe immer gemixt mit Romantik und den typischen Jugendthemen (Suche nach dem eigenen Ich inklusive Entdeckung eigener Fähigkeiten und Begabungen, des eigenen Körpers etc., Konflikte mit den Eltern/Klassenkameraden/Personen einer anderen bestimmten Gruppe, Suche nach einem Platz in der Welt...).
Allerdings kann man nicht behaupten, die Bücher aus diesem weiten Feld würden nur von Jugendlichen gelesen, auch wenn die Autoren sich deutlich an einem Teenpublikum orientieren und sich an dieses richten (- Stil und Sprache sind angepasst, exzessives Fluchen, Sex und grafische Gewalt werden in der Regel entschärft dargestellt, Liebe und Romantik überhöht und auf die emotionale Entwicklung der Charaktere ein gesteigerter Wert und Fokus gelegt -) Tatsächlich befindet sich der Leserkreis meiner Meinung nach eher zwischen "young" und "adult", was wahrscheinlich mit der Themen- und Genrevielfalt die YA bietet zusammenhängt.
Lustigerweise lese ich selbst YA seit ich ungefähr 10 bin und das bis heute - also annähernd 18 Jahre. Und meine Freundinnen aus der Krabbelgruppe sind auch Fans derselben Bücher wie ich, was sich ganz gut trifft - die eine ist 33, die andere 25.
Aber nun mal Butter bei die Fische - Was macht denn eigentlich den Reiz von Büchern, die in diese Sparte eingeordnet werden genau aus? Warum kauft sich eine Frau um die 30 noch Bücher, in denen Jugendliche im Mittelpunkt stehen und deren Lebenswelt und Problemkreis angesprochen wird?
Das zu beantworten ist gar nicht so leicht, zumal oder eher vor allem weil YA wirklich extrem vielschichtig ist.
Bei mir war es so, dass ich schlichtweg kurz vor Beginn meiner Pubertät damit angefangen habe, Bücher zu lesen, für die ich damals eigentlich noch zu jung gewesen wäre. Auf den Leseempfehlungslisten standen damals Bücher über Kinder auf Ponyhöfen, über Tiere und Feen, Prinzessinnen etc. pp. - Mir viel zu langweilig. Stattdessen fing ich an aus Trotz oder aus allgemeiner Verweigerungshaltung den gängigen Kinderbüchern gegenüber bewusst Erwachsenenliteratur zu konsumieren, wobei mir davon vieles nicht gefiel - zu langatmig, zu steif, wenig Handlung, viel Politik, Philosophie und/oder Geschichte. Außerdem waren die Figuren meistens nicht genau das, womit man sich als (Noch-)Kind identifizieren kann... Irgendwann fiel mir dann ein Buch von Tamora Pierce in die Hände und damit war meine Liebe zur YA-Literatur geboren.
Das Buch war stimmig, spannend und verzichtete auf großartige Fachsimpeleien zum Thema High-Fantasy-Theorem 1 B nach Tolkien und Konsorten... (Nicht Gegen Tolkien, aber ihr wisst was ich meine... hoffe ich zumindest). Stattdessen gab es Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann in einem Kontext, der interessant ist und über den man mehr erfahren will.
Viele YA-Bücher sind so: Frisch, unkompliziert und sympatisch. Sie machen einem das Lesen leicht, sind unterhaltsam und bieten Stoff zum Mitfiebern, Mitlieben und -leiden... Stil und Erzähltempo sind nicht selten so, als schaute man einen spannenden Film oder eine Lieblingsserie im Fernsehen. Außerdem sind Sprache und Figuren, egal ob sie nun das Mädel von Nebenan oder ein schillernd gekleideter, bisexueller Warlock sind, lebensnah gestaltet, auf die Darstellung ihrer Entwicklung - geistig, körperlich und emotional - wird besonderer Wert gelegt.
Der Mix aus Neuem und Altbekanntem (Dauerbrennern wie Liebe, der Kampf zwischen Gut und Böse, der Konflikt mit der Gesellschaft etc.) zündet einfach - manchmal so gut, dass ein gewisser Hype nicht zu leugnen ist, was bestimmte Bücher und Autoren angeht... Twilight, kennt mittlerweile jeder, ist zum Beispiel solch ein YA-Buch, das sich wie eine Seuche in seiner Beliebtheit ausgebreitet hat.
Solche Bücher erwecken nicht selten besonders durch ihre mediale Präsenz Aufmerksamkeit und gewinnen so auch Leser anderer Interessengebiete für sich, weil sie einfach da sind und man sich wahrscheinlich als unvoreingenommener Literaturkonsument irgendwann zu fragen beginnt, was wohl dran ist an Bella und Edward oder an dem Zauberlehrling mit der Blitznarbe...
Ausgeklügelte Marketingstrategien zahlen sich gerade für YA aus, wie es scheint, guckt man sich die Bestsellerlisten an und die Trailer im Kino, denn kaum beginnt ein Buch eine größere Leserschar zu sammeln - zack - kauft Hollywood die Rechte, um sich auch ein Scheibchen vom Kuchen abzusäbeln. Immerhin lesen immer mehr junge Menschen, zahlungskräftige junge Menschen, die ganz gerne auch mal ins Filmtheater gehen und DVDs kaufen...

Fazit: 

YA ist reizvoll. Es ist eine vielschichtiges, genreübergreifendes Feld der Literatur mit dem Potential, Leser ab dem Teenageralter und (weit) darüber anzusprechen. Zum Beispiel durch Sprache, Stil, Themen, ein angenehmes Erzähltempo und vor allem aber die Gestaltung der Figuren, mit denen sich der Leser leicht identifizieren kann. Der Mix aus neuen, frischen und oftmals unkonventionellen Konzepten mit altbekannten und beliebten Ideen weckt das Interesse des Lesers und bietet Anreize weiterzulesen. Das Spektrum ist ernster und reifer als bei Kinderbüchern, aber meist weniger komplex als "Erwachsenenliteratur". Der Leser kann auf seinen eigenen Erfahrungs- und Wissensschatz zurückgreifen, da YA sich in der Regel daraus speist und/oder nötige Informationen (z.B. über Mythologie) selbst zur Verfügung stellt.
Außerdem werden die aktuellen YA-Bücher strategisch ausgeklügelt vermarktet und der Hype um einzelnen Werke von den verlagen gepusht. Kinofassungen von YA-Romanen tragen außerdem auch dazu bei, dass sich der ein oder andere Zuschauer dann doch das Buch kauft, aus Neugier oder schlichtweg um zu vergleichen, was Film und Vorlage unterscheidet...

Ja, was wollte ich eigentlich sagen.... hmmm, weiß auch nicht mehr so recht. Grundsätzlich ist der Eintrag ja eher einer geworden, der sich der Thematik widmet "Was ist YA und was macht dieses Feld der Literatur aus?", anstatt dass ich eigentlich meine Leseempfehlungen losgeworden bin, die ja da hinein gehören irgendwie, aber naja... Kommt Zeit kommt Blogeintrag dazu...

Also bis die Tage...

Freitag, 11. November 2011

Review: Beka Cooper - Book 3 - Mastiff von Tamora Pierce

Seit langem melde ich mich mal wieder zurück - diesmal mit einer Review zu einem Buch, auf das ich schon eine Weile gewartet hatte, bevor es nun endlich im Oktober erschienen ist: Mastiff von Tamora Pierce, das dritte und letzte Buch der Beka-Cooper-Trilogie.

Wer mich kennt, weiß, dass ich schon seit ich 10 oder 11 bin, unendlich gerne Bücher der amerikanischen Autorin lese, die im fantastischen Tortall spielen. Pierce' Zielgruppe sind zwar vor allem Mädchen im Teenageralter, aber auch ich als (nicht mehr ganz so) junge Erwachsene lese ihre Bücher immer und immer wieder gern. Irgendwie werden sie nie langweilig...

Seit 2006 erscheint nun Pierce' aktuelle Reihe, die zeitlich weit vor allen bisherigen in Tortall spielenden Romanen angesiedelt ist. Es geht um Rebakah Cooper, einer jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die sich quasi der damaligen "Polizei", den Provost's Guards, auch "Dogs"  genannt, anschließt und im heruntergekommensten Viertel der Hauptstadt Corus (und später auch in anderen Teilen des Reiches) Verbrechen aufklärt und Gauner dingfest macht.
Dabei helfen ihr nicht nur ihre Partner Goodwin und Tunstall, sondern auch ihre ungewöhnliche (magische) Gabe mit den Geistern der Toten zu sprechen, die auf dem Rücken von Tauben reiten, ihre übersinnliche Katze Pounce (auch ein alter Bekannter) und in Buch zwei und drei der Spürhund Achoo.
Außerdem ist sie die Urahnin eines anderen Charakters, die die Leser(innen) der Alanna- und Ally-Reihe nur zu gut kennen dürften: George Cooper. Sollte ich jemals eine Review zu einer dieser Reihen schreiben, erkläre ich für alle, denen der gute Mann fremd ist, genauer, um wen es sich bei ihm handelt, versprochen. Da das für die aktuelle Review aber nebensächlich ist, verzichte ich an dieser Stelle darauf...
Jedes der drei Bücher ist wie ein Tagebuch der jungen Gesetzeshüterin aufgemacht, wobei zum Teil auch Ausschnitte der Journale anderer Personen neben Beka in die Geschichten eingebunden sind.

Kurz zusammengefasst geht es in den ersten beiden Bänden um folgende Begebenheiten:

Band 1: Terrier 4/5
Beka ist 16 und neu bei den Dogs. Trotz ihrer Jugend und ihrer ausgeprägten Schüchternheit verbeißt sie sich gleich in zwei Fälle, die ineinander verwoben sind:
Zum einen ermittelt das Mädchen gegen jemanden, der sich selbst "Shadow Snake" nennt und  immer wieder Kinder von Bewohnern der Unterstadt entführt, um an deren wertvollste Besitztümer im Austausch gegen die Kleinen zu gelangen. Zahlen die Eltern nicht, tötet sie der mysteriöse Entführer. Auch das Kind einer von Bekas Freundinnen wird Opfer der geheimnisvollen Schlange, deren Existenz Leute aus anderen Stadtteilen schlichtweg für ein Ammenmärchen zum Erschrecken unartiger Bälger halten... Beka sieht das aber ganz anders...
Außerdem investigiert sie das Verschwinden zahlreicher Arbeiter, die für gutes Geld zum Graben angeheuert wurden und dann plötzlich wie von Erdboden verschluckt sind.

Band 2: Bloodhound 4,5/5
Beka ermittelt ein paar Jahre nach den Ereignissen in Terrier in der Hafenstadt Hafenstadt Port Caynn gegen einen Münzfälscherring. Als Goodwin Cooper und ihre neue Freundin, die Spürhündin Achoo, zurücklässt, um dem Anführer der Dogs in Corus Bericht zu erstatten, gerät Beka in den Fokus ihre Feinde und wird plötzlich zu Gejagten. Trotz der Gefahr, in der sie schwebt, gibt sie nicht auf und begibt sich selbst auf die Jagd nach den schuldigen.

Kommen wir nun zu Band 3: Mastiff

Story:

Beka ist mittlerweile Anfang 20 und im 4. Jahr als Dog tätig. Als Achoos Hundeführerin hat sie sich inzwischen einen herausragenden Ruf erworben, was die Jagd nach Verbrechern oder vermissten Personen angeht. Ebendiese Fähigkeiten soll sie nun einsetzen als etwas unfassbares geschieht:
Der Thronfolger Tortalls wird aus dem Sommerpalast der Königsfamilie entführt. Zusammen mit ihrem Partner Tunstall, dessen Gefährtin, der Ritterin Lady Sabine of Macayhill, dem seltsamen Magier Farmer Cape, Katze Pounce und Spürhund Achoo nimmt Beka die Fährte der skrupellosen Kidnapper auf.
Die Verschwörung, in die sie zusammen mit ihren Freunden hineinschlittert, scheint jedoch von größerem Ausmaß zu sein, als Beka je angenommen hätte...

Wertung:

Nachdem die ersten beiden Bände mir wirklich gut gefallen haben, war ich natürlich erwartungsvoll, was den letzten Band angeht. Da die Tagebuchform und die stilistische Umsetzung der ersten beiden Bücher zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber äußerst interessant und erfrischend anmuteten und die Geschichte rund um Beka mal nicht im höfisch-adeligen Milieu angesiedelt ist und insgesamt auch härter zur Sache geht als die anderen Tortall-Romane, hatte ich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich Mastiff.

Und leider, leider muss ich sagen: Sie wurde bitter enttäuscht!
Das neue Buch ist mit Abstand - und zwar mit großem Abstand - das schlechteste der drei Beka-Reihe. Und irgendwie ist es auch eines der schlechtesten Werke Tamora Pierce', die ich bisher gelesen habe, soweit ich das einschätzen kann.

Wo soll man das mit der Kritik anfangen, wo aufhören?

Sagen wir es mal so:

Es gibt Bücher, da sitze ich solange davor, bis ich sie verschlungen habe - schnellst möglich, am besten ohne Pausen, eben Pageturner, deren Inhalt und/oder kunstvolle Gestaltung mich einfach fesseln.

Dann gibt es Bücher, wo ich echt das tiefgehende Bedürfnis entwickle, das Buch einfach selber nochmal zu schreiben, während ich beim Lesen vergeblich hoffe, dass sich alles noch zum Guten wendet. ich weiß dann einfach, die Geschichte hätte so und so sein müssen, damit alles passt, nicht so, wie sie ist. Ich habe da echt ein Jucken in den Fingern, da gewisse Dinge zu ändern, das ist ganz ganz schlimm...

Und Mastiff gehört leider nicht zur ersten Gruppe, um ehrlich zu sein. Und das wurmt mich.
Wie kann man seine Charaktere so extrem verraten? Warum handelt da keiner in character außer Pounce und Achoo? Warum ist die Story so sprunghaft, ziel- und planlos? Warum werden die Feinde nicht vernünftig und stringent eingeführt und charakterisiert? Warum?

Ich könnte weiter fragen, aber ich lasse es lieber. Vielleicht verbessert sich meine Meinung von Mastiff ja irgendwann, wenn ich das annähernd 600 Seiten lange Buch nochmal lese. Bis dahin empfehle ich Band 1 und 2 oder die beiden Bücher der Ally- bzw. Trickster-Reihe ;-)



Fazit:

Story: 2,5/5 (leider etwas lahm, obwohl da sehr viel mehr drin gewesen wäre)
Logik: 2,5/5 (nicht stringent genug, manchmal fehlt einfach Dynamik und Glaubwürdigkeit)
Charaktere:1,5/5 (Pounce und Achoo verhalten sich "normal", Beka zumindest stellenweise auch...)
Dialoge: 3/5 (Die Dialoge sind eigentlich super, aber hier ist weniger die Qualität als die Quantität meiner Meinung nach das Problem, schließlich soll das Buch ein Tagebuch sein...)
Emotionen: 2/5 (oftmals überzogen, unrealistisch oder chaotisch - leider springt da Beka zu oft zwischen den Extremen hin und her...)
Spannung: 2/5 (stellenweise durchaus spannend, aber das Potential der Story wurde nicht genutzt und einen durchgängigen, glaubhaften Spannungsbogen zu erzeugen.)
Sprache und Stil: 2/5 (kreativer Einsatz von Umgangssprache und Slang, aber die Erzählung wirkt einfach nicht wie ein Tagebuch- oder Journaleintrag)

GESAMT: 2/5

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Eisschollenplätzchen

So, heute mal wieder ein Bericht über Fressalien aus der heimischen Versuchsküche - erneut nach einem Rezept, welches sich eine der namhafteren Zeitschriften zum Thema Kochen und Backen erdacht hat, gebacken, nämlich "essen & trinken - Für jeden Tag" (Ausgabe 12/2010).
Dort gibt es eine etwas weniger filigrane Variation der klassischen Zimtsterne, welche mich sofort interessierte. Denn zum einen ist Zimtsterne backen echt ein Riesenaufwand, zum anderen enthält das Ganze nur 4 Hauptzutaten und kommt ganz ohne Butter aus, was bei Kleingebäck äußerst selten mal vorkommt.
Also habe ich mich heute mal rangewagt und monstermäßig viel Eischnee mit noch mehr Puderzucker verschlagen, wobei mein neues, bisher ungenutztes IKEA-Puderzuckersieb meinte, sich desintegrieren zu müssen und nun in die ewigen Küchengründe eingegangen ist, nachdem ich diverse Kleinteile aus dem Zucker fischen durfte. Schwache Leistung von dem Ding!
Egal, jedenfalls habe ich dann ca. ein Drittel der Masse mit gemahlenen Nüssen vermengt, das kam dann auf ein Backblech (statt wie im Rezept angegeben auf zwei) und darauf kam dann der Rest Flüssigbaiser.
Dann ging's in den nicht-umluftenden Ofen, denn Umluft wär' wohl ungeeigenet, das sagt jedenfalls das Heft. Eine halbe Stunde abwarten hieß es, dann musste das Gebäcklein liebevoll mit Alufolie zugedeckt werden, damit die Ei-Zucker-Verkleidung nicht schwarz wird. Das war ganz schön tricky, vor allem weil die "gute" Rolle alle war und ich die "böse" verwurschtelte Rolle erstmal aufpiepeln musste. Dann ist das silberne Papierchen auch noch angepappt, aber zum Glück nur an einer Stelle...
Nach dem Abkühlen habe ich das ganze geschnitten und ganz spontan beschlossen, das Gebäck umzutaufen, denn "Zimtstangen" klingt doch irgendwie nicht so spannend.
Da die Teilchen eher splitterndem Polareis ähneln, weil die Baiserschicht so lustig bröselt, heißen die Dinger jetzt "Eisschollenplätzchen". So.
Schmecken tun sie allerdings genau wie Zimtsterne... sehen nur anders aus, aber hey, die Zubereitung war echt einfach und das Rezept vollkommen nachvollziehbar. Bis auf die Angabe mit den Backblechen würd' ich die Plätzl nicht anders backen und da man echt wenig braucht, um sie zu machen, finde ich sie echt klasse. Eine Angabe zur Haltbarkeit hätte ich mir noch gewünscht, aber naja, wie ich meine Tester kenne, leben die Eisschollen eh nicht lange ;)


FAZIT:
+ Anfänger können das Gebäck ohne große Vorkenntnisse umsetzen - dank einfachem, durchdachtem Rezept.
+ Die Kosten für die Plätzl sind vergleichsweise gering.
+ Man kann die Schollen auch machen, wenn man mal wieder keine Butter im Haus hat oder Butter nicht mag oder wenn einem Zimtsterne zu schwierig sind.

- Die Plätzl sind nach dem Backen selbst nach dem Abkühlen noch recht weich, was den Teig angeht, ich empfehle deshalb sie noch etwas länger an der Luft stehen und trocknen zu lassen.
- Das Baiser krümelt ganz arg, also kann man die kleinen Stücke vermutlich schlecht transportieren, ohne dass der Belag abfällt - Für kürzere Strecken vom Teller zum Mund geht's aber ganz prima mit dem Transport ;).
- Das Rezept enthält keine Angaben zu Lagerung und Haltbarkeit. Außerdem reicht ein einziges Backblech vollkommen aus - anders als im heft empfohlen.

Montag, 29. November 2010

Katzen- ääähhh Drachenzähmen leicht gemacht

Wieder mal gibt's heute eine kleine Review von meiner Wenigkeit und zwar für einen Film, der einen wirklich begeistern kann: Drachenzähmen leicht gemacht.

Der 3D-Streifen erschien in Deutschland Ende März 2010 und konkurrierte damit direkt mit zwei anderen, großen dreidimensionalen Werken, nämlich mit dem Remake von Kampf der Titanen und Tim Burton's Alice im Wunderland - die beide nachträglich mit den räumlichen Effekten ausgestattet (naja "übergebügelt" träfe es wohl besser) wurden. Trotzdem spielte der Film immerhin 15 Millionen US-Dollar hierzulande ein, was so um die 11,5 Millionen Euro sein dürften. In den USA, wo der Film mangels entsprechend augestatteter Säle meist in 2D lief, wurden etwas unter 216 Millionen Dollar erzielt, womit das Werk der erfolgreichste Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks nach Shrek sein dürfte - zumindest innerhalb der Staaten.
Drachenzähmen leicht gemacht erhielt in Deutschland ausnehmend gute Kritiken, was man von den direkten Konkurrenten nicht gerade bzw. nur eingeschränkt sagen kann, denen allerdings durch den größeren Hype sowie die breitere Zielgruppe mehr Interesse und Aufmerksamkeit geschenkt wurden - auf den ersten Blick scheint ja das Dreamworks-Movie nur was für Kinder zu sein...

Nun aber genug der Hintergrundinformationen, kommen wir mal zum Film selbst:

Die Handlung:

2003 erschien Cressida Cowells Kinderbuch "How To Train Your Dragon", welches im Wesentlichen die Handlung des Films vorgibt, gleichzeitig aber vor allem in verschiedenen Einzelheiten vom daraus ersponnenen cineatischen Werk abweicht.

Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! 

Es geht um den Hänfling Hicks, der, ganz anders als sein Vater, Häuptling Haudrauf der Stoische, kein heldenhafter Drachtöter ist, sondern von allem in seinem Dorf für sein tollpatischges, Choas verbreitendes Wesen von allen nur Lacher erntet. Man hält ihn, gelinde gesagt, für einen Versager, ein verrücktes, feiges Würstchen und eine Schande für alle Wikinger, deren einziges Begehren es ist, sich endlich der Drachenplage zu entledigen, welche ständig das Vieh raubt und alle Häuser bis auf die Grundmauern abfackelt.
Das Hicks also nicht gerade das Nonplusultra seiner Gemeinde ist und auch keinerlei Freunde hat, kann man sich ja zwangsläufig denken, also beschließt der findige Schwächling, es allen zu beweisen: Er baut eine Maschine, mit der er den gefährlichsten aller Drachen, den Nachtschatten, den noch nie jemand mit eigenen Augen zu Gesicht bekommen hat, bezwingen will. Prompt taucht dieser bei einem der allnächtlichen Drachenangriffe auf und Hicks zögert nicht lange, er schießt und trifft. Natürlich will ihm niemand glauben, dass er tatsächlich eines der feuerspeihenden Monster erlegt hat und wieder scheint sein Traum von Anerkennung den Bach runterzugehen. Besonders sein Vater ist enttäuscht und glaubt ihm kein einziges Wort.
Traurig beschließt Hicks, der mittlerweile selbst schon nicht mehr an seinen Erfolg glaubt, doch nach dem Drachen zu suchen. Als er schließlich das angrenzende Tal durchkämmt, wird er tatsächlich fündig. Doch statt das verwundete, gefesselte Lebewesen zu töten, hat er Mitleid und schneidet den Drachen los. Der macht sich prompt von dannen und mit ihm Hicks Chancen auf den erhofften Ruhm...
Gleichzeitig beschließt Hicks' Vater einen letzten Versuch zu wagen, das Nest der fliegenden Biester aufzuspüren und auszuräuchern. Bevor die Männer auf ihre ungewisse Reise gehen, wird noch ein anderer Beschluss gefällt: Der Häuptlingssohn soll endlich ins Drachtraining gehen und obwohl Hick vergeblich versucht, allen klar zu machen, dass er keine Drachen töten kann, muss er wohl oder übel in der Arena antreten und sich den, zu Lernzwecken gefangenen, Monstern stellen.
Natürlich versagt er anfangs dabei auf ganzer Linie, was seinem Selvstvertrauen einen erneuten Hieb versetzt. Er ist überzeugt, einfach nicht das Zeug zum Helden zu haben und so streift er, von seiner Neugier getrieben, wieder durch das Tal, in das der Nachtschatten seinetwegen gestürzt war. Dabei entdeckt er, dass das schwarze Reptil dort gefangen ist, weil ein Teil seines Schwanzes zerstört wurde und es so nicht mehr fliegen kann.
Zunächst beobachtet der Junge den Drachen aus sicherer Entfernung, doch bald schon nimmt er Kontakt auf mit dem schwarzen Wesen und muss feststellen, das alles, was die Wikinger über Drachen zu glauben wissen vollkommen falsch ist. Bald schon wächst eine innige Freundschaft zwischen Hicks und Ohnezahn, wie er den Drachen nennt, weil dieser sein Gebiss quasi auch einziehen kann. Der Wikinger baut sogar eine Schwanzprothese und lernt auf dem Nachtschatten zu reiten. Außerdem erfährt er, wie er mit den schuppigen Lebewesen umgehen kann und erringt so in der Trainingsarena ganz gewaltlos Sieg um Sieg.
Während das Dorf anfängt ihn zu bewundern, wird Astrid, eine seiner Kollginnen im Drachenunterricht, zunehmend eifersüchtiger. Sie verfolgt den Jungen eines nachts und stellt fest, woher sein plötzliches Wissen über den Erbfeind stammt. Doch mit Hilfe von Ohnezahn kann er während eines atemberaubenden Fluges zum Drachenhort das Mädchen überzeugen, dass Drachen anders sind, als alle bisher glaubten.
Am nächsten Tag beschließt die Dorfälteste, das Hicks die Ehre haben soll, als Abschlussprüfung einen Drachen vor aller Augen zu töten. Doch als dieser allen offenbahren will, was er schon seiner Freundin erklären konnte, entspinnt sich eine Katastrophe.

Zur Wertung:

Drachzähmen leicht gemacht ist ein wunderbarer Film nicht nur für Kinder. Dieser Film lohnt sich (auch in 2D) wirklich, denn selten bilden Handlung, Charaktere, Stil und Effekte ein so harmonisches Ganzes wie bei diesem Streifen. Die Message stimmt und hinterlässt ein Gefühl von Zufriedenheit. Wieder kann ich nur betonen, wie selten sowas wie eine schlüssige Botschaft heute bei Kinderfilmen geworden ist und wie gut es einem tut, wenn man dann ein Werk ausfindig macht, das in diesem Bereich kaum Wünsche offen lässt.
Ich kann nur jedem diesen witzigen, kreativen und einfach schönen Film ans Herz legen - egal ob Kind oder Erwachsener. Drachzähmen leicht gemacht ist es wirklich wert, angeschaut zu werden.
Und besonders wer Katzen kennt und liebt, wird in den Drachen die ein oder andere Samtpfoteneigentschaft wiederfinden ;)

Spannung: 4/5
Story: 4/5 (die Handlung ist zwar zum Teil recht vorhersehbar, lässt aber noch genug offen, so dass man sich nie langweilt)
Charaktere: 5/5 (alle überzeugen, sind niedlich, lustig und sympathisch...)
Logik: 5/5
Stil: 5/5 (Concept Art und Charkterdesign überzeugen)
Dialoge: 4,5/5 (Wer kennt diese Kommunikationsprobleme zwischen Eltern und Kind nicht?)
Musik: 3,5/5 (eher dezent eingesetzt, nicht wirklich ein herausragendes Element, aber angemessen)
Emotionen: 5/5 (ja, ich musste wieder vor Rührung heulen...)

GESAMT: 4,5/5

Freitag, 19. November 2010

Kurzreview: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I

Gestern haben wir uns Harry Potter 7, Teil 1 angeguckt. Da ich aber zu müde und zu faul bin eine ellenlange Review zu schreiben und vielen Leuten der Inhalt eh hinreichend bekannt sein dürfte, hier eine Kurzreview:


Der Film ist, wie alle Harry-Potter-Movies, äußerst gut ausgestattet: Er wartet mit einem riesigen, promineten Cast, fulminanten Effekten und Settings auf, erzeugt Stimmung durch eine düstere Atmosphäre (dank der schon in den Vorgängern genutzen Farbreduktion und einem gesteigerten Maß an expliziter Brutalität (naja, man sieht im Grunde trotzdem nix, was wirklich verstört, sondern kann sich eher über gut gemachte Anspielungen freuen)), aber vor allem besitzt er natürlich eine brilliante Vorlage der Kultautorin Joanne K. Rowling. An diese hält sich der Streifen auch weitgehend, auch wenn einzelne Elemente leicht zeitlich verschoben und/ oder deutlich vereinfacht und reduziert dargestwellt werden. 
Zu dumm, dass gerade darunter der Spannungsfluss hier und da doch leidet, denn eine konsistente Kurve, die auf einen Höhepunkt zusteuert, gibt es leider nicht. Es sind eher einzelne Spannungsspitzen, die den Zuschauer bei Laune halten und schonmal Lust auf Teil 2 machen (sollen).
Insgesamt finde ich die Entscheidung, den Inhalt aufzuteilen irgendwo nachvollziehbar, jetzt nicht nur aus ökonomischer Sicht von Warner Bros., sondern auch was einfach die Komplexität der Gesamthandlung angeht. Man kann eben ein langes, vielschichtiges Werk nicht ohne Weiteres und vor allem nicht 1:1 in einem Film umwandeln. Trotzdem hätte es der Story des Films wirklich nicht geschadet, den Hauptcharakteren etwas mehr Wissen zuzugestehen so wie es im Buch auch eigentlich der Fall ist. Auf viele Dinge kommen die drei einfach nicht oder erst später, wodurch ihre Einfälle manchmal wie Lückenfüller erscheinen. Das ist jetzt aber grundsätzlich kein dramtischer Kritikpunkt, denn trotzdem wirkt der Film logisch und der Cut am Ende gut gesetzt, so dass der zweite Teil einen guten Ansatzpunkt bekommt.


Alles in allem bekommt Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1) von mir 3,5 von 5 Punkten, denn der Film ist wirklich gut gemacht und auch (oder vor allem?) für Leute, die das Buch nicht gelesen haben, durchaus sehenswert.

Freitag, 5. November 2010

Nachtrag: Lebkuchen... des Grauens

Hier mal ein Nachtrag zu den mittlerweile fertigen Birnen-Lebkuchen:

Man, die Dinger machen einen echt fertig. Nach Stunden der Ruhe und des Friedens, die der Teig bekommen hatte, war die Masse zäh und klebrig (vor allem wegen des Marzipans, schätze ich) und ließ sich nicht wie angegeben auf den Oplaten "verstreichen", sondern musste mit Gewalt draufgeknetet werden.
Außerdem musste ich 5 statt 2 Oplaten nehmen, weil es einfach zuviel Teig war. Da liegt der Schluss nahe, dass da irgendwer bei der Freundin nicht rechnen kann oder in der Versuchsküche soviel genascht wird, dass das dann wieder hinhaut.
Jedenfalls habe ich statt der 40 Lebkuchen jetzt 60! War aber auch nicht anders zu erwarten, wenn man eine Masse baut, die rein gewichtsmäßig das Dreifache vom Grundteig wiegen dürfte... Hm, das erklärt dann auch, warum ich soviel Zeit für die Fertigstellung dieser Gebäckstückchen gebraucht habe... und so irre viel Zuckerguss, den ich übrigens mit Wasser und nicht mit Birnensaft angerührt habe. Man schmeckt das doch eh kaum - warum also den schönen Saft verbasteln statt ihn zu trinken? Und billiger ist es so auch, jawoll.
Naja, nun zum Schluss des Nachtrages noch der Bildbeweis, dass ich mir das nicht alles zusammengesponnen habe mit den Lebkuchen des Grauens, die ich nichtmal essen darf, wie ich schmerzlich erfahren musste, denn Weihnachtsgewürze können Wehen hervorrufen laut Hebamme und dafür wäre es noch etwas zu früh! (Ich futter' die dann halt Anfang Dezember...)


Donnerstag, 4. November 2010

Backen mit der Freundin

Schwangere Frauen entwicklen ja bekanntlich den sogenannten Nestbautrieb. Da das "Nest" schon weitgehend fertig ist - Bettchen steht, Wickelkommode auch, Erstlingsgarderobe ist auch fast komplett, Kinderwagen ist bestellt... - wandelt sich das bei mir zum Backtrieb um.
Da meine ganzen Koch- und Backhefte aber alle noch verstaut sind, habe ich mir kurzerhand eine Freundin gekauft, also die Zeitschrift namens Freundin natürlich ;) Die kaufe ich mir nicht gerade oft, weil mich Frauenmagazine allgemein eher weniger tangieren von den Inhalten her, aber wenn es gutes Extraheft dabei ist, kann man die 2 Euro irgendwas schonmal investieren. Die letzte Freundin habe ich mir auch nur wegen des Specials zum Thema Marmelade und Einwecken geholt...

Nun zum Plätzchen-Special:

Das Heft ist wirklich eine Augenweide! Die Fotos sind wunderschön und man weiß sofort: "So werden die bei mir niemals aussehen, bin ja kein Foodstylist..." Aber hey, das müssen die Makronen, Lebkuchen und Co. ja für den Hausgebrauch auch eigentlich nicht, oder?
Vielmehr geht's doch um den guten Geschmack und den Spaß am Backen, was das Werkeln am heimischen Herd angeht. Die schönen Fotos können dazu durchaus eine gelungene Anregung sein und inspirieren den Hobbybäcker vielleicht bei der Gestaltung der eigenen Plätzl. Zumindest machen sie Lust auf's Ausprobieren! Es gibt auch langweiligere Backzeitschriften, wo Präsentation und Rezept nicht gerade suggerieren: "Hey, Back mich, ich schmecke bestimmt so gut wie ich aussehe!"
Das Heftchen ist übersichtlich aufgebaut: Erst kommt ein Grundrezept - das umfasst hierbei Anleitungen für Makronen-, Mürb-, Lebkuchen und Spritzgebäckteig - dann kommen spezielle Abwandlungen mit denen man aus dem Grundteig  zahlreiche andere Plätzchen zaubern kann: Makronenteig  >>>  Dattelmakronen, Walnusstangen, Amarettini...
Anschließend gibt es noch eine Nostalgiesparte, die Klassiker aus Deutschland und der Welt enthält.
Zwischendurch gibt es noch eine Doppelseite mit nützlichem Wissen und Tipps zum Backen allgemein und eine Einzelseite mit schicken Backutensilien der Saison, welche ich als einzige doch als verzichtbar ansehe, aber naja, bissel "Werbung" ist nicht schlimm. Wäre unangenehmer, wenn's wie bei fast allen Koch- und Backzeitschriften jede vierte bis fünfte Seite beträfe. Hier steht zwar da und dort auchmal der Verweis auf eine bestimmte Küchenmaschine oder im Rezept steht halt ein Markenhersteller, aber aufdringlich ist was anderes. Man kann sowas doch gut ausblenden und sich auf's Backen konezntrieren.
Ganz schön finde ich bei allen Abschnitten, dass Rezept und Bild nie getrennt sind. Zwar muss man zwei Seiten bemühen, wenn man nicht nur einen Grundteig herstellen will, aber da das Rezept unmittelbar am Anfang jeder Sparte zu finden ist und eh zuerst hergestellt wird, bevor man zu den Variationen kommen kann, stört das kaum. Außerdem kann man auch einfach mehr Grundmasse machen und dann fröhlich rumprobieren, wie unterscheidlich doch die Ergebnisse daraus ausfallen können, indem man andere Zutaten nutzt.
Zu den Rezepten allgemein lässt sich sagen, dass auch sie sehr übersichtlich gestaltet wurden: Oben Zutaten - mittig Zubereitung - unten Angaben zu Kalorien, Back- und Zubereitungszeit. Wichtige Angaben zum Beispiel zur Größe des zu verwendenden Bleches, zur Backofenschiene sowie alternative Temperaturangaben für Gas- oder Umluftherde fehlen zu meinem Bedauern leider fast gänzlich - ein wirkliches Manko des Heftes, wie ich finde!
Ein weiterer Minuspunkt findet sich bei den Spezialvariationen der einzelen Grundteige wieder: Man braucht nicht selten extrem teure oder sehr, sehr ausgefallene Zutaten dafür, was dazu führt, dass das Backen schnell eine teure Angelegenheit werden kann oder man einfach die Lust verliert, ein bestimmtes Gebäck herzustellen, weil man die Zutaten einfach nicht bekommt. Manchmal wird auch konkret auf bestimmte Marken oder Hersteller verwiesen ohne Alternativen zu nennen. Muss es denn unbedingt Lübecker Marzipan oder der Tropen-Trockenfrüchte-Mix von der teuersten Firma am Markt sein? Könnte man nicht einfach auf Marzipanrohmasse verweisen oder schreiben, was drin ist beim Spezialdörrobst, damit man auf billigere Produkte ausweichen kann? Warum braucht man unbedingt Reismehl für Cranberry-Shortbread? (Hätte man hingeschrieben, warum, erschiene der Kauf einer ganzen Tüte, für die man sich extra zum Asialaden bemühen muss, auch wenn man nur 50g braucht, vielleicht nicht ganz so sinnlos...) Warum steht da nur "weiße Trinkschokolade - instant", wenn hier ausnahmsweise mal 'ne Firmenangabe oder Bezugsadresse sinnvoll gewesen wäre? Und warum bekommt man (fast) nirgends getrocknete Birnen? Warum wird da nicht heingeschrieben: "Gibt's im Reformhaus" oder: "Alternativ nehmen Sie getrockenete Äpfel."?
- Solche Probleme beim Backen frusten echt. Da will man fast bei den Grundteigen bleiben oder gar nicht erst loslegen.
Auch Teige, auf die man echt lange warten muss, sind echte Showstopper. Zum Teil soll man für einzelne Plätzchen 6 bis 12 Stunden Zeit extra einplanen - warum steht aber nicht wirklich da. Ein kurzer Hinweis dazu wäre nett gewesen. Dann weiß man, dass der Teig eben "durchziehen" muss wegen bestimmter Gewürze oder "trocknen" wegen der Konsistenz usw. Aber naja... man muss ja nicht daneben sitzen und die ganze Zeit die Schüssel anstarren, von daher...

Nun zur Backerfahrung mit dem Heft:

Bisher habe ich erst ein Rezept gebacken, das Schoko-Nuss-Gebäck, das im Heft als Klassiker bezeichnet wird. Naja, so richtig "klassisch" finde ich die Plätzchen, die eher an Brownies erinnern eigentlich nicht. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Gebäcksorten, ist es wirklich auf die Verwendung von Standardzutaten ausgelegt. Man braucht keine fancy Extras wie Reismehl oder Blattgold und muss auch nicht viel Zeit einplanen, weil die Zubereitung wirklich schnell geht. Nur Schoki reiben macht keinen Spaß und ich habe auch keine Küchenmaschine, die mir das abnimmt leider. Aber naja, man verkraftet es, seinen Arm mal bissel zu trainieren, auch wenn's auf Dauer etwas anstrengend ist. Oder man kauft halt Schokoraspeln... das nächste Mal.
Jedenfalls ist das Gebäck sehr lecker geworden und hat auch schon viele Testesser überzeugt, so dass ich es mal wieder backen werde, villeicht mal mit weißer Schokolade und ohne Zimt. Mal gucken...
Momentan werkel ich noch an den Birnenlebkuchen, die ich dann aber erst in zwei, drei Wochen essen darf, weil Weihnachtsgewürze wohl Wehen hervorrufen können :( Naja, der Teig ist fertig und ich habe nur schlappe 2,5 Stunden dafür gebraucht, weil ich keinen "Blitzhacker" besitze, wie schon erwähnt, und alles von Hand hacken durfte. Gemahlenen Walnüsse gibt es nicht zu kaufen und getrocknete Birnen, die ich nach drei Tagen Suche in diversen Dresdner Läden für luxuriöse 3,30 Euro im Reformhaus gefunden habe, haben z. T. die Konsistenz von Schuhsohle und lassen sich dementsprechend blöd zerkleinern. Kandierte Früchte und Sultaninen kleben wie Hexe am Messer. Und Marzipan lässt sich nicht wirklich reiben, weils's warm wird und haften bleibt an allem, was es berührt. Hab sogar ne Blase am Finger vom Tüdeln :(
Naja, nach 2,5 Stunden hatte ich alles gemischt, dann musste der Teig "trocknen" bzw. "ruhen" - für 6 Stunden... Da hat es mir nichtmal was gebracht, dass ich halb 9 frühs geschniegelt und gespornt in der Küche stand, weil ich ja dann nach Zubereitungs- und Wartezeit woanders sein musste... naja, der Teig schläft halt bei mir bissel länger. Er steht im Kühlschrank, sind ja Eier dran, und wartet gebacken zu werden. Dazu hatte ich aber noch keine Lust, ich geb's zu. Wird wohl nicht mein Lieblingsrezept werden, es sei denn die Lebkuchen schmecken am Ende göttlich, dann überleg' ich's mir vielleicht nochmal. Oder auch nicht. Nein, eher nicht...

FAZIT:

Schönes Heft mit leichten Mängeln. Für Backanfänger eigenen sich die Grundteigrezepte allemal - für die Variationen sollte man jedoch etwas Können, Einfallsreichtum und ein paar Euro extra mitbringen. Und einen Blitzhacker besitzen...

Samstag, 9. Oktober 2010

Fullmetal Alchemist (Brotherhood) oder Warum ich den verd****en Manga immer noch nicht gelesen habe...

Einige meiner Freunde werden wissen, dass ich wahnsinniger Fullmetal Alchemist Fan bin - bezogen auf die erste Animeserie, die ab 2003 produziert wurde. Diese orientiert sich - im Gegensatz zur Neuauflage des Animes Fullmetal Alchemist Brotherhood - nur grob an der Vorlage, dem Manga von Hiromu Arakawa, und verfolgt weitgehend eine eigene Storyline.
Über die neue Serie habe ich ja schon 2009 berichtet, falls sich der ein oder andere erinnern mag. Damals kam FMA Brotherhood nicht gerade gut weg in meiner Kritik, vor allem weil ich ein Remake nach so kurzer Zeit (nach nur knapp 6 Jahren!) einfach nicht verstehen konnte - zumal die erste TV-Serie zu recht zu den meist geliebtesten Animes der letzten Jahre weltweit zählt.
Außerdem hat zu meiner zugegebenermaßen einseitigen Bewertung auch der Fakt beigetragen, dass ich eben nur Fan des Animes bin, nicht aber des Mangas, den ich zugegebenermaßen immer noch nicht gelesen habe. Ich gestehe! Nunja... ich versuche das mal zu erklären:
Ich mag Mangas sehr, vor allem, wenn Stil und Story stimmen und die Verfügbarkeit der Bände auch gegeben ist. Zu dumm, dass ich zum ersten Mal mit FMA (Anime) in Berührung kam, als letzteres leider in Deutschland noch nicht der Fall war (weder in gedruckter noch in übersetzter digitaler Form).
Ich war damals, genauer gesagt 2004, auf der Connichi und schaute mir, obwohl ich das sonst nie mache, in einem der Videosäle ein paar Folgen der Serie an und war hin und weg.
Normalerweise kaufe ich mir bei Gefallen des Animes auch gerne mal die passende Vorlage, wenn oben genannte Kriterien stimmen. Da man sich ja über Zeichenstile durchaus streiten kann, beschränke ich mich hier mal auf den letzten Punkt, die Verfügbarkeit:
Den Manga gab es in Deutschland ab September 2006 zu kaufen (da hatte ich schon alle Folgen vom Anime gesehen btw...). Und zwar im Monatsturnus, was ich irgendwie als rezeptionsbehindernd empfinde, weil sich ja so ein Büchlein dank der Bilder in kürzester Zeit lesen lässt und man wissen will, wie's weitergeht. Außerdem kostet(e) ein Band des Mangas rund 8 Euro, womit er deutlich teurer ist als der Durchschnittsmanga in Deutschland zu dieser Zeit (ca. 5 Euro).
Erschwerend kommt noch hinzu, dass Arakawa ihre Reihe erst im Juni 2010, also dieses Jahr, abschloss. Das bedeutet, der Leser hatte schon zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung in deutschen Gefilden mit Wartezeiten zu rechnen, was die Erscheinung hier zu Lande anging. Ich spreche da aus Erfahrung. Sowas mag ich nicht wirklich, vor allem dann, wenn man das alles aufsummiert:
Der Manga hat in Japan 25 Sammelbände, von denen sind hier bis zu diesem Monat 20 auf Deutsch erschienen (ausländische Import zum Beispiel auf Englisch lohnen sich finanziell nicht, deshalb beschränke ich mich hier mal auf die bei Panini publizierten, im normalen deutschen Buchhandel verfügbaren Hefte). Das heißt man hätte inzwischen seit 2006 für vier fünftel der Story ganze 160 Euro ausgeben müssen - verteilt auf vier lange Jahre. VIER!
Und um jetzt doch mal auf den Stil zu sprechen zu kommen, muss ich sagen: Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, besonders was die farbigen Anteile des Mangas angeht. Ich ja nicht die Augen zu gemacht und den Manga völlig ignoriert, nicht dass das hier jemand denkt, aber er spricht mich halt nicht ganz so an. Das ist auch der Fall, weil ich ja interessehalber mal den Storyüberblick zum Manga in der Wikipedia gelesen habe, einfach um zu evaluieren, ob sich das Lesen der vielen Hefte (und damit eventuell auch Brotherhood) überhaupt lohnt. - Zumal ich mit dem ersten Anime so enorm happy und zufrieden bin.
So... nun habe ich mal wieder viel zu weit ausgeholt, weiter als ich eigentlich wollte :-(
Was wollte ich eigentlich nochmal schreiben? Ach ja, ich erinnere mich, es ging um Brotherhood, also quasi FMA2...
Ich habe mir nämlich nun endlich ein paar Folgen davon ansehen können, genauer gesagt sind es drei, über die ich mein erstes Fazit loswerden möchte.

Zunächst kurz zur Story:

In der ersten Episode, die nebenbei auch nichts mit dem Manga zu tun hat, geht es um die Jagd nach einem auf Wasser spezialisierten Alchemisten, zu der die Elric-Brüder hinzugezogen werden. Ihr Anteil am Geschehen fällt dabei doch eher marginal aus. Die Folge ist also mehr oder minder ein klassischer Füller, der nebenbei noch ein paar Charaktere präsentiert (einführen kann man das wohl kaum nennen): Roy Mustang, King Bradley, Meas Hughes und Alex Louis Armstrong tauchen zum Beispiel auf, wobei Es und Al nur Hughes vor nicht gekannt zu haben scheinen und ihn zum ersten Mal treffen.

Folge zwei widmet sich der Hintergrundgeschichte der Brüder und schildert, wie sie ihre Mutter verloren, bei ihrer Transmutation Körper und Gliedmaßen verlieren und schließlich wie Edward zum Staatsalchemisten wird  - alles in einem Aufwasch.

Teil drei handelt von der Niederschlagung eines Kultes um den Priesters Cornello in der Stadt Riole. Zum zweiten Mal werden hier auch Lust und Gluttony kurz gezeigt, die schon in Folge eins einen klitzekleinen Gastauftritt bekommen hatten.

Falls sich jetzt jemand wundert, warum ich die Inhalte der Episoden so gerafft darstelle, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich das gar nicht mache. Es passiert wirklich kaum mehr als das von mir Zusammengefasste. Leider. Meiner Meinung nach, hätte man Teil eins echt weglassen und dafür der Geschichte aus der folgenden Episode etwas mehr Aufmerksamkeit widmen können, die mehr oder weniger runter gerissen wird, abgesehen von Edwards Erlebnissen während der Transmutation seiner Mutter. Deren Tod ist Folge einer unspektakulär am Rande erwähnten Epidemie, auch die nicht näher eingegangen wird, wie auch auf die Mutter der Elrics selbst. Auch über Winry erfährt man fast nichts, geschweige denn über ihre Beziehung zu den Brüdern.
Auch die dritte Episode ist nicht viel besser. Sie handelt den Fall Cornellos im Eiltempo ab und reitet ziemlich auf dem üblichen Missverständnis herum, Al sei der Fullmetal Alchemist statt Ed - zu oft für meinen Geschmack, um ehrlich zu sein.
Naja, hoffen wir, dass sich für andere Phasen der Story dafür mehr Zeit genommen wird.

Zum Stil:

Der Stil ist der ersten Serie recht ähnlich. Allerdings wird bei Brotherhood auch ab und an mit farbigen Umrisslinien gearbeitet, was nicht übel aussieht, aber nicht von größerer Signifikanz ist. Zum Teil sackt leider die generelle Zeichenqualität zwischendurch mal ein wenig ab, was aber in allen Animes vorkommen kann. Das würde ich jetzt eher nicht als Manko verbuchen, sondern als typisch für das Medium.
Was ich nicht so mag, ist der Wechsel vom realistischen Stil in den vereinfachten Stil an merkwürdigen Stellen. Zum Beispiel wirkt es meiner Meinung nach unangebracht, wenn Ed und Al als wobbelnde Knubbelfiguren vor Cornello fliehen und das nicht nur für ein paar Sekunden... Wenn Ed sich aufregt, dann passt das schon eher, aber in einem Kampf?
Gut finde ich hingegen, wie mit Detailkontrasten gearbeitet wird: Blindflächen werden zur Untermalung der Mimik und Gestik kultiviert (leere Augen, spiegelnde Brillengläser) und Schattenflächen werden als Stilmittel eingesetzt, indem dunkle Bereiche weniger bis keine Detailtiefe aufweisen (nicht durchgängig selbstverständlich, sondern an passender Stelle).
Allgemein empfinde ich die Darstellung von Gestik und Mimik der Charaktere durchaus gelungen, wobei mir Witz und Esprit vieler Figuren jedoch fehlen: Hughes ist gemäßigter, Mustang wirkt weniger machohaft kaltschnäuzig, sondern eher professionell neutral, Hawkeye ist ganz gut getroffen, scheint aber weniger entschlossen und taff... und Ed fehlen (noch?) diese Momente spiegelklarer Überlegenheit, in denen er beweist, nicht nur alchemistisch ganz gut dabei zu sein *seufz*. Immerhin macht King Bradley sogar mal sein Auge auf, eine schöne akzentuierende Geste. Naja, zugegeben, es waren erst 3 Folgen, da wird sicher hoffentlich noch was kommen in Sachen Charakterentwicklung. meine Vermutung ist ja die folgende:
Wahrscheinlich möchte man sich mit Brotherhood irgendwo doch von der ersten Adaption von FMA distanzieren, kann aber wichtige, weitgehend identische Passagen nicht einfach weglassen. Also konzentriert man sich im Grunde erstmal darauf, diesen Handlungsabschnitt kurz und bündig  zu umreißen, um dann so Raum für "die eigentliche Geschichte" zu haben und endlich das zeigen zu können, was der Manga an Story vorgibt und in der ersten Serie nicht vorkam wegen ihres eigenen, abweichenden Skripts. Zwar kann ich nach drei Folgen wirklich noch nicht sagen, ob das so ist, aber die Annahme drängt sich im Grunde auf, so rasant man durch die Ereignisse fegt. Mir würde ein langsameres Erzähltempo mehr zusagen, vor allem damit die einzelnen, immens wichtigen Abschnitte etwas liebvoller rüberkommen können, was so einfach untergeht.

Zur Synchro:


Dazu kann ich wenig sagen, da japanische Synchronisationen meistens qualitativ unschlagbar sind. So ist das auch mit Brotherhood: Die Stimmen passen, wenngleich sie auch abweichen von der ersten Serie. Zumindest Eds und Als Sprecherinnen scheinen aber die gleichen geblieben zu sein (was ich nicht 100% sagen kann, weil ich für Brotherhood keine Liste finden konnte).

Zur Wertung:

Sorry, aber eine Bewertung kann ich nach drei Folgen echt noch nicht loswerden, das wäre zu zeitig, besonders weil die Serie ja ganze 64 Folgen (plus 4 OVAs) hat. Natürlich werde ich zu gegebener Zeit ein Gesamtfazit nachholen, sofern ich irgendwie in den Genuss aller Episoden kommen kann. :-)

TBC

Donnerstag, 16. September 2010

Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen

Ich sollte wirklich überlegen, ob ich nicht auf eine Review-Blog umsattle, so wie der gute Achi, immerhin schreibe ich in letzter Zeit echt viele Kritiken... hmmmm. Ja, die Kittys kommen echt ein wenig kurz im Moment - also nicht in echt, immerhin bin ich viel daheim, aber hier im Catlog *schandeaufmeinhaupt* Muss echt mal wieder bissel was Kätzisches posten... ich versprech's!

Nun zurück zur Review. Heute ein ganz süßer Animationsfilm aus dem vergangenen Jahr mit dem Titel "Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen", den es seit diesem Sommer auf DVD gibt.

Story:
Er basiert lose auf dem gleichnamigen, englischen Bilderbuch von Judi und Ron Barrett von 1982, entwickelt aber eine eigene, moderne Geschichte: Flint Lockwood lebt auf einer winzigen Insel im Atlantik, direkt unterhalb von da wo das "A" von  "Atlantik" auf der großen Weltkarte steht. Die Bevölkerung der einzigen darauf befindlichen Stadt lebt vom Sardinenfang bis die Welt feststellt, "dass Sardinen echt eklig" sind und damit die komplette Wirtschaft der Insel zum Erliegen kommt. Alle essen jeden Tag Sardinen und führen ein eher bescheidenes, tristes Leben. Nunja, Flint ist im Gegensatz zu den Leuten seiner Heimatstadt aber etwas anders gestrickt, denn sein Ziel ist es, Erfinder zu werden und damit allen auf der Insel zu helfen.
Nur hat das einen entscheidenden Nachteil: Alles, was er baut, geht schrecklich nach hinten los. Seine aufsprühbaren Schuhe ohne Schnürsenkel, die er bereits als Grundschüler entwickelt, lassen sich einfach nicht mehr ausziehen, sein laufender Fernseher, der zum Umschalten zum Zuschauer kommt, haut einfach ab und seine Rattenvögel sind nicht gerade hilfreiche Himmelsbewohner, welchem Zweck sie auch immer dienen sollten...
So kommt es, dass niemand den chaotischen Flint wirklich leiden kann. Die meisten halten ihn schlichtweg für einen Nerd. Nur seine Mutter versteht und ermutigt ihn, so dass er selbst nach ihrem Tod noch motiviert weiter tüftelt. Seine neuste Erfindung soll Wasser in beliebiges Essen umwandeln, doch leider reicht der Strom des heimischen Netzes nicht aus, um den Test zu beenden.
So schleicht sich der ambitionierte Flint heimlich zum Kraftwerk, obwohl er eigentlich im Sardinenladen seines Dads arbeiten müsste, während alle Bewohner der Stadt der Eröffnung eines zugegebenermaßen idiotischen Freizeitparks namens Sardine-Land beiwohnen. Natürlich geht alles schief und Flint schießt nicht nur sein Maschinchen mit großen Tamtam in den Himmel, sondern zerstört auch sämtliche Attraktionen des nur wenige Sekunden alten Spaßparks. Klar, dass alle sauer sind, einschließlich der Praktikantin des Wetterkanals, die auf die Insel gekommen war, um eigens über die Eröffnungsfeierlichkeiten zu berichten. Immerhin wurde sie bei dem Fauxpas medienwirksam gedemütigt (- sie kollidierte unschön mit der Kamera...).
Aber obwohl sie sauer ist, freundet sie sich mit Flint an und berichtet live, als sich das Blatt plötzlich wendet. Denn der Umwandler funktioniert und verwandelt das Wasser aus den Wolken in Cheeseburger. Die Sensation ist perfekt und Flint der neue Star der Insel. Mit ein paar Modifikationen schafft er es sogar, dass man sich Essen quasi "bestellen" kann über ein Terminal. Alle sind glücklich, weil sie keine Sardinen mehr essen müssen und wünschen sich Eis, Kuchen, Steaks, Nudeln, Toast, Käse, Wackelpudding... solange bis das ganze eskaliert und die Maschine außer Kontrolle gerät und Flint sich schleunigst was einfallen lassen muss, um die Welt vor den herab regnenden Riesenfressalien zu retten.


Zur Wertung:
Der Film ist liebevoll gemacht. Niedliche, stimmige Charaktere mit wirklich super ausgereifter Mimik und Gestik erobern das Herz der Zuschauer im Sturm. Natürlich kann man jeden einzelnen davon in eine Schublade stecken, wenn man das will, aber hey, der Film ist für Kinder, weshalb eine solche Charakterisierung der Figuren nachvollziehbar ist.
Trotzdem wirken Flint, sein Vater, die angehende Wetterfee Sam, der Bürgermeister der Stadt und all die anderen Akteure nicht wirklich stereotyp, sondern durchlaufen alle eine durchdachte, glaubhafte Entwicklung, was zum Transport der Filmmessage hervorragend beträgt. Und das ist ein wichtiger Knackpunkt, wie ich finde: Der Film HAT eine Message, was die meisten Animationsstreifen des 21. Jahrhundert nicht selten vermissen lassen oder nur rudimentär ausprägen. Und diese ist wirklich süß, wenn auch vorhersehbar. Ich finde das aber gut, denn im Grunde bekommt man mit "Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen" wirklich, was man sich wünscht, einen niedlichen, sehr lustigen, konsistenten Film für die ganze Familie, der seine Botschaft glaubhaft und für alle Alterstufen erkennbar an den Zuschauer bringt.


Fazit:
Spannung: 3,5/5
Story: 4,5/5 (für einen Kinderfilm durchaus komplex)
Charaktere: 5/5 (alle überzeugen, sind niedlich, lustig und sympathisch, außer der olle Bürgermeister, aber den soll man ja nicht wirklich mögen...)
Logik: 5/5
Stil: 3/5 (könnte sich mehr von Animationsfilmen der letzten Zeit abheben vielleicht)
Dialoge: 4,5/5 (Affen-Hirnwellen-Übersetzer for the win!)
Musik: 3,5/5 (eher dezent eingesetzt, nicht wirklich ein herausragendes Element, aber angemessen)
Emotionen: 5/5

GESAMT: 4/5

Mittwoch, 25. August 2010

Inception

Wir waren gestern im Kino und haben und uns die Spätvorstellung von Inception (zu deutsch "Beginn") gegönnt, dem neuen Streifen von Christopher Nolan, der schon andere durchaus sehenswerte Werke wie die beiden neuen Batman-Movies und den weniger bekannten Film Prestige zu verbuchen hat.
Nunja, da die Kritiken für den Film, die ich in letzter Zeit rezipiert habe, bisher alle vielversprechend waren, besonders im Bereich Musik, für die kein geringerer als Hans Zimmer verantwortlich ist, eine weltbekannte Größe unter den Komponisten der Filmindustrie, war die Erwartungshaltung auch entsprechend hoch - natürlich...

Hier zunächst ein Überblick über den Plot von Inception:
Mit Hilfe einer vom Militär entwickelten Technologie ist es möglich geworden, Träume zu teilen. Dies kann bewusst und freiwillig geschehen oder aber man macht es wie Dominic "Dom" Cobb, welcher in die Träume anderer Menschen einbricht, um ihnen ihre Geheimnisse zu stehlen.
Die Arbeit als so genannter Extractor ist jedoch gefährlich - in vielerlei Hinsicht:
Nicht nur, dass man bei eventuellem Versagen mal eben seine ultra-einflussreichen Auftraggeber (z. B. internationale Großkonzerne, die einen für Industriespionage engagieren) gegen sich aufbringen kann oder dass trainierte Träumer einem im Traum Schmerzen übelster Sorte verpassen können, weil sie "Security" im Unterbewusstsein haben oder dass man die natürliche Fähigkeit zu träumen verliert, nein, am schlimmsten ist es, wenn man sich selbst verliert in seinen Träumen, aufhört Realität und Kopfkino zu unterscheiden... Dann wird es richtig mies. Und Dom Cobb, nunja, er schafft das alles mit Bravour!
Er ist kein Held, sondern ein von Schuldgefühlen zerfressener Krimineller. Dabei leiten ihn weder niedere Motive oder der pure Spaß am Gedankendiebstahl,  sondern der Wunsch, seine Kinder wiederzusehen. Seitdem man Dom nämlich den Mord an seiner Frau Mal zur Last legt, darf dieser nicht mehr in die USA einreisen, weil er sonst sofort der Gerichtsbarkeit ausgeliefert wäre und ins Kittchen wandern würde. Also arbeitet er notgedrungen als Extractor, wobei ihm die Projektion seiner Frau immer wieder begegnet und seine Aufträge sabotiert. So geschieht es auch als er den Japaner Saito bespitzelt, dass sie ihm ordentlich dazwischenfunkt und der Auftrag misslingt.
Doch statt Cobb in der Realität töten zu lassen, beauftragt der schwerbeindruckte Großindustrielle den Extractor für ihn etwas zu versuchen, was angeblich unmöglich ist, eine Inception.
Dabei handelt es sich um die Einpflanzung einer Idee, eines Gedankens, welchen das Subjekt als einen eigenen annimmt und entsprechend danach handelt.
Saito möchte genauer gesagt, dass Dom in den Traum von Robert Fisher Jr., dem Sohn des einflussreichsten Energiemagnaten der Welt, eindringt und diesem suggeriert, er solle das Imperium seines Vater, welches er in Kürze erben wird, zerschlagen.
Angeblich ist bisher niemandem ein solch extrem riskantes Unterfangen gelungen, zum einen weil man dazu extrem tief in die Traumebenen des Subjekts eindringen muss, was nicht ohne starke Sedation funktioniert, und zum anderen, weil das Subjekt entweder merkt, dass es träumt und vor der Platzierung der Idee aufwacht, oder den Fremdgedanken schlichtweg nicht annimmt.
Cobb nimmt an, da ihm Saito verspricht, seine Beziehungen zu nutzen und den verzweifelten Familienvater wieder mit seinen Kindern zu vereinen und die Strafverfolgung gegen ihn aufzuheben.
Cobb stellt sich daraufhin ein Team zusammen und wagt den Versuch einer Inception, bei dem er selbst zu seinem größten Feind wird, genauer gesagt sein Unterbewusstsein und seine Erinnerungen an seine tote Frau Mal.
Natürlich geht alles schief, was schief gehen kann und am Ende weiß man als Zuschauer selbst nicht mehr, was Traum und was Realität ist.

Nun zur Wertung:
Der sehr lange Film (148 Minuten) ist künstlerisch und storytechnisch so gut gemacht, so dass einem seine Spieldauer als Zuschauer kaum auffallen dürfte. Die Handlung ist dicht und komplex, besonders durch Traum-im-Traum-Verschachtelungen, die einen nicht selten zugleich verblüffen und verwirren sowie das ein oder andere Aha-Erlebnis hervorrufen. Gerade die Eindringlichkeit vieler surrealer Bilder und Stimmungen reißt mit und fasziniert. Das Konzept des Traumdiebstahls ist zudem innovativ und komplex in seiner Darstellung, wird aber nach und nach in den verschiedenen Phasen der Story recht klar erläutert. Leider bricht dieses im Laufe des Films ein ganz klein Wenig ein und zeigt hier und da kleine Inkonsistenzen, was aber durchaus verschmerzbar ist und der Logik des Films keinen Abbruch tut. Außerdem wäre ohne sie eine konsistente Handlung insgesamt gar nicht machbar. Man merkt diese geringfügig gedehnte Auslegung der selbst etablierten Konzepte eh nur, wenn man ganz genau hinschaut, also...
Die Figuren sind durchweg gelungen, nerven zu keinen Zeitpunkt. Ihre Facetten sind vielfältig und in der Regel tiefgründig, wobei sich Nolan vor allem auf Cobb konzentriert und alle anderen Personen geschickt um ihn herum arrangiert. Er nimmt sich viel Zeit, um Gefühle und Gedanken seiner Charaktere zu entwickeln, weshalb sie äußerst echt und glaubhaft in ihrer Wirkung erscheinen. Keine Spur von aufgesetztem, überzogenem Hollywood-Tamtam, sondern nachvollziehbare Motive und Emotionen dominieren.
Zu Musik und Stil bleibt wenig zu sagen: Gelungen und eindrucksvoll!


Spannung: 4,5/5
Story: 4/5 (Mir hat minimal ein wenig Biss und Prägnanz gefehlt, die man mit einer weiteren Wendung hätte gut erzeugen können (meiner Meinung nach), ich vermute man hat aber aus verschiedenen Gründen darauf verzichtet, wahrscheinlich zugunsten des krassen Endes...)
Charaktere: 5/5 (Alle überzeugen, wobei Ariadne etwas zu schlau und einfühlsam ist für einen "normalen" Menschen...)
Logik: 4,5/5 (Die Zeitdehnung im Traum - ein dehnbares Konzept ;-))
Stil: 5/5
Dialoge: 4,5/5 (z. T. fast schon episch)
Musik: 5/5 (trotz wunderbarer Tiefe und Imposanz, nie aufdringlich, sondern immer angemessen)
Emotionen: 4,5/5 (mitreißend!)

GESAMT:  4,5/5

Inception - ein Film den man mehr als ein Mal gucken sollte, um ihn zu erfassen...

Mittwoch, 21. Juli 2010

Best reviews ever

Hier noch zum Thema Twilight (und New Moon) zwei Links, ich weiß gar nicht ob ich die schonmal gepostet habe, aber egal... aus gegebenem Anlass nochmal das Ganze in der Hoffnung, dass es bald auch eine Eclipse-Review geben wird:


Eclipse... und so

Hier eine kleinen Blitzreview vom neuen Film der Twilight Saga: Eclipse. Und ja, ich bin ein Fan, ein kritischer wohlgemerkt..

Da die Story des dritten Teils hinreichend bekannt sein dürfte, hier nur eine komprimierte Zusammenfassung:
Hauptsächlich geht es um die Dreiecksbeziehung Edward - Bella - Jakob und die damit für das Mädchen verbundene Selbstfindungsphase. Während sie diese durchläuft und sich am Ende, wie könnte es auch anders sein, für den Blutsauger und die Ehe mit ihm entscheidet, stellt Victoria, Bellas rothaarige Vampirstalkerin, heimlich eine Vampirarmee auf, um sich an Edward für den Verlust ihres Gefährten zu rächen und das Menschenmädchen zu töten. Um diesen Konflikt zu gewinnen, müssen sich Vampire und Wölfe verbünden. Ganz nebenbei intrigieren die Volturi noch ein wenig im Hintergrund mit... Tadaaa!

Zunächst ein Blick auf die Vorlage:
Im Gegensatz zu Band zwei brachte das dritte Buch deutlich weniger belastende, inhaltsleere Längen mit sich, wobei mir generell trotzdem die langsame Plottentwicklung etwas auf die Nerven ging. Denn die Protagonisten bekommen mal wieder so gut wie als letzte mit, was sich da eigentlich abspielt die ganze Zeit - direkt vor ihren blassen Näschen - und dass, obwohl die Cullens und die gute Bella ja doch recht schlaue Personen sein sollen - angeblich...
Man hätte die Story, die man mit fünf Sätzen hinreichend beschreiben kann (siehe oben), wirklich nicht auf 576 Seiten ausbreiten müssen, nur um die eigentliche Handlung mit einer riesigen Wolke aus Teenagergefühlschaos zu wattieren. Ich weiß, darauf wollen diese Bücher ja auch letztendlich hinaus, aber man hätte dasselbe und mehr (!) auch kompakter und etwas tiefsinniger aufbauen können... naja, ist meine Meinung als hoffnungslos romantische Mittzwanzigerin...
Mein Lieblingspart im Buch waren eindeutig die Hintergrundgeschichten von Rosalie und Jasper... generell sind die Backroundstorys alle sehr reizvoll, finde ich, und machen einen Großteil des Charms der Charaktere aus.

Zum Film selber:
Mit Seitenblick auf Teil eins (Resümee: nett, romantisch, wenig überraschend, schlechte Effekte) und zwei (Resümee: besser als Teil eins, mehr Action und bessere Effekte z. B. perfekte (!) Werwölfe, so wie ich sie mir immer gewünscht habe, aber viele Fremdschämmomente und unfreiwillige Komik) ist mit dem neuen Film wirklich eine Steigerung gelungen. Endlich gibt es mal ordentlich Kampfszenen, wenn auch zu wenige und zu zahme, wie ich finde. Bedenkt man das Zielpublikum (weibliche Teenager und junge Erwachsene hauptsächlich), ist eine solche Darstellung ohne grafische Gewalt aber durchaus verständlich. Genauso wie der doch sehr züchtige Umgang von Bella und Edward miteinander, den ja auch das Buch der mormonischen Autorin Meyer schon propagiert. Wenigstens wird auf eine zu starke Moralisierung der ganzen Story generell verzichtet und die "meine Seele - deine Seele"-Diskussion einer heilsamen Verknappung unterzogen. Allgemein ist die Handlung geradliniger, besitzt bis auf wenige Längen auch eine bessere Dynamik als die Vorgängerfilme, ist logisch und stilistisch hochwertiger. Auch die Hintergrundgeschichten der beiden Mitglieder des Cullen-Clans finden ihren Platz im Storyverlauf sowie die Indianerlegende. Leider wird Rosalies Geschichte beschnitten, was in Vorbereitung auf die nächsten Filme doch etwas überrascht (wegen Renesmee). Naja, kann man aber machen...
Der Regisseur arbeitet mit Rahmenelementen (die Figur Riley, die Blumenwiese...), die sich als roter Faden in die Handlung betten. Auch Farben werden wieder gezielt einsetzt, aber diesmal nicht so stümperhaft wie im ersten Teil (Blaufilter-Overload!). Sie unterstützen die einzelnen Phasen und Stimmungen gut, sind auch gut den Figuren und Orten angepasst. Ein dezenter, aber wirkungsvoller stilistischer Zug des Films, der durchaus gelungen ist.
Die Musik allerdings könnte besser eingebunden werden. Zwar sind die meisten der Songs gar nicht übel, wirken aber manchmal doch ein wenig deplatziert. Außerdem finde ich den Anteil von Liedern, in denen gesungen wird leider zu hoch. das erweckt etwas den Eindruck, der Verkauf des Soundtracks stünde im Vordergrund. Instrumentale Stücke lassen sich ja auch einzeln heutzutage nicht mehr wirklich gut vermarkten, außer vielleicht Bella's Lullaby oder "die Klassiker"...

Fazit:

Spannung: 2/5
Story: 3/5
Charaktere: 4/5 (Der Wechsel der Victoria-Darstellerin hätte echt nicht sein müssen...)
Logik: 4/5
Stil: 3,5/5
Dialoge: 3,5/5
Musik: 3/5
Emotionen: 5/5

GESAMT:  3,5/5

Montag, 5. Juli 2010

Das Verbrechen

Wenn man anfängt, einen Krimi zu schauen, dann spekuliert man immer unweigerlich, wer der Täter ist und warum.
Besonders schlimm und nervenaufreibend ist das vor allem, wenn man als Zuschauer an der kurzen Leine gehalten wird und nie mehr Informationen bekommt als die handelnden Charaktere.
Und das ganze potenziert sich natürlich dann auch noch, wenn das ganze kein TV-Krimi ala C.S.I. ist, wo fünf Fälle parallel in 45 Minuten aufgeklärt werden, weil alle Ermittler Superhirne sind, sondern realistisch handelnde und fühlende Menschen als glaubhaft Charaktere mit Fehlern, Eigenheiten, Ängsten Knotenpunkte der Handlung bilden.
Dann lässt man sich gerne mal mitreißen, verfällt den gleichen Irrtümern wie die Personen des Stücks. Ein spannendes, mitreißendes Werk in 10 Akten, dass immer wieder neu fragt "Wer ist der Täter?" und einen nicht loslassen will, weil einen diese Frage fast schon genauso quält wie all die Verwickelten. 20 Stunden hängt man so vor der Mattscheibe, verfolgt alle Spuren und Hinweisen, die "Das Verbrechen" einem hinwirft. Man glaubt sich zum Teil wissender als die Hauptfiguren und stellt dann wieder fest, dass dem nicht so ist und verfällt ganz unmerklich der Anziehungskraft dieses Krimis.
Vielleicht klingt es absurd, wenn man dabei sagt, die Handlung habe ihre Längen, wenn man die Spielzeit von 20 Stunden betrachtet, doch gleichzeitig erscheint eine ähnlich komplexe Geschichte kaum anders darstellbar, denn man nimmt sich Zeit alles sorgfältig zu entwickeln.
Dennoch... es gibt keine Serie ohne Schwächen und die Länge scheint mir irgendwo eine zu sein. Zwar wird das Verwirrspiel um den Mord an der 19-jährigen Gymnasiastin Nanna Birk Larsen recht realistisch ins Bild gesetzt, die Polizei nicht als Ansammlung von Heiligen und Genies verklärt, Politik und Presse deutlich als schmutziges Gewerbe entlarvt, aber dennoch... Man wünscht sich als Zuschauer doch manchmal, man würde sich weniger Zeit nehmen, manchmal weniger gedehnte Aufnahmen handlungsarmer Szenen zeigen, die zwar eine gewissen Sensibilität signalisieren oder bestimmte Eindrücke fokussieren, aber der Story leider etwas die Dynamik rauben. Nicht, dass man sich langweilen würde, aber man kommt nicht umhin, sich bei dem Gedanken zu ertappen, hier würde Sendezeit geschunden zugunsten einer verzögerten Verdichtung der Ereignisse. Das hätte der Krimi eigentlich nicht nötig... aber naja, über Geschmack und Stilmittel lässt sich streiten, wie man weiß...
Das Schöne ist insgesamt vor allem in der Entwicklung der Charaktere zu sehen, deren Leben sich durch den Fall verquicken und durchaus interessante Wege nehmen, auch wenn manchmal für sie nicht gerade nachvollziehbare Gründe für unglaublich dämliches Verhalten herhalten müssen...
Das Wichtigste aber ist und bleibt hierbei immer die Frage nach dem Täter und seinen Motiven. Wer ist er? Hat man ihn schon getroffen oder agiert er im Hintergrund? Ist er untergetaucht oder ist er so genial, dass er es sich leisten kann, offen umher zu spazieren, ohne je in die Verlegenheit zu kommen, verdächtigt zu werden? Fragen über Fragen, die bis kurz vor Schluss kaum zu beantworten sind, finde ich.
Und am Ende, am Ende... wo steht man da?
Die Frage ist durchaus berechtigt, denn natürlich bekommt man Lösungen präsentiert, allerdings bleibt man damit weitab von einem befriedigenden Schluss entfernt. Leider! Denn das angebotene "unhappy ending" legt das größte Manko der Serie bloß: Man fragt sich ernsthaft nach dem Sinn der ganzen Geschichte, weil irgendwie nichts die Verluste, die erlitten werden, aufwiegen kann. Kein Täter, kein geschenkter Wahlsieg, keine Entlastung von einer nicht haltlosen Verdächtigung, keine "Säuberung" der eigenen Reihen... absolut nicht wiegt dieses unbefriedigende Ende auf, bei dem jeder alles verliert, alles, was wichtig war!
Nichtmal alle Fragen sind geklärt, was man sich ja wenigstens wünschen würde, noch bietet der angebotene Ausgang ausreichende Logik, um "dem Verbrechen" (dem Mord an der Schülerin) wirkliche Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man steht einfach da und hätte nach 20 Stunden gehofft, dass wenigstens irgendwas wieder ins Lot kommt, wenn es schon keine vollständige, logische Klärung aller Ereignisse gibt!
Trotzdem ist der Krimi "Kommissarin Lund - das Verbrechen" alles in allem durchaus sehenswert! Wer Krimis, vielleicht sogar besonders skandinavische Fälle, liebt, wird auch die exzentrische Sara Lund und die komplexe Geschichte mögen - nur sollte man wirklich die hohe Messlatte, die der Film selbst setzt, etwas herunterschrauben und von der Auflösung nicht zu erwarten, sonst wird man womöglich - so wie ich - etwas enttäuscht sein über den Ausgang des Krimis!

Fazit:

Spannung: 4,5/5 bis auf wenige Längen äußerst spannend
Story: 3,5/5 komplex, aber unbefriedigendes Ende
Charaktere: 4/5 glaubhaft dargestellt, bis auf einzelne Ausnahmen niemals nervig, manchmal etwas übertriebene oder sinnlose Motiv
Logik: 4/5 z. T. unlogisches Ende, ungeklärte Fragen
Stil: 4/5 stimmig, manche Einstellungen und Bilder tauchen etwas zu häufig ohne Variation auf (z. B. das Rathaus)
Dialoge: 4/5 das Unausgesprochene wird gut in Szene gesetzt, vereinzelt werden Redestränge gefühlt zu früh von den Charakteren fallen gelassen
Musik: sparsam, aber gezielt eingesetzt, gut platziert, unaufdringlich, stimmig
Emotionen: 4/5 Leid und Gewalt werden nicht beschönigt, Verzweiflung, Resignation, Angst, Abstumpfung, Aggression meist realistisch dargestellt

GESAMT: 4/5

Das könnte dich auch interessieren...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...