Dienstag, 30. November 2010

So, die Kliniktasche wäre dann mal gepackt...

... nun muss sich nur noch die kleine Dame in meinem Bauch überlegen, wann sie denn die Reise antritt.

Dazu gibt ja ja schon von einigen Seiten vielerlei Spekulationen: 

Meine Freundin hätte gerne den 4.12., denn da hat sie Geburtstag.

Meine Mutti hätte lieber den 10.12. - aus dem gleichen Grund. 

Auch der 6.12. ist im Gespräch, dann würde es ja eine kleine Nikoläusin bzw. - wenn es dann doch der 24.12. wäre - ein kleines Christkind.

Am 13.12. hätten wir dann noch das schwedische Luciafest im Angebot.

Außerdem gibt es ja noch jede Menge Daten, die einfach ganz gut aussehen, zum Beispiel der 01.12., der 12.12. oder der 21.12. - die wären auch alle möglich.

Meine Schwester meinte ja, die Kleine kommt, während sie jetzt im exotischen Süden ist, das wäre dann im Laufe dieser Woche in etwa.

Ich persönlich weiß nicht so ganz, auf welchen Tag ich mein Geld setzen würde, das Baby entscheidet ja, nicht ich! Grundsätzlich sind alle der genannten Daten im Bereich des Möglichen, wobei Weihnachten wirklich das späteste wäre und nicht gerade mein favorisiertes Zeitfenster träfe. Nicht nur, dass man dann zu Weihnachten im Krankenhaus wäre (was zumindest ein Gutes hätte, denn da hat unsere Vorbereitungskurshebamme Dienst), nein, das Kind würde sich ab einem gewissen Alter sicher beschweren, was die Geschenke angeht... auch wenn Mama nichts dafür kann.
Naja, dieses Fest wird eh überbewertet und wir werden wohl immer eine FamoWeihbau sein - eine Familie ohne Weihnachtsbaum, denn die Anschaffung eines solchen ist mit vier Katzen purer Selbstmord (vor allem für die Tierchen).
Günstig wäre, wenn man den bescheidenen Wunsch hier mal anbringt, wenn man das Baby zum Wochenende bekäme, dann würde mein Mann nicht soviel Urlaub verlieren und ich hätte mehr von ihm. Das wäre auch mit Weihnachten erstaunlich gut kombinierbar, weil der 24. auf einen Freitag fällt und meist nur halb oder gar nicht als Arbeitstag gezählt wird, aber naja... Weihnachten wäre wie gesagt nicht das Optimum.
Was ich auch unbedingt möchte, ist die Akupunktur mitnehmen zu können, zumindest morgen Vormittag die. Da pieken sie mir dann auch in den kleinen Zeh und das soll den Geburtsverlauf beschleunigen. Eine Freundin und ein paar Leute, die auch zum Stechen gehen und ihr zweites Kind bekommen, sagen, dass es wirklich was bringt. Ich hoffe es und deshalb will ich das auch haben.
Momentan sieht es gut aus, dass das klappt, das Baby ist zwar schon weiter runtergerutscht, aber sonst ist weiter nichts passiert. Beim letzten CTG waren auch keine Kontraktionen zu sehen... Einzig das Baby ist ruhiger geworden, wobei manche Tage ganz anders aussehen... Aber sonst hat sie deutlich mehr und häufiger rumgestrampelt.
Bleibt nur noch abwarten und Tee trinken und hoffen, dass sie mein Schnupfen bis dahin vollständig verkrümelt hat.

Montag, 29. November 2010

Katzen- ääähhh Drachenzähmen leicht gemacht

Wieder mal gibt's heute eine kleine Review von meiner Wenigkeit und zwar für einen Film, der einen wirklich begeistern kann: Drachenzähmen leicht gemacht.

Der 3D-Streifen erschien in Deutschland Ende März 2010 und konkurrierte damit direkt mit zwei anderen, großen dreidimensionalen Werken, nämlich mit dem Remake von Kampf der Titanen und Tim Burton's Alice im Wunderland - die beide nachträglich mit den räumlichen Effekten ausgestattet (naja "übergebügelt" träfe es wohl besser) wurden. Trotzdem spielte der Film immerhin 15 Millionen US-Dollar hierzulande ein, was so um die 11,5 Millionen Euro sein dürften. In den USA, wo der Film mangels entsprechend augestatteter Säle meist in 2D lief, wurden etwas unter 216 Millionen Dollar erzielt, womit das Werk der erfolgreichste Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks nach Shrek sein dürfte - zumindest innerhalb der Staaten.
Drachenzähmen leicht gemacht erhielt in Deutschland ausnehmend gute Kritiken, was man von den direkten Konkurrenten nicht gerade bzw. nur eingeschränkt sagen kann, denen allerdings durch den größeren Hype sowie die breitere Zielgruppe mehr Interesse und Aufmerksamkeit geschenkt wurden - auf den ersten Blick scheint ja das Dreamworks-Movie nur was für Kinder zu sein...

Nun aber genug der Hintergrundinformationen, kommen wir mal zum Film selbst:

Die Handlung:

2003 erschien Cressida Cowells Kinderbuch "How To Train Your Dragon", welches im Wesentlichen die Handlung des Films vorgibt, gleichzeitig aber vor allem in verschiedenen Einzelheiten vom daraus ersponnenen cineatischen Werk abweicht.

Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! * Achtung Spoiler! 

Es geht um den Hänfling Hicks, der, ganz anders als sein Vater, Häuptling Haudrauf der Stoische, kein heldenhafter Drachtöter ist, sondern von allem in seinem Dorf für sein tollpatischges, Choas verbreitendes Wesen von allen nur Lacher erntet. Man hält ihn, gelinde gesagt, für einen Versager, ein verrücktes, feiges Würstchen und eine Schande für alle Wikinger, deren einziges Begehren es ist, sich endlich der Drachenplage zu entledigen, welche ständig das Vieh raubt und alle Häuser bis auf die Grundmauern abfackelt.
Das Hicks also nicht gerade das Nonplusultra seiner Gemeinde ist und auch keinerlei Freunde hat, kann man sich ja zwangsläufig denken, also beschließt der findige Schwächling, es allen zu beweisen: Er baut eine Maschine, mit der er den gefährlichsten aller Drachen, den Nachtschatten, den noch nie jemand mit eigenen Augen zu Gesicht bekommen hat, bezwingen will. Prompt taucht dieser bei einem der allnächtlichen Drachenangriffe auf und Hicks zögert nicht lange, er schießt und trifft. Natürlich will ihm niemand glauben, dass er tatsächlich eines der feuerspeihenden Monster erlegt hat und wieder scheint sein Traum von Anerkennung den Bach runterzugehen. Besonders sein Vater ist enttäuscht und glaubt ihm kein einziges Wort.
Traurig beschließt Hicks, der mittlerweile selbst schon nicht mehr an seinen Erfolg glaubt, doch nach dem Drachen zu suchen. Als er schließlich das angrenzende Tal durchkämmt, wird er tatsächlich fündig. Doch statt das verwundete, gefesselte Lebewesen zu töten, hat er Mitleid und schneidet den Drachen los. Der macht sich prompt von dannen und mit ihm Hicks Chancen auf den erhofften Ruhm...
Gleichzeitig beschließt Hicks' Vater einen letzten Versuch zu wagen, das Nest der fliegenden Biester aufzuspüren und auszuräuchern. Bevor die Männer auf ihre ungewisse Reise gehen, wird noch ein anderer Beschluss gefällt: Der Häuptlingssohn soll endlich ins Drachtraining gehen und obwohl Hick vergeblich versucht, allen klar zu machen, dass er keine Drachen töten kann, muss er wohl oder übel in der Arena antreten und sich den, zu Lernzwecken gefangenen, Monstern stellen.
Natürlich versagt er anfangs dabei auf ganzer Linie, was seinem Selvstvertrauen einen erneuten Hieb versetzt. Er ist überzeugt, einfach nicht das Zeug zum Helden zu haben und so streift er, von seiner Neugier getrieben, wieder durch das Tal, in das der Nachtschatten seinetwegen gestürzt war. Dabei entdeckt er, dass das schwarze Reptil dort gefangen ist, weil ein Teil seines Schwanzes zerstört wurde und es so nicht mehr fliegen kann.
Zunächst beobachtet der Junge den Drachen aus sicherer Entfernung, doch bald schon nimmt er Kontakt auf mit dem schwarzen Wesen und muss feststellen, das alles, was die Wikinger über Drachen zu glauben wissen vollkommen falsch ist. Bald schon wächst eine innige Freundschaft zwischen Hicks und Ohnezahn, wie er den Drachen nennt, weil dieser sein Gebiss quasi auch einziehen kann. Der Wikinger baut sogar eine Schwanzprothese und lernt auf dem Nachtschatten zu reiten. Außerdem erfährt er, wie er mit den schuppigen Lebewesen umgehen kann und erringt so in der Trainingsarena ganz gewaltlos Sieg um Sieg.
Während das Dorf anfängt ihn zu bewundern, wird Astrid, eine seiner Kollginnen im Drachenunterricht, zunehmend eifersüchtiger. Sie verfolgt den Jungen eines nachts und stellt fest, woher sein plötzliches Wissen über den Erbfeind stammt. Doch mit Hilfe von Ohnezahn kann er während eines atemberaubenden Fluges zum Drachenhort das Mädchen überzeugen, dass Drachen anders sind, als alle bisher glaubten.
Am nächsten Tag beschließt die Dorfälteste, das Hicks die Ehre haben soll, als Abschlussprüfung einen Drachen vor aller Augen zu töten. Doch als dieser allen offenbahren will, was er schon seiner Freundin erklären konnte, entspinnt sich eine Katastrophe.

Zur Wertung:

Drachzähmen leicht gemacht ist ein wunderbarer Film nicht nur für Kinder. Dieser Film lohnt sich (auch in 2D) wirklich, denn selten bilden Handlung, Charaktere, Stil und Effekte ein so harmonisches Ganzes wie bei diesem Streifen. Die Message stimmt und hinterlässt ein Gefühl von Zufriedenheit. Wieder kann ich nur betonen, wie selten sowas wie eine schlüssige Botschaft heute bei Kinderfilmen geworden ist und wie gut es einem tut, wenn man dann ein Werk ausfindig macht, das in diesem Bereich kaum Wünsche offen lässt.
Ich kann nur jedem diesen witzigen, kreativen und einfach schönen Film ans Herz legen - egal ob Kind oder Erwachsener. Drachzähmen leicht gemacht ist es wirklich wert, angeschaut zu werden.
Und besonders wer Katzen kennt und liebt, wird in den Drachen die ein oder andere Samtpfoteneigentschaft wiederfinden ;)

Spannung: 4/5
Story: 4/5 (die Handlung ist zwar zum Teil recht vorhersehbar, lässt aber noch genug offen, so dass man sich nie langweilt)
Charaktere: 5/5 (alle überzeugen, sind niedlich, lustig und sympathisch...)
Logik: 5/5
Stil: 5/5 (Concept Art und Charkterdesign überzeugen)
Dialoge: 4,5/5 (Wer kennt diese Kommunikationsprobleme zwischen Eltern und Kind nicht?)
Musik: 3,5/5 (eher dezent eingesetzt, nicht wirklich ein herausragendes Element, aber angemessen)
Emotionen: 5/5 (ja, ich musste wieder vor Rührung heulen...)

GESAMT: 4,5/5

Freitag, 19. November 2010

Kurzreview: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I

Gestern haben wir uns Harry Potter 7, Teil 1 angeguckt. Da ich aber zu müde und zu faul bin eine ellenlange Review zu schreiben und vielen Leuten der Inhalt eh hinreichend bekannt sein dürfte, hier eine Kurzreview:


Der Film ist, wie alle Harry-Potter-Movies, äußerst gut ausgestattet: Er wartet mit einem riesigen, promineten Cast, fulminanten Effekten und Settings auf, erzeugt Stimmung durch eine düstere Atmosphäre (dank der schon in den Vorgängern genutzen Farbreduktion und einem gesteigerten Maß an expliziter Brutalität (naja, man sieht im Grunde trotzdem nix, was wirklich verstört, sondern kann sich eher über gut gemachte Anspielungen freuen)), aber vor allem besitzt er natürlich eine brilliante Vorlage der Kultautorin Joanne K. Rowling. An diese hält sich der Streifen auch weitgehend, auch wenn einzelne Elemente leicht zeitlich verschoben und/ oder deutlich vereinfacht und reduziert dargestwellt werden. 
Zu dumm, dass gerade darunter der Spannungsfluss hier und da doch leidet, denn eine konsistente Kurve, die auf einen Höhepunkt zusteuert, gibt es leider nicht. Es sind eher einzelne Spannungsspitzen, die den Zuschauer bei Laune halten und schonmal Lust auf Teil 2 machen (sollen).
Insgesamt finde ich die Entscheidung, den Inhalt aufzuteilen irgendwo nachvollziehbar, jetzt nicht nur aus ökonomischer Sicht von Warner Bros., sondern auch was einfach die Komplexität der Gesamthandlung angeht. Man kann eben ein langes, vielschichtiges Werk nicht ohne Weiteres und vor allem nicht 1:1 in einem Film umwandeln. Trotzdem hätte es der Story des Films wirklich nicht geschadet, den Hauptcharakteren etwas mehr Wissen zuzugestehen so wie es im Buch auch eigentlich der Fall ist. Auf viele Dinge kommen die drei einfach nicht oder erst später, wodurch ihre Einfälle manchmal wie Lückenfüller erscheinen. Das ist jetzt aber grundsätzlich kein dramtischer Kritikpunkt, denn trotzdem wirkt der Film logisch und der Cut am Ende gut gesetzt, so dass der zweite Teil einen guten Ansatzpunkt bekommt.


Alles in allem bekommt Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1) von mir 3,5 von 5 Punkten, denn der Film ist wirklich gut gemacht und auch (oder vor allem?) für Leute, die das Buch nicht gelesen haben, durchaus sehenswert.

Sonntag, 14. November 2010

Lecker Kuchen!

Gestern hatten wir Besuch von einiges Arbeitskollegen meines Mannes inklusive einer der Ehefrauen und zwei hatten auch jeweils ihre kleine Tochter dabei. Die beiden Mädels sind drei und vier und natürlich viel, viel süßer als der Kuchen. Das ist so niedlich, wenn dann verkündet wird: "Papa hat Katzen versprochen und ich habe auch gar keine Angst!" Oder wenn dann mit der Mama Kunststücke vorgeführt werden wie Rückwärtsrolle in der Luft. Ja, Kinder mischen das Geschehen ordentlich auf und es gibt immer was zu Lachen. Man staunt richtig, wie schlau so kleine Menschlein schon sind.
Schade nur, dass eins der Mädels sich vor den Katzen gefürchtet hat und der Mama nicht von der Seite weichen wollte zeitweise. Alles gute Zureden war da vergebens, auch wenn gerade unsere Katzen total friedliche, liebe Pelzknäule sind und so gut wie nie kratzen oder beißen. Die Miezen hatten zudem ganz viel Angst vor den Kindern! Als die nur zur Tür rein sind, war Emma schon oben auf dem Balken verschanzt, schön hinterm Vorhang, dass man nur noch dann und wann den gepüschelten Schwanz sehen konnte. Und Cookie und Louis, die Hasenfüße, waren auch gleich weg. Die Muffin hat wenigstens mal geguckt, aber so ganz geheuer waren ihr die kleinen, wuselnden Dosenöffner und die Großen dann auch nicht, so dass sie sich ebenfalls ganz schnell verkrümelte..
.
Apropos Krümel: Natürlich gab es auch wieder Backwerk, das ich euch nicht vorenthalten möchte!


Neben den bekannten Lebkuchen gab es noch die weiße, vanillige Variante des Schoko-Nuss-Gebäcks (Man tausche einfach dunkle gegen weiße Schoki und den Zimt durch ein paar Tropfen Vanillearoma. - Wobei mir persönlich die dunkle Variante besser schmeckt.) und Bio-Brädle. Wer sich jetzt fragt, was "Brädle" sind, für den gibt es hier ein kurze Beschreibung: Es handelt sich dabei um ganz einfache, klassische Ausstechplätzchen, die sich zwar blöd verarbeiten lassen, weil der Teig extrem klebt, die aber schön knusprig werden sowie normaler Mürbeteig, ohne aber gleich bei kleinster Berührung zu zerböseln. Denn diese Plätzchen sind wunderbar stabil und können sogar gemütlich vom Blech in die Schüssel geschüttet werden ohne Schäden! Wer die Brädle so wie ich in der vollwertigeren Version backen will, nimmt einfach Dinkelvollkornmehl, Bioeier und -butter sowie Rohrzucker.


(Auch das Brädlerezept stammt aus der schon reviewten Freundin-Beilage und ist im Hinblick auf das Ergebnis als sehr empfehlenswert einzustufen. Mein Tipp generell zu mürben Plätzchenteigen: Teig nie als ganze Kugel kühl stellen, sondern in drei oder vier Einzelportionen, die dann nach und nach einzeln verarbeitet werden, während die andern noch im Kühlschrank schlafen. So vermeidet man, sich zwischendurch mit einer zu weichen, zäh-klebrigen Masse rumärgern zu müssen und hat immer perfekten Plätzchengrundstoff zur Hand.)

Zwei der drei Kuchenrezepte entstammen der Feder der Lecker-Redaktion. Ich lese diese Zeitschrift schon länger und habe daraus mit Abstand schon die meisten Sachen nachgekocht und -gebacken. Diesmal waren es der Schneeflockenkuchen aus dem aktuellen Heft und die Apfelmohntarte mit Baiserhaube aus dem Weihnachtsspecial. Ersterer ist ein Kuchen ohne Backen, der trotz einfach Zubereitung sehr eindruckvoll wirkt. Der Boden besteht aus einer Spekulatioskrümel-Butter-Mischung, darauf kommen Preiselbeeren und darauf eine Quark-Frischkäse-Masse. Zuletzt wird mit fertigen Baisertupfen garniert. Eigentlich soll man die zerbröckeln und alles mit Puderzucker einschneien, aber ich fand die Tuffs in ihrer normalen Form viel schöner (die kleinen Mädels übrigens auch!) und den Puderzucker habe ich gleich mal weggekürzt, fand ich komplett überflüssig. 

(Der Kuchen war echt einfach zu machen, als gedacht, aber ein paar Sachen kann ich bei der Zubereitung empfehlen: 1. Nehmt einen Tortenring statt einer Springform! 2. Nehmt keine normale Blattgelatine, sondern ein vergleichbares Fixprodukt, ist viel einfach und geht ultraschnell. 3. Dickt die Preiselbeeren an, am besten auch mit Gelatine, mein Kuchen hat "geblutet", weil die Quarkmasse so schwer war, dass sie die Beeren einfach rausgedrückt hat. 4. Nehmt den Tortenring nicht zu früh ab!)

Die Apfelmohntarte war etwas aufwändiger, aber im Grunde auch nicht extrem kompliziert. Man musste eben etwas mehr vorbereiten als beim Otto-Normal-Kuchen, aber das hat sich wirklich gelohnt. Das Ergebnis wirkt so richtig professionell. Dabei kommt einem das Rezept wirklich entgegen: Kein Blindbacken des Bodens, keine seltenen Spezialzutaten, keine Deko, bei der man sich die Finger bricht... Und die Kombi aus Mohn, Apfel und Baiser ist echt ein Traum! Ich kann euch diese Tarte nur wärmstens ans Herz legen, die ist wirklich klasse. Außerdem konnte ich meine Tarteform von IKEA endlich mal einweihen *freu*


(Auch  hier seien noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben: 1. Es ist unglaublich edel und sehr schmackhaft, dem Kompott beim Kochen das Mark einer Vanilleschote zu gönnen. 2. Hat man süßere Äpfel, sollte man einen winzigen Teil des Apfelsaftes durch etwas Zitronensaft ersetzen, das rundet geschmacklich ab. 3. Bei der Mohnmasse ruhig nur normale Eier nehmen und das übrige Eiweiß vom Teig lieber für's Baiser aufheben. So muss man ein Ei weniger trennen, von dem dann das Eigelb einfach mal übrig wäre und die Mohnfüllung wird etwas weniger flüssig.)

Der dritte Kuchen ist im Übrigen ein Marmorkuchen, darunter kann sich ja sicher jeder was vor stellen. Zum Kosten sind wir aber alle nicht mehr gekommen, wir waren nach den ersten beiden Kuchen schon voll!

Fazit zum Gebäck: Die Lebkuchen des Grauens haben jetzt auch das Kinder-Güte-Siegel erhalten, die kamen bei den kleinen Damen super an. Die Schneeflocketorte war binnen Minuten an alle Gäste verteilt - restlos! Und auch die Tarte ist gut angekommen, aber nach dem reichhaltigen kalten Kuchen, der so tut als wär' er ein leichtes Dessert, obwohl es nicht so ist, ging bei kaum jemandem noch etwas in den Bauch :)   

Fazit zum Abend:  Um es mit den Worten eines der kleinen Mädels zu sagen: "Es war sehr schön. Euch besuchen wir bald mal wieder!" Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt. So liebe und angenehme Gäste hat man gern bei sich. Das nächste Mal back' ich aber nur zwei Kuchen ;)

Donnerstag, 11. November 2010

Nachtrag: Anrufen macht schlau!

So, noch ein Nachtrag zu vorhin: Akupunktur findet statt nächste Woche, ich kann also doch rüber in die Klinik rollen und mich pieken lassen. Hab' ich grad von meiner Hebamme am Telefon erfahren, die hat gleich mal die Kollegin gefragt und die hat fein genickt, dass alles planmäßig läuft. *freu*
Und Termin für die Hebammensprechstunde habe ich auch bekommen, leider erst in anderthalb Wochen, aber die rufen an, falls sich was ändern sollte.

Neues vom Nachwuchs

So, grad' zurück vom Frauenarzt. Gab' die üblichen Untersuchungen (1x Pipi in Becher, Blutdruck messen, Wiegen *yeah*, CTG...) und dann hat er nochmal algemein "reingeguckt", wie es dem Mäuschen so geht.
Ist alles top und die Kleine liegt sogar wieder links in der Poleposition! Schöööööön! Bin sehr zufrieden und glücklich. Sie sollte noch mindestens eine Woche drin bleiben, dann ist alles optimal, sollte es schon früher als zum Termin losgehen - unsere Kleine wäre dann nämlich kein Frühchen mehr!
Aber naja, sie kann sich ruhig noch ein Wenig gedulden, die Süße, Entbindung ist ja erst für Dezember angesetzt. Wehenkurve zeigt schon bissel Aktivität, aber das wäre wohl komplett normal. Der Körper bereitet sich sicher schonmal auf den Endspurt vor, nehme ich an, und ein bissel Training schadet ja nicht.
Mal gucken, ob es noch irgendwie mit der Akupunktur klappt. In der Klinik kann ich das leider nicht machen lassen, weil die Sprechstunde dafür immer mittwochs ist und hier in Sachsen aber nächste Woche wegen Feiertag nix passieren wird. Und dann kommt's mit den empfohlenen Anwendung nimmer hin bis zur 40. SSW :(
Naja, ich rufe nachher mal die Hebamme an, die ist ja in einer Praxis. Vielleicht kann ich auch dahin gehen. Ansonsten werd' ich erstmal nix weiter machen als Warten, Teetrinken und ab nächste Woche auf's Magnesium verzichten, das ja Wehen entgegen wirkt.

Freitag, 5. November 2010

Nachtrag: Lebkuchen... des Grauens

Hier mal ein Nachtrag zu den mittlerweile fertigen Birnen-Lebkuchen:

Man, die Dinger machen einen echt fertig. Nach Stunden der Ruhe und des Friedens, die der Teig bekommen hatte, war die Masse zäh und klebrig (vor allem wegen des Marzipans, schätze ich) und ließ sich nicht wie angegeben auf den Oplaten "verstreichen", sondern musste mit Gewalt draufgeknetet werden.
Außerdem musste ich 5 statt 2 Oplaten nehmen, weil es einfach zuviel Teig war. Da liegt der Schluss nahe, dass da irgendwer bei der Freundin nicht rechnen kann oder in der Versuchsküche soviel genascht wird, dass das dann wieder hinhaut.
Jedenfalls habe ich statt der 40 Lebkuchen jetzt 60! War aber auch nicht anders zu erwarten, wenn man eine Masse baut, die rein gewichtsmäßig das Dreifache vom Grundteig wiegen dürfte... Hm, das erklärt dann auch, warum ich soviel Zeit für die Fertigstellung dieser Gebäckstückchen gebraucht habe... und so irre viel Zuckerguss, den ich übrigens mit Wasser und nicht mit Birnensaft angerührt habe. Man schmeckt das doch eh kaum - warum also den schönen Saft verbasteln statt ihn zu trinken? Und billiger ist es so auch, jawoll.
Naja, nun zum Schluss des Nachtrages noch der Bildbeweis, dass ich mir das nicht alles zusammengesponnen habe mit den Lebkuchen des Grauens, die ich nichtmal essen darf, wie ich schmerzlich erfahren musste, denn Weihnachtsgewürze können Wehen hervorrufen laut Hebamme und dafür wäre es noch etwas zu früh! (Ich futter' die dann halt Anfang Dezember...)


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