Samstag, 14. September 2013

Nicht mehr lange...

Ich sitze grade am PC und lese Blogs und E-Mails. Kaum zu glauben, dass ich dazu noch Zeit und Muße finde, denn insgesamt geht es mir nicht allzu rosig. Ich bin zur Zeit immer müde und abgeschlagen, mir tut alles weh und meine Launen sind grauenvoll, was mir sehr Leid tut, weil's andere antürlich immermal abkriegen :-( Das will ich eigentlich alles so nicht, aber man muss sich wahrscheinlich mit den körperlichen und seelischen Strapazen des 3. Trimesters abfinden lernen, fürchte ich - auch wenn die Hormonbeutelung langsam alle nervt!

Bin jetzte 33. Woche und fühle mich grundlegend seltsam: Alles scheint so fern und doch so nah. Noch ein ganzes Stück Schwangerschaft hier und bald Baby Nummer 2 dort... Ich kann mich mental irgendwie noch nicht drauf einstellen, auf keinen der beiden Umstände.


Die Wampe hängt mittlerweile schon recht tief, auch wenn man es nicht so gut sehen kann. Und ja, es stimmt: Man sieht auf Fotos immer viel dicker aus als in echt...

Einerseits habe ich noch Quadrillionen Dinge zu tun, weiß gar nicht, wann ich die alle machen soll. Soviel zu räumen, zu waschen, zu nähen, zu machen und erledigen... und dann soll man sich auch noch schonen und ausruhen irgendwann irgendwie - ein Unding! Alles dehr verrückt... und schlauchend.

Ich freu mich so auf unser Baby, kaum zu glauben, dass es in nicht ganz 2 Monaten da sein wird. Aber natürlich habe ich auch Angst. Wie machen wir das mit der Großen? Was, wenn das Baby zu früh kommt? Wer hilft? Wer ist im Notfall da? Was, wenn die Große "eskaliert"? Mache mir arge Sorgen um sie, weil sie doch noch so ein kleines großes Mädchen ist... Sie ist sehr willens- und charakterstark, aber trotzdem sehr sensibel, auch wenn sie es gut versteckt. Und da hat man schonmal Bedenken, wenn man sie dann kurzfristig wird irgendwo unterbringen müssen. Das geht glaube ich allen Müttern in dieser Situation so, oder? *seufz*

Ja, soviele Wenns, Was, Wies und Wos sind einfach noch offen, das verunsichert schon etwas. Vor allem, wenn die Zeit zu rasen scheint  so wie jetzt. Ich erinnere mich, wie ich den Test gemacht habe und dann noch einen, konnte es damals gar nicht glauben: SCHWANGER, wow!

Dann gleich die Schweinegrippe mit Krankenhausaufenthalt.... dann wochentlang krank, krank und wieder krank. Dann das "tolle" Praktikum (warum müssen immer alle anfangen, mich zu mobben, sobald ich schwanger bin?) und schließlich über einen Monat Papierkram für die Berufschule schreiben (langweilig!). Und danach? Endlich mal etwas Leerlauf, bissel runterfahren, gesund werden, naja fast gesund... Seit dem Beginn der Schwangerschaft hänge ich immer in einem Loop zwischen krank und fast gesund (kennt ihr das Gefühl, wenn man merkt, man wird krank? So geht's mir laufend...). Gar nicht schön, kann ich euch sagen.

Außerdem ist immer irgendwas: Ringelröteln in der Krippe, gegen die ich natürlich nicht immun bin. Mögliche Toxoplasmoseinfektion dank Katzenklosandkiste... bah, da geht man am Stock und lässt literweise Blut für's Labor beim Frauenarzt (gern auch mal beim der Urlaubsvertretung, wennn der eigene Gyn nicht da ist).

Ja, irgendwie fühle ich mich gebeutelt.


Aber es gibt auch viele tolle Dinge, die ich in der Schwangerschaft bisher schon erleben durfte:

* Die Entwicklung meiner kleinen zur großen Schwester - sie freut sich so auf das Baby, das ist soooo niedlich.

* Nähen für das Kleinchen - produktive Tätigkeiten heben meine Laune immer massiv.

* Das Treffen mit den Novembermamis aus dem Babycenter-Forum, die sind alle sehr lieb und sitzen ja im selben Boot wie man selbst. *virtueller Drücker*

* Stoffmarkt und erstes Nähbloggertreffen. Auch hier wieder superliebe Mädels mit herzlicher, offener Art kennengelernt. Ihr seid so super!

* Die Arbeit im Kindergarten der Großen als Elternbeirätin. Ein erfüllender, bisweilen nicht ganz unaufwändiger Job, bei dem man aber erstaunlich vieles erreichen kann. Ich lerne dadurch sehr viel hinzu - Eltern-, Erzieherperspektive, Planung diverser Veranstaltungen und Neuerungen, kreative Partizipation am Kita-Alltag als Mami...

Und noch vieles, vieles mehr!


Im Grunde, kann ja nur alles gut werden, oder? Was meint ihr? Wir haben ja damals mit der Goßen auch soviel durch, da ist unser Pensum auch erfüllt, finde ich. Die Turbogeburt, die schlimme Gelbsucht, der ganze Still- und Fütterstress, das hat gelangt. Ist eigentlich genug Stress für 10 Kinder gewesen. Diesmal wünsche ich mir alles ein bis zwei Nummern entspannter, langsamer, glücklicher vor allem.

So richtig Babyglück, das wär's doch. Diesmal bitte keine Depressionen, sondern nur Freudentränen. Diesmal alles in einem Tempo, das es einem ermöglich, da geistig, seelisch und körperlich auch mitzuhalten. Ja, das wünsche ich mir so sehr.


Das ist die Große, gerademal einen Tag alt... sind diese kleinen Runzelfüße nicht so süüüüüß?


Kommentare:

doro hat gesagt…

Ein ordentlich runder Bauch. Ich fand eigentlich immer, dass der auf Fotos nicht so rund aussah, wie ich mich fühlte. :-)
Ihr schafft das schon. Einfach Prioritäten setzen, und was darüber hinaus nicht wird, war auch nicht wichtig. Das Baby braucht sowieso nichts als ein kuschliges Plätzchen bei dir, um erstmal völlig zufrieden zu sein.
Und falls Kind Nr. 1 vorübergehend eskaliert - Augen zu und durch. Ihr wärt nicht die ersten, die das erleben. ;-) Unser Großer hat ganz schön viel Quatsch gemacht in seinen ersten Wochen als Bruder. Die Hebamme konnte uns aber trösten, dass das normal ist und vorbei geht. Recht hatte sie. Es ist nun mal eine Umstellung für alle Beteiligten. Und ich glaube, da kann man bei aller Liebe nicht dafür sorgen, dass die spurlos vorübergeht. Nur dafür, dass das kleine große Kindlein sich trotz allem sicher fühlt in seiner Familie.
Alles Gute noch für die letzten Wochen!

LG Doro

Sera hat gesagt…

Danke Doro, ich denke, du als Dreifachmami hast einfach recht, aber für mich ist das eben alles neu. Aber da wachsen wir alle schon gemeinsam rein, der Papi, die Große und ich.
Danke für die lieben Worte!

amberlight hat gesagt…

Mit ein paar Wochen Vorsprung bin ich nun in der deutlich einfacheren Position beruhigen zu können. Auch ich habe mir über das "wohin mit Kind 1 während einer sehr schnellen Geburt" und das danach meine Gedanken gemacht. Und nun ist alles fein und die große Schwester einfach nur extrem stolz auf ihren kleinen Bruder, den sie über alles liebt ... Auch bei euch wird's ganz sicher fein!

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