Posts mit dem Label Wissenswertes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wissenswertes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. Dezember 2014

Ärmel mit der Overlock: Minitutorial

Da ich nicht an Zufälle glaube und die gute Amberlight ja kürzlich danach fragte, blogge ich heute endlich mal ein kleines Tutorial, welches im Grunde keines ist. Ich wollte das ja schon länger schreiben, aber wie immer: Keine Zeit!!!
Ich zeige euch also mal ein/zwei Fotots und schreibe ein paar Zeilen dazu, dann ist euch klar, was ich meine mit kein "wirkliches" Tutorial.. Denn mehr braucht es wirklich nicht, um das lästige "Um-die-Ecke-Nähen-und-dabei-in-den Stoff-schneiden-mit-der-Ovi" zu umgehen...

Wir starten an dem Punkt, wo der Ärmel schon oben an der Schulter angenäht ist, das ist ja easy mit der Ovi, nicht?
Da ich jetzt nur ein fertiges Shirt da haben, erkläre ich euch einfach daran, wie es weitergeht:
Als erstes legt ihr das Shirt rechts auf rechts aufeinander, so dass der "Knick" auf der Ärmeloberseite verläuft und die Kanten genau aufeinanertreffen. Wichtig ist, dass die Achseln genau aufeinander liegen und sowohl der untere Saum als auch der Saum am Ärmelende unten.
Das könnt ihr Gerne mit Stylefix oder Clips fixieren, wenn ihr das braucht.





Jetzt kommt der "Zaubertrick": Legt jetzt en Ärmel, der in einem ca. 90°-Winkel absteht, einfach nach oben - quasi von der 3-Uhr-Position auf die 12-Uhr-Position. Das wird dann in gerader Linie über die Ovi gerollt und fertig. Das zweite Bild ist die rechte Seite, da sieht man die Postion aufgrund der Farben besser.

Das ist auch schon alles!

Der Schnitt des Shirts ist die "Flicka" von Lolletroll. Die Stoffe  gab es bei Fadenstern: Lillestoff und Campan-Jersey. Bündchen sind aus dem Bestand.







Dienstag, 8. April 2014

Teil 2: #selbstgeboren #Stillen in der Öffentlichkeit #Hebammen erhalten

Immer wieder gestern Berichte über Frauen durch die Medien, die, weil sie in der Öffentlichkeit stillten, angefeindet, dumm begafft oder aus gewissen Lokalitäten verwiesen wurden. Und wer als Frau schonmal irgendwo außerhalb der heimischen vier Wände gestillte hat/stillen wollte, mag dies sogar am eigenen Leibe erlebt haben.
Ob nun einem im Flugzeug untersagt wird, sein Kindlein zu ernähren oder im Starbucks ein paar halbstarke Schülerinnen untereinander motzen, man solle doch auf Toilette gehen, wenn man seinem Baby die Brust geben möchte, ist egal. Verletzend ist es trotzdem. Soll man sein Kind verhungern lassen? Soll man es schreien lassen? Die vernichtenden Blicke sind dann erst recht vorprogrammiert, soviel ist klar...
Das Blog geborgen gewachsen ruft deshalb auf, das Thema aufzugreifen und persönliche Erfahrungen in die Welt der Blogosphäre zu tragen, um zu zeigen: Stillen ist NORMAL - ÜBERALL!
Ja, zum Stillen muss frau ihre Brust auspacken, etwas, was hier in der westlichen Welt sofort in eine sexuelle Schublade geschoben wird. Dabei sieht man in den wenigsten Fällen überhaupt viel vom Busen, immerhin ist ja der Kopf vom Baby davor und verdeckt so das meiste.
Bei ersten Kind hatte ich wirklich ANgst, wonanders als daheim zu stillen, denn die Maus schrie oft ewig, brauchte gefühlte tausend Jahre bis sie angedockt war und halbwegs etwas getrunken hatte.Ich musste soviel Aufwand betreiben, dass sie überhaupt wach und dabei bleibt, das wäre nirgendwo gegangen - zumal es ein superkalter Winter war und man immer irgendwelche Räume hätte finden müssen, wo man unterkommt. Im Endeffekt habe ich dann umgeschwenkt auf Flasche - nach ca. 2 Monaten und die Lage entspannte sich zum Glück für alle Beteiligten nach und nach. Es war hart und nicht gerade einfach. Auch öffentlich Flasche füttern war anfangs kaum möglich.
Gib' mal einen Baby, das deutlich weniger als ein halbes Jahr alt ist in Dresden in der Öffentlichkeit die Flasche. Wenn man Glück hat, wird man ignoriert, wenn man Pech hat kommt irgendeine Übermutter daher und belehrt dich. Das schlimmste, was mich echt getroffen hat damals war, als einen Frau mich fragte, ob ich mein Kind denn gar nicht lieben würde, denn wenn ich es lieben würde, würde ich ja stillen. Wenn man nur wollen würde, könnte doch JEDE FRAU stillen. Immerhin fragten die etwas sensibleren Unsesiblen einen mit hartnäckiger Regelmäßigkeit, ob man denn nicht stillen könnte oder nicht stillen wöllte...
Deshalb krieg' ich noch immer einen Hals, wenn ich den Satz

"Wenn ein Baby in einem Einkaufszentrum eine Flasche bekommt, schüttelt niemand den Kopf."

bei geborgen gewachsen lesen muss.Sorry, das jetzt mal so direkt sagen zu müssen, aber es ist echt ignorant, sowas zu schreiben, weil es schlicht nicht stimmt. Flasche geben hat nichts mit Dünnbrettborertum zu tun, denn nicht jeden Frau will das so haben. Ich hätte liebensgern meine Kinder gestillt, meintewegen bis sie 2 sind... wäre für mich toll gewesen, aber da haben meine Kinder einfach nicht mit gemacht.
Nicht jede Flaschenmama ist eine gute Mutter, nicht jede Frau die ihr Kind stillt ist eine gut Mutter. Und umgekehrt. Dass Stillen immer so bejubelt wird, nervt. Gerade weil es etwas Normales ist, sollte es akzeptiert werden. Zuhause, auf dem Bahnsteig, im Gasthaus, im Schimmbad, auf der Wiese im Großen Garten. Punkt.
Damit will ich nicht sagen, dass öffentlich Stillen nicht Mut erfordert oder dass Stillen allgemein gut für Kinder ist. Zweifellos ist es auch etwas Besonderes und Schönes.
Ich habe 2 Kinder. Ich habe beide gestillte. Eines 8 Wochen. Eines fast 5 Monate. Keines der beiden konnte ich ausschließlich mit Muttermilch satt kriegen. Na und. Deshalb wünsche ich mir Toleranz für beides: Flasche und Brust.
Ich habe so viele Modelle der Babyernährung kennengelernt, weshalb ich mich frage, warum das Thema immer so heiß diekutiert werden muss.
Warum freuen sich die Leute nicht einfach, dass es hier soviele Babys gibt?

In diesem Sinne: Mein Baby weint, ich geh dann mal.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Leben zwischen Fläschchen und Stillpullover - mein neues Leben als Zwiemilchmami...

Unsere Klitzekleine wird morgen schon 11 Wochen - ELF! Wahnsinn, wie sie Zeit vergeht! Sie wächst und ist fidel, wenn auch kein Mops, was ich mir insgeheim immer etwas gewünscht hatte. Aber naja...
Trotz knubbeligen 3,8 kg Startgewicht (wodurch uns diesmal zum Glück die Gelbsucht erspart blieb), sind wir diese Woche erst bei etwa 5 kg angekommen und das Kleinchen ist damit ein B.m.H. (Baby mit Hals/Handgelenken), das heißt sie ist eher zart. Aber das kennen wir ja schon vom Großkind, die mit ihren 3 Jahren gerademal 12,5 kg wiegt auf ihre 94 cm. Tatsächlich war die Große im gleichen Alter nahezu identisch schwer, was mich ziemlich verblüfft hat, denn sie kam mir immer unendlich zerbrechlich vor, wohingegen die Kleine ein Doppelkinnchen und Oberschenkelspeckfalten hat.
SIe ist vom Wesen sehr viel ruhiger als das Großkind, allerdings haben die beiden trotzdem enorm viel gemein:

* Beide Kinder haben Papis Nase und Mamis Ohren.
* Beide Mäuse kamen mit schwarzen Haaren auf die Welt, die nach und nach immer heller wurden. (Bei der Großen fielen sie allerdings aus, was beim Kleinchen noch abzuwarten bleibt. Ich hoffe, die hübschen Haare bleiben, immerhin sind sie hellbraun mit Rotstich und schon deutlich über die Ohren gewachsen.)
* Lieblingssport im selben Alter der beiden: Das kleine Schwein, das am Spielbogen hängt verdreschen.
* Beide Kinder sind sehr agil und motorisch gut dabei.
* Beide Kinder sind gerne nachts gegen 5:00 Uhr wach, was echt zum heulen ist... Durchschlafen - was ist das?
* Heulen, wenn es Abenessen gibt - pünktlich schreit die Klitzekleine und die Große meckert, weil Händewasche doof ist und überhaupt sie ja schon eben Händewaschen war und Schnitte nicht zu ihrem Lieblingsessen gehört und überhaupt...
* Beide Kinder sind ernährungstechnisch 'ne harte Nuss.

Wo wir wieder bei der Zwiemilchernährung wären. Ich hab mir wirklich beide Beine ausgerissen, aber voll zu stillen wird wohl ein Traum bleiben für mich.
Nachdem ich bei der Großen damals ab der ersten Lebenswoche zufüttern musste und sie mehr und mehr die Brust anzuschreien und zu verweigern begann, gab ich damals  nach einigen Wochen auf. Die Belastung war zermürbend und ich quälte mich bei jeder Babymahlzeit unendlich. Irgendwann  stiegt deshalb ganz auf Flasche um. Stillen war für mich keine schöne Erfahrung gewesen und der Druck von damals nagt auch heute noch an mir, wenn ich ehrlich bin.

Beim Kleinchen hatte ich mir vorgenommen, diesmal durchzuhalten. Also klemmte ich die kleine Maus nach der Geburt bei jedem Piep an die Brust. Dumm ist nur, wenn der Milcheinschuss so derart auf sich warten lässt, dass die Speckreserven schmelzen wie Eis in der Sonne. Die Milch kam nämlich erst an Tag 5 und war reichlich spärlich. Die Maus war ganz schön ausgedurstet und ich beriet mich wirklich intesnsiv mit Kinderärztin und Hebi, ob ich nicht doch irgendwie um die Nummer mit dem Zufüttern herumkäme... vergebens. Nach einhundertzwölfzig Tricks und Huddeleien holten wir also das Pulver aus dem Schrank, das wir vorsichthalber dort gebunkert hatten, und mischten Fläschchen. Und so ist es geblieben. Zwar habe ich wirklich ALLES probiert, aber vom Fläschchen kommen wir einfach nicht weg. Selbst eine Stillberaterin konnte mir da nicht wirklich helfen. Ich habe so den Verdacht, meine Psyche hat vor 3 Jahren dann doch zu sehr gelitten, was mir jetzt auf die Füße zu fallen scheint.

ABER: Ich stille! Ich stille 8,10, manchmal 12 mal am Tag.
Ich mische zwar weiter Pulvermilch an und füttere die kleine Maus nach jedem Rendevouz mit Mamis Möpsen, aber hej, die Hauptnahrungsquelle bin ich und nur ich!
Man arrangiert sich dann doch scheinbar irgendwann damit, schätze ich, eine Zwiemilch Mama zu sein, eine moderne Frau, die die Vorzüge beider Ernährungsstile nutzt! So. Ich bin froh, dass es Pulvermilch gibt, immerhin wir die Kleine so satt und nimmt zu, wenn es bei mir nicht reicht. Ein gutes Backup-System, wenn Mutter Natur mal wieder den Failwhale auspackt...

Damals beim Großkind wirde ich oft schief angeguckt mit Flasche in der Hand, zum Teil wurde ich sogar offen angefeindet und mir wurde unterstellt: Jede Frau kann stillen, wenn sie will. WENN SIE WILL. Bah! Ich wollte und will das immer noch.
Damals stillten auch um mich herum alle Mutti (bis auf eine) und ich kam mir irgendwie vor, wie ein Totalversager - Sera, die Stillniete! Alles meine Schuld blablabla... Seltsam, dass es erst ein zweites Kind und ein neues Umfeld an Jungmuttis brauchte, um zu sehen: Egal wie man es macht, man macht es immer richtig bzw. immer verkehrt! Will heißen: Packe ich im Starbucks meine Brust aus, um mein Kind zu stillen, werde ich genauso dumm angemacht, wie in der Krabbelgruppe, in der ich mein Fläschchen mische. Klar ist Muttermilch das Beste für mein Kind und sicher gibt es auch faule Mütter, die keine Lust auf Stillen haben - alles in der Normalverteilung junger Mütter vorhanden, sicher, aber mittlerweile kann ich das akzeptieren, kann super damit leben, dass ich halt das Leben und den Alltag so meistere, wie ich es am besten hinbekomme.

Und in dem Sinne: Ich bin stolz auf mich! Ich bin eine tolle Mama und habe eine grandiose Familie! Mein Mann ist der beste der Welt und meine Kinder die besten und perfektesten, die ich mir vorstellen kann, egal, ob trinkschwach, nachtaktiv oder manchmal undurchschaubar! Ich hab tolle Freunde, denen die Flasche zum Teil genauso hilft wie mir oder die sich eben auch mit dem Stillen auseinandersetzen (müssen), weil nicht alles so läuft, wie erhofft. Und ihr Verständnis ist für mich eine ganz große Hilfe. Besser geht es kaum und dafür bin ich so dankbar!








Montag, 9. September 2013

Guten Hunger!

Wer gerne kocht, dem lege ich hiermit das gemeinsame Kochblog meiner Schwester, meines Mannes, einer Freundin und mir ans Herz. Jetzt wo die inoffizielle Sommerpause zu Ende zu sein scheint ;-), könnt ihr dort allerlei leckere Rezepte zum Nachkochen finden.

Hier geht's zum Blog!


Aktuell gibt es dort übrigens ein Pancake-Rezept von mir zu bewundern ;-)

Donnerstag, 28. März 2013

Wie DEUTSCH bin ich?

Nachdem meine liebe Schwester diesen Artikel hier verlinkte, war ich zugegebernermaßen neugierig.
Dort beschäftigt sich der Autor mit allerhand Clichés, die (zumindest von Nicht-Deutschen) für typisch deutsch gehalten werden. Und man muss ja auch zugegen, wie Dara bereits treffend feststellte: Deutsche sind was sie sind und leben (oft) das Cliché, an dem ja eben auch immer was wahres ist.
Jedenfalls dachte ich mir, ich gucke mal, wie deutsch meine Familie so ist, nachdem meine Schwester mal den Schweden-Test gemacht hat ;-)

Also hier der Selbsttest Teil 1:

1. Trage immer Hausschuhe daheim:

Äh, nein. Also grundsätzlich stimmt das so bei uns nicht. Klar ziehen wir die Straßenschuhe aus, wenn wir reinkommen und ich HASSE es, wenn Gäste ihre Treter nicht ablegen, aber Fakt ist: Nur mein Mann trägt Hausschuhe. Warum? Meine sind kaputt gegangen und unsere Tochter ist grundsätzliche Hausschuhverweigerin - außer in der Krippe, aber da zieht sie sich auch gerne und oft aus.
Anders als der Artikel postuliert haben hier übrigens die meisten Leute Vorhänge oder zumindest Gardinen, weil wir uns nicht gerne in die Hütte gucken lassen. 

2. Iss lange Frühstück

Und wieder ein klares Nein. Wir sind alle drei keine Frühstücksmenschen und selbst am Wochenende ist das kaum anders. Nur, wenn wir in Gera oder Schweden sind auf Besuch, dann wird's etwas länger, aber keinesfalls wegen des Essens, eher wegen des Redens, man sieht sich ja sonst nie.

3. Planen und Vorbereiten

Ja, stimmt. Mein Mann liebt Listen und plant gerne. Ich bin da chaotischer, mache viel im Kopf, aber nicht selten kurz vor knapp - und trotzdem planvoll.

4. Versicherungen

Ja, auch zutreffend. Wir haben viele, eigentlich nicht genug, wenn man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will - aber hej, das kann sich absolut keiner leisten, also... Oftmals muss man ja auch versichert sein, sonst darf man beispielsweise nicht Autofahren oder krank werden.

5. Zieh dich passend an (Outdoor-Alarm)

Also hier fallen wir wieder raus. Zwar hat mein Kind möglichst wettergerechte Kleidung an, aber Jack Wolfskin oder Deuter haben wir nada im Bestand.
Weder mein Mann noch ich besitzen Funktionskleidung oder -schuhe - abgesehen von einer Winterjacke (vom Gatten) und Winterstiefeln (meine), die Markenware sind und bei dem dämlichen langen Winter dieses Jahr angeschafft werden mussten. Ansonsten nähe ich viel für meine Kleine, was derzeit ziemlich trendy ist hier im Schland, wenn man sich so umsieht.

6. Deutsch sprechen

Ja, tun wir alle. Das ist keine Kunst, wenn man Muttersprachler ist. Außerdem sprächnmar Säggsch, Dieringisch (Gersch) und English. Das Männl kann sogar ein wenig Fanzösisch und Chinesisch und ich drei Worte Japanisch.

7. Bilde dich weiter (Qualifikationen und Zertifikate)

Ja, in Deutschland braucht man leider immer genau den passenden Abschluss und einen Schriebs für alles. Will heißen man kriegt überall Arbeitszeugnisse, Teilnahemurkunden und Nachweise, dass man sich (weiter)gebildet hat. Stimmt also 100% auch bei uns. In meinem zukünftigen Arbeitsfeld sind die Fortbildungen sogar vertraglich Pflicht, also kein Job ohne...

8. Halt am roten Ampelmännchen

Mache ich als Mutter in 80% der Fälle, die meisten hier aber gehen wie sie mögen, besonders, wenn die Straßen leer sind. Also hier wieder ein Nein, das ist Unfug. Und: Hier gibt es sogar Ampelmädchen der Gleichberechtigung halber!

9. Apfelschorle, Wurst, Sauerkraut, Brot, Bier...

Hm, auch hier kann ich nur sagen: Ja, Deutsche essen das häufig und nein, uns betrifft das wieder nur teilweise bis gar nicht. Wir trinken seltenst Apfelschorle (fast nie), ich bin Vegetarier und damit zufireden, Sauerkraut gibt es bei uns nie, maximal beim Großelternbesuch wird das mal aufgetischt oder früher in der Mensa, aber privat: Fehlanzeige. Meine Familie ist keine Brotesser-Gesellschaft (cih esse gerne Brot, aber Mann und Tocher nicht) und Bier trinkt der Göttergatte auch kaum und wenn dann nichtmal Pils. Lustigerweise steigt sein Bierkonsum ausgerechnet in Schweden, wo die Bierdose 5 Euro kostet ;-) Liegt an der netten Gesellschaft, schätze ich.
Allgemein sind viele Essensclichés sehr regional und komischerweise spielt das Bild vom Lederhosen tragenden Bayern mit Brezen und Maßkrug im Ausland eine Riesenrolle... Nunja, außer als Kind hatte ich nie eine Lederhose im Schrank und Bayern ist mir wurscht...


Soviel dazu... Clichés bedienen wir also nur zum Teil - ein wenig überraschendes Resultat.




Donnerstag, 28. Juni 2012

Mittsommer in Schweden

So, wir sind wieder da aus Schweden!

Schön war es und erlebt haben wir natürlich auch wieder ganz, ganz viel. Am schönsten war auf jeden Fall, unsere Lieben wieder zu sehen, was ja sonst selten genug passiert.
Immerhin wohnt meine Schwester jetzt schon fast drei Jahre im schönen Schwedenland und spricht beeindruckend gut die Landessprache (so gut, dass sie uns im Schuhladen auf Schwedisch nach der Schuhgröße der Kleinen gefragt hat ;-P). Auch in die Gebräuche der Eingeborenen wurden wir von ihr eingeführt, zu allererst natürlich ins Mittsommerfest, was bei den Einheimisches DAS Familienfest schlechthin ist und einen wichtigeren Stellenwert als Weihnachten zu haben scheint. Alle flechten Kränze und tanzen um den Maibaum, der seit dem 14. Jahrhundert in Schweden fester, kultureller Bestandteil ist. Gesungen und gefiedelt wird ausgiebig, zum Teil kennte man sogar als Deutscher die Melodien und durch Beobachten bekommt man ganz gut raus, was da gerade gesungen wird, weil die meisten Lieder Gesten und Bewegungen enthalten. Jedenfalls ist Mittsommer sehr fröhlich und familiär, es wird gepicknickt, man verspeist schwedische Erdbeeren, Pellkartoffeln (mit Schale), Dill, Köttbullar und Hering in Soße - oder wie unsere Maus auch ganz untraditionell Joghurt, Nudeln oder Eis, das dann ganz kollegial mit dem anderen Kind, dessen Reisebettchen wir leihen durften, geteilt wurde.
Und wenn man dann als deutsches Kleinkind noch das schwedischste aller Kleidchen trägt, fällt man eigentlich gar nicht mehr auf unter all den Skandinaviern ;-) (Manche fanden ihr Kleid so toll, dass sie heimlich Fotos gemacht haben, aber bei Leuten, die ganz ungeniert Nationalstolz zeigen dürfen, kann man's irgendwie verstehen - und natürlich weil unser Kind das aller niedlichste ist, das es auf der Welt überhaupt gibt.)

Hier ein paar Eindrücke:

Papa, unsere kleine Schwedin und meine Schwester.

Passt der Kranz überhaupt?

Der ist jetzt zwar kaputt, aber der muss dann trotzdem in den Weihnachtskranz mit rein gebastelt werden!

Samstag, 24. März 2012

YA

Nachdem jetzt ein kleiner Chat im Blog meiner Schwester zum Thema (e-)Bücher aufgekommen ist, dachte ich, ich schreibe mal etwas über meine derzeitigen Favoriten, zufälligerweise (fast) alles Young Adult (YA) Bestseller.
Schon lange lese ich mit Vorliebe Bücher aus diesem Bereich, auch wenn ich mittlerweile wohl das "young" bei mir streichen müsste, aber naja... Zurück zum Wesentlichen.
Bei YA handelt es sich meiner Meinung nach um eine Art Bücherklasse als ein wirkliches Genre, unter der zahlreiche Werke zusammengefasst werden können. Zielgruppe sind Menschen zwischen 14 und Anfang/Mitte 20, nicht selten weiblichen Geschlechts und daran angepasst sind die Protagonisten in der Regel in der selben Altergruppe.
Die Themen sind vielfältig und bedienen so ziemlich alle Genres, aber besonders beliebt sind bei YA - wenn man nach den aktuellen Bestsellerlisten geht - Fantasy, Mystery, Dystopie und ab und zu auch Science Fiction - beinahe immer gemixt mit Romantik und den typischen Jugendthemen (Suche nach dem eigenen Ich inklusive Entdeckung eigener Fähigkeiten und Begabungen, des eigenen Körpers etc., Konflikte mit den Eltern/Klassenkameraden/Personen einer anderen bestimmten Gruppe, Suche nach einem Platz in der Welt...).
Allerdings kann man nicht behaupten, die Bücher aus diesem weiten Feld würden nur von Jugendlichen gelesen, auch wenn die Autoren sich deutlich an einem Teenpublikum orientieren und sich an dieses richten (- Stil und Sprache sind angepasst, exzessives Fluchen, Sex und grafische Gewalt werden in der Regel entschärft dargestellt, Liebe und Romantik überhöht und auf die emotionale Entwicklung der Charaktere ein gesteigerter Wert und Fokus gelegt -) Tatsächlich befindet sich der Leserkreis meiner Meinung nach eher zwischen "young" und "adult", was wahrscheinlich mit der Themen- und Genrevielfalt die YA bietet zusammenhängt.
Lustigerweise lese ich selbst YA seit ich ungefähr 10 bin und das bis heute - also annähernd 18 Jahre. Und meine Freundinnen aus der Krabbelgruppe sind auch Fans derselben Bücher wie ich, was sich ganz gut trifft - die eine ist 33, die andere 25.
Aber nun mal Butter bei die Fische - Was macht denn eigentlich den Reiz von Büchern, die in diese Sparte eingeordnet werden genau aus? Warum kauft sich eine Frau um die 30 noch Bücher, in denen Jugendliche im Mittelpunkt stehen und deren Lebenswelt und Problemkreis angesprochen wird?
Das zu beantworten ist gar nicht so leicht, zumal oder eher vor allem weil YA wirklich extrem vielschichtig ist.
Bei mir war es so, dass ich schlichtweg kurz vor Beginn meiner Pubertät damit angefangen habe, Bücher zu lesen, für die ich damals eigentlich noch zu jung gewesen wäre. Auf den Leseempfehlungslisten standen damals Bücher über Kinder auf Ponyhöfen, über Tiere und Feen, Prinzessinnen etc. pp. - Mir viel zu langweilig. Stattdessen fing ich an aus Trotz oder aus allgemeiner Verweigerungshaltung den gängigen Kinderbüchern gegenüber bewusst Erwachsenenliteratur zu konsumieren, wobei mir davon vieles nicht gefiel - zu langatmig, zu steif, wenig Handlung, viel Politik, Philosophie und/oder Geschichte. Außerdem waren die Figuren meistens nicht genau das, womit man sich als (Noch-)Kind identifizieren kann... Irgendwann fiel mir dann ein Buch von Tamora Pierce in die Hände und damit war meine Liebe zur YA-Literatur geboren.
Das Buch war stimmig, spannend und verzichtete auf großartige Fachsimpeleien zum Thema High-Fantasy-Theorem 1 B nach Tolkien und Konsorten... (Nicht Gegen Tolkien, aber ihr wisst was ich meine... hoffe ich zumindest). Stattdessen gab es Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann in einem Kontext, der interessant ist und über den man mehr erfahren will.
Viele YA-Bücher sind so: Frisch, unkompliziert und sympatisch. Sie machen einem das Lesen leicht, sind unterhaltsam und bieten Stoff zum Mitfiebern, Mitlieben und -leiden... Stil und Erzähltempo sind nicht selten so, als schaute man einen spannenden Film oder eine Lieblingsserie im Fernsehen. Außerdem sind Sprache und Figuren, egal ob sie nun das Mädel von Nebenan oder ein schillernd gekleideter, bisexueller Warlock sind, lebensnah gestaltet, auf die Darstellung ihrer Entwicklung - geistig, körperlich und emotional - wird besonderer Wert gelegt.
Der Mix aus Neuem und Altbekanntem (Dauerbrennern wie Liebe, der Kampf zwischen Gut und Böse, der Konflikt mit der Gesellschaft etc.) zündet einfach - manchmal so gut, dass ein gewisser Hype nicht zu leugnen ist, was bestimmte Bücher und Autoren angeht... Twilight, kennt mittlerweile jeder, ist zum Beispiel solch ein YA-Buch, das sich wie eine Seuche in seiner Beliebtheit ausgebreitet hat.
Solche Bücher erwecken nicht selten besonders durch ihre mediale Präsenz Aufmerksamkeit und gewinnen so auch Leser anderer Interessengebiete für sich, weil sie einfach da sind und man sich wahrscheinlich als unvoreingenommener Literaturkonsument irgendwann zu fragen beginnt, was wohl dran ist an Bella und Edward oder an dem Zauberlehrling mit der Blitznarbe...
Ausgeklügelte Marketingstrategien zahlen sich gerade für YA aus, wie es scheint, guckt man sich die Bestsellerlisten an und die Trailer im Kino, denn kaum beginnt ein Buch eine größere Leserschar zu sammeln - zack - kauft Hollywood die Rechte, um sich auch ein Scheibchen vom Kuchen abzusäbeln. Immerhin lesen immer mehr junge Menschen, zahlungskräftige junge Menschen, die ganz gerne auch mal ins Filmtheater gehen und DVDs kaufen...

Fazit: 

YA ist reizvoll. Es ist eine vielschichtiges, genreübergreifendes Feld der Literatur mit dem Potential, Leser ab dem Teenageralter und (weit) darüber anzusprechen. Zum Beispiel durch Sprache, Stil, Themen, ein angenehmes Erzähltempo und vor allem aber die Gestaltung der Figuren, mit denen sich der Leser leicht identifizieren kann. Der Mix aus neuen, frischen und oftmals unkonventionellen Konzepten mit altbekannten und beliebten Ideen weckt das Interesse des Lesers und bietet Anreize weiterzulesen. Das Spektrum ist ernster und reifer als bei Kinderbüchern, aber meist weniger komplex als "Erwachsenenliteratur". Der Leser kann auf seinen eigenen Erfahrungs- und Wissensschatz zurückgreifen, da YA sich in der Regel daraus speist und/oder nötige Informationen (z.B. über Mythologie) selbst zur Verfügung stellt.
Außerdem werden die aktuellen YA-Bücher strategisch ausgeklügelt vermarktet und der Hype um einzelnen Werke von den verlagen gepusht. Kinofassungen von YA-Romanen tragen außerdem auch dazu bei, dass sich der ein oder andere Zuschauer dann doch das Buch kauft, aus Neugier oder schlichtweg um zu vergleichen, was Film und Vorlage unterscheidet...

Ja, was wollte ich eigentlich sagen.... hmmm, weiß auch nicht mehr so recht. Grundsätzlich ist der Eintrag ja eher einer geworden, der sich der Thematik widmet "Was ist YA und was macht dieses Feld der Literatur aus?", anstatt dass ich eigentlich meine Leseempfehlungen losgeworden bin, die ja da hinein gehören irgendwie, aber naja... Kommt Zeit kommt Blogeintrag dazu...

Also bis die Tage...

Sonntag, 19. Februar 2012

Amnesty International: Nähen für die Rechte von Frauen

Amnesty International setzt sich mit einer ganz besonderen, sehr bildhaften Aktion zum Weltfrauentag am 8. März für die Rechte von Frauen weltweit ein. Unter dem Motto "Äußerst grausames Spiel" soll auf die Vielfalt an Greueltaten aufmerksam gemacht werden, die Frauen tagtäglich erleiden müssen. Die Liste ist lang und nicht selten bleiben die Täter straffrei. Auch sind die Wunden der Opfer nicht selten nach außen hin unsichtbar:

Zwangsheirat
häusliche Gewalt
Vergewaltigung
Verstümmelung und Entstellung ... 


In diesem Zuge rief AI Nähbegeisterte dazu auf, kleine Püppchen zu nähen, die die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren sollen: Symbolisch werden die niedlichen Puppen mit Nadeln durchstochen und mit einem Infozettel am 8. März verteilt.

"Die Puppe sehen wir als Symbol für Mutterschaft und das Geben von Geborgenheit, aber auch für die Verletzbarkeit von Frauen", sagt Barbara Mertens, die das Projekt für Amnesty koordiniert. [Quelle]

Und so wie die Nadeln nach dem Herausziehen keine sichtbaren Spuren im Stoff hinterlassen, sind auch die Wunden der Frauen eben nicht immer sichtbar.

Hier ist mein Beitrag - denn ich habe natürlich auch mitgemacht und meine Puppe an AI geschickt:


Sonntag, 29. Januar 2012

Moosgummistempel selber machen

Auf Anfrage der lieben Gallina hin ergänze ich natürlich auch noch die Moosgummivariante des selbergemachten Stempels. Im Gegensatz zum subtraktiven Verfahren des Schnitzens der Radiergummistempel trägt man hierbei nichts von einer Platte ab, sondern baut das Motiv quasi auf. Vorteil hierbei ist, dass die Linien und Flächen insgesamt sauberer und feiner gestaltbar sind, aber auch das hat - wie beim Radierer - so seine Grenzen, was Details angeht...

Dazu benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 2 Moosgummiplatten mittlerer Dicke, am besten in 2 verschiedenen Farben (der Übersichtlichkeit halber) - beide müssen in der Größe etwas größer als das Wunschmotiv sein.
  • Kleber (Prittstift, Bastelleim, lösemittelfreier Alleskleber oder Sprühkleber)
  • Schere oder Skalpell
  • Papier mit Ausdruck oder Zeichnung des Motivs, welches ihr umsetzen wollt - Flächen lassen sich auch hier besser umsetzen als zarte Linien.
  • Holzstück oder Acrylblock

Und so geht's:

  1. Malt das Motiv auf ein Blatt Papier oder druckt es aus.
  2. Schneidet es grob aus und zwar im Ganzen.
  3. Klebt nun das Motiv auf eine der beiden Moosgummiplatten. Das geht sehr gut mit Sprühkleber oder Prittstift. Achtet darauf, dass das Motiv gut angetrocknet ist und wirklich überall klebt, ehe ihr weiter macht.
  4. Schneidet nun das Motiv aus - entweder mit einer (Nagel-/Stick-)Schere oder dem Skalpell.
  5. Jetzt kommt die 2 Platte Moosgummi zum Einsatz: Arangiert die Teile eures Motivs probeweise darauf und korrigiert sie nochmals, falls nötig. Dann klebt ihr sie mit der Papierseite auf Platte 2, so dass das Motiv jetzt spiegelverkehrt erscheint. Drückt alles gut an und schneidet überschüssiges Moosgummi der Trägerschicht etwas zurück. (Um das Motiv sollte man nicht zuviel wegnehmen. Ein Rand von 0,5 bis 1 cm ist am praktischsten.)
  6. Montiert das Moosgummi nun mit Kleber auf dem Holz oder dem Acrylblock und lasst den Kleber gut trocknen.
  7. Fertig!!

Samstag, 28. Januar 2012

Stempel schnitzen - So geht's!

Ich bin eine Frau zahlreicher Obsessionen. Zum Beispiel liebeliebeliebe ich Stempel. Allerdings sind die kleinen oder großen Druckteilchen in der Regel teuer und man findet oft nicht genau den einen wahren, den man eben braucht bzw. will.
Mittlerweile kann man sich zwar professionell helfen lassen, das heißt, man kann sich Stempel von Firmen anfertigen lassen. Man muss nur das Wunschmotiv als Vorlage einsenden und bekommt es innerhalb einer gewissen Zeit als fertiges Druckhilfsmittel zugesandt. Das ist allerdings nicht ganz billig - wo wir wieder bei Kostenfaktor angelangt wären, der meist nicht ganz unerheblich bei der Stempelaquise sein dürfte.
Mit etwas mehr Aufwand kann man stattdessen ganz einfach selber individuelle Motive umsetzen und drucken.

Dazu braucht man entweder einen glatten, weichen Radierer aus Gummi, ein scharfes Messer/Skalpell/Linolschnittset, eventuell eine Schere, einen weichen Bleistift, ein Stempelkissen und optional ein Stückchen glattes Holz (einen abgeschliffenen Lattenrest oder ein ausgedienter Baustein beispielsweise tun diesen Dienst ganz gut) oder eine Acrylglasstempelplatte aus dem Bastelladen (nicht ganz so billig, aber akzeptabel, wenn man keine Marke kauft) und Kleber.

Dann geht's auch schon los:
  1. Malt euer Motiv auf ein Stück Papier - ihr könnt es auch druchpausen. Achtet aber darauf, dass es nicht zu viele Details hat, das lässt sich nicht so gut schnitzen, es sei denn man hat Übung und extrem ruhige Hände. Ich empfehle ein simples Motiv mit vielen Flächen. Es sollte natürlich maximal so groß sein wie das Radiergummi.
  2. Dreht das Papier um und rubbelt über das Motiv, es erscheint seitenverkehrt auf dem Radierer.
  3. Jetzt schnitzt ihr alles weg, es später nicht gedruckt werden soll, also alles, was nicht "schwarz" ist von der Bleistiftvorlage. Anfänger nehmen am besten ein Motiv, wo man fast nur Flächen hat und nur ein paar Linien rausschnitzen muss. Aber Achtung: Was einmal weg ist, ist weg!
  4. Ist das Motiv kleiner als der Radiergummi, kann man mit dem Messer oder der Schere außen noch etwas wegnehmen, dann muss man weniger wegschnitzen und der Druckstock ist etwas stabiler. 
  5. Macht nach dem Schnitzen erstmal einen Probeabdruck, dann seht ihr, wo man noch nacharbeiten muss unter Umständen. 
  6. Den Stempel kann man nach dem Fertigstellen mit Bastelleim oder lösemittelfreiem Alleskleber noch auf dem Holz montieren. Manche benutzen dazu auch Sprühkleber. Ich empfehle das Montieren vor allem dann, wenn das Motiv entweder klein ist oder viel weggeschnitten wurde und damit der Druckstock weich und schlecht zu handeln ist. Lasst den Kleber auf jeden fall 24h trucknen, damit das Gummi nicht abrutscht und schön da bleibt, wo ihr es haben wollt: in der Mitte des Holzes.
  7. Dann ist es geschafft: Das fertige Motiv ist druckbereit: Stempelkissen raus und los!

Hier mein fast fertig gestellter Stempel von Chrilus Lieblingswort im Abdruck. Bei Gelegenheit mache ich mal ein Foto vom Druckstock.

Donnerstag, 8. September 2011

Gefräßige Stille

So, ihr Lieben... jetzt mal ein Hinweis in eigener Sache :-) nicht, dass ich das nie tun würde... auf eigenes Zeug verweisen.

Sei es wie es sei, hier nun besagter Hinweis:

Ab sofort gibt es ein neues Blog, an dem ich mitwirke, welches quasi ein kleines "Familienprojekt" darstellt. Der Titel dieses digitalen Kompendium nie enden wollender Genüsslichkeiten lautet:


Voracious Silence



Das heißt zu deutsch so viel wie "Gefräßige Stille" und dies zu erreichen soll unser höchstes Ziel werden. Zu diesem Zwecke posten dort meine Schwester Dara*, mein Mann Schmiddtchen, meine Freundin Gallina und meine Wenigkeit gar deliziöse, von uns eigens erprobte Rezepte.

Wer diese leckeren Fressalien nachkocht, ist natürlich eingeladen unsere Gereichte zu bewerten und/oder weiterzuentwickeln.


In diesem Sinne, Topf ahoi!

Dienstag, 2. November 2010

Abandoned Blog :(

Ich bin eine schlechte Bloggerin, ich geb's zu! Gerade mal zwei Einträge letzten Monat - ich sollte mich schämen! Dabei interessiert sicher einige Leute, was ich so mache und wie es mir so geht als werdende Mama.
Bisher habe ich - zugegeben - wenig über meine Schwangerschaft gebloggt, außer wenn's um die Straßenbahnsache und den Bauch ging. Aber die Postanzahl war doch überschaubar, ich weiß...

Nur kurz zum öffentlichen Personennahverkehr, so als kleiner Nachtrag, gestern hat mir im Bus das erste Mal tatsächlich jemand einen Platz offeriert. Ich war baff, zumal es ein Rentner war, der mir da von ganz vorne gestikulierenderweise den Sitz neben sich anbot, der noch frei war. Leider musste ich ablehnen - ich stand in der Mitte des Busses, wollte mich nicht durch die Leute drängeln, die zwischen Sitzplatz und mir standen - das hätte die ganze Zeit absorbiert, die ich insgesamt gefahren bin (es war nur eine Haltestelle). Aber ich habe dem netten Senior gedankt, sogar verbal ;)

Naja, zum Bauch lässt sich auch noch was nachreichen: Er ist definitiv ein Spätzünder! Habe ab der Hochzeit im August (Anfang 7. Monat) stetiges Bauchwachstum zu verzeichnen und es hört einfach nicht mehr auf. Hab' jetzt eine richtige Atommurmel mittlerweile! 113 cm Bauchumfang sind echt krass, davon stammen 2 cm alleine von letzter Woche. Schon lustig, wie sich das Blatt doch wenden kann... auch wenn's tatsächlich noch Leute gibt, die das übersehen (wollen?), dass man im 9. Monat schwanger ist. Egal, der Bauchneid ist vorbei :)

Soooooooooo.... mal überlegen, was es noch zu sagen gibt *denk*...

Achja, zum Thema "9 Monate": Wenn man gefragt wird, wie weit man denn schon ist, dann sind viele Leute immer ganz verwundert, wenn man sagt, man ist im 9. Monat. Dann denken die immer "Ja, dann kommt's ja jeden Moment!" Naja, um genau zu sein, ich sage meistens erstmal die Woche statt den Monat, um solche Reaktionen zu vermeiden. Aber das ist für Nicht-Eltern immer etwas verwirrend, weil die damit nicht anfangen können und im Endeffekt eh auf eine Monatsangabe fixiert sind. Ich übersetze das dann eben für sie und dann kommt, wie gesagt, in der Regel oben genannte Reaktion... kein Wunder, wenn man dann in E-Mails schonmal gefragt wird, ob das Töchterlein denn schon da wäre bzw. ob man schon Wehen hat oder Ähnliches. Hmpf.
Ich weiß, die Medien liefern ein recht verklärtes Schwangerschafts- und Geburtsbild. UND: Man erfährt wirklich kaum objektive Fakten, bevor man nicht selber ein Baby erwartet (vorher hat man auch eigentlich null Bedürfnis sich mit dem Thema WIRKLICH tiefer auseinander zu setzen aus verschiedensten Gründen). Also ich mein' vor allem die ekligen, gruseligen und merkwürdigen Dinge, die zum Kinderkriegen gehören - die werden einem nämlich erst aufgetan, wenn man nicht mehr rauskommt aus der Nummer... aber dazu vielleicht ein andermal mehr
Der basalste Mythos ist jedenfalls das mit den 9 Monaten, die eigentlich 40 Wochen sind - also 10 Monate. Das kommt dadurch zu stande, weil man nicht vom Zeugungsdatum ausgeht bei der Berechnung des wahrscheinlichen Geburtstermins,  man weiß ja eh meistens nicht genau, wann da Ei und Schwimmer Hochzeit gefeiert haben, sondern vom Beginn der letzten Periode. Man hat also quasi ein paar Extratage in der Rechnung mit dabei, die aber maximal einen halben Monat ausmachen. Naja, jedenfalls erklärt das noch nicht ganz, warum man denkt, es sind nur 9 Monate. Meiner Meinung nach kommt das von einem einfachen Denkfehler, den man bei sehr leicht begeht bei der ganzen Geschichte. Angenommen, man wird im Januar schwanger, dann läge der Geburtstermin im Oktober. Viele rechnen jetzt 10. Monat des Jahres minus 1. Monat des Jahres und kommen auf die Zahl 9, weil ja 10 - 1 = 9 ist, nech? Denkfehler gefunden? Man muss den Januar natürlich mitzählen, dann sind's auch 40 Wochen ;) - auch wenn's anders aussehen mag. Es sind ja keine Zahlen, mit den man da bei der Überlegung jongliert, sondern Zeitabschnitte.

Interessant finde ich, dass das bei Menschen mit dem Geburtstermin so'ne Sache ist. Ab 3 Wochen vorm errechneten Termin ist das Kind kein Frühchen mehr und kann regulär zur Welt kommen. Bis 10 Tage danach (früher waren's mal 14) kann sich das Huschelchen aber auch Zeit lassen. Das ist ein enormer Rahmen - Wahnsinn!
Laut Hebamme aus dem Vorbereitungskurs weiß man bis heute nicht, was dafür verantwortlich ist, dass die Geburt beginnt. Zwar kennt man viele Faktoren (Hormone, Reife des Kindes, Stress etc.), die beteiligt sind, aber was genau bewirkt, dass Wehen kommen und das Kindchen rauspurzelt, ist weiterhin eines der großen Rätsel der Menschheit.

Ich schreib' später mehr... jetzt ruhe ich mich erstmal aus :)

Mittwoch, 21. Juli 2010

Im Sommer ist alles anders...

Ja, das stimmt wohl... Straßenbahnen folgen plötzlich einen total sinnlosen Schema, dem Ferienfahrplan. Dieses perfide, echt sinnfreie Konzept, verstehe echt, wer will, denn schließlich haben die, die wirklich Ferien haben, im Sommer echt wahnsinnig viel Zeit, den ÖPNV auch mal zu nutzen anstatt im Klassenraum zu hocken und sich von Lehrer mehr oder minder erfolgreich beschallen zu lassen...
Außerdem heißt der Fakt, dass es jetzt Juli ist und die Sonne scheint, ganz und gar nicht, dass Leute nicht zur Arbeit oder woauchimmer hin müssen, nur weil die DVB-Mitarbeiter mal frei haben... Ich verstehe ja, dass die guten Leute das ganze Jahr rund um die Uhr Schaffen gehen, aber dass die nur im Sommer Urlaub nehmen dürfen, wäre mir echt neu. Zumal an Feiertagen auch großzügigere Intervalle der Öffentlichen gelten und z. T. ja auch zwischendurch im regulären Fahrplan Betriebspausen angesetzt werden.
Der einzige Grund sind meiner Meinung nach die Umbauten, die Dresden tagtäglich schier ins Verkehrschaos stürzen zu drohen, dafür macht der Plan wenigstens etwas Sinn, immerhin haben Bauarbeiten jetzt Hochsaison!*
Schade, dass man das nicht von allen Branchen beauhaupten kann, denn zum Beispiel bei mir im Callcenter boomt derzeit nur die Langeweile :-( Und all die wichtigen Ansprechpartner sind bis auf wenige alle im Urlaub... manche gleich mal drei Wochen, so dass da vieles zum Erliegen kommt.
Am meisten nervt es einen aber, wenn man krank ist und echt kein Arzt da ist, zu dem amn normalerweise gehen würde. Da hatte ich gestern echt noch Glück, dass meine Hautärztin erst nächste Woche Urlaub macht und dass die ne Bandansage hatte, wo schon am Telefon darauf hingewisen wird, dass diese Woche nur früh jemand da ist. Dass die Praxis erst später öffnet, hatten sie aber großzügig übergangen, so dass ich fast 'ne Dreiviertelstunde warten musste, um überhaupt mal meine Chipkarte für die Anmeldung übergeben zu dürfen... und die Überweisung zum Gynäkologen habe ich auch verpennt mir geben zu lassen... 10 Euro adé!
Und heute kam's dann "noch besser"... Ich wollte zum Frauenarzt, für den besagter Schein dann gewesen wäre, und dann erfahre ich mal eben: "Ja, heute ist keine Sprechstunde, die haben wir ganz kurzfristig abgesagt! Hätten Sie doch angerufen..." Hm, oh Wunder, das hatte ich sogar und zwar schon gestern, weil ich da eigentlich schon gehen wollte, weil's mir nicht gut ging. Da war nmal wieder #ne freundliche Bandansage, die meinte, man riefe außerhalb der Sprechzeiten an und man solle doch wochentags zwischen 8 und 12 erscheinen oder donnerstags halt ab 14 Uhr. Weiß man denn nicht zumindest einen tag vorher, wenn man seine Sprechstunde ausfallen lässt, frage ich mich da. kann man dass nicht *kurzfristig* mal auf's Tonband rausprechen?
Egal, die Vertretung, wo wir dann waren, war sehr nett und bemüht und konnte unsere Sorgen zerstreuen, es ist alles im grünen Bereich. Ich soll mich nur ausruhen, Stress und extreme Sonne meiden  und das Ganze beobachten, dann wird's hoffentlich wieder werden. Habe ja auch nächste Woche einen regulären Termin beim Gyn, da kann er mich ja nochmal anschauen... Dem Baby geht es anscheinend glänzend, das Herzchen bumperte schön regelmäßig :-) Nur den Schallkopf mochte es nicht, der war ihm wohl zu laut, da isses "weggeschwommen"...

* Wäre nur schön, wenn die Bauarbeiten dann auch mal im Sommer fertig werden würden, aber in Dresden wird ja immer ewig und gern auch mal über'n Winter gebaut...

Dienstag, 20. Juli 2010

20. Juli 2010

So, Leute, heute ist der 20. Juli 2010, das heißt, in einem Monat und einem Tag heirate ich. Hui, bin schon ganz platt! Jetzt fehlen nur noch ein paar Sachen und alles ist fertig geplant und bereit für den großen Tag!
Ich sage euch, man lernt eine Menge, wenn man den Bund der Ehe eingehen will. Kein Wunder, wenn man all die Fragen bedenkt, mit denen man so konfrontiert wird!

Wie funktioniert ein Standesamt? Warum ist das ein so unlogischer Ort? Und warum beschriften die ihre Schilder nicht eindeutig? Welche Unterlagen braucht man dafür? Und warum? (Sorry, aber auf Letzteres weiß wohl niemand eine befriedigende Antwort! Beispiel: Eine Kollegin musste vor der Hochzeit für ihren älteren Sohn eine Namensänderung beantragen, weil er schon 5 ist. Das Kuriose daran: Er heißt immer noch genauso wie vorher, aber sie musste trotzdem den Antrag stellen! Die Beamtin sagte nur: "Ich weiß auch nicht warum das so ist, aber sie müssen's halt so machen!)
Wann  und wo (und wo besser nicht) sollte man ein Brautkleid suchen und einen Anzug? Und was sollte man tun, wenn man schwanger wird und das Kleid nicht mehr passt? Warum sehen Umstandsbrautkleider eigentlich meistens aus wie Umstandsnachthemden?
Oder wenn man ein großer stämmiger Kerl ist und Anzüge nur für Zwerge mit Bauch oder Bohnenstangen produziert werden? Warum kann einem der Ausstatter nicht gleich sagen: "Nein, mein Herr, Ihre Größe führen wir leider nicht", anstatt einen Termin zu machen, an dem er einem genau das sagt?
Warum meldet sich der Brautausstatter manchmal und weiß selber nicht warum? Und warum ruft er drei Tage später wieder an, um einen Abstecktermin für das Kleid mit einem zum machen (Vielleicht wollten die das ja schon beim ersten Anruf, aber haben's beim Nummereintippen just wieder vergessen?)? Warum meldet sich der Anzugschneider nicht?
Wo kauft man schöne Eheringe? Und wie einigt man sich, wenn der eine Weißgold will und Gelbgold nicht mag und umgekehrt?
Warum ist 4 Monate im voraus für manche Leute ewig zu früh und andere kriegen Panik, weil das beinahe nicht reicht an Zeit?
Warum muss man jedes Detail einer Sache oder eines Ablaufs erstmal in gefühlten 100 Vorgesprächen durchkauen? Und warum hat man wöchentlich jeden Abend nach der Arbeit und auch samstags mindestens einen Termin bei irgendwem, obwohl man eigentlich gar keine Zeit hat?
Warum gibt es in Dresden so viele Blumenläden, aber kaum wirkliche Floristen? Und warum gibt es so viele Bäcker, die hässliche Torten machen, aber kaum geübte Konditoren, die einem bezaubernde Kuchenträume erfüllen?
Warum sind DJs so teuer?
Überhaupt: Warum kostet alles das Doppelte, wenn "Braut", "Hochzeit" oder sowas im Namen vorkommt? Und warum explodiert der Preis, wenn man "schwanger" und "Heiraten" kombiniert? (Mein Umstandsbrautkleid kostet 300 Euro mehr als das erste!)

Ja, man lernt schon eine Menge... Man, bin ich froh, wenn's vorbei ist!

Mittwoch, 26. August 2009

Mein Tag mit SIEBEN Katzen...

Hm... ja... Katzen sind und bleiben toll. Ich liebe sie und finde weiterhin, sie sind die besten Tiere der Welt, aber manchmal... puh... naja.

Ich dachte ich teile mal mit meinen geschätzten Lesern, was ich so den ganze Tag mache, dann versteht der ein oder andere vielleicht besser, dass mir trotz jeder Menge "Freizeit" selten langweilig ist im Moment.


Also das ist mein Tag, so in groben Zügen:

zwischen 05:30 und 06:00 Uhr:

Raubtierfütterung - Die Kinder haben Hunger und rumpeln deshalb unruhig bis ich hingehe und die Dose aufmache. Dann geht erstmal das Gerangel an den sieben Näpfen los, der Nachbar könnte ja unter Umständen mehr oder besseres Futter abbekommen haben. Für ca. zehn Minuten spielen die Katzen dann Näpfchen-wechsle-dich, sehr niedlich anzuschauen, aber ziemlich ineffektiv für alle beteiligten Vierbeiner, denn oft wird auch die volle mit der fast leeren Schüssel getauscht, aber naja...

ca. 06:30 Uhr:

Wenn ich Glück habe, darf ich dann nach dem Füttern noch eine oder zwei Stunden schlafen. Das passiert aber nur manchmal, denn mittlerweile haben die Kitties ihre Post-Fress-Schlafphase gegen eine Spielstunde eingetauscht, in der gerne um mich herum und über mich hinweg getobt wird, des Öfteren ohne Rücksicht auf Verluste. Da fliegt schonmal ein Kittenknäul vom Regal beim Rangeln in meine Magengrube oder das ein oder andere Buch wird abgeräumt. Kartons werden zur Spielhöhle, Zeitungen werden in handliche Fetzen gepflückt... Ist alles recht niedlich anzugucken, aber oft nicht ganz geräuscharm (das mit den Kartons rumpelt doch ziemlich manchmal...) bzw. kann man sich da als Mensch nicht immer raushalten, wenn es dann und wann mal ein bissel ruppiger zugeht bei den Jungs (bin halt bissel eine overprotective mom)... Naja, also schlafen ist dann erstmal passé bis die Pupsies nach einer Weile müde werden. In der zeit mache ich verschiedenes: Zähneputzen, Duschen, Zeug wieder ins Regal räumen, Lesen, Trockenfutterkrümel aufsammeln, Katzenbrunnen nachfüllen...

zwischen 09:30 und 10:30 Uhr:

Das große Schlafen bricht gewöhnlich in diesem Zeitraum aus, dann liegen die Katzen überall herum: auf den Kratzbaumetagen, auf dem Boden, auf und unter dem Bett, auf dem Sofa, im Bad, oben auf dem Schrank, auf meinem Bürostuhl, in der Fensterbank - halt überall. Man muss echt gucken, dass man sich nicht aus Versehen mal draufsetzt oder drauftritt, wenn sie versteckt irgendwo liegen.
Meistens fange ich in dem Zeitraum an, aufzuräumen und zu putzen, damit die Katzenstreu- und Fellflut nicht überhand nimmt. Das dauert dann schonmal ne Ecke bis man überall war mit dem Besen, auch wenn die Wohnung nur klein ist.

ab ca. 10:30 Uhr:

Da ich nicht so der Frühstücksmensch bin, esse ich erst jetzt etwas. Und wenn die Kätzchen schlafen ist das auch besser, denn sobald man etwas potentiell interessantes tut, wird man natürlich überrannt - und Essen ist sowas von interessant, dass man sich vor pelzigen Fluffeltieren oft kaum noch retten kann, die gerne auch mal ein Krümelchen abstauben würden... aber zum Glück ist das nicht immer so. Danache wird wieder geputzt und anfallende Tätigkeiten angegangen.

mittags:

Meistens surfe ich dann etwas, d.h. ich recherchiere, erneuere die Katzenanzeigen, lese, gucke mir Blogs an, beantworte Mails und PMs, chatte, genieße das Failblog- ich drehe halt so "meine Runde" im Netz. Nebenher betreue ich die Emma, die zwischendurch ständig angerumpelt kommt, fragend maunzt und manchmal auch ein bissel nervt, denn oft habe ich null Plan, was sie eigentlich möchte. Futter ist da, Trockenfutter um genau zu sein, denn tagsüber gibt es nur das. Leckerlies gibt es nicht andauernd. Und gestreichelt wird sie auch immer, wenn sie bei mir liegt oder neben mir sitzt oder eben schmusig ist. Also was will sie? Ich weiß es nicht. ich fülle dann oft Trockefutter nach, denn den zerkrümelten "Bodensatz" frisst sie einfach nicht gerne. Nicht immer reicht ihr das aus, aber naja, solange sie nicht Sprechen lernt oder mir auf andere Weise signalisiert, was sie will, kann ich nur ratlos gucken, was bleibt mir andere über.


nachmittags:

Noch ist am frühen Nachmittag noch nicht viel los mit den Tierchen, sie schlafen nämlich noch immer den Schalf der Gerechten zu dieser Tageszeit. Ich mache verschiedenes. Oft bin ich kreativ, wenn nichts weiter anliegt (Arzttermine, Amtstermine, Kittenbesichtigung, Besuch, Besorgungen, Bibliothek, oft genug tonnenweise Katzenfutter einkaufen etc.) und nähe irgendetwas z. B. Taschen, Kissenhüllen und gestern habe ich ein Babylätzchen für den Sohn einer Freundin gemacht. Oder ich zeichne, je nachdem ob ich gerade Lust und Muße dazu habe. Oder ich gehe in den botanischen Garten. oder ich knipse die Tiere beim Schlafen. Oder....

später am Nachmittag und früher Abend:

Die Kleinen sind plötzlich hellwach und wollen bespaßt werden. Sie sausen herum, spielen und sind happy. Kratzbaum rauf - Kratzbaum runter.
Cookie verteidigt seine Maus oder seinen Ball, alle flitzen hinterher, sehr putzig.
Candy motzt, wenn ich versuche, ihr die Bürst-Session als Spiel zu verkaufen, Muffin wubbelt bei derselben Prozedur einfach nur lustig herum, manchmal um die olle Bürste zu beißen, manchmal um zu flüchten. Generell ist Muffins Nase immer dreckig, die wird dann bei Gelegenheit auch mal bissel mit nem feuchten Handtuch abgerubbelt, damit man auch sieht, dass sie eine Prinzessin ist so wie ihre Schwester, deren Nase irgendwie nie schmutzig ist. Ich frage mich wirklich, wie Muffin das nur immer schafft.
Peanut ist immer mit dabei, auch wenn er am liebsten zuguckt. Klar spielt er auch gerne mit, aber Beoachten ist irgendwie neben Schlafen sein liebstes Hobby.
Siri ist da etwas aktiver, er tollt gerne mit seinen Geschwistern herum, klaut
Cookie z. B. gerne mal das aktuelle Lieblingsspielzeug und lässt sich durch die Wohnung jagen. Außerdem ist der weiße Plüschtiger gerne mal kuschelbedürftig. Dann kommt er an und "schleimt sich ein", schmust einen ganz intensiv an und manchmal quietscht er ein bissel, wenn man ihn nicht weiterknuffelt. Zu süß ist das.
Candy und Muffmuff sind auch kuschelsüchtig, manchmal muss man sie nur antippen, da schnurren sie schon los, besonders Candy kann in dann recht aufdringlich sein, wenn sie geschmust werden will.
Muffin ist etwas zurückhaltender.
Pean lässt sich dafür gern herumtragen und zwar in ein einer sehr lustigen Position: Zusammengekullert als kleiner Katerball kuschelt er sich an die Brust, so dass er fein von oben herunterblicken kann. Wenn man ihm dann noch seine anderthalb Öhrchen knautscht schläft er auch gerne mal ein. Er schnurrt zwar ein wenig seltener als seine Geschwister, aber er ist trotzdem sehr anhänglich, lässt sich gern aufheben und betutteln.
Cookie ist nicht so "reserviert", sondern ein kleiner Haudegen, besonders am Frühabend, wenn ich mal Fernsehen gucke oder lese, kommt er angewetzt und schmeißt sich laut und angestrenft schnurrend an mich heran. Dann heißt es schonmal "Hey du, krabbel mich gefälligst!" Zu Teil ist er dann noch im Spielmodus und ist hin- und hergerissen zwischen Rumhoppsen und Kuschelbedürfnis. Seeeeehr niedlich und lustig.

Abend:

Abends ist meistens mein Freund da, der netterweise
nach dem Abendessen die Katzenklos reinigt . Bei sieben Katzen ist das ein Haufen Arbeit. Und außerdem bedeutet es, dass man die Wohnung gleich nochmal fegen darf (besonders das Bad, dass eigentlich immer, wenn ich mal drin bin tagsüber durchgekehrt wird). Nach weiterer Katzenbetreuung und Raubtierfütterung so gegen 20:30 Uhr gucken wir nicht selten einen Film, Quatschen oder hängen zusammen vorm PC, um Katzenbilder anzuschauen, zu surfen oder zu bloggen. Ab und zu gehen wir auch mal weg, wenn Zeit, Geld und Kitties das erlauben z. B. zum DSA-Spielen oder ins Kino oder in die Neustadt auf ein Bier oder so. Meist kommen wir dann erst Mitternacht ins Bett, manchmal früher manchmal später, je nach Müdigkeit und dem, was man nächsten Tag so anliegt und dann geht das Ganze so ziemlich wieder von vorne los...

Klingt vielleicht simpel und unanstrengend, aber glaubt mir, sieben Katzen in der kleinen Wohnung sind ganz schön viel auf Dauer.

Montag geht Candy ins neue Heim... man ich werde sie vermissen... auch wenn es dann endlich nicht mehr sieben Katzen sind, die um mich herumtoben.


Montag, 23. März 2009

Katzenpaarung III

Zucht:

* Möchte man seine Katze decken lassen, sollte man sich das vorher sehr gut überlegen, da dies mit jeder Menge Stress und Verantwortung verbunden ist und nicht zuletzt auch mit Kosten:

  1. Fangen Sie möglichst nicht erst an, einen Deckkater zu suchen, wenn die Katze schon rollig ist, sondern beginnen Sie schon langfristig vorher damit. Suchen Sie auch mehr als einen potentiellen Kandidaten aus, falls der ausgewählte Kater zur Rolligkeit ihrer Katze nicht verfügbar ist.
  2. Sehen Sie sich mehrere Kater an und wählen sie den besten Kandidaten nach reiflichem Überlegen aus. Achten Sie darauf, dass die Besitzer des Deckkaters seriös sind und bestehen Sie auf einen Deckvertrag, den Sie sich im Vorfeld in Ruhe ansehen können. Zahlen Sie eine Decktaxe nicht im Voraus.
  3. Suchen Sie nach einem Deckkater, der geimpft und entwurmt ist. Bestehen sie auf einen Nachweis dieser beiden wichtigen Voraussetzungen (z.B. den Impfpass des Katers). Kater, die in reiner Wohnungshaltung leben, eigenen sich besonders gut, da so das Risiko eines Parasitenbefalls Ihrer Katze minimiert wird.
  4. Gehen Sie sicher, dass der Kater gesund ist, indem sie das Tier genau anschauen und das Thema Gesundheit auch dem Besitzer des Katers gegenüber offen ansprechen, bevor sie ihre Katze in den Haushalt des Deckkaterbesitzers geben oder den Kater zu sich nehmen für die Dauer der Rolligkeit.
  5. Suchen Sie jemanden, der die anderen in Ihrem Haushalt befindlichen Katzen zu sich nimmt, falls ein Deckkater zu Ihnen in die Wohnung kommen soll. Bringen Sie die anderen katzen unbedingt zu dieser Person, bevor der fremde Kater da ist, um Konflikte zwischen den Tieren zu vermeiden.
  6. Wenn Sie ihre Katze zum Deckkater bringen, sollten Sie darauf achten, dass der Deckvertrag eine Haftung für Ihr Tier einschließt, d.h. sollte Ihrer Katze etwas zustoßen oder diese abhanden kommen, trägt der Deckkaterbesitzer dafür die volle Verantwortung und muss für den Verlust haften. Günstig ist auch, seine Katze vorher chippen und registrieren zu lassen. Dann kann Ihr Tier leicht identifiziert werden, falls es wegläuft und in einem Tierheim landet. Außerdem kann Ihre Katze so nicht heimlich verkauft werden.
  7. Haben Sie eine Rassekatze mit Papieren, sollten Sie im Vorfeld Anschluss an Züchtervereine suchen und sich genau informieren, welche Rassestandards bestehen. Auch mit weiteren nützlichen Tipps und einem ausführlichen Züchterregister helfen diese gern weiter.
  8. Verwandte Katzen (Geschwister, Vater-Tochter, Mutter-Sohn) sollten auf keinen Falls verpaart werden, da erhebliche Risiken bestehen, dass der Nachwuchs genetische Defekte aufweisen kann. Haben Sie eine Katze ohne Papiere oder über deren Herkunft Sie wenig, vielleicht sogar gar nichts wissen, suchen Sie möglichst einen Deckkater, bei dem Sie eine Verwandtschaft so gut möglich ausschließen können (z. B. aus einer anderen Stadt oder ein Deckkater einer anderen Rasse am besten mit Papieren oder bekannter Herkunft). Das Aussehen ist beim Feststellen von Verwandtschaftsbeziehungen ungeeignet, da in einem Wurf nahezu alle Farben, Muster und Fellängen auftreten können. Natürlich kann man eine Verwandtschaft oft nicht völlig ausschließen, was Sie unbedingt in Ihre Entscheidung, züchten zu wollen, mit einbeziehen sollten.
  9. Verlässt Ihre Katze zum Belegen das Haus, geben Sie dem Deckkaterbsitzer das der Katze vertraute Futter mit. Legt ihre Katze auf ein bestimmtes Katzestreu wert, können Sie für die Zeit im fremden Haushalt auch davon einen Beutel mitgeben.
  10. Achten Sie darauf, dass beide Examplare des Dackvertrages vollständig ausgefüllt sind und dass Sie mit allen Punkten einverstanden sind. Eine Klausel bezüglich einer Nachdeckung bei Ausbleiben einer Trächtigkeit ist üblich, überprüfen Sie also, ob SIe auch in Ihrem Deckvertrag enthalten ist und sprechen Sie gegebenne falls darüber, sie aufzunehmen.
  11. Zahlen Sie die Decktaxe erst nachdem Deckkater und Katze zusammengebracht worden sind, also nachdem entweder Ihre Katze beim Kater war oder der kater bei ihrem Weibchen. Für das Belegen durch Kater ohne Papiere und Rassemixkater sind die Gebühren oft viel geringer als bei reinrassigen Katern mit Stammbaum und Titeln. Der Betrag schwankt so in der Regel zwischen 50 und 250 Euro.
  12. Rassekatzenbabys und Rassemixbabys haben eine größere Chance, vermittelt zu werden. Bendenken Sie diesen Umstand im Voraus.
  13. Wenn Sie die Absicht haben, mit der Katzenzucht Geld zu verdienen, werden Sie wahrscheinlich sehr enttäuscht werden, da dies ein ziemlich teures Hobby ist. Zwar übertreiben einige Züchter sicher etwas mit den Preisen für Ihre Kitten, aber im Grunde haben sie schon recht damit, eine hohe Summe zu verlangen, bedenkt man, wieviel Zeit und Geld Sie im Vorfeld investiert haben. Das kommt auch auf Sie zu! Rechnen Sie also Kosten für Deckkater, medizinische Versorgung der Mutter und der Kitten, Futter, Streu, Wurfkiste, Spielzeug etc. einmal zusammen und überlegen Sie ob eine Gewinnerwartung wirklich realistisch ist. Geld ist also sicher nicht der rechte Beweggrund, um mit dem Züchten anzufangen. Außerdem machen Kitten viel Arbeit.Und wenn Sie dazu weder die Zeit noch die Leidenschaft aufbringen, kann ich Ihnen nur davon abraten zu züchten.

Fazit: Katzenzucht ist schön, aber stressig und kostet Geld und Nerven.

Katzenpaarung für Dummies II

Kater:

* Sind mehrere Kater gleichzeitig durch die Signale einer Katze angelockt worden, werden sie sofort beginnen,
um das rollige Weibchen zu konkurrieren. Zunächst versuchen sich diese mit Drohgebärden wie Fauchen, bedrohlichen Blicken und Pfotenhieben gegenseitig zu vertreiben. Während sie sich mustern, umschleichen sie einander und schreien laustark. Weicht keiner der Kater, kann es zum Kampf führen, in dem sich die Rivalen zum Teil sehr heftig mit Krallen und Zähnen verletzen. Dies ist unter anderem ein Grund, warum unkastrierte Kater eine höhere Sterblichkeit aufweisen als ihre kastrierten Artgenossen.

* Eine andere Ursache liegt darin, dass unkastrierte Kater
zum Teil weite Strecken zurücklegen, um zu einem rolligen Weibchen zu gelangen. Gefahren wie zum Beispiel Straßen oder Baugruben können ihnen auf der Suche nach der Geschlechtspartnerin so schnell zum Verhängnis werden. Eine Kastration ist also nicht nur für Wohnungskater ratsam, sondern auch für Freigänger.

*
Kater, die nicht zu Zuchtzwecken gehalten werden, sollte man unbedingt, am besten vor dem Eintritt der Geschlechtsreife, kastrieren lassen. Man kann so dem Markieren und ungewolltem Nachwuchs vorbeugen. Bei normalen Hauskater ist ein Alter von 5 bis 7 Monaten ein guter Zeitpunkt für den Eingriff.

* Kastrierte Katzen (egal ob weiblich oder männlich) entwickeln sich ganz normal weiter. Es macht zwar rein physiologisch keinen Unterschied, ob eine Katze bereits als Jungtier oder erst als ausgewachsenes Tier kastriert wird, aber um unerwünschtes Verhalten (Markieren, Rolligkeit, Revierkämpfe, Streunen), unerwünschten Nachwuchs und Stress für Mensch und Tier zu vermeiden, empfiehlt es sich, Katzen relativ zeitig zu kastrieren, sofern man nicht züchten will.

* Geschlechtsreife Kater riechen recht stark nach einer Mischung aus Urin und Moschus. Sie markieren mit diesem "Duft" ihr Revier (egal ob in der Wohnung oder draußen). Wer sich also einen Deckkater zwecks Belegung der Katze oder als Tier für eine eigene Zucht ins Haus holt, muss sich mit diesem Geruch arrangieren.

* Kater können ab einem gewissen Alter bereits decken, obwohl sie bisher noch keine sichtbaren Anzeichen von Geschlechtsreife (Geruchsveränderung des Katers, Markieren) gezeigt haben!

* Manche Kater neigen zum übermäßigen Markieren, wieder andere markieren selten oder nie. Gegen das Markieren hilft nur die Kastration, was bei Katern einen ungefährlichen Eingriff in der Regel ohne Nachsorgemaßnahmen darstellt. Nur selten kommt es durch heftiges Belecken der Wunde zu Infektionen, die vom Tierartzt behandelt werden müssen.

Paarung:

* Bevor die Katze eine Paarung zulässt, hält sie meist zu Beginn ihrer Rolligkeit potentielle Bewerber mit Pfotenhieben und Fauchen auf Distanz. Nicht selten zieht sich die Katze dann ersteinmal auf eine sichere Entfernung zurück.

* Das Weibchen signalisiert ihre Bereitschaft zur Paarung, indem sie sich auf den Boden hockt, den Schwanz zur Seite legt und ihre Hinterteil nach oben streckt. Meist gurrt sie währenddessen.

* Der Kater beißt dem Weibchen vor und während des Belegens in den Nacken, um sie festzuhalten.

* Die Paarung dauert nur wenige Sekunden und endet abrupt, indem die Katze den Kater gewaltsam abschüttelt.

* Da sich am Penis des Männchens eine Art Widerhaken befindet, fügt der Akt der Katze einen gewissen Grad an Schmerzen zu, weshalb das Weibchen meist schreit, wenn sie und der Kater sich wieder voneinander lösen.

* Katzen können von mehreren Katern gedeckt werden und so Nachwuchs verschiedener Väter austragen.

* Dass sich Katzen aus einem Wurf nicht untereinander oder mit der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater paaren ist ein Gerücht!

* Katzen können während der Trächtigkeit nicht geimpft, aber entwurmt werden. Mit dem Impfen sollte man aber bis nach der Geburt der Kitten warten.

* Eine Trächtigkeit dauert ca. 63 bis 65 Tage. Erst in dem letzten 3 Wochen der Tragzeit sind die Babys groß genug, dass man den veränderten Körperumpfang der Mutter deutlich wahrnehmen kann.

Den Rest zitiere ich mal aus Tante Wikipedias unendlichem Wissensschatz, der mir viel bei meinen Fragen weitergeholfen hat in den letzten Tagen:

In den letzten Tagen ist die Katze nervös und sucht ständig nach einem sicheren Ort als „Nest“ für die Geburt. Sie leckt nun auch öfter die Zitzen und die Analregion. Hauskatzen bevorzugen das Zimmer der Person im Haus, zu der sie die engste Beziehung haben. Das Nest kann ein halb geöffneter Schrank, eine Schachtel oder auch das Bett sein. Die Geburt kann bis zu einigen Stunden dauern, wobei die Abstände, in denen die einzelnen Kätzchen geboren werden, sehr unterschiedlich lang sein können.

Eine Katze, die zum ersten Mal wirft, gebiert meistens zwei bis drei Junge. Ist eine trächtige Katze noch sehr jung und fühlt sich von ihrer bevorstehenden Mutterrolle überfordert, geschieht es oft, dass sie an ihrem Nachwuchs überhaupt kein Interesse hat. Gebiert sie in der freien Natur, lässt sie ihre Kätzchen links liegen und macht sich davon; der Nachwuchs stirbt in Folge.

Bei späteren Geburten erhöht sich die Zahl der Jungtiere auf häufig bis zu sieben Kätzchen. In seltenen Fällen sind aber auch zehn oder sogar mehr möglich, jedoch überleben in diesem Fall ohne menschliche Hilfe oft nicht alle Kätzchen. Manche Katzen wollen auch einige Tage nach der Geburt nicht gestört werden, doch andere suchen die Gesellschaft der Menschen und fühlen sich wohler mit ihnen. Glaubt die Katze, ihre Jungen seien aus irgendeinem Grund in Gefahr, hebt sie jedes Kätzchen an der Nackenfalte hoch und trägt es an einen anderen Ort. Durch diesen Biss löst die Mutter beim Katzenwelpen eine so genannte Tragestarre aus, die verhindern soll, dass sie sich zu stark bewegen.



Katzenpaarung für Dummies XD oder was ich gelernt habe über die Vermehrung dieser possierlichen Tiere

Rolligkeit:

* Der Eintritt der ersten Rolligkeit ist rasseabhängig. Bei normalen Hauskatzen kann das zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat geschehen, bei Rassekatzen kommt es häufig erst später dazu, bei Langaharkatzen oft erst im Alter von 11 bis 21 Monaten. Siam- und Burmakatzen bilden bei den Rassekatzen einen Ausnahme, da sie als frühreife Rassen gelten.

* Häufig wird empfohlen Kätzinnen, die nicht zur Zucht gehalten werden, mit etwa 6 Monaten zu kastrieren, um ihnen den Stress der Rolligkeit zu ersparen. Allerdings gehen da die Meinungen auseinander, da ebenfalls viele dazu raten, die erste Rolligkeit abzuwarten, bevor man eine Kastration durchführen lässt. Ein anderes Mittel, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, ist die Katzenpille, die bei regelmäßiger Gabe schonender, auf Dauer aber auch teurer ist als eine Kastration.

* Katzen werden meist im Frühjahr oder im Herbst rollig.

* Eine dieser Phasen dauert etwa 5 bis 7 Tage, in denen die Katze jault, maunzt, gurrt, schreit... Damit will sie potente Kater anlocken, um sich mit diesen zu paaren. Geschlechtsreife Männchen stimmen nicht selten in diesen "Gesang" mit ein. Die Geräusche der Katze sind unmissverständlich für potentielle Partner und aufgrund ihrer enormen Lautstärke auch über weite Distanzen für die Kater wahrnehmbar. Oft lockt das Weibchen draußen so viele Verehrer an, die sich heftig um sie balgen. So wird sicher gestellt, dass der Vater der zukünftigen Kitten stark, gesund und durchsetzungsfähig gegenüber Konkurrenten ist, was sich auf die Eigenschaften des Nachwuchses positiv auswirken wird, indem er solche Merkmal erbt.

* Katzen reiben sich häufig an Gegenständen, um an diesen Geruchsspuren in Form von Pheromonen zu hinterlassen. Dies dient ebenfalls dazu, Kater anzulocken. Diese Lockstoffe befinden sich auch im Urin der Katze.

* Rollige Katzen können von mehrere Katern gedeckt werden, also auch Nachwuchs verschiedener Kater gebären.

* Wird eine Katze nicht gedeckt, kann sie nach durchschnittlich 9 Tagen wieder rollig werden. In manchen Fällen tritt auch eine so genannte Dauerrolligkeit auf, in der die Katze nicht wie im Normalfall ihren Zyklus durchläuft, sondern in ständigem, heftigen Rollen verhaftet bleibt. Das ist für Tier und Halter nicht nur äußerst lästig, sondern kann für die Katze lebensbedrohlich werden, da sie auf einem hohen Stresslevel bleibt und wenig bis gar nicht frisst. Abhilfe schafft dann meist nur noch die Kastration des Weibchens.

* Die Rolligkeit verläuft phasisch, d. h. es erfolgt ein Wechsel zwischen Perioden, in denen das Weibchen sich normal, also unauffällig, verhält und nicht rollt oder jault, und solchen, in denen sie sich durch Schreien, Rollen und Exponieren des Hinterteils mit Querstellung des Schwanzes potentiellen Partnern anbietet. Am stärksten rollen sie meist sehr spät nachts, zum einen, da Katzen dämmerungsaktive Tiere sind und zum andern, weil nachts, wenn es weniger Störgeräusche gibt, der Schall des kätzischen Lockrufs weiter getragen wird und so leichter Männchen anlocken kann.

* Wird die Katze gedeckt, aber nach dem Eisprung nicht trächtig, wird sie nach durchschittlich 39 Tagen wieder rollig.

* Nach der Geburt ihrer Kitten kann eine Katze bereits nach 2 bis 3 Wochen wieder rollig werden.

* Rollende Katzen bieten sich auch kastrierten Katern oder anderen Weibchen an, wenn keine potenter Kater zur Verfügung steht. Nicht selten wird auch der Besitzer umworben in solchen Fällen, wenn keine Deckkater zugegen ist.

Das könnte dich auch interessieren...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...